AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 15,75%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 12,95%
HDD
Heidelberger Druckm.
Anteil der Short-Position: 7,78%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 7,63%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 7,53%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 7,07%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,80%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 6,47%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 6,00%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 5,81%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 5,03%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,16%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 3,03%
MTX
MTU Aero Engines
Anteil der Short-Position: 2,66%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 2,58%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 2,17%
KRN
Krones
Anteil der Short-Position: 2,02%
WCH
Wacker Chemie
Anteil der Short-Position: 1,92%
CYR
CYAN
Anteil der Short-Position: 1,88%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,61%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,50%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,59%
EOAN
E.ON
Anteil der Short-Position: 0,50%

Isra Vision: Solide Zahlen – wilde Aktie

Im Grunde genommen ist Isra Vision ein Hort der Stabilität. In den vergangenen 18 Quartalen bewegte sich EBIT-Marge des Spezialisten für Oberflächeninspektion zur industriellen Bildverarbeitung immerhin zwölfmal in einer Spanne zwischen 17,50 und 18,50 Prozent. Der Durchschnittswert lag in diesem Zeitraum bei 18,27 Prozent. Absolute Gewinnsteigerungen lassen sich im Wesentlichen also nur durch eine Ausweitung der Umsatzerlöse erzielen, was Isra Vision freilich in bemerkenswerter Regelmäßigkeit gelingt. Das haben die Daten für das zweite Quartal des Geschäftsjahrs 2018/19 (30. September) einmal mehr gezeigt: Bei einem Anstieg der Gesamtleistung (Umsatz plus aktivierte Eigenleistungen) von 13,4 Prozent auf 41,45 Mio. Euro kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 18,3 Prozent auf knapp 7,80 Mio. Euro, was einer auf den ersten Blick sehr straken operativen Rendite von 18,81 Prozent entspricht. Zu beachten ist allerdings, dass die Daten des ersten Halbjahrs um einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit Akquisitionen von rund 0,90 Mio. Euro bereinigt sind. Ansonsten wäre die Profitabilität im ersten Halbjahr nämlich auf knapp 17,70 Prozent gerutscht.

Dennoch: Insgesamt hat CEO Enis Ersü wieder einmal geliefert und auch seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Demnach ist für Umsatz und Ergebnis mit einem Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu rechnen. Solide Basis dafür ist der um 3 auf 98 Mio. Euro gewachsene Auftragsbestand. Einzig beim Thema Zukäufe spannt der im SDAX und TecDAX notierte Konzern die Investoren weiter auf die Folter. Dabei sah es zwischenzeitlich so aus, als ob die Darmstädter unmittelbar vor der Vollzugsmeldung stehen würden. Nun heißt es: „Um mögliche Akquisitionsrisiken zu vermeiden, prüft das Unternehmen jedes Projekt mit der jeweils notwendigen Vorsicht, wodurch Verzögerungen entstehen können. In diesem Zusammenhang fallen die Due Diligence-Prozesse – nicht zuletzt aufgrund von Marktschwankungen und damit verbundenen Bewertungsvariationen – teils deutlich zeitintensiv aus.“ Dem Vernehmen nach befinden sich zurzeit aber noch potenzielle Ziele aus den Bereichen Industrieautomatisierung, Production Analytics beziehungsweise Industrie 4.0-Sensorik „in der näheren Betrachtung“. Per saldo also keine großen Überraschungen – quasi typisch Isra Vision.

 

Isra Vision  Kurs: 32,100 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 83,89 89,54 102,48 112,24 128,82 142,99 152,53 175,00
EBITDA1,2 24,21 26,15 28,81 32,41 37,68 42,95 49,03 55,20
EBITDA-Marge3 28,86 29,20 28,11 28,88 29,25 30,04 32,14 31,54
EBIT1,4 15,52 17,29 20,01 22,56 25,59 28,33 33,22 37,40
EBIT-Marge5 18,50 19,31 19,53 20,10 19,86 19,81 21,78 21,37
Jahresüberschuss1 10,69 11,47 13,13 14,78 17,76 20,72 23,26 26,50
Netto-Marge6 12,74 12,81 12,81 13,17 13,79 14,49 15,25 15,14
Cashflow1,7 11,38 15,53 19,79 12,17 34,31 37,08 25,59 32,00
Ergebnis je Aktie8 0,49 0,53 0,59 0.68 0,80 0,94 1,06 1,20
Dividende8 0,06 0,07 0,08 0,08 0,10 0,11 0,15 0,17
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2018 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: PKF Fasselt Schlage

