SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 11,31%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 9,26%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 8,55%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 7,32%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,06%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,77%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,51%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 6,36%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 4,77%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 4,29%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,47%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 3,13%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 3,03%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 1,89%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,70%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 1,65%
ADL
ADLER REAL ESTATE
Anteil der Short-Position: 1,42%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 1,26%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 1,10%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,08%
MRK
Merck
Anteil der Short-Position: 1,00%
DAI
Daimler
Anteil der Short-Position: 0,57%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,50%

Mensch und Maschine: Elf Jahre alten Rekord getoppt

Vermutlich auch eine neue Erfahrung für Adi Drotleff, den CEO des Softwareanbieters Mensch und Maschine: Als der DAX-Konzern SAP zuletzt unter den Erwartungen liegende Quartalszahlen präsentierte, kam plötzlich auch Druck auf die Aktie von Mensch und Maschine (MuM). Der Zirkelschluss der Investoren ist freilich gar nicht mal soweit her geholt, denn – wer hätte es gedacht – mit einem Börsenwert von mittlerweile 566 Mio. Euro ist die im Handelssegment Scale gelistete Gesellschaft die fünftgrößte Softwarecompany auf dem heimischen Kurszettel. Nur RIB Software, die Software AG, Nemetschek und eben SAP sind größer. Umso bemerkenswerter, mit welch starken Zahlen MuM nun zum Halbjahr aufwartet, selbst wenn die Daten für das zweite Quartal erwartungsgemäß nicht an die ungemein guten Resultate aus dem Auftaktviertel heranreichen. Insgesamt kommt das Unternehmen in den ersten sechs Monaten 2019 auf ein Umsatzplus von knapp 27,3 Prozent auf 120,22 Mio. Euro. Etwas mehr als zwei Drittel davon stammen aus dem Systemhausbereich, den Rest steuert das Geschäft mit eigener Software bei.

Die Relation ist insofern beachtlich, weil MuM zum Jahresanfang 2019 mit der mehrheitlichen Übernahme von SOFiSTiK den Softwarebereich gestärkt hatte und das Systemhaus den Umsatzanteil rein organisch derart hoch halten konnte. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass MuM mit dem neuesten Halbjahresbericht auch den bisherigen Rekordumsatz von 119,59 Mio. Euro aus dem Jahr 2008 übertrumpft – damals freilich noch mit einem eher auf Volumen ausgerichteten Geschäftsmodell. Angesichts dieser Vorgaben ist es im Prinzip keine große Überraschung, dass CEO Adi Drotleff seine bisherige – ziemlich konservativ gesetzte – Umsatzprognose für 2019 von 215 bis 220 Mio. Euro nun auf eine Bandbreite zwischen 220 und 230 Mio. Euro heraufsetzt. Mit Blick auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) – der neuen Steuerungsgröße des Unternehmens – bleibt Drotleff jedoch bei der Vorschau, wonach mit einem Anstieg von 19,66 auf 24 bis 26 Mio. Euro zu rechnen ist.

 

Mensch und Maschine  Kurs: 52,000 €

 

Das kommt nicht von ungefähr, denn wenn Investoren sich die Zahlen der jüngsten Zwischenberichte genau anschauen, stellen sie fest, dass die operative Marge im Softwarebereich mit 23,21 Prozent im zweiten Quartal 2019 nicht nur leicht unterhalb der des vergleichbaren Vorjahresquartals (24,31 Prozent) liegt, sondern auch um 1,38 Prozentpunkte niedriger ist als im gesamten ersten Halbjahr 2019. In der Telefonkonferenz bezeichnet Drotleff diese Entwicklung als „Konsolidierung auf hohem Niveau“ und nennt unter anderem Sonderfaktoren wie einen relativ teuren, nur alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Partner-Event, als Begründung. Wer Drotleff kennt, weiß aber auch genau, dass er die Entwicklung längst auf dem Schirm hat und alles unternimmt, um den Kostenanstieg zu dämpfen. „Die Ergebnisse hieraus sind aber erst im dritten Quartal zu spüren“, sagt Drotleff.

Ansonsten gilt die nicht zu unterschätzende Grundaussage, dass Mensch und Maschine noch keine Auswirkungen einer sich abzeichnenden Konjunkturdelle spürt. Bei den Kunden aus dem Industriebereich muss ein Abflachen der Kurve sogar nicht einmal negativ sein, denn erfahrungsgemäß gibt es hier ein antizyklisches Bestellverhalten. Soll heißen: Wenn die Industrie ohnehin auf Volllast läuft, kommen die Unternehmen kaum dazu, sich um effizienzsteigernde Softwarealternativen zu kümmern. Und so ist es auch mehr als verständlich, dass die Börsianer den Halbjahresbericht von Mensch und Maschine sehr positiv aufnehmen und die Aktie um fast acht Prozent auf 33 Euro an Wert gewinnt.

Zur Einordnung: das bisherige Rekordhoch vom 2. Mai 2019 liegt bei 37,90 Euro. Für boersengefluester.de bleibt der Anteilschein einer der Top-Picks aus der Softwarebranche – trotz der ambitionierten Bewertung: Aus heutiger Sicht dürfte das Wachstum der Wesslinger auch in den kommenden Jahren anhalten. Zudem ist muM ein super verlässlicher Dividendenzahler.

 

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Mensch und Maschine
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
658080 52,000 Halten 891,75
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
38,52 32,21 1,177 105,91
KBV KCV KUV EV/EBITDA
19,17 36,55 3,64 24,896
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,83 1,00 1,60 13.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.04.2020 22.07.2020 21.10.2020 16.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
17,94% 42,23% 21,78% 92,59%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e 2020e
Umsatzerlöse1 125,83 140,02 160,38 167,07 160,85 185,40 245,00 273,00
EBITDA1,2 7,81 10,87 12,81 15,76 18,04 22,75 36,30 42,60
EBITDA-Marge3 6,21 7,76 7,99 9,43 11,22 12,27 14,82 15,60
EBIT1,4 3,81 6,76 8,47 12,49 15,21 19,66 27,00 31,90
EBIT-Marge5 3,03 4,83 5,28 7,48 9,46 10,60 11,02 11,68
Jahresüberschuss1 2,62 4,11 4,27 7,02 8,98 12,47 17,40 21,25
Netto-Marge6 2,08 2,94 2,66 4,20 5,58 6,73 7,10 7,78
Cashflow1,7 3,78 6,29 14,73 14,65 15,22 15,23 24,40 25,60
Ergebnis je Aktie8 0,16 0,24 0.24 0,40 0,53 0,71 0,97 1,19
Dividende8 0,20 0,20 0,25 0,35 0,50 0,65 0,83 1,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: RSM

 

Hinweis:
Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. Boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der Mensch und Maschine SE (MuM). Zwischen MuM und boersengefluester.de besteht eine Vereinbarung zur Soft-Coverage der MuM-Aktie.

Foto: Clipdealer


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.