CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 9,94%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,30%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,27%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,69%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,50%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 7,09%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,75%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,87%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,78%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 3,32%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,11%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 2,85%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 1,86%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 1,80%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,58%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,27%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 1,23%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 0,70%
WSU
WashTec
Anteil der Short-Position: 0,57%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 0,53%
DLG
Dialog Semiconductor
Anteil der Short-Position: 0,50%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,48%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,47%

IVU Traffic: “Bestätigung für unseren Kurs”

Das ist mal eine Ansage: Mit Erlösen von annähernd 90 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von mehr als 10 Mio. Euro hat IVU Traffic Technologies die eigenen Prognosen für 2019 massiv übertroffen. Eine Überraschung offenbar nicht nur für den Kapitalmarkt, denn im Interview mit boersengefluester.de verrät Steffen Voith, Leiter Finanzen bei IVU Traffic, unter anderem, dass auch die Gesellschaft bis zuletzt nicht mit derart guten Zahlen gerechnet habe. Immerhin sah die eigene Prognose „nur“ ein EBIT von Untergrenze 7 Mio. Euro vor. Kein Wunder, dass der ohnehin schon wie auf Schienen laufende Aktienkurs des Telematikspezialisten nochmals einen Schub bekommen hat und mit 15,75 Euro auf einem 19-Jahres-Hoch notiert. Soll heißen: Lediglich in der New Economy-Ära stand der Kurs höher. Doch mit den damals verrückten Zeiten – 2000 kam IVU übrigens auf ein EBIT von gerade einmal 1,9 Mio. Euro – hat das Unternehmen kaum noch etwas gemeinsam und ist mit seinen Steuerungssystemen für Bahnen und Busse sehr viel fokussierter als früher. Mit einem Börsenwert von mittlerweile mehr als 275 Mio. Euro ist IVU Traffic Technologies zwar noch immer ein Spezialwert auf dem heimischen Kurszettel, aber eben längst in einer Größe, die den Titel auch für institutionelle Investoren attraktiv macht. Für boersengefluester.de bietet die Aktie der Berliner auf dem aktuellen Niveau noch weiteres Potenzial.


 

Herr Voith, IVU überrascht mit äußerst starken vorläufigen Zahlen für 2019. Vor allem das EBIT fällt mit voraussichtlich mehr als 10 Mio. Euro deutlich höher aus als erwartet. Was sind die Ursachen für diese Entwicklung?

Steffen Voith: Bedingt durch unseren saisonalen Geschäftsverlauf ist das vierte Quartal für uns immer das stärkste des Jahres. Dass es so gut ausfällt, hatten wir aber bis zuletzt nicht erwartet. Das hat vor allem damit zu tun, dass zum Jahresende mehr Lizenzen abgerufen wurden als von uns geplant. Hinzu kommt, dass sich einige Risiken nicht materialisiert haben, so dass wir entsprechende Rückstellungen auflösen konnten. Ganz grundsätzlich sehe ich in diesem Ergebnis vor allem eine Bestätigung für unseren Kurs, uns auf unser margenstarkes Kerngeschäft mit dem öffentlichen Verkehr zu konzentrieren.

Der saisonale Geschäftsverlauf der IVU ist bekannt. Womit hängt das zusammen?

Steffen Voith: Das hat vor allem mit der Branche zu tun, in der wir uns bewegen: Jedes Jahr Anfang Dezember findet der europaweit vereinheitlichte Fahrplanwechsel statt. Daran orientieren sich ein Großteil der Meilensteine und Projektabschlüsse. Hinzu kommt noch das buchhalterische Prinzip der Kameralistik, das nach wie vor viele unserer oft öffentlichen Kunden anwenden und das dazu führt, dass Rechnungen erst am Jahresende beglichen werden. Das können wir leider nur begrenzt steuern, auch wenn wir natürlich versuchen, möglichst viele Projekte bereits vorher abzuschließen und in Rechnung zu stellen.

 

IVU Traffic  Kurs: 16,250 €

 

IVU bietet seinen Kunden an, auch den Betrieb und das Hosting der IVU-Produkte zu übernehmen. Ihr Vorstand hat in der Vergangenheit betont, damit den Anteil der wiederkehrenden Umsätze steigern zu wollen. Wie entwickelt sich dieses Geschäft?

Steffen Voith: Nachdem unsere Kunden anfangs etwas zögerlich auf unser Angebot reagiert haben, hat das Geschäft mit der IVU.cloud in den vergangenen beiden Jahren deutlich zugelegt. Inzwischen macht das Hosting einen wesentlichen Teil unserer Wartungsumsätze aus und trägt mehr als fünf Prozent zum Gesamtumsatz bei. Geht man davon aus, dass ein Großteil der Kunden unsere Systeme noch immer selbst betreibt, gibt es hier noch viel Potenzial, das wir auf jeden Fall nutzen wollen.

Für 2020 gehen Sie davon aus, das aktuelle Ergebnis zu halten. Vor dem Hintergrund der 2019er-Resultate scheint uns diese Einschätzung konservativ zu sein. Oder liegen wir da falsch?

Steffen Voith: Unsere Prognose orientiert sich immer an dem, was wir aktuell abschätzen können. Man darf nicht vergessen: Wir sind immer noch überwiegend im Projektgeschäft tätig. Um den Fortschritt der einzelnen Projekte zu bewerten, nutzen wir die Percentage-of-Completion-Methode. Das kann dazu führen, dass wir positive Effekte haben, wenn ein Projekt schneller fertig wird als geplant. Gleichzeitig bestehen aber auch Risiken, wenn sich Projekte verzögern. Deshalb geben wir nur bekannt, was im Moment realistisch erscheint – aber natürlich freuen wir uns auch, wenn wir unsere Prognose zum Jahresende wieder übertreffen sollten.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
IVU Traffic
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
744850 16,250 Kaufen 287,94
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
25,39 15,22 1,668 77,38
KBV KCV KUV EV/EBITDA
5,39 22,95 3,24 20,733
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,16 0,16 0,98 28.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.05.2020 27.08.2020 19.11.2020 26.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
12,81% 28,05% 31,58% 97,69%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 46,30 47,24 58,06 59,76 71,07 77,80 88,79 91,00
EBITDA1,2 4,85 5,30 6,06 2,91 7,37 8,12 12,73 15,00
EBITDA-Marge3 10,48 11,22 10,44 4,87 10,37 10,44 14,34 16,48
EBIT1,4 3,90 4,35 4,87 1,39 6,13 6,70 10,48 12,80
EBIT-Marge5 8,42 9,21 8,39 2,33 8,63 8,61 11,80 14,07
Jahresüberschuss1 3,80 4,37 3,60 -0,21 4,98 6,16 10,58 11,00
Netto-Marge6 8,21 9,25 6,20 -0,35 7,01 7,92 11,92 12,09
Cashflow1,7 5,80 5,26 -5,02 2,61 3,80 12,31 12,54 9,40
Ergebnis je Aktie8 0,22 0,25 0.20 -0,01 0,28 0,35 0,60 0,62
Dividende8 0,00 0,05 0,00 0,00 0,10 0,12 0,16 0,16
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ernst & Young

 

Steffen Voith, Jahrgang 1973, ist Head of Finance von IVU Traffic Technologies mit Sitz in Berlin.

 

Foto: IVU Traffic AGMichael Gaida auf Pixabay, 


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.