CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,01%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 11,22%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,27%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,70%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 7,58%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 7,52%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 7,15%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 6,71%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,19%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,93%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,53%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 4,09%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 3,66%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,63%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 3,19%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,50%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 2,22%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 2,00%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 1,95%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,60%
SHF
SNP SCHNEID.-NEUR...
Anteil der Short-Position: 1,21%
SAX
STROEER + KGAA
Anteil der Short-Position: 1,14%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,78%

DMG Mori Seiki: Wackelt jetzt der MDAX-Platz?

Viele Fakten liegen noch gar nicht auf dem Tisch. Fest steht bislang nur, dass der japanische Großaktionär DMG Mori Seiki Company den freien Aktionären des MDAX-Unternehmens DMG Mori Seiki ein Übernahmeangebot zu 27,50 Euro je Anteilschein unterbreiten will. Damit bewegt sich die Notiz auf Rekordhoch und bewertet den Werkzeugmaschinenhersteller mit 2.167,50 Mio. Euro. Das entspricht etwa dem für 2014 avisierten Umsatzziel von gut 2,2 Mrd. Euro. Mit Blick auf das angekündigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 175 Mio. Euro für das abgelaufene Jahr ergibt sich ein Multiple von 12,4. Verglichen mit den zuletzt von den Analysten genannten Kurszielen, die zwischen 25 und 28 Euro lagen, sieht die Offerte damit auf den ersten Blick fair aus. Immerhin haben die Bielefelder ein stattliches Engagement in Russland vorzuweisen, und das sorgte an der Börse zuletzt für Sorgenfalten. Auch hat der Vorstand der ehemals unter Gildemeister firmierenden Gesellschaft bereits angedeutet, dass er den Angebotspreis als „angemessen” erachtet. Nach den jüngsten Kapitalerhöhungen kamen die Japaner zuletzt auf einen Anteil von 24,33 Prozent. Umgekehrt sind die Deutschen mit knapp zehn Prozent bei den Japanern engagiert.

 

DMG Mori  Kurs: 40,500 €

 

Komplett überraschend kommt die Offerte nicht unbedingt, lediglich der Zeitpunkt überrascht. Bislang hieß es, dass ein Zusammenschluss in rund fünf Jahren ein Thema werde könne. Zwar hieß es im Neun-Monats-Bericht des MDAX-Konzerns: „Die Kooperation mit der dmg mori seiki company limited wird weiter intensiviert.” Ein bevorstehendes Übernahmeangebot konnten aber wohl nur Hellseher aus dieser Aussage ableiten. Was sollten Anleger jetzt tun? „Wir glauben, dass der Angebotspreis den Aktienkurs nach unten absichert. Vor der tatsächlichen Annahme der Offerte würden wir jedoch die Vorlage der Zahlen für 2014 abwarten”, sagen die Analysten von Oddo Seydler (ehemals Close Brothers Seydler). Ihre Handlungsempfehlung lautet daher: Halten. Zu dem gleichen Schluss kommen die Experten von Hauck & Aufhäuser.

Da es sich um eine freundliche Offerte handelt, ist nicht zu erwarten, dass sich ein Dritter einklinkt. Auch besteht keine unmittelbare Notwendigkeit für die Japaner, das Angebot aufzustocken. Zwar werden die genauen Details erst in den kommenden Tagen und Wochen mitgeteilt – die Infos gibt es dann unter der Internetadresse www.onebrandfortheworld.de. An eine Mindestannahmequote dürfte der Vorstoß aber kaum gekoppelt sein. Je nach Resonanz der freien Investoren könnte allerdings der MDAX-Platz von DMG Mori Seiki in Gefahr geraten. Dafür müsste der Streubesitz aber schon auf rund 30 Prozent sinken – und danach sieht es derzeit nicht unbedingt aus. Sollte der Free Float unter die Marke von zehn Prozent rutschen, würde die Deutsche Börse den Titel sogar ganz aus der Indexfamilie verbannen. Gegenwärtig ist all das Spekulation: Auch ein Beherrschungsvertrag mit Barabfindung oder Garantiedividende, der ab einer Quote von 75 Prozent möglich ist, ist momentan Zukunftsmusik. Zudem scheint es perspektivisch ohnehin auf einen „merger of equals” – also einen Zusammenschluss unter Gleichen – hinauszulaufen. Schwer abzuschätzen, welche aktienrechtlichen Folgen das haben wird. Fazit von boersengefluester.de: Wer den Titel im Depot hat, braucht vorerst nichts zu tun. Neu auf den Zug aufspringen, sollten Anleger allerdings auch nicht.

 

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
DMG Mori
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
587800 40,500 Halten 3.192,13
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
35,22 22,26 1,582 30,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,52 13,63 1,18 11,151
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
1,03 1,03 2,54 07.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.04.2021 04.08.2020 29.10.2020 09.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,17% -0,91% -4,37% -4,82%
    

 

 

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 2.054,22 2.229,01 2.304,72 2.265,71 2.348,45 2.655,13 2.701,49 1.900,00
EBITDA1,2 193,94 232,50 243,10 169,67 252,98 280,86 299,84 0,00
EBITDA-Marge3 9,44 10,43 10,55 7,49 10,77 10,58 11,10 0,00
EBIT1,4 147,60 182,63 185,86 103,95 180,15 217,13 221,74 90,00
EBIT-Marge5 7,19 8,19 8,06 4,59 7,67 8,18 8,21 4,74
Jahresüberschuss1 93,21 121,06 159,59 47,48 118,36 149,53 154,44 0,00
Netto-Marge6 4,54 5,43 6,92 2,10 5,04 5,63 5,72 0,00
Cashflow1,7 171,05 170,61 142,75 124,02 171,72 230,38 234,13 0,00
Ergebnis je Aktie8 1,31 1,41 1,90 0,57 1,49 1,88 1,93 0,85
Dividende8 0,50 0,55 0,60 1,03 1,03 1,03 1,03 1,03
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: KPMG


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.