LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 11,42%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 11,39%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 7,82%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,99%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 4,73%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 4,55%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 4,36%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,99%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 3,80%
CBK
Commerzbank
Anteil der Short-Position: 2,82%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 1,57%
HFG
HELLOFRESH INH
Anteil der Short-Position: 1,54%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 1,21%
KGX
KION GR.
Anteil der Short-Position: 1,00%
EVD
CTS EVENTIM
Anteil der Short-Position: 0,93%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,81%
PBB
DT.PFANDBRIEFBK
Anteil der Short-Position: 0,74%
BEI
Beiersdorf
Anteil der Short-Position: 0,61%
RWE
RWE
Anteil der Short-Position: 0,60%
SAX
STROEER + KGAA
Anteil der Short-Position: 0,59%
BFSA
BEFESA ORD.
Anteil der Short-Position: 0,50%
EOAN
E.ON
Anteil der Short-Position: 0,50%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 0,48%

Berentzen: Genug konsolidiert

Lange Zeit war Berentzen so etwas wie die Überraschungsaktie 2015. Von Anfang April bis Ende August schoss die Notiz von gut 4 Euro auf in der Spitze 8 Euro in die Höhe. Nach zahlreichen strategischen Irrwegen und Personalrochaden in den Vorjahren hat der Getränkespezialist aus Haselünne endlich die richtige Mixtur – auch für den Kapitalmarkt – gefunden. Insbesondere die Ende September 2015 erfolgte Umwandlung der stimmrechtslosen Vorzüge in Stammaktien war ein Volltreffer. Gleichzeitig löste die Gleichschaltung der beiden Gattungen – der dazugehörige Wertpapierprospekt hatte einen stattlichen Umfang von 606 Seiten – allerdings auch Spekulationen aus, wonach der langjährige Großaktionär Aurelius damit seinen Ausstieg vorbereite und die Braut nun möglichst hübsch mache. Als Teil der Kosmetik wurde auch das auf der Hauptversammlung im Juli beschlossene Aktienrückkaufprogramm im Volumen von maximal 1,5 Mio. Euro gedeutet. Mittlerweile ist das Budget für den Rückkauf bereits zu rund zwei Dritteln ausgeschöpft. Dennoch hängt die Notiz seit einigen Monaten in einem relativ engen Korridor zwischen 7 und 8 Euro fest. Konkrete Exit-Signale von Aurelius, die Beteiligungsgesellschaft hält direkt und indirekt gut 56 Prozent des Kapitals, gibt es freilich immer noch nicht.

 

Berentzen-Gruppe  Kurs: 6,140 €

 

Letztlich dürfte die Zeit für Aurelius auch nicht drängen, schließlich entwickelt sich Berentzen endlich in die richtige Richtung – wenn auch nicht in allen Bereichen. Insbesondere das Auslandsgeschäft mit schwierigen Märkten wie der Türkei und Osteuropa läuft nicht unbedingt rund. Kein Wunder, dass Vorstandssprecher Frank Schübel wachstumsstarke Bereiche wie die Orangensaft-Systeme Citrocasa der vor einem Jahr übernommenen TMP Technic-Marketing-Products aus Linz oder auch den Energydrink „Mio Mio Mate” in seinen Präsentationen hervorhebt. Letztlich können sich die Konzernzahlen aber sehen lassen: Nach neun Monaten 2015 kletterte der Umsatz (ohne Branntweinsteuer) um 5,5 Prozent auf 115,6 Mio. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 2,5 auf 4,7 Mio. Euro zu. Von 7,8 auf 10,7 Mio. Euro kam das EBITDA voran. Die Zahlen sind auch deshalb interessant, weil Berentzen hier in den Vorjahren keine konkreten Neun-Monats-Angaben machte. Auch in diesem Punkt kommt also die Investor-Relations-Offensive zum Vorschein. Das ändert allerdings nichts an der allgemeinen Saisonalität, wonach das Abschlussquartal mit Weihnachten und Silvester noch mal ordentlich Schwung bringen sollte. Zur Einordnung: 2014 kam Berentzen auf ein EBIT von 5,14 Mio. Euro sowie ein EBITDA von 12,56 Mio. Euro. Ziel von Firmenlenker Schübel ist es, auf ein gegenüber 2014 „deutlich verbessertes” bereinigtes Ergebnis zu kommen.

Der Börsenwert von Berentzen beträgt zurzeit rund 71 Mio. Euro. Das entspricht einem akzeptablen Aufschlag von 60 Prozent auf das Eigenkapital. Derweil rechnen die Analysten von Hauck & Aufhäuser für 2015 mit einem EBITDA von 15,6 Mio. Euro sowie einem EBIT von 8,2 Mio. Euro. Auch gemessen daran wäre die Bewertung der Aktie noch immer relativ moderat. Dementsprechend üppig fällt das Kursziel von Hauck & Aufhäuser mit zuletzt 12  Euro aus. Die Chancen stehen also ganz gut, dass die Berentzen-Aktie demnächst wieder Schwung aufnimmt. Charttechnisch wäre es ein positives Signal, wenn der Small Cap die Hürde von 8 Euro knacken würde.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Berentzen-Gruppe
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
520160 6,140 Kaufen 58,94
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
13,35 17,00 0,737 21,47
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,27 3,55 0,35 2,529
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,28 0,20 4,56 02.07.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
06.05.2020 11.08.2020 22.10.2020 26.03.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
12,85% -3,25% -10,23% -4,36%
    

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e 2020e
Umsatzerlöse1 152,54 153,46 158,55 170,03 172,13 162,17 167,40 162,00
EBITDA1,2 8,40 12,60 15,66 17,51 16,41 17,33 18,36 15,60
EBITDA-Marge3 5,51 8,21 9,88 10,30 9,53 10,69 10,97 9,63
EBIT1,4 1,48 5,14 7,58 10,54 9,22 9,80 9,81 7,65
EBIT-Marge5 0,97 3,35 4,78 6,20 5,36 6,04 5,86 4,72
Jahresüberschuss1 -7,32 4,20 2,24 4,45 2,56 5,17 4,93 3,70
Netto-Marge6 -4,80 2,74 1,41 2,62 1,49 3,19 2,95 2,28
Cashflow1,7 -3,40 8,91 31,37 12,32 4,12 5,59 16,61 13,80
Ergebnis je Aktie8 -0,73 0,47 0.23 0,47 0,27 0,55 0,52 0,39
Dividende8 0,13 0,19 0,20 0,25 0,22 0,28 0,28 0,20
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Warth & Klein Grant Thornton


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.