ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 13,36%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 5,56%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 5,04%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 4,10%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,75%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,53%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 3,35%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 3,30%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,28%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 2,45%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 2,21%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,66%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 1,64%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 1,47%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,41%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 1,26%
KRN
Krones
Anteil der Short-Position: 1,18%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 0,81%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,80%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,70%
SBS
STRATEC
Anteil der Short-Position: 0,69%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,59%
M5Z
Manz Automation
Anteil der Short-Position: 0,50%

DEAG: Peter lässt den Kurs rocken

Für die Aktionäre von DEAG Deutsche Entertainment könnte das die wichtigste Meldung des Jahres gewesen sein: Mit myticket.de startete der Berliner Konzertveranstalter am 14. November 2014 ein eigenes Vertriebssystem für Eintrittskarten. Den Auftakt für die virtuelle Shoperöffnung machte Peter Maffay mit dem Verkaufsstart für seine Open Air Tournee 2015. Insgesamt sollen auf dem Portal Tickets für die rund 2000 jährlichen Veranstaltungen von DEAG angeboten werden. Spekuliert wurde an der Börse schon lange über eine Neuordnung des Ticketvertriebs. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser sorgten bereits im Februar 2014 für Gesprächsstoff, als sie ihr Kursziel für den Small Cap von 5,50 auf 10,50 Euro heraufschraubten. Schlagzeile der Studie damals: „Ticketing a game changer”. Die Berliner – normalerweise nicht unbedingt für reißerische Gewinnprognosen bekannt – rechnen mit „erheblichen Ergebnispotenzialen”. Das lässt aufhorchen.

Hintergrund: Da die CD-Verkäufe und Downloads für viele Künstler in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Bedeutung verloren haben, suchen sie über Konzerte für einen Ausgleich. Die Fans ziehen mit – auch wenn die Ticketpreise mittlerweile astronomische Höhen erreicht haben. Frei von Risiken ist das Geschäft freilich nicht. Längst nicht alle Veranstaltungen sind ausgebucht und wer auf die falschen Künstler setzt, kann schnell Schiffbruch erleiden. Doch hier haben die Profis von DEAG in den vergangenen Jahren ein feines Näschen bewiesen. Zentrales Glied in der Wertschöpfungskette ist dabei der Ticketvertrieb. Marktführer in Europa ist der SDAX-Konzern CTS Eventim. Wer seine Tickets über einen möglichst gut besuchten Shop verkaufen will, kommt an CTS nicht vorbei. Letztlich ähnelt das System dem App-Store von Apple.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Als Konzertveranstalter hat DEAG jedoch ein entscheidendes As im Ärmel. Sie haben gleichzeitig auch die Inhalte – sprich Tourneen im Angebot. Gerade bei Musikern, die ohnehin wie geschnitten Brot laufen, eröffnet das enorme Chancen. Hier muss Vorstandschef Peter L. H. Schwenkow nicht zwangsläufig alle Kontingente über CTS laufen lassen, sondern kann eigene Vertriebskanäle bevorzugen. Bei DEAG war der natürliche Partner über Jahre Ticketmaster Deutschland. Immerhin hielt DEAG einen Zehn-Prozent-Anteil an dem zu Live Nation Entertainment gehörenden Unternehmen. Im Vorjahr sollen bereits knapp ein Drittel aller DEAG-Tickets über die Plattform von Ticketmaster gelaufen sein. Analysten gehen davon aus, dass es hier eine Rückvergütung von 2 bis 3 Euro pro Eintrittskarte gibt. Angesichts der Volumina ist das ein hoch lukratives Geschäft, lange Zeit auch durch hohe Markteintrittsbarrieren geschützt.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Der Aufbau von entsprechenden Plattformen im Internet verschlingt längst nicht mehr so viele Gelder wie noch vor einigen Jahren. Zudem hat DEAG in den vergangenen Jahren selbst eine umfangreiche Kundendatei aufgebaut. Letztlich sprach das für die Idee, einen eigenen Ticketvertrieb aufzubauen. Firmenpolitisch bewegte sich DEAG damit jedoch auf rutschigem Terrain. Immerhin würde sich eine eigene Plattform auch gegen den Partner Ticketmaster Deutschland richten. Um eine saubere Lösung zu schaffen, hat DEAG nun reinen Tisch gemacht und verkauft ihren Zehn-Zehn-Prozent-Anteil zurück an die US-Mutter Ticketmaster NVH, um – wie es offiziell heißt – „den Fokus der Kooperation ausschließlich auf die operative Zusammenarbeit im Vertrieb zu richten”. Schließlich soll die erfolgreiche Partnerschaft mit Ticketmaster fortgeführt werden. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung ist Teil des Deals. Insgesamt bekommt DEAG von den Amerikanern für den Verkauf des Ticketmaster-Anteils und die Neuordnung der Verträge einen „deutlich siebenstelligen” Betrag. Nähere Angaben machten die Unternehmen jedoch nicht.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA1,2 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT1,4 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
EBIT-Marge5 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Netto-Marge6 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Cashflow1,7 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer:

 

Auf dem Börsenparkett kam die Meldung um den Start von myticket.de super an und sorgte für eine Rückkehr bis an das Jahreshoch bei knapp 6,50 Euro. Aufhorchen lässt zudem die Andeutung von DEAG, dass zurzeit „fortgeschrittene Gespräche über die Beteiligung von zwei Minderheitsgesellschaftern aus der Medienbranche stattfinden, durch die sich die Bekanntheit von myticket.de sprunghaft steigern dürfte.” Konkrete Namen nennt DEAG nicht. Bekannt ist jedoch, dass die Berliner traditionell mit Axel Springer und der BILD-Zeitung eng verbandelt sind. Boersengefluester.de ist demnach gespannt, wie es hier weiter geht. Letztlich sehen wir uns in der positiven Einschätzung für den Titel bestätigt und raten weiter zum Einstieg. Viel wurde in den vergangenen Monaten über mögliche Veränderungen im Ticketvertrieb getuschelt. Nun liegen die Fakten auf dem Tisch. Der Shop myticket.de macht optisch einen guten Eindruck, es kann also losgehen. Muss es auch, denn die einzelnen Rubriken von Electronic/Dance bis Schlager/Volksmusik auf myticket.de sind noch nicht sonderlich voll bestückt.

Ende November wird DEAG zudem auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt präsentieren. Die Neuordnung des Ticketvertriebs dürfte dabei im Mittelpunkt des Investoreninteresses stehen. Ebenfalls interessant: Zuletzt gab es etliche Verschiebungen im Aktionärskreis. Die indirekt Bernd Förtsch zurechenbare Beteiligungsgesellschaft Heliad Equity Partners hat ihren Anteil auf weniger als zehn Prozent gedrückt, was vermutlich auf die Notiz gedrückt hat.  Dafür haben sich andere namhafte Adressen wie zum Beispiel Allianz Global Investors oder Kabouter Management signifikant beteiligt. Mit einem Börsenwert von knapp 105 Mio. Euro hat sich DEAG ohnehin bereits in eine ansehnliche Größenordnung gespielt. Vor fünf Jahren lag die Kapitalisierung bei gerade einmal knapp 25 Mio. Euro. Ticketing scheint tatsächlich der „Game Changer” zu sein. Das neue Kursziel von Hauck & Aufhäuser lautet 12 Euro – also fast ein Verdoppler.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.