ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 12,74%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 8,40%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 7,39%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 6,32%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,69%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 5,00%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 4,97%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 4,22%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,99%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 3,71%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 3,11%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 2,42%
DRW8
DRAEGERWERK ST.A....
Anteil der Short-Position: 2,18%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 1,81%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 1,70%
SOW
Software AG
Anteil der Short-Position: 1,54%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,72%
5Y6
COMPASS PATHW SP.ADR
Anteil der Short-Position: 0,71%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 0,69%
AEIN
ALLGEIER
Anteil der Short-Position: 0,67%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 0,62%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,59%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,52%

Bavaria Industries: Viel zu großerAbschlag

Nach einem zwischenzeitlichen Ausflug in Regionen bis 49 Euro ist der Kurs von Bavaria Industries Group mittlerweile auf 40 Euro zurückgefallen – dem Niveau vom Jahresanfang. Clevere Investoren spitzen jetzt die Bleistifte: Momentan kommen die Münchner auf eine Marktkapitalisierung von knapp 226 Mio. Euro. Dem steht zum Halbjahr ein – von Bavaria selbst ermittelter – Unternehmenswert von 282 Mio. Euro entgegen. Das entspricht einem Wert je Aktie von 50,25 Euro. Bemerkenswert ist, dass mittlerweile fast 45 Prozent des Substanzwerts auf Finanzanlagen und den Kassenbestand entfallen. Damit wird Bavaria fast schon zu einer Beteiligungs-Holding mit angeschlossener Investmentabteilung. Ziel ist es, ein Portfolio von rund zehn Positionen aufzubauen. Davon ist die Gesellschaft nach eigenen Angaben aber „noch weit entfernt”. Den Wert der Beteiligungen errechnet das Unternehmen nach der Formel: EBIT (der profitablen Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten) multipliziert mit 7 zuzüglich des Nettofinanzbestands. Als Praktikerformel ist diese Methode für boersengefluester.de durchaus brauchbar. Derweil liefert das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 20,71 Mio. Euro – verglichen mit 15,48 Mio. Euro in der vergleichbaren Vorjahresperiode – noch keine valide Schätzgröße für das Gesamtjahr. Grund ist in erster Linie das vor knapp einem Jahr von Bertelsmann gekaufte Kalendergeschäft, wo es im ersten Halbjahr typischerweise zu stattlichen Verlusten kommt. Im wichtigen Bereich Automotive erreichte Bavaria in den ersten sechs Monaten dagegen ein EBITDA von 17,08 (15,00) Mio. Euro.

 

Bavaria Industries Group  Kurs: 62,000 €

 

Mit einem konkreten Ausblick hält sich die eher verschlossene Gesellschaft ebenfalls zurück. Immerhin beurteilt Vorstandssprecher Reimar Scholz die Entwicklung im laufenden Jahr als „sehr zuversichtlich”. Das klingt, zumindest in Nuancen, ein wenig optimistischer als im Geschäftsbericht, wo nur von einer „positiven Entwicklung bezüglich Ergebnis und Eigenkapital” die Rede war. Gut zu wissen: Im Gegensatz zu vergleichbaren Unternehmen wie Mutares oder Aurelius gibt es bei Bavaria Industries keine signifikanten Ergebnisbeiträge aus der Auflösung von Unterschiedsbeträgen im Rahmen der Konsolidierung von Tochterunternehmen. Small-Cap-Kenner halten Bavaria Industries daher für eine besonders konservative Variante aus dem Beteiligungssektor. Verglichen mit liquiden Aktien wie Aurelius ist Bavaria jedoch super markteng. Im Streubesitz befinden sich gerade einmal 12,8 Prozent der insgesamt 5,61 Millionen Anteilscheine. Und dann hat Bavaria über diverse Rückkäufe den Bestand an eigenen Aktien auch noch auf mittlerweile 12,8 Prozent ausgebaut. Fazit: Eine Investor-Relations-Rakete wird Bavaria Industries sicher nicht zünden. Auf dem aktuellen Niveau um 40 Euro können valueorientierte Anleger aber im Prinzip nicht viel falsch machen. Limits sind bei diesem Titel aber genauso Pflicht, wie ein längerer Anlagehorizont. Trader sind hier fehl am Platze.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Bavaria Industries Group
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
260555 62,000 Halten 313,75
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
18,24 14,10 1,29 9,84
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,07 18,64 2,16 6,50
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 18.09.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
18.09.2020 28.05.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
3,70% 7,38% 4,20% 3,33%
    

 

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 785,59 722,69 351,75 122,05 145,17 0,00 0,00
EBITDA1,2 57,51 52,72 141,55 20,05 19,37 0,00 0,00
EBITDA-Marge3 7,32 7,29 40,24 16,43 13,34 0,00 0,00
EBIT1,4 34,60 31,13 130,74 14,95 9,76 0,00 0,00
EBIT-Marge5 4,40 4,31 37,17 12,25 6,72 0,00 0,00
Jahresüberschuss1 29,73 21,38 114,56 10,98 2,10 0,00 0,00
Netto-Marge6 3,78 2,96 32,57 9,00 1,45 0,00 0,00
Cashflow1,7 31,76 18,79 -46,38 -46,95 16,83 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie8 5,30 4,00 22,60 2,17 0,35 3,10 2,80
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

  Geschäftsbericht 2019 - Kostenfrei herunterladen.  
1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Mazars

 

Foto: kaboompics.com

 

Weitere Finanzinformationen und exklusive Aktienkennzahlen zur Bavaria Industries Group erhalten Sie, wenn Sie auf den gefetteten Firmennamen klicken. Neuerdings haben wir auch die Termine für die Quartalszahlen in unsere Profilseiten integriert.


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.