CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,06%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,11%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 7,65%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,50%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,45%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 6,73%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 6,71%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,06%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 5,82%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,61%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,82%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 4,09%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,63%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 3,44%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,23%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 2,78%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,50%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 2,00%
INS
INSTONE REAL EST.GRP
Anteil der Short-Position: 1,88%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,60%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 1,58%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,24%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,69%

Fyber: Zumindest ein Aha-Effekt

Trotz Dauerparty an den Kapitalmärkten: Manche Aktien aus der heimischen Techfraktion haben sich in den vergangenen Jahren so schlecht entwickelt, dass boersengefluester.de froh ist, nicht häufiger darüber geschrieben zu haben. In diese Kategorie gehört definitiv die in Berlin ansässige Fyber, dabei galt der Titel sogar mal als ganz heißer Tipp in der Spezialwertszene. Üppige Verluste und hohe Verbindlichkeiten drohten Fyber – das Unternehmen bietet Programme an, mit denen sich Apps über Werbung besser monetarisieren lassen – aber fast zu ersticken. Vor gut einem Jahr gab es dann eine Übernahmeofferte zu 0,31 Euro je Aktie durch die Investorengruppe Tennor Holding. Seitdem ist der Streubesitzanteil bei weniger als sieben Prozent anzusiedeln.

Einen Grund, sich die Aktie trotzdem mal wieder anzuschauen, lieferte Fyber nun selbst: Angesichts des spürbar besseren Umfelds für mobile Werbung rechnet Fyber für 2020 nun nämlich mit Umsätzen zwischen 185 und 195 Mio. Euro. Im kommenden Jahr sollen es sogar mindestens 250 Mio. Euro werden. Die bisherige Vorschau für 2020 ging von Erlösen in einer Bandbreite zwischen 155 und 165 Mio. Euro aus. Sehr viel schwammiger bleibt CEO Ziv Elul hingegen, was die Ertragsentwicklung angeht. Dem Vernehmen nach ist für das gesamte zweite Halbjahr nun jedoch mit einem derart positiven bereinigten EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) zu rechnen, so dass auch für das Gesamtjahr auf dieser Ebene schwarze Zahlen zu erwarten sind.

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Fyber  Kurs: 0,282 €

 

Zur Einordnung: Bislang war „nur“ von einem Mindestziel „Break-even“ für das um bilanzielle Sondereffekte adjustierte 2020er-EBITDA die Rede. Mit Blick auf das zum Halbjahr ausgewiesene bereinigten EBITDA von minus 1,7 Mio. Euro, sollte Fyber für das zweite Halbjahr also auf ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von Untergrenze rund 4 bis 6 Mio. Euro kommen, um der geänderten Wortwahl gerecht zu werden. Nun würde ein bereinigtes EBITDA von beispielsweise 4 Mio. Euro für das Gesamtjahr 2020 unterm Strich zwar immer noch zu einem knackigen Fehlbetrag führen. Verglichen mit früheren Verlusten, sieht die Lage aber eben deutlich entspannter aus. Insofern liefert das Update zumindest einen Aha-Effekt. Vielleicht geht bei der Fyber-Aktie daher also doch wieder was. Nicht blenden lassen sich Anleger derweil vom optisch niedrigen Kurs – es gibt nämlich insgesamt nämlich sage und schreibe 364,2 Millionen Anteilscheine von Fyber, so dass sich daraus dann doch eine Marktkapitalisierung von 109 Mio. Euro ergibt. Inklusive der Netto-Finanzverbindlichkeiten türmt sich der Unternehmenswert gar auf 220 Mio. Euro. Demnach sollte Fyber im kommenden Jahr schon ein sehr deutlicher Ergebnisswing gelingen, um dieses Niveau mindestens zu rechtfertigen. Eine Halten-Position ist der Titel aber schon.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Fyber
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A2P1Q5 0,282 Halten 102,70
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,000 -1,13
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,88 - 0,86 -65,232
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 11.06.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.05.2020 26.08.2020 25.11.2020 30.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-24,56% 2,10% 41,71% 44,62%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 2,74 64,02 81,08 62,42 69,90 128,54 118,97 192,00
EBITDA1,2 -6,32 -5,78 -19,29 -4,30 -1,20 -9,04 -3,23 3,75
EBITDA-Marge3 -230,66 -9,03 -23,79 -6,89 -1,72 -7,03 -2,71 1,95
EBIT1,4 -6,41 -10,30 -23,22 -15,37 -97,21 -21,58 -20,50 -6,25
EBIT-Marge5 -233,94 -16,09 -28,64 -24,62 -139,07 -16,79 -17,23 -3,26
Jahresüberschuss1 -6,73 -20,17 -37,93 -29,94 -102,01 -35,42 -48,77 -15,00
Netto-Marge6 -245,62 -31,51 -46,78 -47,97 -145,94 -27,56 -40,99 -7,81
Cashflow1,7 -4,89 -8,65 -12,62 -22,13 -21,32 -16,71 -4,81 -1,70
Ergebnis je Aktie8 -0,06 -0,17 -0,32 -0,25 -0,87 -0,31 -0,18 -0,04
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG

 

Foto: Benton Sherman auf Unsplash


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.