ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 13,84%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,10%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 4,55%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,39%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 3,72%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,54%
DWNI
Deutsche Wohnen
Anteil der Short-Position: 2,81%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,61%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 2,12%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 2,05%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,02%
JEN
JENOPTIK
Anteil der Short-Position: 1,83%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 1,69%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,49%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,21%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,19%
VQT
VA-Q-TEC
Anteil der Short-Position: 1,17%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,00%
SY1
Symrise
Anteil der Short-Position: 0,69%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,61%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 0,61%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,54%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,51%

IFA Hotel & Touristik: Reichlich Luft nach oben

Durch eine rosarote Brille betrachtet, kann man dem nun schon 15 Monate dauernden Seitwärtstrend des Aktienkurses von IFA Hotel & Touristik sogar etwas Positives abgewinnen: Immerhin lässt sich der Small Cap nicht von der allgemein so nervösen Börsenstimmung anstecken und verteidigt sein Niveau im Bereich um 5 Euro. Andererseits ist sich boersengefluester.de sicher, dass der Anteilschein des Hotelbetreibers deutlich mehr wert ist. Gegenwärtig beträgt die Marktkapitalisierung knapp 102 Mio. Euro – wovon allerdings weniger als 14 Prozent dem Streubesitz zuzurechnen sind. Mehrheitlich das Sagen bei IFA hat die spanische Touristikgruppe Lopesan. Ein weiterer Großaktionär – der verborgen im Hintergrund agiert – hält rund ein Drittel der Aktien. Ein Ausrufezeichen setzten die Spanier bereits Ende 2015, als sie eine konzerninterne Umschichtung ihre IFA-Aktien vornahmen und die Transaktion mit einem Preis von 11,3268 (!) Euro je Anteilschein ansetzten. Für eine nachhaltige Neubewertung des Small Caps reichte das bislang trotzdem nicht. Und auch das nachträglich bis 28. April 2016 verlängerte Aktienrückkaufprogramm hat nur unwesentliche Wirkung entfaltet. Die Ergebnisse zum abgelaufenen Geschäftsjahr sind derweil kaum vor Mitte April zu erwarten – die Veröffentlichung des Geschäftsberichts ist für den 29. April angesetzt. Traditionell gibt sich IFA Hotel & Touristik enorme Mühle, den Erfolg so gut es geht zu verschleiern.

 

LS Invest  Kurs: 7,000 €

 

Nach allem, was boersengefluester.de hört, müssen die Geschäfte aber ziemlich brummen. Der sowieso schon hohe 2014er-Gewinn von gut 14 Mio. Euro sollte demnach sicher getoppt werden. Nach neun Monaten lag die Gesellschaft bereits bei einem Überschuss von 12,2 Mio. Euro – verglichen mit 12,0 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Bilanziell haben sich die Relationen nach der großen Kapitalerhöhung von Ende 2014 spürbar verschoben. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf gut 52 Prozent – in früheren Jahren machte das Eigenkapital im Schnitt meist nur etwa 30 Prozent der Bilanzsumme aus. Investiert hat IFA zuletzt auch kräftig: Und zwar, indem die Duisburger ihrem spanischen Großaktionär Hotels auf Gran Canaria abgekauft haben. Zudem wechselte ein Grundstück in der Dominikanischen Republik in die Bücher von IFA Hotel & Touristik. Per saldo weist das Unternehmen nach all den Deals nun Nettofinanzschulden von knapp 35 Mio. Euro aus – verglichen mit knapp 55 Mio. Euro vor Durchführung der Kapitalerhöhung. Brutto flossen IFA damals gut 62 Mio. Euro zu. Zwar gab es bei IFA Hotel damals eine ungewöhnliche lange Phase der Unsicherheit hinsichtlich der Konditionen der Finanzierungsrunde. Dass die Maßnahme allerdings so lange Nachwehen am Aktienkurs hinterlässt, hätten wir so nicht vermutet.

Dennoch bleibt boersengefluester.de dabei: Eine nachhaltige Neubewertung der IFA-Aktie ist nur eine Frage der Zeit. Der große Wettbewerber TUI wird momentan mit dem knapp 9,2fachen des 2014/15 erzielten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) gehandelt – bezogen auf den Enterprise Value (EV = Börsenwert plus Nettofinanzschulden). Bei IFA Hotel & Touristik siedelt boersengefluester.de das entsprechende Multiple für 2015 gerade einmal bei 6,8 an. Natürlich sind beide Gesellschaften – schon allein wegen der Aktionärsstruktur – nur schwer aus Börsensicht miteinander zu vergleichen. Dennoch halten wir diesen Abschlag für viel zu groß. Außerdem setzen wir darauf, dass IFA zur Bilanzvorlage richtig gute Resultate vorlegen wird und den Anleger so die Augen öffnet. Doch Vorsicht: Die Aktie ist sehr markteng. Limits sind Pflicht.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
LS Invest
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
613120 7,000 Halten 346,50
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
25,00 18,75 1,31 32,41
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,86 80,58 7,30 42,88
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 21.10.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
- 30.09.2021 - 14.05.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,20% 29,46% 60,55% 84,21%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 125,57 134,59 115,22 81,60 76,63 47,47 0,00
EBITDA1,2 30,00 40,80 30,00 50,86 -5,10 8,30 0,00
EBITDA-Marge3 23,89 30,31 26,04 62,33 -6,66 17,48 0,00
EBIT1,4 17,53 27,05 20,90 43,11 -24,30 -15,78 0,00
EBIT-Marge5 13,96 20,10 18,14 52,83 -31,71 -33,24 0,00
Jahresüberschuss1 12,90 19,21 58,07 37,85 -26,76 -22,64 0,00
Netto-Marge6 10,27 14,27 50,40 46,38 -34,92 -47,69 0,00
Cashflow1,7 23,60 26,10 -10,90 -3,00 20,20 4,30 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,26 0,41 1,23 0,76 -0,48 -0,44 -0,13
Dividende8 0,10 0,13 0,12 0,12 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ernst & Young

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.