AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 14,74%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 11,89%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 9,35%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,09%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,25%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,64%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 5,97%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 5,55%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 5,52%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 5,17%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,98%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,07%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,86%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 3,83%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,77%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 3,58%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,24%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,77%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,95%
DAI
Daimler
Anteil der Short-Position: 1,07%
QSC
QSC
Anteil der Short-Position: 0,81%
JST
JOST WERKE
Anteil der Short-Position: 0,72%
JUN3
Jungheinrich Vz.
Anteil der Short-Position: 0,70%

Exklusive Analyse: Deutschlands wahre Cash-Aktien

Es ist der Traum eines jeden Value-Anlegers: Unternehmen zu finden, bei denen allein der Cashbestand den Aktienkurs übersteigt. In den Auswertungen der meisten Börsenpublikationen werden dabei jedoch einseitig  die liquiden Mittel und Wertpapiere berücksichtigt, während Bankschulden ausgeklammert bleiben. Boersengefluester.de geht einen anderen Weg und zeigt, bei welchen Werten auch unterm Strich noch viel Geld in der Kasse ist.

Eine erstaunliche Zahl: Auf 319,5  Mrd. Euro türmen sich derzeit die liquiden Mittel und kurzfristig veräußerbaren Wertpapiere der knapp 600 von boersengefluester.de regelmäßig analysierten Unternehmen. Insbesondere die Automobilkonzerne gelten als wahre Cashmaschinen. Doch der Schein trügt, denn BMW, Daimler und Volkswagen schieben gleichzeitig enorme Finanzverbindlichkeiten von insgesamt fast 280 Mrd. Euro aus ihrem Finanzierungs- und Leasinggeschäft vor sich her. Kein Wunder, dass Analysten bei ihren Betrachtungen das Vierradgeschäft in der Regel von den Bankaktivitäten trennen.

Etliche Nummern kleiner, aber dafür ebenfalls Dauergast in den einschlägigen Cashlisten, sind die Konzert- und Ticketspezialisten CTS Eventim und Deag. Aber auch hier müssen Anleger genau hinschauen. Wesentliche Teile des Geldvermögens sind Vorauszahlungen von Konzertbesuchern für ihre Tickets. Diese Einnahmen bleiben nicht dauerhaft im Besitz von CTS oder Deag, sondern müssen unter anderem an die Künstler weitergereicht werden. Neben den dafür vorgesehenen Umsatzabgrenzungsposten weist insbesondere die SDAX-Firma CTS recht stattliche Finanzverbindlichkeiten aus. Folge: Beide Gesellschaften tauchen in der Rangliste „Deutschlands wahre Cash-Aktien“ von boersengefluester.de nicht auf.

Ähnlich gelagert ist der Fall bei Handelsunternehmen wie Metro, Hornbach oder Praktiker. Die zum Teil enormen Kassenbestände – allein bei Metro sind das zurzeit knapp 5,3 Mrd. Euro – machen die Unternehmen immer wieder zu Cashkönigen. Allerdings sind diese Mittel häufig nur eine Art durchlaufender Posten, denn von den Kasseneinnahmen müssen neue Waren finanziert werden. Bei der klammen Baumarktgruppe Praktiker kommt hinzu, dass rund 20 Prozent der Zahlungsmittel in Höhe von knapp 83 Mio. Euro als Kreditsicherheiten verpfändet sind.

Wahre Cash-Perlen sind hingegen Unternehmen, die über einen Haufen Bargeld und Anleihen verfügen, der nicht für das operative Geschäft benötigt wird. Ausgangspunkte können beispielsweise hohe Einnahmen aus dem Börsengang sein. So haben ein paar der früheren Neuer-Markt-Gesellschaften wie USU Software, Syzygy oder GFT Technologies ihr Geld solide angelegt, statt es für überteuerte Zukäufe zu verbraten. Darüber hinaus gibt es seit Jahren erfolgreiche Unternehmen wie den MDAX-Konzern Krones oder den Bauzulieferer Westag & Getalit, deren Bilanzen frei von Bankverbindlichkeiten sind. Dementsprechend hoch ist die Nettoliquidität solcher Value-Perlen – auch wenn sie nicht immer einen vorderen Platz in den Hitlisten der Cashaktien einnehmen. Interessant: Unterm Strich gibt es rund 50 Gesellschaften, bei denen der Nettofinanzbestand zwischen 20 und 30 Prozent des Börsenwerts ausmacht.

Ein Garant für steigende Aktienkurse ist ein sattes Cashpolster nicht. Zudem ist es – gerade im aktuellen Zinsumfeld – für viele Gesellschaften eine lohnende Option, günstiges Fremdkapital aufzunehmen. Doch für Anleger können sich aus den vollen Kassen eine Menge Kurstreiber ergeben: Von Sonderausschüttungen bis hin zu Übernahmegelüsten anderer Unternehmen. Außerdem sichert eine entsprechende Liquidität den Aktienkurs nach unten ab, was besonders in unruhigen Börsenzeiten nicht zu verachten ist. Ausgeklammert bei der Analyse haben wir – neben Unternehmen mit hoher Cash-Burn-Rate – die Finanztitel aus dem Bank- und Versicherungssektor. Grund: Die Bilanzen dieser Unternehmen sind nur sehr eingeschränkt mit denen der restlichen Firmen zu vergleichen. Boersengefluester.de präsentiert die Top-Ten der Netto-Cash-Könige und stellt die fünf Bestplatzierten vor:

Rang Aktie WKN Börsenwert in Mio. € Nettocash in Mio. € Nettocash pro Aktie in € Aktienkurs Cashquote Eigenkapitalquote
1.  Vtion Wireless CHEN99 51,46 101,35 6,99 € 3,55 € 197,0% 88,2%
2.  BDI –  BioEnergy Int. A0LAXT 26,90 26,59 7,00 € 7,08 € 98,8% 68,6%
3.  Beta Systems 522440 35,88 24,15 1,58 € 1,80 € 87,8% 62,0%
4.  Atevia CMBT11 187,68 160,41 6,24 € 7,30 € 85,5% 97,6%
5.  KHD Humboldt Wedag 657800 224,66 146,15 2,94 € 4,52 € 65,1% 53,6%
6.  DocChecj A1A6WE 22,94 13,32 2,52 € 4,34 € 58,1% 88,1%
7.  Telegate 511880 161,30 93,25 4,88 € 8,44 € 57,8% 70,2%
8.  SFC Energy 756857 41,42 22,25 2,97 € 5,52 € 53,7% 76,4%
9.  RIB Software A0Z2XN 149,05 78,03 2,02 € 3,85 € 52,4% 81,8%
10.  SMA Solar Tech. A0DJ6J 749,52 446,30 10,82 € 21,60 € 50,1% 61,8%

 Quelle: eigene Berechnungen, Geschäftsberichte 2012, Quartalsberichte 2013, Stand: 17. Mai 2013

Lesen Sie auch den zweiten Teil der Analyse – Ranking: Deutschlands wahre Cash-Aktien



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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