CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,21%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,40%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 7,69%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,45%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,01%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 6,08%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,06%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 5,82%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,61%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,77%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 4,30%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,55%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 3,44%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 3,28%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,23%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 2,78%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,50%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,88%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 1,58%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,50%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,24%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,69%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 0,62%

Mensch und Maschine: Aktives Staunen für Fortgeschrittene

Den CEO von Mensch und Maschine, Adi Drotleff, bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Als der Aktienkurs des Anbieters von Konstruktionssoftware im März von zuvor mehr als 50 Euro bis auf 30 Euro rauschte, schaute Drotleff nicht einfach nur ungläubig auf den Chart, sondern kaufte beherzt eigene Aktien für das Unternehmen zu. In der Telefonkonferenz zur Vorlage der Zahlen für das erste Quartal 2020 rückte er diese Maßnahme jetzt ganz trocken in die Kategorie „aktives Staunen“. Konkret hat sich der Bestand an eigenen Aktien per Ende März damit um knapp 81.000 auf 427.256 Stück erhöht, was gemessen am Gesamtkapital einem Anteil von 2,49 Prozent entspricht. Aktueller Gegenwert: 18,4 Mio. Euro, schließlich hat sich auch der Anteilschein von Mensch und Maschine (MuM) zuletzt deutlich von seinen Tiefständen gelöst und notiert nun wieder im Bereich um 44 Euro.

Ein Niveau, dem Großaktionär Drotleff schon sehr viel mehr abgewinnen kann. Immerhin kommt die MuM-Aktie damit – bezogen auf die zur Hauptversammlung am 13. Mai 2020 vorgeschlagene Dividende von 0,85 Euro – auf eine Rendite von knapp zwei Prozent. Mit Blick auf die bereits jetzt avisierte Ausschüttung von 1,00 bis 1,05 Euro je Aktie für 2020 erhöht sich die Rendite entsprechend auf rund 2,3 Prozent. Und exakt in diese Größenordnung gehört die MuM-Aktie nach Auffassung von Adi Drotleff auch hin. Bemerkenswert ist die Orientierung an der Dividendenrendite insbesondere auch deshalb, weil viele andere Unternehmen in der jetzigen Phase auf Nummer sicher und die Ausschüttung entweder ganz streichen, anpassen oder zumindest unter Vorbehalt setzen. Nun: Bei Mensch und Maschine laufen die Geschäfte so robust, dass derartige Überlegungen zurzeit keine Rolle spielen.

 

Mensch und Maschine  Kurs: 55,600 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 125,83 140,02 160,38 167,07 160,85 185,40 245,94 258,00
EBITDA1,2 7,81 10,87 12,81 15,76 18,04 22,75 36,55 43,00
EBITDA-Marge3 6,21 7,76 7,99 9,43 11,22 12,27 14,86 16,67
EBIT1,4 3,81 6,76 8,47 12,49 15,21 19,66 27,19 31,50
EBIT-Marge5 3,03 4,83 5,28 7,48 9,46 10,60 11,06 12,21
Jahresüberschuss1 2,62 4,11 4,27 7,02 8,98 12,47 18,31 21,00
Netto-Marge6 2,08 2,94 2,66 4,20 5,58 6,73 7,44 8,14
Cashflow1,7 3,78 6,29 14,73 14,65 15,22 15,23 26,35 33,00
Ergebnis je Aktie8 0,16 0,24 0,24 0,40 0,53 0,71 0,99 1,16
Dividende8 0,20 0,20 0,25 0,35 0,50 0,65 0,85 1,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: RSM

 

Die Corona-bedingten Einbußen beziffert das im Freiverkehrssegment Scale gelistete Unternehmen auf 1,0 bis 2,0 Mio. Euro Umsatz. Im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wirkt sich das freilich gleich mit einer Größenordnung zwischen 0,8 und 1,5 Mio. Euro nieder, da insbesondere hochmargige Bereiche wie CAM-Software oder Präsenzseminare betroffen sind. Trotzdem: Gemessen an dem im ersten Quartal 2020 nun ausgewiesenen Gesamtumsatz von 78,63 Mio. Euro sowie dem daraus resultierenden EBIT von 11,09 Mio. Euro halten sich die Einbußen in Grenzen. „Insgesamt ein sehr gutes erstes Quartal“, sagt Drotleff. Und in der korrespondierenden Pressemitteilung heißt zum bisherigen Einfluss der Corona-Krise lapidar: „Der Einfluss blieb relativ überschaubar und hat lediglich ein noch höheres Rekordergebnis verhindert.“ Eine Einordnung, wie sie boersengefluester.de in den vergangenen Wochen so auch noch nicht gelesen hat. Chapeau!

Entsprechend tastet das Unternehmen seine ursprünglich sehr konservativ formulierte Prognose für das Gesamtjahr nicht an und rechnet weiter mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 41 und 43 Mio. Euro (Vorjahr: 36,55 Mio. Euro) sowie einem Ergebnis je Aktie in einer Bandbreite von 1,17 bis 1,23 Euro – nach 0,99 Euro im Jahr zuvor. Zugute kommt Mensch und Maschine dabei, dass die positiven Effekte des bis Anfang Mai laufenden und stark incentivierten Angebots von Vorlieferant Autodesk von einem Wartungsvertrag auf eine Abonnement-Variante zu wechseln im zweiten Quartal 2020 ihren Höhepunkt erreichen sollten.

Nächster wichtiger Termin für Anleger ist derweil die für den 13. Mai 2020 angesetzte Hauptversammlung (HV) in den Firmenräumen des im bayerischen Wessling angesiedelten Unternehmens. Eine virtuelle Online-HV, wie sie gerade von fast allen Gesellschaften durchgezogen wird, möchte Mensch und Maschine (auch aus Kostengründen) nach Möglichkeit umgehen. Die Beibehaltung der Pläne zu einer Präsenz-HV hängt freilich auch damit zusammen, dass die Hauptversammlungen von MuM ohnehin überschaubar besucht sind. „Ich rechne diesmal nicht mit mehr als einer Handvoll Besucher“, sagt Adi Drotleff, zumal die vier Tagesordnungspunkte der HV-Einladung absoluter Standard sein. Um kein Risiko in Sachen Ansteckungsgefahr einzugehen, will Mensch und Maschine der HV-Einladung aber auf jeden Fall noch eine Art „freundliches Ausladungschreiben“ beipacken. Ansonsten bleibt es bei unserer Einschätzung: Für langfristig dividendenorientierte Anleger bleibt die MuM-Aktie eine erstklassige Wahl.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Mensch und Maschine
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
658080 55,600 Kaufen 953,48
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
41,19 32,54 1,266 113,24
KBV KCV KUV EV/EBITDA
18,01 36,19 3,88 26,127
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,85 1,00 1,53 11.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
21.04.2021 21.07.2021 21.10.2020 15.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
6,41% 17,03% 30,21% 54,02%
    

 



 

 

Hinweis: Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. Boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der Mensch und Maschine SE (MuM). Zwischen MuM und boersengefluester.de besteht eine Vereinbarung zur Soft-Coverage der MuM-Aktie.

 

Foto: Clipdealer


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.