EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 11,18%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 10,49%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,87%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,15%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,65%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,66%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 5,12%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 5,12%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,68%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 4,35%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,54%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,22%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,58%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 2,44%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 2,39%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 1,75%
SIX2
Sixt
Anteil der Short-Position: 1,58%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,17%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 0,83%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 0,70%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 0,61%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,60%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,50%

GK Software: SAP ist raus aus dem Aktionärskreis

Das muss man auch erst einmal in eine Reihe kriegen: Am 2. Oktober 2019 gaben SAP und GK Software bekannt, dass sie ihre 2009 bestehende Partnerschaft erweitern würden (HIER). Eine Meldung, die zunächst einmal nicht unbedingt großes Überraschungspotenzial besitzt, denn auf Kapitalmarktkonferenzen wies der Anbieter von Kassensoftware regelmäßig darauf hin, wie gut die Kooperation mit dem DAX-Konzern doch laufen würde. Freilich war SAP spätestens seit Ende 2013 ein wesentlicher Teil der Investmentstory von GK Software, denn mit dem damaligen Einstieg von 5,29 Prozent via Kapitalerhöhung bei GK Software verhandelte SAP auch ein bis Ende Dezember 2020 geltendes Vorkaufsrecht für die Mehrheit der GK-Aktien aus dem Bestand der beiden Firmengründer Rainer Gläß und Stephan Kronmüller. Kein Wunder, dass die Walldorfer dem Titel so etwas wie eine natürliche Übernahmefantasie einhauchten, auch wenn Details zu dem Deal nie ans Tageslicht kamen.

Umso überraschender war der parallel zu der Kooperationsmeldung vom 2. Oktober 2019 gemeldete Insiderdeal von CEO Rainer Gläß, wonach dieser 100.000 GK-Aktien – diese Zahl entspricht genau dem Anteilbesitz von SAP – zu einem Stückpreis von 57,19 Euro gekauft habe (HIER). Einen Reim darauf konnten sich die Investoren allerdings nicht sofort machen und so kursierten zwischenzeitlich Überlegungen, wonach Gläß die Stücke möglicherweise sogar von anderen Großaktionären wie der Kölner Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. oder Wilhelm K.T. Zours (Deutsche Balaton) erworben haben könne. Seit dem Mittag 15. Oktober ist aufgrund einer neuerlichen Stimmrechtsmitteilung (HIER) jedoch klar, dass die Anteile tatsächlich von SAP stammen.

 

GK Software  Kurs: 63,400 €

 

Naheliegend ist nun die Vermutung, dass der Verkauf durch SAP im indirekten Zusammenhang mit dem kürzlich gemeldeten Vorstandsumbau des Softwarekonzerns steht. Zumindest ist denkbar, dass es eine geänderte Firmenpolitik gibt, was Minderheitenanteile angeht. Zur Einordnung: Die Anteile von Gläß und Kronmüller hatten zuletzt einen Wert von insgesamt rund 65 Mio. Euro. Ein Betrag, der bei SAP locker aus der Portokasse hätte finanziert werden. Eine wirtschaftliche Überlegung scheidet also aus, insbesondere wenn man die geplante Vertiefung der Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Unternehmen ernst nimmt. Was für die Beurteilung der SAP-Aktie nicht ins Gewicht fällt, hat für GK Software gleichwohl erhebliche Kursrelevanz: Immerhin ist der Übernahmebonus für die Bewertung des Spezialwerts nun entfallen. Und da zu allem Überfluss auch die jüngsten operativen zahlen von GK Software allesamt nicht so prickelnd waren, ist klar, warum der Anteilschein des im sächsischen Schöneck angesiedelten Unternehmen so sehr unter Druck steht.

Verglichen mit den Topkursen von Anfang 2018 gibt es die GK Software-Aktie mittlerweile mit einem Discount von mehr als 50 Prozent. Und so empfindet es boersengefluester.de auch nicht als eine besonders clevere Idee, den Titel weiterhin bei Kursen um 63 Euro aus dem Depot zu nehmen. Unsere Einschätzung: Halten.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
GK Software
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
757142 63,400 Kaufen 129,49
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
17,14 28,82 0,595 54,42
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,14 19,95 1,12 11,537
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 30.06.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
28.05.2020 27.08.2020 26.11.2020 04.06.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
8,60% 4,50% -11,94% -9,17%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 42,46 44,63 62,60 77,33 90,45 106,15 115,45 112,00
EBITDA1,2 3,34 0,04 2,18 7,80 8,77 6,83 12,26 9,80
EBITDA-Marge3 7,87 0,09 3,48 10,09 9,70 6,43 10,62 8,75
EBIT1,4 1,05 -3,02 -1,28 3,94 4,99 1,60 3,43 -0,40
EBIT-Marge5 2,47 -6,77 -2,04 5,10 5,52 1,51 2,97 -0,36
Jahresüberschuss1 0,60 -1,87 -1,50 2,83 3,88 0,92 -3,14 -0,50
Netto-Marge6 1,41 -4,19 -2,40 3,66 4,29 0,87 -2,72 -0,45
Cashflow1,7 5,83 0,64 3,00 7,95 8,69 7,00 6,49 9,00
Ergebnis je Aktie8 0,40 -0,99 -0.79 1,44 2,00 0,48 1,05 -0,25
Dividende8 0,25 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: PricewaterhouseCoopers

 

Foto: SAP SE


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.