Archiv März 2015 – Kursbewegende Meldungen in kompakter Form

 27. März, 2015

In aller Stille hat der Tiefkühlspezialist Frosta seine vorläufigen Zahlen für 2014 vorgelegt. Und die können sich wahrlich sehen lassen: Bei einem Erlösplus von 5,6 Prozent auf 408 Mio. Euro kam der Gewinn nach Steuern von 12,0 auf 17,3 Mio. Euro voran. Das würde auf ein Ergebnis je Aktie von rund 2,55 Euro hinauslaufen. Boersengefluester.de ging gerade einmal von einem Zuwachs auf 2,15 Euro pro Anteilschein aus. Positiv überrascht sind wir auch von der Dividendenerhöhung um 36 Cent auf 1,36 Euro. Demnach kommt der Small Cap auf eine Rendite von fast 4,7 Prozent. Diese Größenordnung ist umso bemerkenswerter, weil die Notiz der Frosta-Aktie in den vergangenen zwölf Monaten bereits um fast 40 Prozent zugelegt hat. Auf Zwei-Jahres-Sicht ergibt sich sogar ein Plus von mehr als 80 Prozent. Aus dem immerhin knapp 600 Werte umfassenden Coverage-Universum DataSelect von boersengefluester.de schafften nicht einmal 20 Prozent eine mindestens so gute Performance. Für einen sonst wenig beachteten Nebenwert ist das allerhand, zumal die Kursentwicklung vergleichsweise stetig abläuft. Heftige Schwankungen sind eher die Ausnahme. Kapitalisiert ist Frosta mittlerweile mit 269 Mio. Euro. Mehrheitlich befindet sich die Gesellschaft in den Händen der Gründerfamilie Ahlers. Lohnt noch immer ein Einstieg? Unter KGV-Aspekten ist der Titel schwer zu greifen – obwohl Frosta so profitabel ist. Auf Basis der 2014er-Resultate kommt der Titel auf ein moderates Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur gut elf. Doch einmal mehr schafft es die Gesellschaft, allzu optimistischen Erwartungen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Angesichts der für Frosta ungünstigen Währungsentwicklung (mehr als 60 Prozent aller Rohwaren werden in Dollar eingekauft), betont der Vorstand, dass „aus heutiger Sicht keine Ergebnisprognose für 2015 abgegeben werden kann”. Vorsichtige Investoren sollten daher einen spürbaren Gewinnrückgang zumindest gedanklich einkalkulieren. Aber selbst bei einem KGV nördlich von 15 ist der Titel unserer Meinung nach noch nicht ausgereizt. Schon allein die attraktive Dividendenrendite sollte weitere Investoren auf den Titel aufmerksam machen. Bis zur Ausschüttung ist noch genügend Zeit: Die Hauptversammlung findet am 19. Juni 2015 statt.


Mit einer knackigen Dividende von 1,65 Euro je Aktie für 2014 überrascht uns Washtec. Die Ausschüttung des Herstellers von Autowaschstraßen setzt sich aus einer Basisdividende von 0,70 Euro sowie einer Bonuszahlung von 0,95 Euro zusammen. Bezogen auf den aktuellen Kurs von 17,50 Euro kommt der SmallCap damit auf eine Rendite von fast 9,5 Prozent. Ausgeschüttet wird nach der Hauptversammlung am 13. Mai 2015. Im Vorjahr zahlte Washtec 0,64 Euro je Aktie an Dividende (0,32 Euro Sockel plus 0,32 Euro Extra). Zudem weisen die Augsburger darauf hin, dass die Ausschüttung zu mehr als 60 Prozent aus dem steuerlichen Einlagekonto erfolgen wird. Etwas flapsig ist in diesem Zusammenhang oft von einer „steuerfreien Dividende” die Rede. Die Botschaft hören vor allem heimische Anleger gern. Allerdings: Wirklich „steuerfrei” ist die Dividende nur für Anleger, die den Titel noch aus Vor-Abgeltungsteuer-Zeiten (also mindestens 2008) im Depot haben. Bei allen anderen Investoren greift ein zeitlich verlagerter Zugriff des Finanzamts beim Verkauf der Aktie. Und selbstverständlich wird der volle Dividendenbetrag nach der Ausschüttung vom Kurs abgezogen. Um keine falschen Erwartungen zu wecken: In dem Sinne gibt es also keine risikolosen 9,5 Prozent zu kassieren. Dafür ist die Ausschüttung – sie summiert sich auf immerhin 23 Mio. Euro – ein Beleg für die Finanzkraft von Washtec. Momentan weist das Unternehmen eine Nettoliquidität von 12,7 Mio. Euro aus. Bereits Anfang Februar hatte Washtec zudem ansehnliche Vorabzahlen für 2014 gemeldet. Der komplette Geschäftsbericht steht für den 31. März an. Die Notiz befindet sich in einem starken Trend nach oben. Mit einem KGV von rund 16, auf Basis der Gewinnschätzungen von boersengefluester.de für 2016, ist das Papier aber nicht mehr ganz günstig. Möglicherweise sorgt die Dividendenkündigung aber trotzdem noch für zusätzlichen Rückenwind bis zur HV.



