SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 12,66%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 9,61%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 9,04%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,21%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,15%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,84%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 6,51%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,91%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,91%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 4,73%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,67%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,08%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 2,84%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,18%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 2,12%
UTDI
United Internet
Anteil der Short-Position: 1,79%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 1,53%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 1,28%
BC8
Bechtle
Anteil der Short-Position: 1,18%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 0,97%
RWE
RWE
Anteil der Short-Position: 0,89%
1COV
COVESTRO
Anteil der Short-Position: 0,58%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 0,51%

Energiekontor: Kurs hat noch Reserven

Im Normalfall haben stille Reserven eine beruhigende Wirkung – auch an der Börse. Schließlich zeigen sie an, dass eigentlich mehr in dem Unternehmen steckt, als man es in den Bilanzzahlen und dem Aktienkurs sieht. Bei Energiekontor war in den vergangenen Monaten jedoch eher das Gegenteil der Fall. In erster Linie deshalb, weil der Projektentwickler mehr stille Reserven aufgebaut hat, als er es normalerweise wohl tun würde. So hat Energiekontor 2017 drei Windparks – und zuletzt sogar den ersten Solarpark – in den Eigenbestand übernommen, statt die fertig gestellten Projekte an Dritte zu verkaufen. Nun gehört der Eigenbestand bei Energiekontor seit vielen Jahren zum Geschäftsmodell, die Auswirkungen aufs Zahlenwerk waren 2017 aufgrund der schwierigen Marktlage jedoch enorm. So knickte der Überschuss von 25,33 auf 11,89 Mio. Euro ein. Entsprechend zerlegte es das Ergebnis je Aktie von 1,74 auf 0,82 Euro. Den Dividendenvorschlag – traditionell ein starkes Argument für den Anteilschein von Energiekontor – wird das Unternehmen zur Hauptversammlung (HV) am 23. Mai 2018 um 20 Cent auf 0,60 Euro je Aktie kürzen. Was für Bestandsaktionäre ein schwacher Trost ist, könnte sich für Neueinsteiger aber als Gelegenheit erweisen: Nach dem Kursrutsch von rund einem Viertel in den vergangenen zwölf Monaten, bringt es der Small Cap gegenwärtig auf eine Dividendenrendite von fast 4,5 Prozent.

 

Energiekontor  Kurs: 21,400 €

 

Bedenken sollten Anleger jedoch, dass die Rahmenbedingungen in Deutschland ungemütlich bleiben. „Das Jahr 2018 wird voraussichtlich ein Übergangsjahr für die gesamte Wind- und Solarenergiebranche werden. Hauptgrund dafür sind die dramatisch gesunkenen Preise im Zuge des 2017 eingeführten Ausschreibungssystems“, betont die Gesellschaft und rechnet mit einem weiteren Rückgang des Gewinns vor Steuern – ohne jedoch konkreter zu werden. Gut möglich also, dass im kommenden Jahr erneut eine Dividendenkürzung ins Haus steht. „Übergangsjahre“ haben sich selten als Jahre mit einer überdurchschnittlichen Performance erwiesen. Soweit die negativen Aspekte. Andererseits hält boersengefluester.de das Geschäftsmodell von Energiekontor für durchaus sturmerprobt, zumal sich die Bremerhavener nicht nur auf dem Inlandsmarkt tummeln. Per saldo sollen die Zahlen bereits 2019 wieder von Wachstum geprägt sein. Und da die Börse bekanntlich einige Monate in die Zukunft schaut, wird die Schwächeperiode der Aktie auch wieder ein Ende finden.

Ohnehin scheint es so, dass sich die Notiz schon weitgehend erleichtert hat und im Bereich um 13 Euro eine Unterstützung sucht. Langfristig orientierte Investoren bleiben also engagiert. Ansonsten gehört das Papier zumindest auf die Watchlist. So können wir uns gut vorstellen, dass mit nahender HV auch wieder mehr Käufer den Weg zu Energiekontor finden.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e 2020e
Umsatzerlöse1 117,80 153,28 191,33 201,76 149,87 110,19 118,50 0,00
EBITDA1,2 46,70 54,90 66,09 72,07 49,59 40,62 34,00 0,00
EBITDA-Marge3 39,64 35,82 34,54 35,72 33,09 36,86 28,69 0,00
EBIT1,4 34,60 40,72 49,67 53,75 32,89 22,08 17,00 0,00
EBIT-Marge5 29,37 26,57 25,96 26,64 21,95 20,04 14,35 0,00
Jahresüberschuss1 13,50 14,13 20,91 25,33 11,89 6,68 -3,00 0,00
Netto-Marge6 11,46 9,22 10,93 12,55 7,93 6,06 -2,53 0,00
Cashflow1,7 20,00 55,78 91,43 22,50 4,44 45,43 22,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,92 0,96 1.43 1,74 0,82 0,46 -0,20 1,40
Dividende8 0,50 0,60 0,80 0,80 0,60 0,40 0,40 0,60
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: PKF Deutschland

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Energiekontor
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
531350 21,400 Halten 314,11
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
15,85 14,62 1,150 29,45
KBV KCV KUV EV/EBITDA
5,02 6,91 2,85 11,414
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,40 0,60 1,87 20.05.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
15.05.2020 30.08.2019 15.11.2019 09.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-1,34% 11,70% 0,94% 43,14%
    

 

Foto: Energiekontor AG

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.