SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 11,53%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 9,61%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 9,04%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,21%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,60%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,77%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 6,60%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,22%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,67%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,15%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 2,81%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,18%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 2,09%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,79%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 1,53%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,31%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 1,28%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 1,24%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 1,09%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,06%
RWE
RWE
Anteil der Short-Position: 0,89%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 0,51%
LEI
Leifheit
Anteil der Short-Position: 0,39%

Ferratum: Viel Kredit bei den Börsianern

Diese Neuemission hat sich bislang gelohnt: Verglichen mit dem Ausgabepreis von 17 Euro zum Börsenstart Ende Januar ist die Notiz von Ferratum mittlerweile um fast 40 Prozent auf 23,75 Euro gestiegen. Anfang Juni 2015 kostete der Anteilschein des Anbieters von mobilen Konsumentenkrediten in der Spitze sogar 27 Euro. Die Performance kann sich auch im Branchenvergleich sehen lassen: Aus der boersengefluester.de-Peergroup „FinTech” liegen die Finnen auf Sechs-Monats-Sicht weit vorn – wie unser Performancetool “Top-Flop Interaktiv” zeigt. Von den größeren Gesellschaften schneidet nur Hypoport deutlich besser ab.

 

Bildschirmfoto 2015-08-13 um 17.31.10

 

Und die Analysten sehen noch weiteres Potenzial: So gibt Hauck & Aufhäuser ein Kursziel von 32,50 Euro für das seit Ende Juni auch im SDAX enthaltene Papier aus. Die Halbjahreszahlen zeigen dabei durchgängig in die richtige Richtung. So kam Ferratum in den ersten sechs Monaten 2015 auf ein Erlösplus von 61,5 Prozent auf 49,8 Mio. Euro. Das um die IPO-Aufwendungen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zog von 5,32 auf 6,78 Mio. Euro an. Dieser Zuwachs lag leicht über den Erwartungen der Börsianer, und auch Finanzvorstand Clemens Krause ist mit dem Renditeniveau offensichtlich zufrieden: „Mit einer bereinigten EBIT-Marge von 13,6 Prozent sind wir weiterhin sehr profitabel – und das trotz zahlreicher Maßnahmen zur Beschleunigung des Wachstums im aktuellen Geschäftsjahr.” So hat Ferratum die regionale Präsenz um Kanada, Norwegen und Frankreich auf mittlerweile 22 Länder ausgeweitet – mittelfristiges will das Unternehmen in 30 Ländern Flagge zeigen. Zudem tragen neue Angebote außer- und oberhalb des klassischen Mikrokredits zwischen 50 und 1.000 Euro immer stärker zum Wachstum bei.

 

Ferratum  Kurs: 12,720 €

 

Dabei gibt es für Ferratum jede Menge Konkurrenz aus der boomenden Fintech-Szene: Auch Unternehmen wie Smava, Kreditech, Auxmoney, Vexcash, cashper oder Lendico werben mit schnellen Krediten abseits des klassischen Wegs über die Banken. Außerdem gibt es in den USA ja noch eine Gesellschaft namens Lending Club mit einem Börsenwert von immer noch 4,7 Mrd. Euro – trotz der deutlichen Einbußen in den vergangenen Monaten. Ein Selbstläufer am Kapitalmarkt ist das Geschäft also nicht. Testweise wagt sich Ferratum in den Heimatmärkten Finnland und Schweden an Firmenkredite in Höhe zwischen 3.000 und 25.000 Euro für etablierte Kleinunternehmen. Bleibt abzuwarten, ob und wann dieses Modell auf andere Länder übertragen wird. Klingt alles vielversprechend, allerdings müssen Aktionäre stattliche Bewertungsmultiples – von denen traditionelle Banken nur träumen können – akzeptieren und ihren Blick schon jetzt weit nach vorn richten. Auf Basis der Hauck & Aufhäuser-Schätzungen für 2017 wird der SDAX-Titel mit dem Faktor elf auf das EBIT gehandelt. Für 2016 ergibt sich ein Multiple von rund 19.

Raum für Enttäuschungen ist da nur sehr begrenzt vorhanden. Die Marktkapitalisierung von Ferratum beträgt dabei immerhin knapp 516 Mio. Euro. Fazit: Bislang hat der Börsenneuling die Wachstumserwartungen eingelöst und sich ein gutes Standing am Kapitalmarkt erarbeitet. Gleichwohl eignet sich das Papier nur für risikobereite Investoren. Außerdem sollte der Anlagehorizont nicht zu kurz sein.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Ferratum
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A1W9NS 12,720 276,33
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
15,51 18,43 0,868 25,53
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,36 - 1,05 7,981
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,18 0,18 1,42 23.04.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
20.05.2020 20.08.2020 14.11.2019 26.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
12,03% 23,69% 36,19% 54,74%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e 2020e
Umsatzerlöse1 58,20 70,51 111,01 154,13 221,64 262,15 0,00 0,00
EBITDA1,2 7,80 10,61 17,79 21,14 34,65 43,02 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 13,40 15,05 16,03 13,72 15,63 16,41 0,00 0,00
EBIT1,4 7,33 10,61 16,48 21,14 31,84 37,80 0,00 0,00
EBIT-Marge5 12,59 15,05 14,85 13,72 14,37 14,42 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 3,55 5,62 10,93 12,96 20,06 19,27 0,00 0,00
Netto-Marge6 6,10 7,97 9,85 8,41 9,05 7,35 0,00 0,00
Cashflow1,7 -8,17 -9,90 -32,69 23,73 33,32 -40,36 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,19 0,26 0.51 0,60 0,92 0,89 1,12 0,86
Dividende8 0,00 0,05 0,10 0,12 0,18 0,18 0,18 0,18
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: PricewaterhouseCoopers

 

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Foto: picumbo.com



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.