ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,82%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 5,61%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,34%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,26%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,27%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 4,00%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 2,22%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,01%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,96%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,88%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,71%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 1,69%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 1,38%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,96%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,70%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,61%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

Geratherm: So sind die Quartalszahlen zu werten

Erklärungsbedürftig sind die Zahlen zum ersten Quartal 2014 von Geratherm Medical. Schließlich sehen ein Umsatzrückgang von zwölf Prozent und ein Abfall des Betriebsergebnisses um 18 Prozent auf 0,35 Mio. Euro nicht sonderlich erotisch aus. Der Nettogewinn knickte gar um 27,3 Prozent auf 0,18 Mio. Euro ein. Zunächst einmal kämpft der Anbieter von Medizintechnikprodukten gegen ein relativ gutes Vergleichsquartal 2013 an – Stichwort Basiseffekt. Letztlich bewegen sich Umsatz und Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Viertel 2014 aber beinahe exakt auf dem durchschnittlichen Niveau der vergangenen sieben Jahre. Demnach ist der Auftakt 2014 also keine Meisterleistung, aber eben auch kein ungewöhnlicher Rückfall. Zudem leidet Geratherm noch immer unter der schwachen Entwicklung in Südamerika – insbesondere Brasilien belastet. Im Zwischenbericht spricht Vorstandschef Gert Frank von einem insgesamt „soliden operativen Quartalsergebnis“.

Enttäuschend wirken dagegen die Umsatzrückgänge von zwölf Prozent im Bereich Lungenfunktionsmessung – einem der neuen Hoffnungsträger der Gesellschaft aus Geschwenda in Thüringen sowie das Erlösminus von beinahe einem Drittel im Geschäft mit Produkten für medizinische Wärmesysteme (Rettungsdecken, Unterkühlung bei Operationen). Geratherm begründet die Minuszeichen hier mit der Auslieferung eines größeren Auftrags im Vorjahr und geht von einer „zügigen Aufholung der Umsatzrückgänge in den kommende Monaten“ aus. Lediglich der Bereich Schlaganfallprävention glänzt durch hohe Zuwächse – allerdings sind die absoluten Zahlen hier noch immer sehr überschaubar. Gerade einmal 140.000 Euro betrugen die Cardio/Stroke-Erlöse im ersten Jahresviertel.

 

Geratherm Medical  Kurs: 12,000 €

 

Für das zweite Quartal stellt Firmenlenker Frank deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ertrag in Aussicht. Zum Gesamtjahr äußert sich Geratherm im Zwischenbericht nicht. Demnach hat die bisherige Prognose Bestand, wonach für Umsatz und EBIT mit zweistelligen Wachstumsraten zu rechnen sei und sich die Marge auf Konzernebene in Richtung der Zielgröße von zehn Prozent bewegen soll. Zur Einordnung: 2013 kam Geratherm – unter Ausklammerung des Brasilien-Effekts auf eine operative Rendite von 8,5 Prozent. Inklusive Brasilien lag die EBIT-Marge im Vorjahr bei 4,7 Prozent. Zur Hauptversammlung am Dienstag, 27. Mai, steht eine von 0,20 auf 0,24 Euro erhöhte Dividende an. Bezogen auf den aktuellen Kurs von 8,14 Euro entspricht das einer Rendite von immerhin 2,9 Prozent. Wichtig: Im Gegensatz zu früheren Jahren ist die Ausschüttung diesmal nicht „steuerfrei“, sondern wird unmittelbar zur der Auszahlung mit den üblichen Steuern belegt. Beim Aktionär sollten daher im Normalfall 0,176 Euro pro Anteilschein ankommen.

In den vergangenen Wochen hat sich die Geratherm-Aktie sehr ansehnlich entwickelt und den Sprung über die Marke von 8 Euro gemeistert. Die gegenwärtige Marktkapitalisierung von 40,40 Mio. Euro entspricht etwa dem Doppelten des Buchwerts und bewertet jeden im Vorjahr erzielten Euro Umsatz mit rund 2,40 Euro. Das sieht zunächst einmal hoch aus, allerdings besitzt Geratherm im Zuge des Wandels vom Spezialisten für Fieberthermometer und Blutdruckmessgeräte zum Anbieter höherwertiger Medtechprodukte gute Wachstumsperspektiven. Hinzu kommt die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 72 Prozent und einem Netto-Cash von zuletzt 10,13 Mio. Euro – entsprechend 2,05 Euro je Aktie.

Auf Basis der Gewinnschätzungen von boersengefluester.de kommt der Small Cap derzeit auf ein KGV von gut 20. Auch das wirkt zunächst einmal ambitioniert. Aber hier gilt ebenfalls: Geratherm hat stattliches Expansionspotenzial und ist solide finanziert. Boersengefluester.de bleibt daher bei der Einschätzung „Kaufen“ – auch wenn der Quartalsbericht nicht unbedingt super sexy daherkommt. Wie soll er aber auch – ohne Unterstützung aus Brasilien?

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Geratherm Medical
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
549562 12,000 Kaufen 59,40
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
16,44 25,52 0,639 34,09
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,30 38,57 1,99 24,27
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,25 0,40 3,33 11.06.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
20.05.2021 25.08.2021 19.11.2020 28.04.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
6,76% 11,73% 10,09% 44,58%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.