CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,06%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,11%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 7,65%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,50%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,45%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 6,73%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 6,71%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,06%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 5,82%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,61%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,82%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 4,09%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,63%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 3,44%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,23%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 2,78%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,50%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 2,00%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,88%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,60%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 1,58%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,24%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,69%

HanseYachts: Schwierige Konstellation

Noch vor wenigen Wochen hätten wir es für eine clevere Idee gehalten, sich wieder näher mit der Aktie von HanseYachts zu beschäftigen. Die Überlegung: Ähnlich wie Campingfahrzeuge von Anbietern wie Knaus Tabbert zurzeit einen Corona-bedingten Nachfrageschub erfahren, müssten doch auch Segel- und Motorboote Rückenwind bekommen. Schon allein weil die Alternative Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff durch COVID-19 überproportional an Attraktivität verloren hat. Auf einen Schlag zunichte gemacht wurde diese Investmentüberlegung kürzlich aber durch die überraschende Sonderabschreibung von 11,65 Mio. Euro auf den erst mit Beginn des Geschäftsjahrs 2019/20 (30. Juni) in den Konsolidierungskreis von HanseYachts überführten französischen Katamaranhersteller Privilège Marine. Die Folge war ein derart tiefer Schnitt ins Eigenkapital, so dass eine Verlustanzeige – sozusagen eine dunkelgelbe Karte – erfolgen musste.

Werbung:

Zwingend damit verbunden ist eine Hauptversammlung, auf der ein Refinanzierungskonzept auf die Schiene gebracht werden soll. Konkret beträgt das Eigenkapital von HanseYachts nur noch 7,11 Mio. Euro – entsprechend 0,58 Euro je Aktie. Gefragt ist in dieser brenzligen Situation einmal mehr Großaktionär Aurelius Equity Opportunities, dem 76,77 Prozent an dem Bootsbauer zuzurechnen sind. Eine pikante Situation, weil Aurelius die Beteiligung an HanseYachts für ihre Verhältnisse schon viel zu lange hält und eigentlich nach einer eleganten Exit-Variante schielte. Nun haben die Grünwalder zumindest signalisiert, dass sie Ansprüche aus Darlehen an HanseYachts im Nennwert von rund 12 Mio. Euro gegen neue Aktien der Greifswalder tauschen würden. Details zu dem geplanten „Debt-Equity-Swap“ gibt es zwar noch nicht. Im Zuge der Transaktion würde der Anteil von Aurelius allerdings auf weit über 80 Prozent steigen. Um die alten Mehrheitsverhältnisse wieder herzustellen, gäbe es eine zusätzliche Barkapitalerhöhung, bei der Aurelius auf sein Bezugsrecht verzichten würde.

 

HanseYachts  Kurs: 4,220 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 91,38 99,25 114,89 128,65 140,27 146,69 128,38 137,00
EBITDA1,2 2,01 0,47 5,44 10,96 5,01 8,40 3,81 3,50
EBITDA-Marge3 2,20 0,47 4,73 8,52 3,57 5,73 2,97 2,55
EBIT1,4 -2,52 -4,82 0,16 5,13 -0,64 3,18 -14,37 -2,00
EBIT-Marge5 -2,76 -4,86 0,14 3,99 -0,46 2,17 -11,19 -1,46
Jahresüberschuss1 -3,98 -6,43 -1,75 3,16 -2,28 2,36 -15,86 -3,50
Netto-Marge6 -4,36 -6,48 -1,52 2,46 -1,63 1,61 -12,35 -2,55
Cashflow1,7 -2,63 -0,52 3,39 10,92 1,09 2,20 2,37 1,40
Ergebnis je Aktie8 -0,44 -0,67 -0,17 0,29 -0,21 0,21 -1,32 -0,29
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2019 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ebner Stolz

 

Eine ähnliche Transaktion gab es bereits im Sommer 2019 – damals zur Umsetzung des Kaufs von Privilège Marine aus dem Portfolio von Aurelius. Nun: Zurzeit dürfte es nochmals schwieriger werden als 2019, Aktionäre von HanseYachts für eine frische Kapitalzufuhr zu begeistern. Und damals wurde die begleitende Barkapitalerhöhung zu gerade einmal 43,5 Prozent ausgeschöpft. In diesem Fall würde das bedeuten, dass der Streubesitz von HanseYachts wohl nachhaltig auf klar unter 20 Prozent rutschen würde. Die ohnehin schon nicht sonderlich liquide Aktie, würde damit nochmals marktenger. Bleibt die große Frage wie es börsentechnisch für die Jungs von der Ostsee weitergeht. Eine größere Platzierung der Aurelius-Stücke bei institutionellen Investoren sieht derzeit ebenso unwahrscheinlich aus, wie der Einstieg eines strategischen Investors oder eines Wettbewerbers. Operativ muss der Hanse-Vorstand nun dringend liefern und zeigen, dass die guten Orderzahlen aus dem ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs nicht nur auf Nachholeffekten aus dem Lockdown beruht. Aber ganz ehrlich: So richtig überzeugt hat uns die Videokonferenz zur Präsentation der Jahreszahlen nicht unbedingt. Engagiert bleiben daher nur echte Fans von HanseYachts.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
HanseYachts
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0KF6M 4,220 Halten 51,29
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
26,38 21,53 1,225 -4,97
KBV KCV KUV EV/EBITDA
7,22 21,66 0,40 20,169
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 25.11.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
30.11.2020 28.02.2020 29.05.2020 27.11.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-6,60% -1,31% -33,02% -29,67%
    

 

Foto: HanseYachts


Jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter BGFL WEEKLY anmelden. Das Angebot ist kostenlos und präsentiert die Highlights von boersengefluester.de (BGFL), Interna aus der Redaktion sowie andere nützliche Links. Der Erscheinungstag ist immer freitags. Wer Interesse hat und noch nicht registriert ist, kann das sehr gern unter diesem LINK tun.


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.