LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 25,75%
AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 21,72%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 13,92%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 11,30%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,82%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 9,98%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 9,04%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 8,26%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 8,22%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 6,63%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 5,65%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 5,56%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 5,31%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 5,30%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 5,20%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 5,20%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,58%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,14%
DLG
Dialog Semiconductor
Anteil der Short-Position: 2,64%
TTI
TOM TAILOR HLDG
Anteil der Short-Position: 1,56%
TC1
TELE COLUMBUS
Anteil der Short-Position: 1,20%
AT1
AROUNDTOWN EO-,01
Anteil der Short-Position: 1,18%
O2D
TELEFONICA DTLD HLDG
Anteil der Short-Position: 0,15%

FinTech Group: “Keine riskanten Strategien”

Nachdem sich bei der FinTech Group zuletzt fast alles um die europäische Expansion des Discountbrokers flatex, die abgesagte Kooperation mit der Österreichischen Post, die intensivierte Partnerschaft mit Goldman Sachs und die geplante Umfirmierung in flatex AG gedreht hat, wird es mal wieder höchste Zeit für ein paar harte Zahlen. Und die liefert die FinTech Group nun in Form der wesentlichen Eckdaten für 2018. In Stenoform lesen die sich etwa so: Umsatz sowie Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegen über den Erwartungen, beim Netto-Ergebnis haben die Frankfurter ihr Ziel leicht verfehlt. Konkret kam die FinTech Group im vergangenen Jahr auf ein Erlösplus von knapp 18 Prozent auf 126 Mio. Euro. Avisiert hatte CFO Muhamad Chahrour einen Wert von mindestens 120 Mio. Euro. Das EBITDA zog um rund 34 Prozent auf 43 Mio. Euro an. Hier lag die Messlatte bei Untergrenze 40 Mio. Euro.

Die EBITDA-Marge – als neue wesentliche Steuerungskennzahl – kletterte damit im vergangenen Jahr auf etwas mehr als 34 Prozent. Das wiederum entspricht ziemlich genau der Größenordnung, die sich Finanzvorstand Chahrour – bereinigt um die Investitionen für das Programm „flatex goes Europe“ – auch für 2019 als Mindestziel gesetzt hat. Lediglich beim Jahresüberschuss liegen die Frankfurter mit 22 Mio. Euro unter der eigenen Zielsetzung von mindestens 24 Mio. Euro. „Aufgrund fehlender risikoadäquater Anlagemöglichkeiten sind unsere EZB-Einlagen auf mehr als 500 Mio. Euro gestiegen. Das hat dazu geführt, dass trotz des operativ herausragenden Jahres die Prognose zum Jahresüberschuss aufgrund des schlechteren Finanzergebnisses nicht ganz erreicht wurde“, sagt Chahrour. „Wir haben immer wieder betont, dass wir keine riskanten Anlagestrategien nur der Zinsmarge beziehungsweise der Vermeidung von Negativzinsen wegen verfolgen werden.“

 

FinTech Group  Kurs: 16,500 €

 

Die finalen Zahlen will das noch im Börsensegment Scale gelistete Unternehmen vermutlich Ende Mai vorlegen. Möglicherweise lässt sich dann auch herauslesen, welchen Einfluss die Ende 2018 im Rahmen eines Factoringgeschäfts angekündigte Einzelwertberichtigung der FinTech Group Bank von rund 6 Mio. Euro auf das Konzernergebnis hatte. Für das laufende Jahr bekräftigt CEO Frank Niehage die Prognose, wonach er – inklusive der Aufwendungen für die europäische Expansion von flatex – mit einer EBITDA-Rendite von 27 Prozent rechnet. „Der Konzern ist netto-schuldenfrei und verfügt – auch nach 15 Mio. Euro Eigenmittelstärkung in der flatex Bank AG – über mehr als 50 Mio. Euro freie Nettoliquidität, eine herausragende Basis für unser weiteres Wachstumsprogramm im B2C-Geschäft“, sagt Niehage.

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Mit den finanziellen Eckdaten sowie dem strategischen Ausblick für die in den Niederlanden startende Expansion von flatex geht das Management nun auf Roadshow. Auf dem Kalender steht etwa die Investorenkonferenz der Raiffeisen Centrobank  im schweizerischen Zürs. Ein Thema wird dort freilich auch die für nach der Hauptversammlung im August geplante Umfirmierung in flatex AG sein. Per saldo befindet sich die Gesellschaft unserer Meinung nach auf Kurs. Daher bleiben wir auch bei unserer Kaufen-Einschätzung für die Aktie. Die hohe Volatilität an den Märkten spielt flatex in die Karten. Zudem ist die Aktie nicht besonders anspruchsvoll bewertet. Aber klar ist auch: Die FinTech Group muss liefern. Noch immer hat sich die Notiz nämlich nicht grundlegend von dem am Ende hastig abgesagten Deal mit der Österreichischen Post erholt. Und auch das mehrfach angekündigte Upgrade in den Prime Standard steht noch aus.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
FinTech Group
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
FTG111 16,500 Kaufen 322,67
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
12,22 17,44 0,701 41,03
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,07 2.880,96 2,56 7,504
Dividende '17 in € Dividende '18 in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 Aug. 2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
30.09.2019 27.06.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-17,07% -22,92% -2,71% -43,59%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 15,57 14,03 16,16 75,19 95,02 107,01 126,00 139,00
EBITDA1,2 1,48 -0,49 -8,03 19,74 30,62 32,07 43,00 40,00
EBITDA-Marge3 9,51 -3,49 -49,69 26,25 32,22 29,97 34,13 28,78
EBIT1,4 0,25 -1,23 -9,54 17,24 25,47 26,48 34,00 32,90
EBIT-Marge5 1,61 -8,77 -59,03 22,93 26,80 24,75 26,98 23,67
Jahresüberschuss1 0,04 -1,13 -7,59 -2,16 12,32 16,80 22,00 21,40
Netto-Marge6 0,26 -8,05 -46,97 -2,87 12,97 15,70 17,46 15,40
Cashflow1,7 -0,98 1,37 5,97 -58,71 -143,96 0,11 140,00 112,00
Ergebnis je Aktie8 0,01 -0,08 -0,47 -0.10 0,73 1,00 1,16 1,10
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: BDO

Foto: kaboompics

Hinweis:
Die Berichterstattung und Handlungseinschätzungen durch boersengefluester.de stellen keine Anlageempfehlungen und auch keine Empfehlung oder einen Vorschlag einer Anlagestrategie dar. Zwischen der FinTech Group AG und boersengefluester.de besteht eine entgeltliche Vereinbarung zur Soft-Coverage der Aktie der FinTech Group. Boersengefluester.de hält keine Beteiligung an der FinTech Group AG. Boersengefluester.de nimmt Maßnahmen zur Vermeidung von Interessenkonflikten vor.

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.