ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,65%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,93%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,32%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,76%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,05%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 5,00%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,24%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,99%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,82%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 3,11%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 2,42%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,81%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,81%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,70%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,54%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,19%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,71%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,67%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,60%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,59%

Euromicron: Erste Neuigkeiten nach dem Schock

Nachdem der erste Schock um die Korrektur von rund 15 Mio. Euro in der Bilanz von Euromicron sowie dem damit verbundenen Rücktritt von Vorstandschef Willibald Späth halbwegs überstanden sind, meldet sich der Netzwerkspezialist mit neuen Details an die Anleger. Kernbotschaft des Frankfurter Unternehmens: Es besteht kein weiterer Abschreibungsbedarf. Als Grund für die falschen Wertansätze in der Bilanz nennt Euromicron „Kalkulationsfehler” – sowohl bei der Aufmaßerstellung als auch bei der Berücksichtigung von Nachlaufkosten für Großprojekte. Unklar bleibt allerdings, warum die Fehler erst jetzt – so kurz vor der geplanten Bilanzvorlage für 2014 – aufgefallen sind. Außerdem betont die momentan vom bisherigen Vertriebs- und Marketingvorstand Thomas Hoffman in Alleinregie geführte Gesellschaft, dass mittlerweile „in allen relevanten Bereichen die personellen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, damit sich ähnliche Fehler dieser Art künftig nicht wiederholen können.”

 

  Kurs: 0,000 €

 

Ebenfalls kapitalmarktrelevant ist, dass die angekündigte Akquisition eines größeren Unternehmens vorerst auf Eis gelegt ist. Mit dem Zukauf wollte Euromicron einen wesentlichen Schritt zur Erreichung des Umsatzziels von 500 Mio. Euro machen. Dem Vernehmen nach standen die unweit der neuen EZB beheimateten Frankfurter bereits mit mehreren Gesellschaften im Gespräch. Die „Agenda 500″ wiederum wurde im Jahr 2012 aus der Taufe gehoben. Hintergrund war, dass Euromicron nach einer Phase des stürmischen Wachstums zunächst die organisatorische Voraussetzungen für eine weitere Expansion schaffen wollte. Immerhin mussten viele kleinere IT-Gesellschaften in den zunehmend an seine Grenzen gestoßenen Konzernverbund integriert werden. An der Börse stieß die „Agenda 500″ allerdings nicht unbedingt auf große Begeisterung. Für Außenstehende schien es mitunter so, als ob sich Euromicron für ein paar Jahre vorwiegend mit sich selbst beschäftigen musste. Zudem sorgten die Belastungen aus den Maßnahmenpaketen für einen deutlichen Renditeknick bei dem ehemaligen TecDAX-Konzern. Außerdem wurden die früher üblichen Dividenden zuerst kräftig gestutzt und zuletzt sogar ganz ausgesetzt. Für 2014 wird Euromicron ebenfalls eine Nullrunde einlegen. Einen konkreten HV-Termin gibt es allerdings noch nicht. Das Aktionärstreffen wurde auf Ende Juni 2015 verschoben.

Keine Frage: Schlechte Nachrichten kommen immer ungelegen. Für die jetzigen Hiobsbotschaften trifft das aber ganz besonders zu. Schließlich liefen die Aufwendungen für die „Agenda 500″ gerade weitgehend aus, und der Kapitalmarkt fasste ganz allmählich wieder Vertrauen in den Titel. Immerhin besetzt Euromicron attraktive Trendthemen wie „Wirtschaft 4.0″. Umso heftiger die Quittung: Mit Bekanntwerden der Nachrichten sackte der Aktienkurs innerhalb von nur zwei Tagen um rund 35 Prozent ab. Das entspricht einem Verlust an Marktkapitalisierung von mehr als 35 Mio. Euro. Gemessen am veranschlagten Wertberichtigungsbedarf von 15 Mio. Euro prügelten die Investoren also ordentlich drauf. Rein bewertungstechnisch kommt das Papier damit nun auf den ersten Blick bemerkenswert günstig daher. Allerdings ist das auch ein Spiegelbild der noch immer herrschenden Unsicherheit. Wie geht es weiter mit Euromicron? Eine Antwort darauf wird wohl noch ein wenig dauern. „Die Konzernstrategie wird durch den Vorstand in Abstimmung mit der erweiterten Geschäftsleitung sowie dem Aufsichtsrat überprüft und dem Kapitalmarkt zeitnah kommuniziert”, lautete die weichgespülte Formulierung. Nur sehr risikobereite Anleger setzen auf einen kurzfristigen Rebound des Titels. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Letztlich ist nicht klar, ob alle Karten schon auf dem Tisch sind. Knackpunkt für boersengefluester.de ist der noch immer in der Bilanz stehende Firmenwert von 113,5 Mio. Euro. Das entspricht deutlich mehr als einem Drittel der Bilanzsumme. Sollte jemand hier tabula rasa machen, wäre es schnell dahin mit dem günstigen Kurs-Buchwert-Verhältnis der Aktie. Konservative Investoren warten daher besser ab und steigen erst ein, wenn klar ist wohin die Reise geht.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer:

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.