LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 12,11%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 10,40%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 9,87%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,07%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 6,00%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,00%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,25%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 5,21%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 4,82%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,22%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,93%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,90%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,88%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,67%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 3,52%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,46%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 3,34%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 2,98%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,57%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,06%
WAC
Wacker Neuson
Anteil der Short-Position: 0,87%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 0,65%
MRK
Merck
Anteil der Short-Position: 0,55%

Fresenius: Zweite Diagnose sieht klar besser aus

Eine beeindruckende Performance hat die Aktie von Fresenius in den vergangenen Jahren hingelegt. Seit Anfang 2000 ist sie um 350 Prozent geklettert und hat damit den DAX meilenweit hinter sich gelassen. Wer sich die Geschäftsentwicklung für diesen Zeitraum anschaut, kann die Hausse der Aktie gut nachvollziehen. Vorstandschef Ulf Schneider hat allerdings für 2014 eine vorsichtige Prognose abgegeben, nicht zuletzt weil die Tochter Fresenius Medical Care einen Schwächeanfall hat. Die Analysten sind jedoch bei Weitem nicht so skeptisch wie Schneider. Dass die Sorgen der Investoren zunehmend schwinden, darauf deutet die deutliche Erholung der DAX-Aktie hin.

Einen kräftigen Kursrückschlag verbuchte die Aktie von Fresenius Ende Februar: Vorstandschef Ulf Schneider hatte für 2014 zwar ein währungsbereinigtes Umsatzplus von zwölf bis 15 Prozent gegenüber dem 2013er-Rekord von 20,3 Mrd. Euro vorhergesagt. Dazu trägt nicht zuletzt die Übernahme von 40 Kliniken und 13 medizinischen Versorgungszentren von Rhön-Klinikum bei. Beim Gewinn geht der Fresenius-Chef jedoch nur von einem währungsbereinigten Plus von zwei bis fünf Prozent aus. Die Integrationskosten,  wie für die Krankenhäuser von Rhön-Klinikum und den US-Transfusionsspezialisten Fenwal, waren dabei sogar herausgerechnet worden. Von der Prognose waren Investoren herb enttäuscht.

Verantwortlich für die schwache Prognose ist vor allem ein Sorgenkind von Fresenius: die Tochter Fresenius Medical Care (FMC), an der Fresenius einen Anteil von 30,5 Prozent hält. Sie steuerte im vergangenen Jahr 2,26 Mrd. Dollar (1,7 Mrd. Euro) zum operativen Gewinn des Konzerns bei und ist damit der mit weitem Abstand wichtigste Ergebnislieferant von Fresenius. FMC leidet deutlich unter den Kürzungen für Dialyseleistungen in den USA. FMC hat daher überraschend für 2014 den zweiten Gewinnrückgang in Folge prognostiziert, woraufhin der Anteilschein kräftig an Wert verloren hat. Vorstandschef Rice Powell treibt deshalb die Kostensenkungen weiter voran und will 2014 Einsparungen von bis zu 60 Mio. Dollar verbuchen, indem unprofitable Kliniken geschlossen werden. Diese Einsparungen sind in der Prognose allerdings nicht enthalten, zumal die Einsparmaßnahmen erst  einmal Kosten verursachen.

 

Fresenius Medical Care  Kurs: 66,560 €

 

Die Lage bei der Fresenius-Tochter Kabi, die Infusionstherapien und Generika vertreibt, und 2013 einen operativen Gewinn von 926 Mio. Euro erwirtschaftet hat, hellt sich hingegen auf. Der zweitwichtigste Gewinnlieferant des Konzerns hatte 2013 Preiskürzungen in China zu spüren bekommen. Das Land ist neben den USA der zweitwichtigste Markt für die Sparte. „In China sehen wir bei Kabi durch die jüngsten Preiskürzungen zwar noch eine geringe Belastung“, sagte Schneider zuletzt. Die Nachfrage sei aber weiterhin stark. „Wir rechnen daher bei Kabi in China im laufenden Jahr mit einer Rückkehr zu zweistelligen Wachstumsraten beim Umsatz.“ Wie sehr die Sparte in diesem Jahr den Umsatz in den USA wird steigern können, hängt nicht zuletzt davon ab, ob US-Anbieter von Infusionstherapien weiter Qualitätsprobleme haben.

Große Erwartungen hat Schneider an die neu erworbenen Krankenhäuser von Rhön-Klinikum. In der neuen Einheit sollen sie künftig mehr Gewinn abwerfen als bei dem bisherigen Besitzer. „Die neuen Kliniken sind leistungsfähig und haben bei Helios beste Perspektiven, sich medizinisch und wirtschaftlich weiterzuentwickeln“, sagte Schneider. Er erwartet, dass die erworbenen Krankenhäuser 2014 einen positiven Beitrag zum Ergebnis von Fresenius liefern werden. Die Integrationskosten sind dabei allerdings herausgerechnet. Von Schneiders vorsichtigem 2014er-Ausblick inklusive aller Einmaleffekte und Herausrechnungen lassen sich die Analysten aber nicht verunsichern. Schneider hat ein währungsbereinigtes Gewinnplus von zwei bis fünf Prozent gegenüber dem bereinigten 2013er-Rekord von 1,05 Mrd. Euro vorhergesagt. Fresenius hatte damit erstmals die Marke von einer Mrd. Euro übersprungen. Analysten prognostizieren 1,13 Mrd. Euro für 2014 – das ist ein Plus von 7,8 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass die Finanzprofis zuversichtlich sind.

 

Fresenius  Kurs: 48,545 €

 

Investoren haben daher in den vergangenen Wochen wieder Mut gefasst, zumal Schneider einen Aktiensplit angekündigt hat. Die Hauptversammlung am 16. Mai soll beschließen, dass die Aktie im Verhältnis eins zu drei gesplittet wird. „Der geplante Aktiensplit untermauert unser Vertrauen in die hervorragenden langfristigen Wachstumsperspektiven von Fresenius“, sagte Schneider. Wer sich die Geschäftsentwicklung der vergangenen zehn Jahre anschaut, kann nur zufrieden sein. Der Umsatz hat sich gegenüber dem 2003er-Wert von 7,1 Mrd. Euro auf zuletzt 20,3 Mrd. annähernd verdreifacht. Der Gewinn ist in dem Zeitraum von 115 Mio. auf 1,05 Mrd. Euro hochgeschossen. Anleger partizipieren an der hervorragenden Geschäftsentwicklung, steigt doch die Dividende das 21. Jahr in Folge. Für 2013 legt sie von 1,10 Euro auf 1,25 Euro je Aktie zu. Die Fresenius-Aktie ist mit einem 2014er-KGV von 17 zwar nicht billig. Die hohe Profitabilität und die guten Gewinnperspektiven sprechen aber für das Papier.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Fresenius
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
578560 48,545 Halten 27.049,35
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
12,95 18,78 0,687 20,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,67 7,23 0,81 8,757
Dividende '18 in € Dividende '19e in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,80 0,85 1,65 20.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
02.05.2019 30.07.2019 29.10.2019 20.02.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
9,11% 4,05% 14,55% -6,72%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Fresenius Medical Care
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
578580 66,560 Halten 20.257,97
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
14,01 18,94 0,756 18,67
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,68 9,82 1,22 8,759
Dividende '18 in € Dividende '19e in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
1,17 1,22 1,76 19.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
06.05.2020 30.07.2020 29.10.2019 20.02.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
7,34% 0,05% 17,51% -5,91%
    

 

Foto: Fresenius SE

 

Dieser Beitrag stammt von den Kollegen der boersengefluester.de-Partnerseite Feingold Research


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.