ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,34%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 5,61%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,34%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,26%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,27%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 4,00%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,78%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,06%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,01%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,96%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,88%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,71%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,63%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,96%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,70%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,61%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

FinTech Group: Ein paar Nummern größer

Immerhin 143 Seiten umfasst der erstmals nach den internationalen Bilanzierungsregeln IFRS erstellte 2015er-Geschäftsbericht der FinTech Group – das sind gut 100 Seiten mehr Umfang als der Abschluss des Vorjahrs hatte. Geprüft wurde das Zahlenwerk von BDO, nachdem der Abschluss in den Jahren zuvor noch von Schneider + Partner testiert wurde. Bemerkenswert sind aber auch die Verschiebungen bei den wichtigsten Kennzahlen: Maßgeblich beeinflusst durch die Konsolidierung der XCOM stieg allein die Bilanzsumme von 95,28 Mio. Euro auf 1.208,24 Mio. Euro. Im Wesentlichen auf das Konto der XCOM-Einbeziehung geht auch die Ausweitung des Goodwills (Firmenwert) von 3,67 auf 28,78 Mio. Euro. Derweil zog das Eigenkapital von 50,08 auf 85,86 Mio. Euro an. Angesichts der rasanten Ausweitung der Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote gleichwohl von 52,56 auf 7,11 Prozent. Mit Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung hatte die FinTech Group bislang nur Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kommuniziert. Umso gespannter war boersengefluester.de auf die restlichen Kennzahlen. Positiv: Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten lag mit knapp 13,60 Mio. Euro oberhalb unserer Erwartungen. Andererseits hätten wir nicht vermutet, dass die Wertminderungen auf die mittlerweile verkaufte Aktionärsbank sowie den ebenfalls aufgegebenen Bereich CeFDex sich auf 8,17 Mio. Euro türmen und damit unterm Strich für einen Fehlbetrag von 2,16 Mio. Euro sorgen. Davon entfallen 1,746 Mio. Euro auf die Aktionäre der FinTech Group, was einem Verlust je Aktie von 0,10 Euro für 2015 entspricht.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Für das laufende Jahr hat CEO Frank Niehage seine erst kürzlich bestätigte EBITDA-Vorschau von 30 bis 35 Mio. Euro nochmals bekräftigt. Angesichts momentan nicht erkennbarer Einmalbelastungen werden die Frankfurter dann auch unterm Strich deutlich schwarze Zahlen schreiben. Wir kalkulieren derzeit mit einem Gewinn von knapp 20 Mio. Euro. „Für die gesamte FinTech Group ist die Digitalisierung des Finanzwesens eine große Chance.Wir sind dabei zwischen den großen Instituten und den kleinen Start-ups ideal positioniert“, sagt Niehage. An der Börse lief das erste Halbjahr für die FinTech Group gleichwohl enttäuschend. Nach der starken 2015er-Vorstellung ging es von Anfang Januar bis Ende Juni um rund 37 Prozentnach unten – damit bewegt sich der Titel im Gleichschritt mit dem im SDAX notierten Fintech-Unternehmen Ferratum. Zumindest der Auftakt in die zweite Jahreshälfte macht Mut. Auf die Vorlage des Geschäftsberichts 2015 reagierte der Kurs der FinTech-Aktie mit einem Plus von gut fünf Prozent. In Finanzkreisen gilt das Papier als potenzieller Profiteur des EU-Referendums der Briten. „Viele Londoner Finanzinstitute werden sich neu aufstellen müssen. In Kontinentaleuropa werden so neue Jobs geschaffen, wovon auch Frankfurt profitieren wird. Die FinTech Group AG erwartet dadurch eine steigende Nachfrage nach ihrer IT-Infrastruktur und Finanztechnologie“, sagte Niehage unmittelbar nach dem Brexit-Entscheid. Die Marktkapitalisierung beträgt beim gegenwärtigen Aktienkurs von 13 Euro rund 218,5 Mio. Euro. Gemessen an den Erwartungen an das 2016er-EBITDA sieht das recht moderat aus.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 75,19 95,02 107,01 125,10 131,95 220,00 295,00
EBITDA1,2 19,74 30,62 32,07 42,37 37,58 80,00 118,00
EBITDA-Marge3 26,25 32,22 29,97 33,87 28,48 36,36 40,00
EBIT1,4 17,24 25,47 26,48 30,62 24,75 62,00 96,00
EBIT-Marge5 22,93 26,80 24,75 24,48 18,76 28,18 32,54
Jahresüberschuss1 -2,16 12,32 16,80 17,47 14,91 41,00 59,00
Netto-Marge6 -2,87 12,97 15,70 13,96 11,30 18,64 20,00
Cashflow1,7 -58,71 -143,96 0,11 250,07 -157,25 43,00 49,00
Ergebnis je Aktie8 -0,10 0,73 1,00 0,98 0,77 1,50 2,15
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: BDO

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
flatexDEGIRO
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
FTG111 67,000 Kaufen 1.827,30
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
23,10 28,66 0,808 117,54
KBV KCV KUV EV/EBITDA
8,96 - 13,85 48,62
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 20.10.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
04.05.2021 30.09.2021 10.11.2021 28.04.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
22,55% 55,74% 5,51% 150,00%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.