CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,21%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,03%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,50%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 7,76%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,02%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 6,75%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 5,79%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 4,97%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 3,94%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,69%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 3,28%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 3,20%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,22%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 2,20%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 1,97%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,76%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,50%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,22%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,11%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,10%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 1,05%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 0,70%
WSU
WashTec
Anteil der Short-Position: 0,41%

MBB: Mächtig unter Strom

Was für ein massiver Elektroantrieb: Allein im Abschlussquartal 2016 gewann die MBB-Aktie um fast 90 Prozent an Wert und beförderte die Beteiligungsgesellschaft auf einen Börsenwert von annähernd 460 Mio. Euro. Auslöser der Kaufpanik bei den Investoren ist der nahende Börsengang der zum MBB-Konzern gehörenden Aumann-Gruppe. Aumann stellt Anlagen zur Spulenwicklung für Elektromotoren her und könnte somit zum heißesten IPO des Jahres auf dem heimischen Kurszettel werden. Dem Vernehmen nach bereiten die US-Bank Citi, Berenberg sowie Hauck & Aufhäuser die Emission vor, wobei MBB mehrheitlicher Eigentümer bleiben wird. Aumann kam 2016 auf ein Umsatzplus von rund 67 Prozent auf 156 Mio. Euro und erwirtschaftete dabei ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 19,3 Mio. Euro. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser taxierten den fairen Wert von Aumann zuletzt auf 462 Mio. Euro – beziehungsweise 70 Euro je MBB-Aktie. Das entspricht gut 80 Prozent ihres zuletzt auf 84 Euro (zuvor: 49 Euro!) erhöhten Kursziels für MBB. Kein Wunder, dass in den vergangenen Wochen eine komplette Neubewertung stattgefunden hat.

 

MBB  Kurs: 68,600 €

 

Die große Frage ist nun, ob nach der Rally überhaupt noch ausreichend Potenzial für weitere Kurssteigerungen vorhanden ist. Valide beantworten lässt sich das zurzeit nicht, zu viel hängt von den Konditionen ab, zu denen der Börsengang von Aumann über die Bühne gehen wird – naturgemäß auch eine Frage der allgemeinen Marktstimmung in den kommenden Wochen. Derweil gibt es schon einen ersten Effekt aus den stark gestiegenen Kursen der MBB-Aktie, den so wohl nicht jeder auf der Rechnung hatte. Hintergrund sind Bonusprogramme für Management und Mitarbeiter, die sich an der Aktienkursentwicklung orientieren und von 2018 bis 2020 zu entsprechenden Zahlungen führen können. Angesichts der mächtigen MBB-Rally haben die Berliner im vierten Quartal 2016 hierfür Rückstellungen mit einem Nettoeffekt von 3,1 Mio. Euro gebildet. Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2016 mit 30,2 Mio. Euro nicht ganz stark gestiegen ist, wie sich mancher vielleicht erhofft hatte. Bereinigt um diesen Sonderposten hätte das EBITDA allerdings stattliche 34,6 Mio. Euro erreicht.

Das Ergebnis je Aktie kam 2016 von 1,79 auf 2,16 Euro voran, was knapp im Rahmen der Erwartungen liegt. Korrigiert um den Sonderaufwand für das Optionsprogramm hätte MBB ein Ergebnis je Aktie von 2,63 Euro gezeigt – das wiederum ist ein grandioser Wert. Auch wenn bereits eine Menge IPO-Fantasie eingepreist ist, traut boersengefluester.de dem Titel in den kommenden Monaten eine solide Performance zu. Die ganz großen Sprünge dürfte die Aktie vorerst jedoch hinter sich haben.

 

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
MBB
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0ETBQ 68,600 Kaufen 407,54
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
19,06 19,40 1,021 32,89
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,20 5,89 0,69 2,800
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,70 0,70 1,02 24.08.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
22.05.2020 18.08.2020 13.11.2020 09.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-7,53% 4,78% -3,52% 13,76%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 228,20 236,70 252,80 332,17 403,08 506,59 592,06 664,00
EBITDA1,2 22,73 22,04 24,84 30,36 30,14 53,99 80,97 60,00
EBITDA-Marge3 9,96 9,31 9,83 9,14 7,48 10,66 13,68 9,04
EBIT1,4 17,54 15,94 18,03 33,34 19,71 38,62 54,39 22,50
EBIT-Marge5 7,69 6,73 7,13 10,04 4,89 7,62 9,19 3,39
Jahresüberschuss1 13,47 13,77 12,43 15,78 10,24 27,25 34,60 9,80
Netto-Marge6 5,90 5,82 4,92 4,75 2,54 5,38 5,84 1,48
Cashflow1,7 12,33 14,57 21,84 32,16 3,85 24,03 69,23 21,00
Ergebnis je Aktie8 2,09 2,01 1,79 2,16 0,71 2,34 4,44 1,65
Dividende8 0,55 0,57 0,59 1,22 1,32 0,69 0,70 0,70
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: RSM

 

Foto: pixabay



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.