ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 14,63%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 6,61%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,55%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 4,55%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 4,20%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,77%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,69%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,38%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 2,23%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 2,20%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 2,19%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,03%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 1,56%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,46%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 1,28%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,12%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,05%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 0,78%
SBS
STRATEC
Anteil der Short-Position: 0,70%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 0,70%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,63%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,60%
FME
Fresenius Med. Care
Anteil der Short-Position: 0,51%

Geratherm: Dann müsste der Kurs bei 24 Euro stehen

Wenn sich die Aktionäre von Daimler oder der Deutschen Bank zur Hauptversammlung treffen, werden dafür große Hallen angemietet. Ganz anders im Small-Cap-Sektor: Hier reichen meist kleinere Räumlichkeiten in der Firmenzentrale oder benachbarten Tagungszentren. Das in Geschwenda ansässige Medizintechnikunternehmen Geratherm Medical hält seine Hauptversammlung (HV) seit drei Jahren im Grandhotel Hessischer Hof direkt gegenüber der Messe in Frankfurt ab. Die Verlegung in die Finanzmetropole am Main hängt in erster Linie damit zusammen, dass die HV hier einfach besser besucht ist als in der thüringischen Heimat. Boersengefluester.de war auch diesmal vor Ort – genau wie etwa 40 anwesende Aktionäre, darunter etliche bekannte Gesichter aus der Spezialwerteszene. Insgesamt lag die Präsenzquote bei knapp 57 Prozent, was allerdings in erster Linie daran liegt, dass CEO Gert Frank über die GMF Capital etwa die Hälfte der Geratherm-Aktien besitzt.

In wenigen Sätzen zusammengefasst: Bei Geratherm läuft es momentan ganz ordentlich, auch wenn die Zahlen für 2016 Stillstand signalisieren. Allerdings hat die Gesellschaft kräftig investiert – das Personal aufgestockt und in eine neue Kapilarwanne für medizinisches Glas, sprich für die Fertigung von Fieberthermometern. Immerhin will sich Geratherm auf den erhofften Nachfrageschub im Zuge des ab 2018 geltenden weltweiten Quecksilberverbots so gut es geht einstellen. Dabei lässt sich kaum valide einschätzen, wie sich die Verbraucher verhalten werden. Grundsätzlich ist es aber so, dass Geratherm mit einem Weltmarktanteil von um die 90 Prozent auf jeden Fall gewinnen sollte. Schätzungen zufolge gibt es rund um den Erdball noch bis zu 100 Millionen alte Thermometer. Die Produktion für 2017 hat Geratherm bereits um 20 Prozent auf 4,8 Millionen Thermometer heraufgefahren – und wird das auch für 2018 in dieser Größenordnung tun. Gut möglich allerdings, dass das nicht reichen wird. Gegenwärtig ist die Gesellschaft jedenfalls ausverkauft. „Wenn wir mal acht Millionen Thermometer herstellen, wäre ich zufrieden. Dann müsste der Kurs aber bei 24 Euro stehen – und nicht bei knapp 14 Euro, wie jetzt“, sagt Frank mit einem Zwinkern im Auge.

 

Geratherm Medical  Kurs: 9,200 €

 

Sorgenkind bleiben momentan noch die medizinischen Wärmesysteme, wo zumindest das europäische Geschäft momentan mehr oder weniger brach liegt. Grund ist ein vom Gesetzgeber initiierter Rezertifizierungsprozess der CE-Kennzeichnung, der eigentlich längst abgeschlossen sein sollte. „Ende Juni/Anfang Juli sollen die Unterlagen nun aber beim TÜV eingereicht werden“, sagt Frank. Insgesamt ein sehr kostspieliger und langatmiger Prozess. „Da haben wir uns einen eingefangen“, räumt Frank ein. Schwierig bleiben die Rahmenbedingungen auch in Brasilien. Das maximale Restrisiko liegt hier jedoch zwischen 1,0 und 1,2 Mio. Euro. Zudem erholt sich der Markt allmählich wieder. Umso besser entwickelt sich das von der Tochter apoplex medical technologies entwickelte Screening-Verfahren zur Diagnose von Herz-Rhythmus-Störungen. Hier zog die Gesellschaft im ersten Quartal 2017 aus Erlösen von 388.000 Euro ein Betriebsergebnis von 170.000 Euro. „Es sieht so aus, als ob wir 2017 den Durchbruch bei apoplex schaffen“, sagt Frank. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Baseler Eckenstein-Geigy-Stiftung Mitte April via Kapitalerhöhung für 2 Mio. Euro 9,1 Prozent der Anteile an apoplex medical technologies übernommen hat. Auf Basis dieser Finanzierungsrunde wäre die Gesellschaft aus Pirmasens – sie hat einen Algorithmus für die Auswertung von EKG-Aufzeichnungen entwickelt – mit rund 22 Mio. Euro bewertet. In den Büchern steht apoplex – Geratherm hält noch etwas mehr als 50 Prozent – mit 3,5 Mio. Euro. Hier haben sich also stille Reserven aufgebaut.

Summa summarum wird Geratherm Medical im laufenden Jahr den Ertrag deutlich steigern, wobei der Vorstand auch auf der HV keine Bandbreite oder gar konkrete Zahlen nannte. Das im Auftaktviertel 2017 von 444.000 Euro auf 1,004 Mio. Euro verbesserte Betriebsergebnis zeigt aber, was bei Geratherm möglich ist. Nun: Zunächst einmal wird die bei 0,50 Euro je Aktie belassene Dividende ausgeschüttet. Dividendenorientierte Langfristanleger wissen schon allein aus diesem Grund, was sie an der Aktie haben.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Geratherm Medical
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
549562 9,200 Kaufen 45,54
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
13,73 25,11 0,55 27,63
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,54 11,63 1,66 10,28
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,25 0,40 4,35 11.06.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
20.05.2021 25.08.2021 24.11.2021 28.04.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-8,87% -17,54% -15,60% -17,12%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 21,59 21,41 21,03 21,52 19,85 27,47 28,90
EBITDA1,2 3,42 3,71 1,77 2,80 2,35 4,35 5,00
EBITDA-Marge3 15,84 17,33 8,42 13,01 11,84 15,84 17,30
EBIT1,4 2,53 2,54 0,63 1,99 1,05 3,04 3,60
EBIT-Marge5 11,72 11,86 3,00 9,25 5,29 11,07 12,46
Jahresüberschuss1 2,39 2,25 0,22 0,83 0,29 1,90 2,50
Netto-Marge6 11,07 10,51 1,05 3,86 1,46 6,92 8,65
Cashflow1,7 3,77 0,79 2,47 1,35 1,54 3,92 4,55
Ergebnis je Aktie8 0,55 0,45 0,14 0,23 0,11 0,41 0,48
Dividende8 0,50 0,50 0,47 0,40 0,25 0,40 0,42
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: BDO

 

Foto: pixabay

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.