CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 9,94%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,30%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,27%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,69%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,50%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 7,09%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,75%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,87%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,78%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 3,32%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,11%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 2,85%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 1,86%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 1,80%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,58%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,27%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 1,23%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 0,70%
WSU
WashTec
Anteil der Short-Position: 0,57%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 0,53%
DLG
Dialog Semiconductor
Anteil der Short-Position: 0,50%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,48%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,47%

IBU-tec advanced materials: Unterschätzte Scale-Aktie

Da macht Ulrich Weitz keinen Hehl draus: Mit der aktuellen Entwicklung des Aktienkurses ist der CEO und Großaktionär von IBU-tec advanced materials überhaupt nicht zufrieden. Immerhin notiert der Anteilschein der Spezialchemie-Company mit 15,50 Euro um gerade einmal 1 Euro unterhalb des Ende März 2017 geforderten Ausgabekurses von 16,50 Euro. „Dabei haben wir operativ geliefert und präsentieren regelmäßig auf Kapitalmarktkonferenzen“, sagt Weitz. Tatsächlich hat er das Unternehmen – insbesondere mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen und der Übernahme von BNT-Chemicals im vergangenen Sommer – auf eine andere Ebene gehievt. „Wir sind jetzt sehr viel breiter aufgestellt“, betont Weitz auf der Frühjahrskonferenz in Frankfurt. Die ehemals hohe Abhängigkeit von der Automobilindustrie bei Katalysatoren ist jedenfalls spürbar kleiner geworden. Parallel dazu wächst das Geschäft mit Batteriewerkstoffen für den Einsatz in der Elektromobilität und mit BNT sind wesentliche Anwendungen aus dem Bereich der Nasschemie dazugekommen.

Aus dem ehemals reinen Dienstleister, der mit Hilfe seiner Spezialöfen Pulver und Granulate im Auftrag Dritter bearbeitet, ist ein Unternehmen mit zusätzlich auch eigenen Produkten geworden. Insgesamt kalkuliert Weitz für 2019 mit Erlösen zwischen 50 und 53 Mio. Euro sowie einem um die bilanziellen Sondereffekte aus der BNT-Akquisition bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in einer Bandbreite von 7,2 bis 7,5 Mio. Euro. Das wiederum korrespondiert mit einem Börsenwert von zurzeit 62 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der Nettoverschuldung ergibt sich ein Enterprise Value von rund 68,5 Mio. Euro. Dementsprechend wird das Unternehmen mit Stammsitz in Weimar mit etwas mehr als dem Neunfachen des für 2019 erwarteten EBITDA gehandelt. Fürchterlich niedrig ist diese Relation allerdings nicht und relativiert die Kurseinschätzung von Vorstand Weitz um ein gutes Stück. Aus diesem Blickwinkel liegt der eigentliche Makel in dem – unter dem Eindruck der damals allgegenwärtigen Batteriefantasie – einfach zu sportlich angesetzten Emissionspreis. Darunter leidet IBU-tec derzeit noch immer, zumindest nach Auffassung von boersengefluester.de.

 

IBU-tec advanced materials  Kurs: 11,400 €

 

Wenig förderlich war freilich auch, dass die Gesellschaft bereits Ende Oktober 2017 die eigenen Erwartungen zurückschrauben musste. Nun: Das ist mittlerweile Geschichte und IBU-tec hat sich zu einem verlässlichen Ergebnislieferanten zurück entwickelt. Ganz so, wie man es von der traditionsreichen Gesellschaft kannte. Jedenfalls verspricht Weitz, dass die EBIT-Marge perspektivisch zurück Richtung der früher üblichen 20 Prozent gehen soll – bei einem organischen Wachstum von rund 10 Prozent. Für 2019 kündigt das Management auch erstmals einen konsolidierten Konzernbericht an. Bislang müssen sich die Anleger mit einem AG-Abschluss sowie summierten Zahlen der IBU-tec advanced materials AG und der neu übernommenen BNT Chemicals GmbH zufrieden geben. Auch dafür gibt es Abzüge in der B-Note. Überhaupt kein Problem ist es nach Aussage von Weitz hingegen, dass die IBU-tec-Aktie im Scale – also einem speziellen Freiverkehrssegment der Deutschen Börse – notiert. Zwar gab es bereits einige freiwillige Upgrades aus dem Scale, zuletzt etwa Stemmer Imaging. Ein signifikantes Hemmnis für Investoren sieht aber auch boersengefluester.de hier nicht.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 11,00 12,54 16,65 17,74 16,81 46,57 48,45 38,40
EBITDA1,2 3,30 3,96 6,40 6,20 2,66 6,91 7,12 4,50
EBITDA-Marge3 30,00 31,58 38,44 34,95 15,82 14,84 14,70 11,72
EBIT1,4 2,00 2,61 4,64 4,14 0,30 2,55 1,95 -0,55
EBIT-Marge5 18,18 20,81 27,87 23,34 1,78 5,48 4,03 -1,43
Jahresüberschuss1 1,40 1,81 3,14 2,85 0,17 2,33 0,87 -0,98
Netto-Marge6 12,73 14,43 18,86 16,07 1,01 5,00 1,80 -2,55
Cashflow1,7 1,16 3,62 4,34 3,77 0,78 3,31 4,23 2,90
Ergebnis je Aktie8 0,35 0,45 0.79 0,71 0,04 0,35 0,22 -0,24
Dividende8 0,00 0,15 0,17 0,13 0,13 0,20 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2019 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ernst & Young

 

Letztlich ist es so, dass nahezu alle Vertreter der erweiterten Peer Group auf dem heimischen Kurszettel (Wacker Chemie, Evonik Industries, Nanogate) zum Teil markante Kursrückschläge haben hinnehmen müssen. Übermäßig ausgeprägt ist das Vertrauen der Investoren in die konjunkturelle Entwicklung einfach nicht. Lediglich der Kurs von Nabaltec geht durch die Decke, aber das ist eine Sonderstory. Per saldo glauben wir dennoch, dass die IBU-tec-Aktie derzeit vom Markt unterschätzt wird. Sofern das Unternehmen weiter liefert, werden die Investoren auch entsprechend positiv reagieren. Manchmal sind Börsianer einfach auch träge und registrieren Veränderungsprozesse mit Verzögerung. Bis dahin können alle diejenigen weiter zukaufen, die fest an die Company glauben. Und davon gibt es übrigens eine ganze Menge, wie boerengefluester.de weiß. Die Analysten von Warburg Research siedeln das Kursziel momentan bei 20,60 Euro an. Das entspricht einem Potenzial von immerhin rund einem Drittel.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
IBU-tec advanced materials
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0XYHT 11,400 Halten 45,60
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
29,23 31,99 0,914 31,06
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,47 10,78 0,94 8,447
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 02.06.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Aug. 2020 11.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-4,39% -17,43% -27,85% -28,75%
    

Foto: Clipdealer


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.