SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 13,70%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 11,80%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,34%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 6,75%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 6,68%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 6,09%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 5,84%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,80%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 5,34%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 4,85%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 4,41%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 4,35%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 3,94%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,59%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,89%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 1,87%
LEG
LEG IMMOBILIEN
Anteil der Short-Position: 1,83%
AM3D
SLM SOLUTIONS GRP
Anteil der Short-Position: 1,18%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 1,16%
SIX2
Sixt
Anteil der Short-Position: 1,02%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,00%
SHF
SNP SCHNEID.-NEUR...
Anteil der Short-Position: 0,85%
HLE
HELLA GMBH+CO.
Anteil der Short-Position: 0,45%

Evonik Industries: 1 Euro Umsatz = 1 Euro Börsenwert

Zumindest die Dividendenfrage ist geklärt. Für 2013 – dem ersten Jahr an der Börse – schüttet der Spezialchemiekonzern Evonik Industries eine Gewinnbeteiligung von 1,00 Euro pro Anteilschein aus. Die Hauptversammlung findet am 20. Mai 2014 statt. Auf Basis des aktuellen Kurses von 28,25 Euro beträgt die Rendite damit gut 3,5 Prozent. Zwar wurde vereinzelt über eine noch höhere Dividende spekuliert, aber letztlich liegt der nun gewählte Satz leicht über dem Durchschnitt der Analystenerwartungen. Insgesamt fließen an den Großaktionär RAG-Stiftung (67,9 Prozent) damit rund 316 Mio. Euro. Mit knapp 18 Prozent sitzt noch der – allerdings ausstiegswillige – Finanzinvestor CVC im Boot. Der Streubesitz beträgt damit nur etwa 14,2 Prozent.

An der Börse hat die Aktie des MDAX-Konzerns immer noch nicht gezündet, auch wenn es schon mehrfach nach einem Ausbruch Richtung Norden aussah. Mit dem nun vorgelegten Zahlenüberblick für 2013 hat Evonik die Prognosen der Finanzexperten mehrheitlich erreicht. Der Umsatz beträgt 12.874 Mio. Euro, was einem Rückgang von etwa vier Prozent entspricht. Zur Einordnung: Die Marktkapitalisierung von Evonik entspricht 13.106 Mio. Euro. Demnach wird jeder Euro Umsatz an der Börse mit ungefähr einem Euro bewertet. Auf exakt die gleiche Wertschätzung kommt BASF. Lediglich bei der momentan defizitären Lanxess ist die Marktkapitalisierung zurzeit nur halb so hoch wie die Erlöse.

 

Evonik Industries  Kurs: 22,020 €

 

Ertragsmäßig hat Evonik ebenfalls sein Soll erfüllt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel um rund ein Viertel auf 1.424 Mio. Euro zurück. Der um Sondereffekte korrigierte Gewinn je Aktie ging von 2,31 auf 1,78 Euro zurück. Hier lag die Erwartung im Schnitt bei einem Ergebnis pro Anteilschein von 1,80 Euro. „Trotz des schwierigen Marktumfelds hat sich unser Geschäft solide entwickelt“, fasst Evonik-Vorstandschef Klaus Engel die Resultate zusammen. Bis hierhin klingt die Investmentstory noch nicht sonderlich prickelnd. Allerdings sollten Anleger berücksichtigen, dass die Essener momentan ein gewaltiges Investitionsprogramm für neue Anlagen – etwa in Saudi-Arabien und China – im Volumen von mehr als 6 Mrd. Euro umsetzen. „Erste große Projekte unseres ehrgeizigen Investitionsprogramms wurden bereits fertiggestellt“, sagt Engel. Gleichzeitig betont das Unternehmen jedoch: „Bei der weiteren Umsetzung des Investitionsprogramms wird Evonik diszipliniert vorgehen und noch nicht begonnene Projekte stets auf sich verändernde Marktgegebenheiten überprüfen.“

Für das laufende Jahr beläuft sich das Budget für Sachinvestitionen auf bis zu 1,4 Mrd. Euro. Das wäre nochmal ein Anstieg von annähernd einem Viertel gegenüber 2013. Die Finanzierung soll weitgehend aus dem Cashflow erfolgen. Dabei profitiert Evonik von der deutlich verbesserten Bilanzstruktur nach dem Verkauf des Immobiliengeschäfts. Statt einer Nettofinanzverschuldung von 1.163 Mio. Euro verfügt der MDAX-Konzern nun über ein Guthaben von 552 Mio. Euro. Das sind umgerechnet knapp 1,20 Euro pro Aktie. Eher am unteren Ende der Erwartungen liegt allerdings der Ausblick: So kalkuliert Firmenlenker Engel mit einem „leicht höheren“ Umsatz und einem bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in einer Bandbreite von 1,8 bis 2,1 Mrd. Euro. Hier bewegten sich die Analystenschätzungen zuletzt in einer Range von 2,0 bis 2,4 Mrd. Euro. Grund für die zurückhaltende Einschätzung von Evonik ist die eher unbefriedigende Situation bei den Preisen, während sich die Absatzmengen eher in die gewünschte Richtung bewegen.

Für boersengefluester.de bietet die Evonik-Aktie unterm Strich ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Verglichen mit vielen anderen Branchen, hat der Chemiesektor noch immer Nachholpotenzial. Die Bewertung des Titels ist moderat. Zudem dürfte auch die Dividendenrendite für Privatanleger ein ansprechendes Argument sein. Interessant wird, wie sich die institutionellen Investoren verhalten werden. Vorstandschef Engel ist in den kommenden Wochen auf Roadshow in Frankfurt, London und Paris.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Evonik Industries
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
EVNK01 22,020 Halten 10.261,32
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
11,59 14,98 0,773 10,17
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,22 7,77 0,78 7,625
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
1,15 0,75 5,22 31.08.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
07.05.2020 04.08.2020 03.11.2020 04.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-8,26% -6,40% -19,07% -2,39%
    

 

Foto: Evonik Industries



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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