LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 12,03%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 11,18%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 8,06%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,06%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 7,48%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 6,66%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 5,30%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 5,12%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 4,39%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 4,35%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,55%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,32%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 3,21%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 2,61%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 2,44%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 2,39%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 1,81%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 1,24%
HLE
HELLA GMBH+CO.
Anteil der Short-Position: 0,71%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 0,70%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 0,60%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,50%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 0,49%

DEFAMA Deutsche Fachmarkt: V plus

Hut ab: Als ob nichts gewesen wäre, steht die Notiz von DEFAMA Deutsche Fachmarkt mit 17 Euro wieder auf dem selben Stand wie zu Jahresbeginn. Der zwischenzeitliche Corona-Abtaucher im März bis auf unter 13 Euro in Windeseile also komplett aufgeholt – also ein scharfes “V” plus sogar noch ein wenig mehr. Unter dem weiterhin gebotenen Vorbehalt sagte CEO Matthias Schrade kürzlich auf der m:access-Immobilienkonferenz: „Für uns ist das Thema weitgehend durch.“ Demnach hat das auf Supermarkt- und andere Einzelhandelsimmobilien für den täglichen Bedarf spezialisierte Unternehmen mit allen Mietern, die unter den Corona-Einschränkungen besonders zu leiden hatten, vernünftige Lösungen gefunden. Mittlerweile hat DEFAMA mehr als 90 Prozent aller Mieten für April und Mai erhalten und für Juni ist bereits wieder von einem annähernd normalen Mieteingang auszugehen. Folgerichtig bestätigte Schrade seine bisherige Ergebnisprognose für 2020 nochmals ausdrücklich auf der m:access-Konferenz.

Demnach liegt die Messlatte für den Cashflow aus dem Immobiliengeschäft (FFO) unverändert bei rund 5,7 Mio. Euro; entsprechend 1,30 € je Aktie. Unter voller Berücksichtigung der unterjährig neu hinzugekommenen Objekte wird sich der FFO vermutlich sogar auf Untergrenze 7 Mio. Euro – entsprechend mindestens 1,58 Euro je Aktie – türmen. Da solche Zahlen isoliert wenig Aussagekraft besitzen, gilt es sie in Bezug zum Aktienkurs zu setzen. Demnach würde die in Berlin ansässige DEFAMA an der Börse gegenwärtig mit dem knapp Elffachen des für 2020 prognostizierten annualisierten FFO (Funds From Operations) gehandelt. Zum Vergleich: Die bezogen auf den FFO etwa sechs mal so große Deutsche Konsum REIT um CEO Rolf Elgeti kommt hier auf einen um etwa 40 Prozent höheren Faktor von rund 15. Unter Berücksichtigung der möglichen neuen Aktien aus dem Tausch der bis 2025 verlängerten Wandelanleihen von 2015 würde sich der Aufschlag sogar auf beinahe 100 Prozent erhöhen.

 

DEFAMA Deutsche Fachmarkt  Kurs: 17,400 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 1,01 3,44 5,83 9,09 11,21 13,50
EBITDA1,2 0,00 -0,02 0,69 1,67 3,89 5,53 7,04 8,20
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 68,32 48,55 66,72 60,84 62,80 60,74
EBIT1,4 0,00 -0,02 0,46 1,67 2,70 3,59 4,50 4,95
EBIT-Marge5 0,00 0,00 45,54 48,55 46,31 39,49 40,14 36,67
Jahresüberschuss1 0,00 -0,02 0,29 0,89 1,36 1,70 2,07 2,40
Netto-Marge6 0,00 0,00 28,71 25,87 23,33 18,70 18,47 17,78
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,36 1,65 1,36 3,42 3,80 5,70
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0.08 0,25 0,38 0,46 0,51 0,54
Dividende8 0,00 0,00 0,10 0,20 0,34 0,40 0,45 0,45
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Kowert, Schwanke & von Schwerin

 

Wie sind derartige Bewertungsunterschiede zu erklären, wo doch beide Gesellschaften einen tadellosen Ruf haben? Zum einen sind bei dieser Betrachtungsweise die Netto-Finanzverbindlichkeiten nicht berücksichtigt. So liegt das entsprechende Multiple bei der Deutschen Konsum REIT (DKR) unter Berücksichtigung der Finanzierungsseite (vor Wandelanleihe) bei knapp 26, DEFAMA käme auf einen Wert von annähernd 22. Die Lücke wäre also schon spürbar kleiner. Zudem hat das deutlich größere Portfolio der DKR einen höheren Wert an sich. Soll heißen: Ein gut gemanagtes Portfolio aus mehr als 150 Einzelhandelsimmobilien ist signifikant mehr wert als 150 einzelne Supermarktstandorte. Letztlich spielen hier Faktoren wie Preissetzungsmacht gegenüber Mietern oder auch Kreditinstituten eine wichtige Rolle. Am Ende würde sich für ein professionell gemanagtes Portfolio von entsprechender Größe aber auch leichter ein institutioneller Investor finden. Anders ausgedrückt steigt also die potenzielle Übernahmeprämie.

Aus genau diesen Gründen ist der reine Blick auf den Substanzwert des Portfolios – definiert als die Summe der Einzelwerte – keine allein aussagekräftige Kennzahl für die Aktieneinordnung. Der guten Ordnung halber sei aber gesagt, dass die DEFAMA-Aktie mit einem Aufschlag von knapp 15 Prozent auf den NAV in dieser Disziplin sehr viel vorteilhafter aussieht als der Anteilschein der Deutschen Konsum REIT, der hier mittlerweile einen Premium von rund 75 Prozent aufgebaut hat. Summa summarum bleibt die Investmentstory von DEFAMA also intakt. Der Cashflow hat sich auch in schwierigen Zeiten als sehr stabil erwiesen. Und mit zunehmender Größe wird der Titel auch für institutionelle Investoren interessanter. Dazu beitragen könnte auch, dass dem Vernehmen nach bald ein weiteres namhaftes Researchhaus die Coverage aufnehmen soll.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
DEFAMA Deutsche Fachmarkt
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A13SUL 17,400 Kaufen 76,91
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
24,86 19,20 1,295 47,80
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,45 20,24 6,86 20,790
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,45 0,45 2,59 Verschoben
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
06.05.2020 Aug. 2020 Nov. 2020 22.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
7,26% 8,50% 5,45% 10,13%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Deutsche Konsum REIT
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A14KRD 17,650 Kaufen 620,50
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
14,47 11,80 1,226 15,84
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,01 22,91 14,78 16,097
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,35 0,55 1,98 05.03.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
13.02.2020 14.05.2020 13.08.2020 17.12.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
6,34% 10,40% 11,01% 5,06%
    

 

Foto: Free-Photos auf Pixabay


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.