 

Umso verrückter, welche Achterbahnfahrten der Aktienkurs der Darmstädter immer wieder hinlegt: Sowohl intraday auf die Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal, als auch im großen Chartbild. Immerhin kommt die Notiz in den vergangenen zwölf Monaten auf Extrempunkte von 61,30 Euro (3. September 2018) und 22,25 Euro (18. Dezember 2018). Aktueller Kurs: 32,98 Euro. Noch krasser fällt die Analyse beim Blick auf die aggregierten Zahlen aus: Auf dem Kurshoch Anfang September 2018 brachte es Isra Vision auf einen Börsenwert von etwa mehr 1.343 Mio. Euro – bei einem EBIT von rund 33 Mio. Euro. Das entspricht einem ungewöhnlich sportlichen EBIT-Multiple von gut 40. Was trieb die Investoren damals um?

Zum einen war es offensichtlich die Neubewertung im Zuge der Weiterentwicklung von einer Messtechnikgesellschaft hin zu einer Daten-Company, die immer aktiver in die Produktionsprozesse der Kunden eingebunden wird. Darüber hinaus gab es schon damals die Spekulation um eine größere Übernahme oder gar, dass Isra Vision selbst geschluckt wird. Schließlich kokettiert Firmengründer Ersü regelmäßig damit, dass er – sofern sich der strategisch richtige Partner findet – nicht an seinem Posten klebt, zumal der quirlige Unternehmer rein rechnerisch längst das Rentenalter erreicht hat. Im Zuge der allgemeinen Börsenschwäche im Abschlussquartal 2018 knickte dann allerdings auch die Notiz von Isra heftig ein, konnte sich in den ersten Monaten 2019 jedoch ebenso rasant erholen. Dabei sind die üblichen Bewertungskennzahlen noch immer sportlich, selbst wenn das mittelfristig gesteckte Ziel von 200 Mio. Euro Umsatz näher rückt.

Trotzdem: Optimistische Analysten wie die von Warburg Research oder auch Hauck & Aufhäuser sehen die Aktie von Isra Vision erst etwas nördlich der Marke von 40 Euro für fair bewertet an. Zumindest aus dieser Perspektive bietet das Papier also noch weiteres Potenzial. Wer es lieber gehebelt mag, kann es auch mit einem Turbo der DZ BANK versuchen. Das Produkt mit der WKN: DDQ1H9 etwa hat einen Hebel von 1,96. Ausgeknockt werden Investoren hier, wenn sich die Notiz der Isra-Aktie bis auf 16,27 Euro halbieren sollte.

 

Tipp von boersengefluester.de: Schauen Sie sich bitte auch das Firmenprofil von Isra Vision im Rahmen unserer exklusiven 3-Säulen-Strategie für Value-Anleger an. Dort erhält das Unternehmen auf Sicht von drei Jahren 8 von 9 möglichen Punkten. Mit Blick auf fünf Jahre sammelt die Aktie stattliche 13,5 von 15 Punkten. Und bezogen auf zehn Jahre bekommt der Titel 26 von maximal 30 Punkten. Es gibt nicht viele Aktien auf dem heimischen Kurszettel, die da mithalten können.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Isra Vision
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
548810 32,100 Kaufen 703,45
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
22,93 19,83 1,147 45,71
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,54 27,49 4,61 14,432
Dividende '17 in € Dividende '18 in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,11 0,15 0,47 19.03.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
28.02.2019 31.05.2019 30.08.2019 31.01.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-12,81% -4,59% 32,10% -41,10%
    

 

Foto: Isra Vision AG


 

Jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter BGFL Weekly anmelden. Das Angebot ist kostenlos und präsentiert die Highlights von boersengefluester.de (BGFL) sowie andere nützliche Links. Der Erscheinungstag ist immer freitags. Wer Interesse hat und noch nicht registriert ist, kann das sehr gern unter diesem LINK tun.


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.