ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,75%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,21%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,09%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,76%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,25%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,24%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 4,11%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,82%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,01%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,85%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,84%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,68%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,63%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,52%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,86%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,71%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,70%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

Euromicron: Schwieriger Spagat

Bislang konnte das neue Management von Euromicron am Kapitalmarkt noch gar nicht punkten. Im Gegenteil: Seit dem Amtsantritt am 1. April 2015 sackte die Notiz des Netzwerkwerkspezialisten um weitere 20 Prozent ab. Ende März hatte bereits der Skandal um fehlerhaft abgerechnete IT-Projekte für einen Kurssturz gesorgt und den bis dahin amtierenden Vorstand den Job gekostet. Die Entwicklung im ersten Quartal 2015 bezeichnet Vorstandssprecherin Bettina Meyer nun zwar als „verhalten”, dem Vernehmen nach liegt sie aber noch im Rahmen der Erwartungen für das Gesamtjahr. Bei einem Umsatzrückgang von 1,5 Prozent auf 74,56 Mio. Euro knickte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 2,67 auf 0,75 Mio. Euro ein. Unterm Strich blieb ein Fehlbetrag von 1,92 Mio. Euro stehen – nach minus 0,51 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie verschlechterte sich von minus 0,08 auf minus 0,27 Euro. „Der Rückgang ist vor allem auf Einmaleffekte aus Abfindungen sowie erhöhte Strukturkosten, verringerte aktivierte Eigenleistungen und einen leichten Anstieg der Materialeinsatzquote im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückzuführen”, sagt Meyer im neuesten Zwischenbericht.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Auf den ersten Blick nicht sonderlich ermutigend sieht auch der Auftragseingang aus, der im Auftaktviertel mit 79,08 Mio. Euro um fast 21 Prozent unter dem Referenzwert von 2014 lag. Ein Teil des Rückgangs ist damit zu erklären, das Euromicron auf margenschwache Großaufträge verzichtet, allerdings weisen die Frankfurter auch auf Auftragsverschiebungen hin. Hier soll sich die Lage im Jahresverlauf jedoch deutlich verbessern. „Unser Ansatz ist nun klar cash- und ergebnisorientiert im Gegensatz zu der früheren Umsatzorientierung”, betont Meyer. Keine Abstriche gibt es bei der Prognose. Für das Gesamtjahr rechnet die ehemalige TecDAX-Gesellschaft weiterhin mit Erlösen zwischen 340 und 360 Mio. Euro und einer EBITDA-Marge zwischen fünf und sieben Prozent. Das würde auf ein operatives Ergebnis zwischen 17 und 25 Mio. Euro hinauslaufen. Ohne die im laufenden Jahr nochmals anfallenden Aufwendungen für die Neuorganisation des Geschäfts wäre eine Marge von sechs bis acht Prozent – entsprechend 20 bis 29 Mio. Euro – möglich gewesen. Zur Einordnung: Die Marktkapitalisierung von Euromicron beträgt derzeit nur 63 Mio. Euro. Es gibt nicht viele Unternehmen mit einer derart niedrigen Relation.

Allerdings zeigt der Börsenwert nur die halbe Wahrheit an. Schließlich lastet auf Euromicron eine Nettofinanzverschuldung von zuletzt fast 82 Mio. Euro. Ein viel zu hoher Wert – selbst mit Blick auf das Eigenkapital von noch immer gut 107 Mio. Euro. „Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2015 wird die Strukturierung der Finanzierung einen wichtigen Schwerpunkt der Aktivitäten des Vorstands bilden”, sagt daher auch Meyer. Summa summarum muss Euromicron einen schwierigen Spagat meistern. Einerseits gilt es endlich vorzeigbare Renditen zu erwirtschaften und sich von hemmenden Geschäftsteilen zu trennen. Anderseits vermissen viele Investoren nun eine klare Wachstumsstrategie bei Euromicron – immerhin besetzt der IT-Spezialist das Trendthema „Internet der Dinge”. Nach Vorlage des korrigierten Zahlenwerks für 2014 Ende Mai hatten wir auf eine Kurserholung gesetzt. Schließlich hätte das Bilanzdesaster noch viel schlimmer ausfallen können. Keine Frage: Unser Kalkül auf eine Gegenbewegung hat sich bislang als falsch oder zumindest verfrüht erwiesen. Und nach den schlechten Zahlen zum Auftaktviertel braucht es noch mehr Vertrauen, um auf ein Comeback von Euromicron zu setzen. Dennoch bleiben wir dabei. Auf dem aktuellen Niveau ist schon sehr viel an Negativem eingepreist. Gegenwärtig notiert das Papier etwa auf dem Niveau vom Frühjahr 2009, als die Finanzkrise mit voller Wucht wütete.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer:


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.