CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 9,94%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,30%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,27%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,69%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,50%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 7,09%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,75%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 5,87%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,78%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 3,32%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,11%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 2,85%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 1,86%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 1,80%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,58%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,27%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 1,23%
B5A
Bauer
Anteil der Short-Position: 0,70%
WSU
WashTec
Anteil der Short-Position: 0,57%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 0,53%
DLG
Dialog Semiconductor
Anteil der Short-Position: 0,50%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,48%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,47%

Fielmann: Klare Kante

Vordergründig ist die Rechnung klar: Die Optikerkette Fielmann gehört – wie so ziemlich alle Einzelhändler – zu den klaren Verlierern der aktuellen Corona-Krise. Wenn die Geschäfte geschlossen sind, brechen nunmal die Umsätze weg. Und da die normalen Aufwandspositionen wie Mieten und Gehälter weiterlaufen, sind die wirtschaftlichen Effekte entsprechend heftig. So wundert es auch nicht, dass der Aktienkurs von Fielmann seit Mitte Februar um fast 40 Prozent zusammengefaltet wurde. Der damit korrespondiere Verlust an Börsenwert beträgt stattliche 2,4 Mrd. Euro. Eine Größenordnung, bei der man ins Grübeln kommen dürfte, ob die einseitige Ausrichtung auf den stationären Handel nicht schon schneller als geplant um einen Onlinekanal ergänzt werden sollte. Immerhin machen Firmen wie Mister Spex vor, dass sich Brillen auch prima via Internet verkaufen lassen. Wobei die Zukunft der Optikerbranche wohl dem Omni-Channel-Konzept gehört, sonst würde Mister Spex wohl kaum zusätzlich Ladenlokale eröffnen.

Losgelöst davon: Die Lage ist brenzlig. Und trotzdem gehört Fielmann zu den Unternehmen, die in der jetzigen Phase klare Kante zeigen und sich ihrer Verantwortung stellen. So hat die Gesellschaft für alle angestellten Augenoptiker und Hörakustiker eine Arbeitsplatzgarantie ausgesprochen und stockt darüber hinaus das beantragte Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent auf, so das die Mitarbeiter in den Niederlassungen keine Einbußen bei ihrem Nettolohn zu befürchten haben. Bleibt zu hoffen, dass sich auch die Kunden an diese Aktion erinnern und – sobald die Geschäfte wieder aufmachen – ihre Brillen und Kontaktlinsen wie gewohnt bei Fielmann kaufen. Für boersengefluester.de gehört die Fielmann-Aktie jedenfalls zu den Papieren, die wir auf dem aktuellen Niveau für ein interessantes Investment halten.

 

Fielmann  Kurs: 64,900 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 1.157,11 1.226,45 1.299,94 1.337,18 1.385,97 1.428,00 1.520,75 1.350,00
EBITDA1,2 233,30 263,80 278,50 281,57 291,32 295,87 384,70 257,00
EBITDA-Marge3 20,16 21,51 21,42 21,06 21,02 20,72 25,30 19,04
EBIT1,4 198,41 225,82 239,68 241,58 249,05 250,76 253,70 174,00
EBIT-Marge5 17,15 18,41 18,44 18,07 17,97 17,56 16,68 12,89
Jahresüberschuss1 142,03 162,81 170,53 171,22 172,85 173,63 177,29 77,00
Netto-Marge6 12,27 13,27 13,12 12,80 12,47 12,16 11,66 5,70
Cashflow1,7 23,51 156,75 160,64 219,16 287,14 205,64 301,75 210,00
Ergebnis je Aktie8 1,65 1,87 1.97 1,98 2,00 2,01 2,05 0,95
Dividende8 1,45 1,60 1,75 1,80 1,85 1,90 0,00 0,60
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2019 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Deloitte

 

Immerhin verfügt Fielmann über eine belastbare Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von rund 50 Prozent und einer Netto-Liquidität von etwa 220 Mio. Euro. Ganz wichtige Trümpfe in unsicheren Zeiten. Ob die Gesellschaft daher zur Hauptversammlung im Juli 2020 an ihrem bereits veröffentlichtem Dividendenvorschlag von 1,95 Euro für 2019 festhält, lässt sich gegenwärtig noch nicht sagen. Sollten die rigorosen Einschnitte für große Teile des Einzelhandels länger als gedacht gelten, kann sich boersengefluester.de vorstellen, dass Fielmann die Dividendenankündigung anpasst und im Extremfall sogar eine Nullrunde einlegt – nach zuvor 14 (!) Dividendenerhöhungen in Folge.

Das wäre zwar bitter, am Ende kommt es jedoch mehr auf die Sicherung der Zukunftsfähigkeit als auf die Zahlung einer Dividende an. Dabei geht es für 2019 um eine Ausschüttungssumme von knapp 164 Mio. Euro – bei einem Jahresüberschuss von 177 Mio. Euro. Summa summarum sollten Anleger bei Fielmann momentan nicht so sehr auf das KGV oder die Dividendenrendite achten. Dafür ist die Unsicherheit viel zu groß. Als eher hoch erachten wir jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass Fielmann nach der Krise wieder gute Geschäfte macht und sich das dann auch n einem deutlich höheren Aktienkurs zeigt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Fielmann
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
577220 64,900 Kaufen 5.451,60
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
36,06 30,05 1,200 39,12
KBV KCV KUV EV/EBITDA
7,45 18,07 3,58 13,624
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,60 0,00 09.07.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
29.04.2020 27.08.2020 12.11.2020 29.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
5,60% -0,69% -9,86% 3,02%
    

 

 



 

Foto: Martin Lutze für Pixabay


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.