ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,75%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,09%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,12%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,76%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,05%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,24%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,99%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,82%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,81%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,54%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,38%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,20%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,19%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,77%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,71%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,60%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,59%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

CLIQ Digital: Amazing EBITDA

Immer wieder bemerkenswert, wenn Geschäftsmodelle, die zuvor über Jahre mehr und weniger gut funktioniert haben, anfangen zu skalieren. Bei CLIQ Digital hat dieser Prozess bereits vor einigen Quartalen begonnen und zuletzt erheblich an Dynamik gewonnen. Interessant ist aber trotzdem, dass Vorstand Ben Bos in der Videokonferenz zur Vorlage des Halbjahresberichts die von den Kunden im Zuge von Corona allgemein mehr in den eigenen vier Wänden verbrachte Zeit nur einem geringen Teil als Auslöser für die deutlich gestiegene Nachfrage nach digitalen Inhalten wie Spiele, Sport, Musik, Hörbücher oder Filme betrachtet. Eigentlicher Treiber bei CLIQ Digital sind die Investitionen in die angebotenen Inhalte (bei CLIQ kostet das Paket in Deutschland monatlich 14,99 Euro) und der veränderte Marketingmix, bei dem das Budget mittlerweile zu rund 60 Prozent für den direkten Mediaeinkauf verwendet wird. Dieser Weg ist zwar teurer als Affiliatemodelle, bringt am Ende aber trotzdem mehr ein. So wird das Unternehmen im laufenden Jahr rund 30 Mio. Euro für Werbung einsetzen. Das sind rund 35 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Effekte auf der anderen Seite sind enorm: Bei den um die Aufwendungen für die Rechnungsbegleichung der Kunden zwischengeschaltete Mobilfunkanbieter und Kreditkartenfirmen bereinigten Umsatzerlöse liegt CLIQ zum Halbjahr mit 35,3 Mio. Euro um rund 80 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zieht dabei von 1,83 auf 6,34 Mio. an. Eine Größenordnung, die Vorstand Ben Bos in seiner englischsprachigen Präsentation als „amazing“ bezeichnet. Aus Investorensicht noch wichtiger ist, dass das um die Anteile Dritter bereinigte Ergebnis je Aktie von 0,08 auf 0,49 Euro in die Höhe geschnellt ist und damit bereits den gesamten Vorjahreswert von 0,35 toppt.

 

CLIQ Digital  Kurs: 18,400 €

 

Dem Kapitalmarkt ist die starke operative Entwicklung von CLIQ natürlich nicht verborgen geblieben, was sich in einem Kursanstieg von 3 auf 10 Euro seit Jahresbeginn widerspiegelt. Zumindest nach Auffassung der Analysten ist die Party aber noch längst nicht vorbei: Die Experten von Hauck & Aufhäuser haben zuletzt mit einem Kursziel von 20 Euro für Aufmerksamkeit gesorgt. Warburg Research und die Quirin Privatbank siedeln den fairen Wert zwar um rund 4 Euro tiefer an, billigen dem im Freiverkehrssegment Scale gelisteten Titel damit aber immer noch ein weit überdurchschnittliches Potenzial zu. Auf Basis der aktuellen Notiz von 10,10 Euro bringt es CLIQ Digital auf Marktkapitalisierung von 62,5 Mio. Euro. Inklusive der Netto-Finanzverbindlichkeiten ergibt sich ein Unternehmenswert von knapp 68 Mio. Euro. Dem steht ein EBITDA-Ziel von mindestens 10 Mio. Euro für 2020 entgegen. Eine Prognose, die Ben Bos vor dem Hintergrund der starken Halbjahreszahlen als „konservativ“ einstuft. Immerhin sei auch das dritte Quartal bislang positiv verlaufen, auch wenn es – bedingt durch die Ferienzeit – traditionell eine eher schwächere Phase ist.

Insgesamt sollte die Gesellschaft die EBITDA-Prognose der Analysten von bis zu 10,6 Mio. Euro aber nach Auffassung boersengefluester.de sicher erfüllen. Die eigentlich spannende Frage wird dann sein, ob sich der Trend im kommenden Jahr ähnlich dynamisch fortsetzen wird. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass CLIQ Digital mittlerweile auch unter Dividendenaspekten interessant ist. Zur Hauptversammlung am 21. August 2020 steht die Ausschüttung einer Startdividende von 0,28 Euro je Aktie auf der Dividend, womit der Spezialwert auf eine Rendite von immerhin knapp 2,8 Prozent kommt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
CLIQ Digital
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0HHJR 18,400 Kaufen 113,87
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
14,84 11,95 1,24 94,85
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,50 29,64 1,80 20,27
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,28 0,20 1,09 29.04.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
06.05.2021 03.08.2021 29.10.2020 17.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
4,72% 57,52% 10,84% 375,45%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 55,71 65,30 70,53 58,21 63,14 100,00 0,00
EBITDA1,2 20,10 26,13 26,15 3,86 5,75 13,00 0,00
EBITDA-Marge3 36,08 40,02 37,08 6,63 9,11 13,00 0,00
EBIT1,4 2,60 4,48 5,17 2,98 4,77 11,10 0,00
EBIT-Marge5 4,67 6,86 7,33 5,12 7,56 11,10 0,00
Jahresüberschuss1 1,35 2,75 3,37 2,99 3,89 7,55 0,00
Netto-Marge6 2,42 4,21 4,78 5,14 6,16 7,55 0,00
Cashflow1,7 18,18 25,62 25,23 3,85 3,84 6,90 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,21 0,43 0,52 0,34 0,35 1,04 1,09
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,28 0,20 0,24
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Mazars

 

Foto:Gerd Altmann auf Pixabay


 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.