VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,50%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 8,35%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 6,94%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,12%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 6,09%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 5,93%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 5,42%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,02%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 4,92%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 4,36%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 4,12%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,15%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,53%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,48%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 1,97%
LEG
LEG IMMOBILIEN
Anteil der Short-Position: 1,83%
NEM
Nemetschek
Anteil der Short-Position: 1,74%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 1,27%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 1,16%
SIX2
Sixt
Anteil der Short-Position: 1,02%
SHF
SNP SCHNEID.-NEUR...
Anteil der Short-Position: 0,94%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,57%
EOAN
E.ON
Anteil der Short-Position: 0,48%

Klöckner & Co: Interessante Sonderstory

Interessanter könnte die Ausgangslage kaum sein: Während die Analysten noch uneins waren, ob die Zahlen des Stahlhändlers Klöckner & Co zum dritten Quartal 2018 nun im Rahmen der Erwartungen gelegen haben oder vielleicht doch eher negativ zu interpretieren seien, hat Großaktionär Friedhelm Loh über die ihm zurechenbare SWOCTEM GmbH kurzerhand fleißig Stücke zugekauft. Exakte Berechnungen sind schwierig, da der Unternehmer nach dem im Februar 2016 gemeldeten Stimmrechtsanteil von 25,246 Prozent erst Mitte Mai 2016 in den Aufsichtsrat von Klöckner & Co eingezogen war – er in dieser Zeit also auch nicht meldepflichtig hätte weitere Stücke kaufen können. Unterstellt man jedoch, dass Loh in diesem Zeitraum keinen Handel mit Klöckner-Aktien betrieben hat, so dürften seine aktiven Kaufphasen im September und Oktober 2018 seinen Aktienbestand auf 28,43 Prozent gehievt haben.

Bei Börsenkennern macht es nun wohl sofort Klick, denn beim Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle wäre ein Pflichtangebot in Höhe des gewichteten Durchschnittskurses der vergangenen drei Monate fällig. Überschlägig berechnet wären das gegenwärtig rund 9 Euro – bei einem aktuellen Aktienkurs von 7,70 Euro. Aus Sicht von Investor Loh wäre es somit nicht unbedingt klug, jetzt die Marke von 30 Prozent zu knacken, weil bei der Berechnung der Offerte noch viele September-Kurse oberhalb von 9 Euro einfließen würden. Im Normalfall dürfte sich – der unter anderem auch durch sein Engagement bei KUKA bekannt gewordene – Loh also so positionieren, dass er im Falle einer Meldeschwellenüberschreitung eher keinen Aufschlag anbieten muss und ihm so möglicherweise eine kaum kalkulierbare Schwämme von Aktien angedient würde.

 

Klöckner & Co  Kurs: 5,165 €

 

Andererseits scheint er von den Qualitäten des SDAX-Unternehmens – insbesondere auf dem arg gedrückten aktuellen Kursniveau – mehr denn je überzeugt zu sein. Rein aus dem Blickwinkel des Kurs-Buchwert-Verhältnisses (KBV) ist das durchaus nachvollziehbar, denn gegenwärtig wird die Klöckner-Aktie mit einem Abschlag von rund 40 Prozent auf das Eigenkapital gehandelt. Zum Vergleich: Nach Berechnungen von boersengefluester.de liegt der entsprechende Discount im Mittel von zehn Jahren eher im Bereich um 25 Prozent. Aus Sicht eines Privatanlegers heißt dieses Szenario wiederum, dass – sofern Loh tatsächlich weiter aufstockt – der Aktienkurs nach unten vergleichsweise gut abgesichert sein sollte. Richtung Norden besteht normalerweise ein erkleckliches Bewertungspotenzial, denn im Grunde können sich die aktuellen Zahlen durchaus sehen lassen. Zudem sieht sich die Gesellschaft ganz und gar nicht in der Opferrolle einer möglichen Eskalation um Importzölle auf Stahl.

Abzüge in der B-Note gibt es freilich für die im Jahresvergleich um 134 auf 569 Mio. Euro gestiegene Netto-Verschuldung der Duisburger. Trotzdem: Sollte Klöckner & Co für das laufende Geschäftsjahr eine stabile Dividende von 0,30 Euro pro Anteilschein zahlen – wovon wir derzeit ausgehen – würde das dem Titel zu einer Rendite von immerhin fast 3,9 Prozent verhelfen. Auch das ist nicht unbedingt verkehrt. Für mutige Investoren könnte sich hier also eine veritable Chance-Risiko-Kombination ergeben.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 6.377,61 6.503,93 6.443,63 5.730,06 6.291,56 6.790,49 6.314,72 0,00
EBITDA1,2 124,00 191,00 24,00 195,53 219,56 227,10 139,03 0,00
EBITDA-Marge3 1,94 2,94 0,37 3,41 3,49 3,34 2,20 0,00
EBIT1,4 -5,93 98,31 -350,84 85,42 129,84 141,46 1,73 0,00
EBIT-Marge5 -0,09 1,51 -5,44 1,49 2,06 2,08 0,03 0,00
Jahresüberschuss1 -90,24 22,17 -348,84 37,96 102,25 68,65 -54,88 0,00
Netto-Marge6 -1,41 0,34 -5,41 0,66 1,63 1,01 -0,87 0,00
Cashflow1,7 142,58 50,01 275,93 72,75 78,87 60,20 204,23 0,00
Ergebnis je Aktie8 -0,85 0,22 -3,48 0,37 0,96 0,66 -0,56 -0,95
Dividende8 0,00 0,20 0,00 0,20 0,30 0,30 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Klöckner & Co
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
KC0100 5,165 Halten 515,21
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
14,35 23,20 0,632 -12,24
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,50 2,52 0,08 9,024
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 12.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
29.04.2021 14.08.2020 03.11.2020 10.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-2,10% 6,36% -17,75% -5,23%
    

 

Foto: Pixabay


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.