ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 14,39%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 6,65%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 4,64%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 4,55%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 4,27%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,78%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,77%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 2,69%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,44%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 2,23%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 2,21%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 2,08%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 2,00%
GFG
GLOBAL FASHION GR...
Anteil der Short-Position: 1,75%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,46%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,19%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,09%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,05%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,74%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 0,69%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,63%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,60%
FME
Fresenius Med. Care
Anteil der Short-Position: 0,51%

DMG Mori Seiki: Wackelt jetzt der MDAX-Platz?

Viele Fakten liegen noch gar nicht auf dem Tisch. Fest steht bislang nur, dass der japanische Großaktionär DMG Mori Seiki Company den freien Aktionären des MDAX-Unternehmens DMG Mori Seiki ein Übernahmeangebot zu 27,50 Euro je Anteilschein unterbreiten will. Damit bewegt sich die Notiz auf Rekordhoch und bewertet den Werkzeugmaschinenhersteller mit 2.167,50 Mio. Euro. Das entspricht etwa dem für 2014 avisierten Umsatzziel von gut 2,2 Mrd. Euro. Mit Blick auf das angekündigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 175 Mio. Euro für das abgelaufene Jahr ergibt sich ein Multiple von 12,4. Verglichen mit den zuletzt von den Analysten genannten Kurszielen, die zwischen 25 und 28 Euro lagen, sieht die Offerte damit auf den ersten Blick fair aus. Immerhin haben die Bielefelder ein stattliches Engagement in Russland vorzuweisen, und das sorgte an der Börse zuletzt für Sorgenfalten. Auch hat der Vorstand der ehemals unter Gildemeister firmierenden Gesellschaft bereits angedeutet, dass er den Angebotspreis als „angemessen” erachtet. Nach den jüngsten Kapitalerhöhungen kamen die Japaner zuletzt auf einen Anteil von 24,33 Prozent. Umgekehrt sind die Deutschen mit knapp zehn Prozent bei den Japanern engagiert.

 

DMG Mori  Kurs: 41,850 €

 

Komplett überraschend kommt die Offerte nicht unbedingt, lediglich der Zeitpunkt überrascht. Bislang hieß es, dass ein Zusammenschluss in rund fünf Jahren ein Thema werde könne. Zwar hieß es im Neun-Monats-Bericht des MDAX-Konzerns: „Die Kooperation mit der dmg mori seiki company limited wird weiter intensiviert.” Ein bevorstehendes Übernahmeangebot konnten aber wohl nur Hellseher aus dieser Aussage ableiten. Was sollten Anleger jetzt tun? „Wir glauben, dass der Angebotspreis den Aktienkurs nach unten absichert. Vor der tatsächlichen Annahme der Offerte würden wir jedoch die Vorlage der Zahlen für 2014 abwarten”, sagen die Analysten von Oddo Seydler (ehemals Close Brothers Seydler). Ihre Handlungsempfehlung lautet daher: Halten. Zu dem gleichen Schluss kommen die Experten von Hauck & Aufhäuser.

Da es sich um eine freundliche Offerte handelt, ist nicht zu erwarten, dass sich ein Dritter einklinkt. Auch besteht keine unmittelbare Notwendigkeit für die Japaner, das Angebot aufzustocken. Zwar werden die genauen Details erst in den kommenden Tagen und Wochen mitgeteilt – die Infos gibt es dann unter der Internetadresse www.onebrandfortheworld.de. An eine Mindestannahmequote dürfte der Vorstoß aber kaum gekoppelt sein. Je nach Resonanz der freien Investoren könnte allerdings der MDAX-Platz von DMG Mori Seiki in Gefahr geraten. Dafür müsste der Streubesitz aber schon auf rund 30 Prozent sinken – und danach sieht es derzeit nicht unbedingt aus. Sollte der Free Float unter die Marke von zehn Prozent rutschen, würde die Deutsche Börse den Titel sogar ganz aus der Indexfamilie verbannen. Gegenwärtig ist all das Spekulation: Auch ein Beherrschungsvertrag mit Barabfindung oder Garantiedividende, der ab einer Quote von 75 Prozent möglich ist, ist momentan Zukunftsmusik. Zudem scheint es perspektivisch ohnehin auf einen „merger of equals” – also einen Zusammenschluss unter Gleichen – hinauszulaufen. Schwer abzuschätzen, welche aktienrechtlichen Folgen das haben wird. Fazit von boersengefluester.de: Wer den Titel im Depot hat, braucht vorerst nichts zu tun. Neu auf den Zug aufspringen, sollten Anleger allerdings auch nicht.

 

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
DMG Mori
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
587800 41,850 Halten 3.298,53
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
27,90 23,45 1,20 32,93
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,65 49,02 1,80 21,41
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
1,03 1,03 2,46 06.05.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
27.04.2022 23.07.2021 26.10.2021 15.03.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-0,19% 0,31% 1,82% 3,72%
    

 

 

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 2.304,72 2.265,71 2.348,45 2.655,13 2.701,49 1.831,29 1.950,00
EBITDA1,2 243,10 169,67 252,98 280,86 299,84 156,74 165,00
EBITDA-Marge3 10,55 7,49 10,77 10,58 11,10 8,56 8,46
EBIT1,4 185,86 103,95 180,15 217,13 221,74 81,71 100,00
EBIT-Marge5 8,06 4,59 7,67 8,18 8,21 4,46 5,13
Jahresüberschuss1 159,59 47,48 118,36 149,53 154,44 52,11 72,00
Netto-Marge6 6,92 2,10 5,04 5,63 5,72 2,85 3,69
Cashflow1,7 142,75 124,02 171,72 230,38 234,13 67,28 135,00
Ergebnis je Aktie8 1,90 0,57 1,49 1,88 1,93 0,66 0,91
Dividende8 0,60 1,03 1,03 1,03 1,03 1,03 1,03
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: PricewaterhouseCoopers


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.