LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 11,42%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 11,39%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 7,82%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,99%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 4,73%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 4,55%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 4,36%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,99%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 3,80%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 2,82%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 1,57%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 1,54%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,21%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 1,00%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 0,93%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,81%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 0,74%
BEI
Beiersdorf
Anteil der Short-Position: 0,61%
RWE
RWE
Anteil der Short-Position: 0,60%
SAX
STROEER + KGAA
Anteil der Short-Position: 0,59%
BFSA
BEFESA ORD.
Anteil der Short-Position: 0,50%
EOAN
E.ON
Anteil der Short-Position: 0,50%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 0,48%

German Startups Group: Teflon-Aktie

Mit gutem Willen lässt sich die Kursentwicklung der German Startups Group in den vergangenen Monaten als ausgeprägte Bodenbildung interpretieren. Normalerweise sind solche Phasen auch mit einer sich bessernden Stimmung der Investoren verbunden. Nicht unbedingt so bei dem in Berlin ansässigen Beteiligungsunternehmen. Trotz erfolgreicher Exits – wie zum Beispiel bei Scalable Capital oder auch Delivery Hero – zeigt sich die Börse noch immer reserviert gegenüber der German Startups Group. Dabei hat CEO Christoph Gerlinger das Geschäftsmodell längst angepasst und die Kosten gedrückt. „Bis auf weiteres stellen wir die Gewinnrealisierung durch Anteilsverkäufe aus dem Minderheitenportfolio in den Vordergrund und wollen deshalb überwiegend in Folgerunden bestehender Portfoliounternehmen investieren, da hier das Chance-Risiko-Verhältnis erfahrungsgemäß besser ist“, sagt Gerlinger.

Darüber hinaus sollen neue Geschäftszweige wie eine Sekundärmarktplattform für Start-up-Anteile, Genussrechte auf die Wertentwicklung einzelner Portfoliounternehmen oder das Engagement im Bereich Livestream-Auktionen für eine breitere Basis sorgen. „Ziel dieser Maßnahmen ist es, den in unseren Augen im aktuellen Aktienkurs verkörperten Abschlag auf den Net Asset Value pro Aktie zu verringern oder zu eliminieren“, heißt es im jetzt vorgelegten Halbjahresbericht. Wie hoch der Substanzwert des Unternehmens tatsächlich anzusetzen ist, bleibt freilich vage. Das um Anteile Dritter bereinigte Eigenkapital erreichte per Juni 2017 knapp 30,05 Mio. Euro. Das sind ziemlich genau 2,50 Euro je Anteilschein – bei einem Aktienkurs von 1,88 Euro. Dabei hat die German Startups Group zuletzt rund zwei Drittel der Kreditverbindlichkeiten von 6,5 Mio. Euro zurückbezahlt. „Der verbleibende Restbetrag von 2,25 Mio. Euro soll aus weiteren Veräußerungserlösen in 2017 oder 2018 getilgt werden“, betonen die Berliner.

 

German Startups Group  Kurs: 1,430 €

 

So gesehen läuft es für die German Startups Group eigentlich gar nicht schlecht, jedenfalls sind eine Reihe der zu Jahresbeginn 2017 geäußerten Erwartungen so auch eingetroffen. Umso erstaunlicher, dass die Meldungen am Kurs wie bei einer Teflon-Pfanne abperlen und die im Scale notierte Gesellschaft mit einem Börsenwert von 22,5 Mio. Euro weiterhin unter dem Radar der meisten Investoren segelt. Grundsätzlich stufen die Berliner zurzeit acht Unternehmen – dazu gehören etwa Mister Spex oder TV Smiles – als Fokusbeteiligungen ein, die wiederum rund 56 Prozent des Gesamtwerts aller 40 Investments ausmachen. In der Gründerszene genießen die Gesellschaften zwar einen guten Ruf.

Fakt ist aber auch, dass die Bewertung der Beteiligungen anhand von zuletzt durchgeführten Finanzierungsrunden nicht jedermanns Sache ist und ihre Tücken hat. Davon können etwa die Investoren der früheren bmp – jetzt SLEEPZ – ein Lied singen. So gesehen bleibt die Aktie der German Startups Group ein hoch spekulatives Investment – mit allerdings auch beträchtlichen Chancen. „Die realisierten Gewinne der vergangenen Monate zeigen, dass Exits und Anteilsverkäufe manchmal ein wenig auf sich warten lassen, um dann in statistischer Häufung aufzutreten. Diese Durststrecken sind als Venture Capital ist durchzustehen, werden dafür aber umso mehr belohnt“, sagt Gerlinger.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
German Startups Group
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A1MMEV 1,430 Kaufen 17,14
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
17,88 13,54 1,324 16,82
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,61 - 1,04 3,018
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 Juli 2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Okt. 2020 Mai 2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
6,48% -2,99% -15,88% 0,35%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e 2020e
Umsatzerlöse1 0,87 0,07 5,60 10,91 9,61 12,53 16,40 0,00
EBITDA1,2 0,19 1,81 3,98 -4,75 2,70 2,34 4,80 0,00
EBITDA-Marge3 21,84 2.585,71 71,07 -43,54 28,10 18,68 29,27 0,00
EBIT1,4 0,18 1,37 3,72 -5,18 2,27 1,72 2,40 0,00
EBIT-Marge5 20,69 1.957,14 66,43 -47,48 23,62 13,73 14,63 0,00
Jahresüberschuss1 0,18 1,43 3,84 -3,34 1,68 -0,68 3,45 0,00
Netto-Marge6 20,69 2.042,86 68,57 -30,61 17,48 -5,43 21,04 0,00
Cashflow1,7 -0,65 -0,78 0,32 -0,81 -2,00 -1,60 0,60 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,02 0,13 0.49 -0,29 0,14 -0,05 0,29 0,05
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Mazars

 

Foto: Pixabay

 

Hinweis:Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der German Startups Group. Zwischen der German Startups Group und boersengefluester.de besteht eine Vereinbarung zur Soft-Coverage der Aktie der German Startups Group für ein geringfügiges Pauschalentgelt, die die Unabhängigkeit der Redaktion nicht einschränkt.


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.