ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,82%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,32%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,69%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 5,00%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,97%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,22%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,99%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,71%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 3,11%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 2,42%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,18%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,81%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,70%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,54%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,48%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,72%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,71%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,69%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,67%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,59%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,52%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,49%

Eckert & Ziegler: Risiko oder 77-Prozent-Chance?

Die Kette der Enttäuschungen bei Eckert & Ziegler will einfach nicht abreißen. Nachdem bereits 2013 wesentlich schlechter lief als gedacht, werden auch die Zahlen des auf Strahlenmedizin spezialisierten Unternehmens für 2014 die Erwartungen signifikant verfehlen. Auf der Schlussgeraden mussten die Berliner eingestehen, dass das bisherige Ergebnisziel von 10,5 Mio. Euro nicht mehr zu erreichen ist und stattdessen von rund 6,6 Mio. Euro Gewinn auszugehen sei. Bezogen auf die einzelne Aktie entspricht das einem Gewinn von 1,25 Euro – anstelle der lange Zeit avisierten 2,00 Euro pro Anteilschein. Zwar hatte Vorstandschef Andreas Eckert die Planungen mit Vorlage des Q3-Berichts bereits mit dem Zusatz „ambitioniert” versehen, so dass die Börsianer gewarnt waren. Die neueste Einschätzung des Managements erwischt jedoch auch Skeptiker auf dem falschen Fuß. Schließlich bewegten sich die Ergebnisprognosen der Analysten für 2014 zuletzt bei immer noch rund 1,65 Euro je Aktie.

Sorgen bereitet vor allem das Segment Strahlentherapie, wo Eckert & Ziegler die Folgen der politischen Krise in Osteuropa voll zu spüren bekommt. „Im Vergleich zum Zeitraum von 2011 bis 2013 halbierten sich 2014 die jährlichen Verkäufe in ehemalige GUS-Staaten auf knapp 4 Mio. Euro”, betont die Gesellschaft. Der Umsatzanteil aus Ländern der früheren Sowjetunion dürfte 2014 auf maximal zwölf Prozent gefallen sein. 2013 lag die Quote noch bei 26 Prozent. Hinzu kommt, dass sich auch die Geschäfte in Amerika – trotz der 2013 erfolgten Zukäufe – weit weniger dynamisch entwickeln als gedacht. Summa summarum wird die Strahlentherapie das Konzernergebnis mit einem operativen Verlust von annähernd 3 Mio. Euro drücken, statt – wie geplant – mit einer schwarzen Null abzuschließen. Die Möglichkeiten zum Gegensteuern scheinen zurzeit limitiert. Die Entwicklung in Osteuropa ist kaum abschätzbar, daher bleibt kurzfristig wohl nur der Blick auf die Kosten.

 

Eckert & Ziegler  Kurs: 54,550 €

 

Ein Trauerspiel liefert derweil der Aktie von Eckert & Ziegler (EZAG) ab. In den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier um rund 45 Prozent an Wert verloren. Das Chartbild könnte gruseliger kaum aussehen. Die aktuelle Notiz von 16,90 Euro entspricht etwa dem Niveau von vor fünf Jahren. Und 2010 erlösten die Berliner 111 Mio. Euro und verdienten mehr als 9 Mio. Euro – standen zumindest ergebnismäßig wesentlich besser da als derzeit. Was könnte den Aktienkurs also stützen? In den vergangenen vier Jahren zahlte die Gesellschaft jeweils eine Dividende von 0,60 Euro pro Anteilschein. Das entsprach einer Ausschüttungsquote von durchschnittlich knapp einem Drittel. Sollte das Unternehmen an dieser Politik festhalten – immerhin befinden sich gut 32 Prozent der Aktien im Familienbesitz –, würde das auf eine Dividende für 2014 von 0,40 Euro hinauslaufen. Bezogen auf den gegenwärtigen Kurs entspräche das einer Rendite von 2,4 Prozent. Da gibt es im Medtechsektor wesentlich attraktivere Small Caps wie zum Beispiel Geratherm oder MeVis Medical Solutions.

Interessanter ist da schon die Betrachtung der EZAG-Aktie unter Eigenkapital-Aspekten. Zum Ende des dritten Quartals erreichte der von boersengefluester.de ermittelte Buchwert je Aktie immerhin 16,06 Euro. Demnach kommt das Papier zurzeit gerade einmal auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 1,05. Das könnte auf einen Puffer hindeuten, allerdings hat sich die Eigenkapitalrendite in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich nach unten entwickelt und wird 2014 wohl deutlich im einstelligen Bereich landen – nach beinahe 13 Prozent im Jahr 2010. Die rückläufige Verzinsung des Eigenkapitals geht einher mit der schwachen Ergebnisentwicklung. Zudem spiegeln sich in dem optisch niedrigen KBV auch die vielen Prognoseverfehlungen wider. Per saldo kann der Schlüssel für eine Trendwende beim Aktienkurs nur in besseren Zahlen liegen.

Doch hier beißt sich die Katze momentan in den Schwanz. Selbst wenn Firmenlenker Ziegler zur Vorlage der endgültigen Zahlen für 2014 am 26. März 2015 mit einem flotten Ausblick daherkommen sollte. Momentan werden ihm die meisten Investoren erst einmal nicht vertrauen – zu viele Enttäuschungen gab es zuletzt. Auch die Einschätzung der Analysten hilft nur bedingt weiter. Die Experten von Hauck & Aufhäuser etwa halten stoisch an ihrer Kaufen-Empfehlung fest – auch wenn sie das Kursziel zuletzt von 34 auf 30 Euro gestutzt haben. Demnach wäre der Small Cap eine 77-Prozent-Chance. Das klingt reichlich ambitioniert. Boersengefluester.de wäre mittlerweile bereits zufrieden, wenn sich die Notiz endlich stabilisieren würde und sich im Laufe des Jahres zurück Richtung 20 Euro aufmacht.

 

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Eckert & Ziegler
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
565970 54,550 Halten 1.154,93
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
39,82 23,70 1,66 89,28
KBV KCV KUV EV/EBITDA
8,39 28,57 6,47 25,72
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,42 0,44 0,81 02.06.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
11.05.2021 12.08.2021 10.11.2020 30.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
24,20% 35,33% 21,65% 13,76%
    

 

Foto: Eckert & Ziegler AG

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.