ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 13,36%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 5,56%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 5,04%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 4,10%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,75%
TUI1
TUI
Anteil der Short-Position: 3,53%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 3,35%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 3,30%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,28%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 2,45%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 2,21%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,66%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 1,64%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 1,47%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,41%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 1,26%
KRN
Krones
Anteil der Short-Position: 1,18%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 0,81%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,80%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,70%
SBS
STRATEC
Anteil der Short-Position: 0,69%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,59%
M5Z
Manz Automation
Anteil der Short-Position: 0,50%

CPU Softwarehouse: Höhere Kurse verdient

Roger Heinz ist seit einigen Wochen schon nicht mehr an Bord. Übergangsweise hat Thomas Brakensiek den Vorstandsposten bei CPU Softwarehouse übernommen. Für den jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht 2020 zeichnet Roger Heinz aber noch verantwortlich – und den Job hat er sich auch nicht nehmen lassen. Zwar gab es erwartungsgemäß schwache Geschäfte im Bereich Personaldienstleistungen, die auf Konzernebene zu einem deutlichen Rückgang der Erlöse um 11,6 Prozent auf 8,92 Mio. Euro führten. Der Ausbau des Softwaregeschäfts mit Finanzkunden aus der Schweiz sowie die bei nahezu allen Unternehmen Corona-bedingt üblichen Anpassungen bei den Arbeitsabläufen sorgten jedoch dafür, dass der Gewinn nach Steuern um 24,5 Prozent auf knapp 567.000 Euro kletterte. Das entspricht einer Netto-Rendite von 6,35 Prozent, was eine Rekordmarke darstellt.

Ursprüngliches Ziel war es, an die – für CPU-Verhältnisse ohnehin schon gute – 2019er-Rendite von 4,56 Prozent anzuknüpfen. Entsprechend wurden auch die Erwartungen von boersengefluester.de spürbar getoppt. Mehr erhofft als die neuerliche Nullrunde hatten wir uns hingegen bezüglich einer möglichen Dividende. Immerhin haben die Augsburger auf AG-Ebene mittlerweile ein schönes Polster aufgebaut und könnten sich formal durchaus als erklecklicher Dividendenwert positionieren. Dabei sagt auch Roger Heinz: „Die äußerst positive Wahrnehmung der CPU im Kapitalmarkt fußt auf unserem langfristigen Ertragswachstum, durch das wir unsere Bilanzqualität kontinuierlich verbesserten.“ So macht das Eigenkapital auf Konzernebene mittlerweile gut 59 Prozent der Bilanzsumme aus. Die liquiden Mittel türmen sich auf 2,24 Mio. Euro – entsprechend 0,55 Euro je Aktie. Bankverbindlichkeiten hat CPU nicht.

CPU Softwarehouse  Kurs: 2,340 €

Mit Blick auf den aktuellen Aktienkurs von 2,28 Euro ist der Micro Cap nach unten also vergleichsweise gut abgesichert. Für den Software-Titel dürfen Substanzkennzahlen freilich nicht die entscheidenden Kenngrößen sein. Messen lassen muss sich CPU vielmehr an den Wachstumsperspektiven und der künftigen Ertragskraft. Dabei sieht der offizielle Ausblick für 2021 leicht rückläufige Erträge, bei einer allerdings erneut höheren Nettorendite vor. Entsprechend sollte ein konstanter Überschuss die absolute Untergrenze sein. Normalerweise müsste der Gewinn sogar klar zulegen, zumal der Anteil des Softwaregeschäfts weiter an Bedeutung gewinnt. Losgelöst davon dürfte Roger Heinz seinem endgültigen Nachfolger nach sieben Jahren als Vorstand auch kaum eine nur schwerlich zu erfüllende Gewinnprognose als Mitgift überlassen haben. Dem Vernehmen nach soll noch im Laufe des Jahres 2021 der Auswahlprozess für den neuen CEO abgeschlossen sein.

Zurück zur Bewertung der Aktie: Auf dem aktuellen Kursniveau beträgt der um das Netto-Finanzguthaben bereinigte Unternehmenswert nicht einmal 10 Mio. Euro. Dabei sollte die Gesellschaft perspektivisch auf einen Gewinn von rund 800.000 Euro zusteuern. Was bleibt ist allerdings, dass CPU aus Börsensicht immer noch wahnsinnig klein ist. Um eine wirklich runde Investmentstory aufzubauen, wird das Unternehmen also kaum ohne Zukäufe auskommen. Die nächsten Quartale werden also in jeder Hinsicht spannend. Aber auch kurzfristig hat die im Münchner Spezialsegment m:access gelistete Aktie nach den jetzt vorgelegten Zahlen höhere Kurse verdient.

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021e
Umsatzerlöse1 5,84 5,29 12,12 10,51 10,09 8,92 8,45
EBITDA1,2 0,20 0,20 0,40 0,42 0,62 0,71 0,76
EBITDA-Marge3 3,42 3,78 3,30 4,00 6,14 7,96 8,99
EBIT1,4 0,10 0,10 0,24 0,30 0,47 0,58 0,63
EBIT-Marge5 1,71 1,89 1,98 2,85 4,66 6,50 7,46
Jahresüberschuss1 0,01 0,08 0,22 0,26 0,46 0,57 0,61
Netto-Marge6 0,17 1,51 1,82 2,47 4,56 6,39 7,22
Cashflow1,7 0,34 0,60 0,20 0,83 0,55 0,43 0,50
Ergebnis je Aktie8 0,00 0,02 0,05 0,06 0,11 0,14 0,15
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,05
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Quintaris
INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
CPU Softwarehouse
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0WMPN 2,340 Kaufen 9,58
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
15,60 22,17 0,70 45,88
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,83 22,33 1,07 10,62
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 05.07.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
29.09.2020 20.04.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-2,01% -2,52% -6,40% -10,00%
    

Foto: JOSHUA COLEMAN auf Unsplash


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.