ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,40%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,27%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,69%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 5,00%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,97%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 4,35%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,22%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,99%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,67%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 3,11%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 2,78%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 2,42%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,18%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,70%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,54%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,24%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,22%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,72%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,69%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,67%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,59%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,52%

Greiffenberger: Kurs geht zackig aufwärts

Greiffenberger

Es fehlte nicht mehr viel – und die Industrie-Holding Greiffenberger wäre an die Wand gefahren. Enorme Verluste, eine hohe Verschuldung und Schwierigkeiten auf der Managementebene sorgten jedenfalls dafür, dass es 2015 ganz eng wurde. Am Ende stand ein Fehlbetrag von beinahe 26 Mio. Euro. Kein Wunder, dass der Aktienkurs angesichts der existenziellen Krise tief ins Penny-Stock-Niveau rutschte. Es folgte eine Radikalkur: Mit der Antriebstechnik und der Kanalsanierung wurden zwei der drei zum Verbund gehörenden Unternehmen verkauft. Was blieb, ist das von dem Augsburger Unternehmen Eberle betriebene Geschäft mit Hochleistungsbandsägeblättern und Präzisionsbandstahl für den industriellen Einsatz. Parallel dazu wurde die Finanzierung auf eine tragfähigere Basis gestellt. Dabei hagelte es durchaus Kritik von Investorenseite, die sich höhere Erträge aus dem Verkauf des bisherigen Geschäfts erhofft hatten. Und keine Frage: Noch immer ist Greiffenberger nicht voll über den Berg, dementsprechend spekulativ ist ein Investment.

Auffällig ist trotzdem, dass die Stimmung zuletzt gedreht hat und der Aktienkurs mittlerweile bis fast an die Hürde von 2 Euro zurückgekommen ist. Auf dem aktuellen Niveau beträgt die Marktkapitalisierung 10,3 Mio. Euro – womit das Papier ein lupenreiner Micro Cap ist. Institutionelle Anleger machen um solche Miniwerte in der Regel einen großen Bogen. Doch das muss nichts heißen. Risiken und Chancen liegen in diesem Fall eng beieinander. Wo steht Greiffenberger zurzeit? Der Halbjahresbericht wird wohl erst Ende September veröffentlicht, doch zur jüngsten Hauptversammlung betonte der Vorstand, dass sich Eberle anständig entwickelt und auf Konzernebene sogar mit einem positiven Ergebnis vor Steuern zu rechnen sei. Angesichts der noch immer hohen Zinsbelastung wird unterm Strich vermutlich zwar nur ein geringer Überschuss stehen bleiben. Aber die Basis für den Turnaround ist gelegt. Auf die Beobachtungsliste gehört der Titel damit allemal. Vermutlich lohnt es sogar, sich ein paar Stücke ins Depot zu legen. Aber Vorsicht: Greiffenberger ist ein Hot Stock. Die Kursschwankungen sind weit überdurchschnittlich, die Bilanzqualität eher mau. Insgesamt gibt es noch jede Menge Unwägbarkeiten im Zahlenwerk.

 

Greiffenberger  Kurs: 0,550 €

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Greiffenberger
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
589730 0,550 3,22
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
18,33 9,30 2,08 -1,64
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,45 0,92 0,07 12,75
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 18.12.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
29.09.2020 30.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-3,86% -11,73% -11,29% -38,20%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 43,45 44,20 48,83 52,43 49,08 0,00 0,00
EBITDA1,2 2,87 5,82 4,18 3,96 2,75 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 6,61 13,17 8,56 7,55 5,60 0,00 0,00
EBIT1,4 0,67 3,72 1,81 1,93 0,81 0,00 0,00
EBIT-Marge5 1,54 8,42 3,71 3,68 1,65 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 -25,73 -1,01 1,32 0,55 0,48 0,00 0,00
Netto-Marge6 -59,22 -2,29 2,70 1,05 0,98 0,00 0,00
Cashflow1,7 3,97 7,26 3,54 2,13 3,48 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 -4,83 -0,19 0,24 0,09 0,08 1,40 -0,01
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

 

Foto: Greiffenberger AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.