AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 16,44%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 14,49%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 7,43%
HDD
Heidelberger Druckm.
Anteil der Short-Position: 7,37%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 6,55%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,75%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 5,36%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 5,24%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,29%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 4,20%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 3,66%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,62%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,25%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 2,74%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 2,60%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,47%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 2,27%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 2,03%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,92%
DRI
Drillisch
Anteil der Short-Position: 1,92%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 0,92%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,52%
ADL
ADLER REAL ESTATE
Anteil der Short-Position: 0,47%

DEAG Deutsche Entertainment: Party on

Viel fehlt in der Tat nicht mehr bis zum Aufstieg in die nächste Investorenliga. Genau genommen sind es 11,4 Millionen Euro. „Die 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung kann man schon riechen“, sagte Peter Schwenkow, CEO von DEAG Deutsche Entertainment, zuletzt auf der MKK Münchner Kapitalmarkt Konferenz ein wenig flapsig. Doch Schwenkow ist momentan ohnehin kaum zu bremsen, wenn er die DEAG vor Investoren, Analysten und auch der Finanzpresse präsentiert. Eine seiner wichtigsten Botschaften: „Wir sind mittlerweile ein Live-Entertainmentdienstleister und kein reiner Konzertveranstalter mehr.“ So umfasst das Geschäft der Berliner die Konzeption, die Organisation, die Vermarktung plus die Durchführung von allen möglichen Events und Musikkonzerten. Gekrönt wird das Modell durch die angedockte – jetzt auch komplett eigene Ticketplattform – myticket. Und hier geht Schwenkow voll in die Offensive, etwa durch die zum 1. Juli startende Zusammenarbeit mit dem Schweizer Ticket-Softwareanbieter SecuTix. Ein neuer Ansatzpunkt ist etwa die Einführung von Dynamic Pricing, also einer dynamischen Preisgestaltung für Eintrittskarten.

„Das wird unser Geschäft in den nächsten Jahren massiv voranbringen“, sagt Schwenkow. Zudem will er Weiterverkaufsplattformen wie Viagogo das Wasser abgraben. Jeder zusätzliche Renditetreiber ist willkommen, denn grundsätzlich handelt es sich bei DEAG um ein recht margenarmes Geschäft. Selbst in ordentlichen Jahren liegt die EBIT-Rendite meist nur leicht oberhalb von fünf Prozent. Den Löwenanteil kassieren die Künstler. Daran wird sich wohl auch in Zukunft nicht viel ändern, sieht man einmal von neuen digitalen Formaten wie TimeRide, eSport-Stadion-Events oder den – extrem profitablen – Christmas Garden-Veranstaltungen ab. Und dass DEAG, wenn es um die weitere Konsolidierung der Branche geht, auf dem Fahrersitz Platz genommen hat, hat das Unternehmen zuletzt gleich mehrfach unter Beweis gestellt. Den Anfang machte die 51-Prozent-Beteiligung an dem Stuttgarter Veranstalter C² Concerts. Perspektivisch soll der Umsatz des langjährigen und „hochprofitablen“ Partners von 7 auf 10 Mio. Euro steigen. Die Analysten von Solventis taxieren die aktuelle Renditekraft von C² Concerts auf einer EBITDA-Marge im mittleren einstelligen Bereich, was damit wohl etwas unter der zuletzt von DEAG ausgewiesenen EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) von 7,3 Prozent liegt.

