ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,34%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 5,61%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,34%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,26%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,27%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 4,00%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,78%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,06%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,01%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,96%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,88%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,71%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,63%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,96%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,70%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,61%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

Mevis Medical Solutions: Top-Kunde beendet Kursrally

Deftiger Rückschlag für Mevis Medical Solutions. Das Softwareunternehmen für bildbasierte Unternehmen musste bekannt geben, dass ihr wichtigster Kunde – der Medizintechnikkonzern Hologic – auf mittlere Sicht „eine veränderte Form der Zusammenarbeit“ anstrebt. Laut den Analysten von Warburg Research erzielt Mevis rund 65 Prozent der Erlöse mit dem amerikanischen Spezialisten für Frauengesundheit (Brustkrebsdiagnose, Gebärmutterhalskrebs, Menstruationsblutungen). Die Reaktion der Börse fällt dementsprechend heftig aus: So rauschte die Notiz des Small Caps aus dem Stand um fast 30 Prozent auf 16,30 Euro in die Tiefe. Das entspricht einem Verlust an Marktkapitalisierung von 12,5 Mio. Euro auf gegenwärtig 29,7 Mio. Euro.

 

MeVis Med. Solutions  Kurs: 32,000 €

 

Vorangegangen war im November 2013 eine Meldung von Mevis, wonach die Bremer aufgrund von erhöhten Kundenanforderungen an bestehende Produkte ihre Ressourcen erhöhen wollten. Offenbar forderte Hologic schon damals eine technische Aufrüstung der Software. Nun wenden sich die Amerikaner schrittweise ab und wandeln das bisherige Lizenzmodell – Hologic vertreibt Applikationen von Mevis unter eigenem Namen – in eine Entwicklungsunterstützung um. „Dadurch ist mittel- und langfristig von einer allmählichen Verringerung der notwendigen Ressourcen für das Geschäft mit Hologic und der zu erzielenden Umsätze auszugehen“, räumt Mevis ein. Dem Vernehmen nach soll die aus einer Ausgründung der Universität Bremen entstandene Gesellschaft künftig nur noch ihr klinisches Know-how und die Softwarekompetenz bei der Entwicklung neuer Produkte einbringen. Details werden in den kommenden Monaten festgezurrt. Spätestens mit der bislang für den 24. April 2014 vorgesehenen Veröffentlichung des Geschäftsberichts will Mevis-Vorstandschef Marcus Kirchhoff eine aktualisierte Prognose für 2014 vorstellen.

Für 2013 hatte Kirchhoff bislang einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Aussicht gestellt, der „deutlich“ über dem Vorjahreswert von 2,975 Mio. Euro liegen sollte. Die Analysten von Warburg Research kalkulierten zuletzt mit einem operativen Ergebnis von 4,1 Mio. Euro. Unterm Strich sollte ihrer Meinung ein Ergebnis je Aktie von 2,29 Euro stehen bleiben. Für 2014 und 2015 rechneten die Experten mit Gewinnen pro Anteilschein von 2,22 beziehungsweise 2,20 Euro. Wir groß der Rückfall durch die veränderte Sachlage tatsächlich sein wird, lässt sich momentan nur schwer vorhersagen. Die Sorge der Investoren ist aber berechtigt, selbst wenn die Effekte für 2014 und vermutlich sogar 2015 noch gar nicht so groß sein werden. Entscheidend wird, inwiefern Mevis gegenlenken kann und neue Großkunden für ihre Softwareapplikationen findet.

 

MeVis Med. Solutions  Kurs: 32,000 €

 

Für den Titel spricht die komfortable Bilanz. Der jüngste Kurssturz hat das Papier bis auf weniger als 15 Prozent an den Buchwert von 14,13 Euro (per 30. September 2013) befördert. Zudem kommt Mevis auf eine Nettocashposition von fast 5,70 Euro pro Aktie. Die Bewertung in der Nähe des Eigenkapitals sollte das weitere Rückschlagpotenzial des Small Caps begrenzen. Andererseits ist die Ertragsperspektive höchst unsicher. KGV-Betrachtungen liefern gegenwärtig sehr wacklige Ergebnisse. Bitter ist es dennoch, wie jäh die Kursrally von Mevis nun gestoppt wurde. Nach den Krisenjahren 2010 und 2011 hatte die Notiz in den vergangenen 24 Monaten um immerhin etwa 500 Prozent an Wert gewonnen – und das nahezu unbeachtet von der einschlägigen Finanzpresse. Boersengefluester.de rät vorerst engagiert zu bleiben und die weitere Entwicklung abzuwarten. Zumindest unter Substanzaspekten überwiegen momentan eher die Argumente für den Titel.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
MeVis Med. Solutions
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0LBFE 32,000 Halten 58,24
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
11,43 10,16 1,125 14,13
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,27 8,90 3,41 6,78
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,95 0,95 2,97 24.06.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
- 27.05.2021 - 28.01.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-1,57% -4,59% 1,27% 1,91%
    

 

Bild: Mevis Medical Solutions AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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