AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 32,19%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 23,74%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 17,24%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 11,88%
HDD
Heidelberger Druckm.
Anteil der Short-Position: 11,03%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 10,66%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 10,42%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 9,40%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 8,69%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 6,82%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 6,82%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,48%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 5,46%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 5,32%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 4,59%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 4,22%
WCH
Wacker Chemie
Anteil der Short-Position: 3,00%
DLG
Dialog Semiconductor
Anteil der Short-Position: 2,49%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 1,14%
BC8
Bechtle
Anteil der Short-Position: 1,06%
KBX
KNORR-BREMSE INH
Anteil der Short-Position: 1,00%
IFX
Infineon
Anteil der Short-Position: 0,98%
MRK
Merck
Anteil der Short-Position: 0,58%

Constantin Medien: Auf dem Prüfstand

Eigentlich war 2015 für Aktionäre von Constantin Medien das beste Jahr seit einer halben Ewigkeit. Bereits zwei Mal hat der Vorstandsvorsitzende Bernhard Burgener die Ergebnisprognose heraufgesetzt und rechnet nun mit einem Gewinn nach Anteilen Dritter zwischen 4 und 6 Mio. Euro. Ins Jahr gestartet war Constantin mit einer Vorschau von 0 bis 2 Mio. Euro. Doch die überraschend gute Entwicklung der Sport1-Plattformen im Zuge der Europa-League-Übertragungen sowie der Kinoerfolg von Filmen wie „Fack Ju Göhte 2” ließen Burgener zunehmend optimistischer werden. Nun schaut es so aus, als ob sogar der Gewinn des guten Jahres 2012 getoppt werden könnte. Zudem betonte Burgener auf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt, dass auch von den ehemals rund 300 Gerichtsverfahren aus EM.TV-Zeiten kaum noch etwas übrig geblieben sei – ganze drei Restklagen sind anhängig. Das hört sich zunächst einmal alles gut an. Dennoch sind die Börsianer momentan gespalten, was die Constantin-Aktie angeht. Vom Anfang Oktober erreichten Jahreshoch bei 1,95 Euro knickte die Notiz Ende November im Tief auf 1,53 Euro ein. Zurzeit kostet das Papier 1,70 Euro – was einer Marktkapitalisierung von gut 159 Mio. Euro entspricht.

 

Constantin Medien  Kurs: 2,290 €

 

Auslöser der heftigen Volatilität waren Spekulationen, wonach der Aufsichtsrat von Constantin Medien – Vorsitzender ist der frühere Kirch-Manager Dieter Hahn – sich angeblich für einen Verkauf von Constantin Film stark mache. Die Münchner Mediengesellschaft ist eine 100-Prozent-Tochter von Highlight Communications, an der Constantin Medien wiederum 52,39 Prozent hält. Eine komplizierte Konstruktion, die immer wieder für Diskussionsstoff sorgt. Im Prinzip ist es so, dass hier zwei Mediengesellschaften eng miteinander verflochten sind – sie sich aber immer noch zwei separate Börsenlistings und vermutlich auch sonst einige Doppelfunktionen leisten. Im Juni 2013 (Constantin) und im September 2013 (Highlight) wurden beide Gesellschaften mangels Marktkapitalisierung aus dem SDAX befördert. Zur Einordnung: Highlight bringt derzeit gut 230 Mio. Euro auf die Waagschale – hat also eine um rund 45 Prozent höhere Marktkapitalisierung als Constantin Medien. Interessant: Auf dem Eigenkapitalforum bestätigte Burgener während seiner offiziellen Präsentation, dass die gesamte Firmenkonstruktion zur Debatte steht: „Wir prüfen intern alle Möglichkeiten, um beide Unternehmen zusammenzuführen.” Doch der Teufel steckt im Detail. Ohne die Überführung in ein „Special Vehicle” wird es wohl kaum möglich sein, die in Frankfurt gelistete Highlight mit Firmensitz in der Schweiz und Constantin Medien zu vereinen. Auf jeden Fall ist Bewegung in der Sache.

 

Highlight Communic.  Kurs: 4,200 €

 

Offen bliebe damit aus Anlegersicht aber immer noch die Antwort auf die Frage, welcher Titel von einer möglichen Fusion stärker profitieren würde. Zumindest aus dem Aktienbestand von Burgener, der auch bei Highlight als Präsident des Verwaltungsrats an der Spitze sitzt, lässt sich keine Tendenz ablesen: Die 2,2 Millionen Highlight-Aktien von Burgener haben einen aktuellen Gegenwert von 10,8 Mio. Euro. Seine knapp 5,62 Millionen Constantin-Papiere stehen für 9,6 Mio. Euro. Sieht nach einem guten „Hedge” für den langjährigen Firmenlenker aus, den wir bereits beim Börsengang von Highlight im Jahr 1999 an den Neuen Markt kennengelernt haben. Bewertungstechnisch gibt es ebenfalls keine signifikanten Verschiebungen. Wer als Anleger eine solidere Bilanz und Dividenden schätzt, sollte zu Highlight greifen. Die größere Ergebnisdynamik hat derzeit aber klar Constantin. Das macht das Papier für risikobereite Investoren attraktiv. Für boersengefluester.de stehen die Chancen jedenfalls nicht schlecht, dass sich die Notiz ihr zuletzt verlorenes Terrain bis Jahresende wieder zurückholt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Constantin Medien
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
914720 2,290 Halten 214,34
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
28,63 17,17 1,668 125,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,56 - 1,80 161,561
Dividende '17 in € Dividende '18 in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 24.07.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
09.05.2019 Aug. 2019 Nov. 2019 15.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
11,00% 17,20% 20,53% 8,79%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Highlight Communic.
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
920299 4,200 Halten 264,60
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
12,00 12,82 0,927 10,50
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,59 1,72 0,56 2,049
Dividende '17 in € Dividende '18 in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,17 0,17 4,05 20.06.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
28.05.2019 Aug. 2019 Nov. 2019 28.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-2,73% -9,03% -10,26% -19,85%
    

 

Foto: kaboompics.com

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.