ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 14,39%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,03%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,47%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 4,39%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,78%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 3,72%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,61%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,53%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 2,21%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 2,08%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,02%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 1,86%
GFG
GLOBAL FASHION GR...
Anteil der Short-Position: 1,75%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,52%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,21%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,19%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,19%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,00%
SY1
Symrise
Anteil der Short-Position: 0,69%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,61%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 0,55%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,54%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,51%

Frequentis: Starke Vorstellung

Die Teilnahme an Kapitalmarktpräsentationen von Frequentis war bislang immer gut investierte Zeit. Da macht auch die von der BankM organisierte virtuelle Roadshow am 15. Juni 2020 mit immerhin mehr als 20 Teilnehmern keine Ausnahme. Nun muss boersengefluester.de an dieser Stelle nicht noch einmal des komplette Geschäftsmodell des auf Kommunikationssysteme für die Überwachung der zivilen und militärischen Luftfahrt sowie die Ausstattung von Einsatzleitzentralen für Polizei, Feuerwehr oder andere Rettungsdienste vorstellen. Das haben wir in der Vergangenheit bereits mehrfach getan (zuletzt etwa HIER). Wichtig an dieser Stelle daher nur einige Kernaussagen von CEO Norbert Haslacher: Demnach ist das in Wien ansässige Unternehmen bislang recht gut durch Corona-Krise gekommen und verfügt über Auftragseingänge auf Rekordniveau.

Wer sich angesichts der Verwerfungen im Luftmarkt über die Entwicklung wundert; die Kunden von Frequentis in diesem Bereich sind eben nicht die Airlines oder Flughäfen, sondern quasi-staatliche Institutionen wie die Flugsicherungen. Und die müssen die für ihre Arbeit notwendigen Systeme stets auf dem neusten Stand halten, auch wenn gerade deutlich weniger Verkehr in der Luft ist. Zweite wichtige Erkenntnis ist, dass die Entwicklung von Remote-Towers – so wird etwa der Flughafen Saarbrücken von Leipzig aus überwacht – durch Corona sogar noch eine Beschleunigung erfährt. Dabei stößt Frequentis mit diesem Produkt ohnehin auf offene Türen, und zwar weltweit. Selbst die US Airforce will das System für militärische Anwendungen nutzen. Noch stärker an Bedeutung gewinnt außerdem der Bereich Drohnenmanagement, wobei es hier in erster Linie um den Einsatz von Drohnen im Polizei- oder Rettungsbereich geht. An die Durchdringung von Drohnen für die Auslieferung von Paketen oder ähnlichen Einsatzfeldern glaubt Haslacher hingegen eher weniger.

 

Frequentis  Kurs: 25,100 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 220,20 241,22 266,93 285,76 303,63 299,37 303,00
EBITDA1,2 16,55 17,68 20,02 21,59 30,18 41,92 34,80
EBITDA-Marge3 7,52 7,33 7,50 7,56 9,94 14,00 11,49
EBIT1,4 12,55 12,42 14,32 15,60 17,22 26,81 19,55
EBIT-Marge5 5,70 5,15 5,36 5,46 5,67 8,96 6,45
Jahresüberschuss1 11,18 9,22 10,70 11,83 15,52 -3,39 13,80
Netto-Marge6 5,08 3,82 4,01 4,14 5,11 -1,13 4,55
Cashflow1,7 15,59 38,85 16,69 4,56 17,73 54,75 24,00
Ergebnis je Aktie8 0,85 0,70 0,81 0,90 0,93 -0,30 1,04
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,10 0,15 0,15 0,20
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2020 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: BDO

 

Wichtig für das Verständnis der Frequentis-Aktie ist darüber hinaus, dass die Gesellschaft in einem zersplitterten Markt eine Sonderrolle einnimmt. So gibt es einerseits viele regionale Familienunternehmen mit Umsätzen südlich von 100 Mio. Euro, die allein vor einer eher schwierigen Zukunft stehen würden. Andererseits tummeln sich Konzernableger von US-Größen wie Lockheed, Boeing oder auch Raytheon im Markt, für die Flugüberwachung aber längst nicht das Kerngeschäft ist. Hierzulande ein bekannter Marktbegleiter im Bereich von Sprachkommunikationssystemen ist dagegen zum Beispiel Rohde & Schwarz aus München. Gut gefällt boersengefluester.de auch die konservative Art der Bilanzierung, Entwicklungsaufwendungen laufen allesamt durch die Gewinn- und Verlustrechnung und werden nicht aktiviert. Das Netto-Finanzguthaben von zuletzt fast 78 Mio. Euro – entsprechend 5,85 Euro je Aktie – sollte indes keine Hoffnungen auf Sonderausschüttungen wecken. Letztlich dient die Cashposition als Leistungsnachweis für die auf erstklassige Bonität und langfristige Geschäftsbeziehungen bedachte Kundschaft.

Sicher noch nicht optimal aus Investorenperspektive ist dagegen der Streubesitzanteil von nur knapp 22 Prozent. Zwar spricht CEO Haslacher in seiner Präsentation davon, dass Firmenpatriarch Hannes Bardach derzeit „noch“ rund 68 Prozent der Aktien hält. Eine Platzierung sei derzeit aber nicht geplant, perspektivisch aber auch nicht ausgeschlossen. „Es gibt da kein Dogma“, sagt Haslacher. Fest steht jedoch, dass Bardach stets Untergrenze 50 Prozent plus 1 Aktie behalten will. Das nimmt dem Titel zwar Übernahmefantasie, bestätigt jedoch das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftsmodell.

Wer sich an einem Unternehmen mit erfahrenem Management, starker Marktposition und soliden Bilanzen beteiligen will, ist hier also genau richtig. So jedenfalls unser Eindruck – auch nach der mittlerweile fünften Präsentation, die wir von Frequentis gesehen haben. Ein Research von der BankM gibt es auch. Demnach liegt der faire Wert der Aktie bei 25 Euro, also um knapp 40 Prozent über der aktuellen Notiz. Frei von Corona-Sorgen ist aber auch Frequentis nicht, schließlich müssen die neuen Systeme irgendwann auch vor Ort installiert werden. Umso erleichterter ist Vorstand Haslacher dann doch, dass die Reisebeschränkungen wieder glockert werden und der Flugbetrieb bald hoffentlich wieder hochfährt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Frequentis
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A2PHG5 25,100 Kaufen 333,33
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
20,24 22,82 0,89 37,46
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,05 6,09 1,11 6,11
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,15 0,15 0,60 20.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
17.08.2021 07.04.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-1,88% 10,68% 37,16% 47,65%
    

 

Foto: Clipdealer


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.