ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,63%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 7,63%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,44%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,27%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,69%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,85%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 4,35%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 4,33%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,22%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,41%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 3,32%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 3,11%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,18%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,69%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,22%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 1,17%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,08%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,72%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,69%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,59%
M0Y
MYNARIC INH
Anteil der Short-Position: 0,55%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,52%

InterCard: Beachtliche Kursschwankungen

Mal abgesehen von mitunter auftauchenden Kurssprüngen nach Empfehlungen in der Finanzpresse: Normalerweise gehört die Aktie von Intercard zu den unauffälligen Vertretern ihrer Gattung. Es geht eher etappenweise nach oben. Doch was seit Mitte Mai bei dem Anteilschein des Anbieters von Chipkartensystemen abgeht, ist schon in dickes Ding. Zunächst schoss die Notiz von 5,50 Euro bis auf 9,00 Euro (3. Juni) in der Spitze, um dann zurück auf 5,32 Euro (24. Juni) zu fallen. Aktuell kostet der Anteilschein allerdings schon wieder 7,50 Euro – was jedoch auch nur einer Marktkapitalisierung von 10,88 Mio. Euro entspricht. Der Titel gehört also in die Kategorie Micro Caps. Derart marktenge Aktien sind nicht jedermanns Sache. Dafür liefert die seit Anfang 2007 auf dem Parkett gelistete und lange Zeit zum Einflussbereich von DeTeBe (Deutsche Technologie Beteiligungen) gehörende Gesellschaft kontinuierlich gute Zahlen – auch wenn es bestimmt knackigere Wachstumsstorys auf dem Kurszettel gibt.

Woher kommt also die plötzliche Beweglichkeit der Intercard-Aktie? Zunächst einmal löste eine Studie vom Augsburger Researchhaus GBC mit Kursziel 7 Euro reges Kaufinteresse aus. Die Experten von GBC stuften den eingeschlagenen Weg zu einer Technologieholding im Bereich der Bezahl- und Abrechnungssysteme für geschlossene Nutzergruppen sowie ID-Systeme für Gebäudesicherheit, Zutrittskontrolle und Zeiterfassung als „zielführend” ein. Das klingt ein wenig hölzern, sagt aber worum es geht. Wesentlicher Antreiber beim Expansionskurs von Intercard ist (neben dem Stammgeschäft) die mittlerweile auf 100 Prozent aufgestockte Beteiligung an der IntraKey Technologies aus Dresden. Die Gesellschaft schließt die Lücke zum Industriekundensektor, denn InterCard adressiert traditionell eher den Hochschulbereich – vom Nahverkehrsticket, über Bezahllösungen für die Bibliothek, Drucken und Kopieren oder die Mensa. Summa summarum bietet InterCrad damit zwei angesagte Themen: bargeldloses Bezahlen und ID-Systeme. Mit Erlösen von 11,12 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 0,74 Mio. Euro spielt Intercard zwar nicht in der Liga, um gegen Platzhirsche wie Paypal, Gemalto oder Kaba anzutreten. In ihren Nischen ist Intercard aber super positioniert.

 

InterCard  Kurs: 3,920 €

 

Die guten Perspektiven haben derweil auch die Holdinggesellschaft Sandpiper Digital Payments aus St. Gallen angelockt. Die ebenfalls börsennotierten Schweizer – die Marktkapitalisierung erreicht knapp 35 Mio. Euro – hatte zur Hauptversammlung von InterCard am 23. Juni 2015 in Villingen-Schwenningen überraschend einen Stimmrechtsanteil von mehr als 25 Prozent angemeldet. Wie aus Finanzkreisen zu hören ist, steht Sandpiper schon seit einigen Monaten auf der Käuferseite. Auch außerbörslich sollen die Schweizer etliche Stücke erworben haben – etwa von institutionellen Investoren, die bei der jüngsten Kapitalerhöhung vom November 2013 mitgezogen haben. Damals gab InterCard 130.000 junge Aktien zu je 3,50 Euro aus. Ob Sandpiper weiter aufstockt, ist derzeit allerdings offen. Da InterCard nur im schwach regulierten Handelssegment Entry Standard gelistet ist, würde allerdings auch ein Überschreiten der 30-Prozent-Marke kein Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre auslösen.

Die enormen Kursschwankungen bei InterCard machen einen Einstieg derzeit zwar ein wenig zum Lotteriespiel. Boersengefluester.de ist für den Spezialwert dennoch positiv gestimmt. Gemessen an vielen anderen Werten, die sich derzeit vor allem im Payment-Bereich tummeln, liefert InterCrad erfreulich solide Zahlen. Mit Sicht auf 12 bis 18 Monate können hier Kurse von 10 Euro erreichbar sein. Und dann wäre das Unternehmen noch immer nicht abgehoben bewertet.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
InterCard
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0JC0V 3,920 Halten 7,29
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
18,67 22,67 0,87 21,08
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,93 2,57 0,38 4,67
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 23.06.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
07.08.2020 25.05.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
4,30% 6,59% 5,95% 0,51%
    

 

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 13,26 14,91 14,18 14,45 19,15 19,60 0,00
EBITDA1,2 0,97 1,02 0,75 0,99 1,84 1,70 0,00
EBITDA-Marge3 7,32 6,84 5,29 6,85 9,61 8,67 0,00
EBIT1,4 0,60 0,52 0,19 0,34 0,80 0,65 0,00
EBIT-Marge5 4,52 3,49 1,34 2,35 4,18 3,32 0,00
Jahresüberschuss1 0,37 0,29 -0,04 0,08 0,24 0,18 0,00
Netto-Marge6 2,79 1,95 -0,28 0,55 1,25 0,92 0,00
Cashflow1,7 0,30 0,60 -0,48 2,34 2,83 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,25 0,19 -0,03 0,05 0,14 0,15 0,17
Dividende8 0,06 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: LFK Partner

 

Foto: InterCard AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.