 

DEAG  Kurs: 4,290 €

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 155,70 165,50 172,57 200,36 179,55 159,80 200,22 245,00
EBITDA1,2 8,60 8,90 7,47 -24,52 5,22 6,55 14,59 17,50
EBITDA-Marge3 5,52 5,38 4,33 -12,24 2,91 4,10 7,29 7,14
EBIT1,4 7,24 7,31 4,24 3,72 0,53 5,05 10,59 15,00
EBIT-Marge5 4,65 4,42 2,46 1,86 0,30 3,16 5,29 6,12
Jahresüberschuss1 4,79 2,16 2,22 -28,98 -2,20 -0,70 6,60 9,00
Netto-Marge6 3,08 1,31 1,29 -14,46 -1,23 -0,44 3,30 3,67
Cashflow1,7 -2,46 -8,09 29,43 -37,85 -5,18 16,65 -13,31 5,50
Ergebnis je Aktie8 0,22 0,27 0,15 -1.83 -0,22 -0,13 0,32 0,34
Dividende8 0,08 0,12 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,05
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2018 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: Mazars

 

Damit nicht genug: Der neueste Deal von Schwenkow ist das 50,1-Prozent-Engagement an der Mühlheimer Agentur I-Motion, der deutschen operativen Gesellschaft der LiveStyle Inc. aus den Vereinigten Staaten. Fans von elektronischen Beats insbesondere durch Veranstaltungen wie Mayday, Nature One, Ruhr-in-Love oder Syndicate bekannt. „Die Partnerschaft mit I-Motion und LiveStyle bietet uns weitere Potenziale für unser Ticketing-Geschäft. Durch die gezielte Einführung einzelner Events ins Ausland bekommen wir zudem die Chance, auch international weiter zu wachsen“, sagt Schwenkow. Das zusätzliche Umsatzpotenzial für den DEAG-Konzern ist bei etwa 15 Mio. Euro anzusiedeln. Ansonsten gibt es derzeit noch keine Details zu den finanziellen Konditionen der Deals. Letztlich hatte DEAG aber für genau solche Opportunitäten Ende Oktober 2018 eine Anleihe im Volumen von 20 Mio. Euro platziert. Last but not least, ist deutlich zu sehen, dass sich immer mehr institutionelle Investoren für das Entertainment-Thema erwärmen (siehe dazu auch unseren Beitrag HIER).

Zudem hat DEAG noch den – in früheren Beiträgen von boersengefluester.de schon mehrfach beschriebenen – Joker aus der Verwertung von Grundstücken rund um die Frankfurter Jahrhunderthalle in der Hinterhand. Die Experten von Hauck & Aufhäuser sind derzeit besonders zuversichtlich und empfehlen die DEAG-Aktie mit einem leicht erhöhten Kursziel von 7,30 Euro zum Kauf. Frankfurt Main Research-Analyst Marcus Silbe siedelt in seiner neuesten Studie – genau wie Solventis – den fairen Wert bei 5,20 Euro an, was einem weiteren Potenzial von knapp zwölf Prozent entsprechend würde. Interessant in diesem Zusammenhang: Exakt ab einer Notiz von 5,25 Euro würde DEAG beim Börsenwert die Marke von 100 Mio. Euro überschreiten. Gut möglich, dass die im Prime Standard gelistete DEAG-Aktie dann nochmal einen Schub bekommen würde. Jedenfalls ist die Investmentstory derzeit so knackig wie lange nicht.

 

Tipp von boersengefluester.de: Schauen Sie sich bitte auch das Firmenprofil von DEAG im Rahmen unserer exklusiven 3-Säulen-Strategie für Value-Anleger an. Dort erhält das Unternehmen auf Sicht von drei Jahren 5 von 9 möglichen Punkten. Mit Blick auf fünf Jahre sammelt die Aktie 6 von 15 Punkten. Und bezogen auf zehn Jahre bekommt DEAG 18 von maximal 30 Punkten. Da ist also noch Potenzial nach oben.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
DEAG
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0Z23G 4,290 Kaufen 81,74
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
11,29 18,97 0,615 -59,70
KBV KCV KUV EV/EBITDA
9,54 4,91 0,41 5,549
Dividende '17 in € Dividende '18 in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 27.06.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
29.05.2019 30.08.2019 29.11.2019 29.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-4,11% 14,34% 37,94% 22,92%
    

Foto:  Free-Photos auf Pixabay


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.