ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,77%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 9,21%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,23%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,76%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,25%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,24%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 4,11%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,86%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,01%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,96%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,88%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 1,71%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 1,63%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,63%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,52%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,96%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,78%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,71%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 0,70%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
CEC
CECONOMY ST
Anteil der Short-Position: 0,50%

Centrosolar Group: Schutzschirmverfahren – Anleihentausch ausgesetzt!

Schockmeldung aus München: Die Sanierung von Centrosolar kommt viel schleppender voran an gedacht. Nach neun Monaten 2013 liegen die Erlöse mit 85 Mio. Euro um 41 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 7,0 auf 18,2 Mio. Euro. Nun geht der Vorstand des Solarunternehmens einen radikalen Schritt und hat beim Amtsgericht Hamburg Antrag auf  Einleitung eines Schutzschirmverfahrens gestellt. Hierbei handelt es sich um ein auf die Erstellung eines Insolvenzplans ausgerichtetes Sanierungsverfahren. Wichtige Punkte: Für die Dauer von maximal drei Monaten ist der Schuldner vor einer Zwangsvollstreckung geschützt. Zudem haben Firmen unter dem Schutzschirm, die Möglichkeit ihr Unternehmen mit Hilfe eines Sanierungsberaters aus der Misere zu befreien. Gelingen muss dass nicht immer, wie der Fall Loewe zuletzt gezeigt hat.

Bei Centrosolar stellt sich die Lage damit deutlich prekärer dar als ursprünglich gedacht, denn bis dato wollte sich die Gesellschaft rein über das operative Geschäft aus dem Schlamassel befreien. „Die nach wie vor erwartete Verbesserung der Marktbedingungen nach Einführung der Anti-Dumping-Maßnahmen der EU sowie dem Abbau der im Markt vorhandenen Überkapazitäten vollzieht sich deutlich langsamer als vorhergesehen, so dass Vorstand und Geschäftsführung der drei Unternehmen eine Sanierung unter den erweiterten Möglichkeiten eines Schutzschirmverfahrens nun als deutlich vorteilhafter ansehen“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

 

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Die laufende bilanzielle Sanierung des Photovoltaikspezialisten wurde auf „Hold“ gesetzt. Nachdem ein Aktiensplit im Verhältnis 25:1 bereits umgesetzt wurde, hatten die Gläubiger des 50-Millionen-Euro-Bonds (WKN: A1E85T) einem Tausch ihrer Anleihen  mit Nennwert 1000 Euro in je 110 konvertierte Centrosolar-Aktien (WKN: A1TNS1) zugestimmt. Allerdings wurde dieser „Debt-Equity-Swap“ noch nicht umgesetzt. Dem Vernehmen nach befand sich der für diese Sachkapitalerhöhung notwendige Wertpapierprospekt jedoch in Arbeit. Zudem sollte ein Nachrangdarlehen über 9,5 Mio. Euro in 760.000 neue Aktien gewandelt werden. Nun stockt dieser Prozess: „Die geplante Umwandlung der im BondM notierten Anleihe ist vorläufig ausgesetzt. Über das weitere Vorgehen diesbezüglich wird im Fortgang der Restrukturierung entschieden“, teilte Centrosolar mit. Ob  der Tausch nach Ablauf der dreimonatigen Schutzschirmphase dann umgesetzt werden kann, ist aus heutiger Sicht völlig offen.

An der Börse sorgten die Neuigkeiten für panische Verkäufe. Die Aktie sackte um mehr als ein Drittel auf 2,50 Euro. Damit kommt Centrosolar auf eine Kapitalisierung von 1,9 Mio. Euro. Der Handel mit der Anleihe wurde in Stuttgart und Frankfurt ausgesetzt. Diese Entwicklung ist besonders bitter, denn zuletzt wurde der Bond als aussichtsreiches Vehikel für eine Spekulation auf bessere Zeiten bei Centrosolar ins Spiel gebracht. Nun brechen allerdings alle Dämme.



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.

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