 

24. März, 2015

Bereits Ende Februar hatte uns Viscom mit den vorläufigen Zahlen für Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) positiv überrascht. Dabei hatte der Hersteller von Inspektionssystemen für die Prüfung elektronischer Baugruppen eigentlich nur seine Prognosen eingelöst. Die sahen lange Zeit allerdings sehr ambitioniert aus. Nun sorgen die Hannoveraner erneut für einen Paukenschlag – und zwar in Form des Dividendenvorschlags von 1,00 Euro pro Anteilschein. Damit kommt der Small Cap auf eine Rendite von weit überdurchschnittlichen 6,3 Prozent. Die Ausschüttung setzt sich aus einer von 0,42 auf 0,72 Euro erhöhten Basisdividende sowie einem Bonus von 0,28 Euro zusammen. Für 2013 lag die Extrazahlung zwar noch bei 1,28 Euro. Aber mit einer neuerlichen Ausschüttung 1,70 Euro war ohnehin nicht zu rechnen. Die nun gewählten 1,00 Euro pro Aktie toppen die Erwartungen von boersengefluester.de  jedenfalls sehr deutlich. Bilanziell sind die hohen Gewinnbeteiligungen kein Problem. Die Gesellschaft ist nahezu frei von Finanzverbindlichkeiten. Und auch nach Ausschüttung der Sonderdividende bleiben noch 0,97 Euro je Aktie in der freien Kapitalrücklage. Hintergrund: Viscom hatte im Sommer 2013 durch einen HV-Beschluss zur Umwandlung von Kapitalrücklagen den Weg für attraktive Dividendenzahlungen frei gemacht. Aber auch losgelöst davon, vermag die Gesellschaft zu überzeugen. Für 2015 strebt der Vorstand Erlöse in einer Bandbreite von 62 bis 67 Mio. Euro an. Das EBIT soll dabei zwischen 8,1 und 10,1 Mio. Euro liegen. Zum Vergleich: Im Vorjahr kam Viscom bei Umsätzen von 62,25 Mio. Euro auf ein Betriebsergebnis von 9,38 Mio. Euro. Die Marktkapitalisierung erreicht derweil knapp 144 Mio. Euro. Das läuft auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 19 und einen Faktor von rund drei auf den Buchwert hinaus. Es gibt bestimmt günstigere Small Caps. Dafür erhalten Anleger allerdings auch eine Menge Gegenwert. Wir raten daher weiter zum Einstieg. Kritisch könnte es allerdings nach der Ausschüttung zur Hauptversammlung am 3. Juni 2015 werden. Im Vorjahr machten viele Investoren nach der hohen Dividendenzahlung Kasse und setzen die Notiz ordentlich unter Druck. Ganz so krass dürfte es diesmal zwar nicht werden, aber Vorsicht ist allemal angesagt. Möglicherweise ist es daher klug, diesmal bereits kurz vor der HV auszusteigen und die Dividendenzahlung sausen zu lassen. Schließlich wird sie ohnehin vom Kurs abgezogen. Einen Nachteil erleiden Anleger dadurch also nicht.


Nach dem schönen Kursaufschwung von 11,33 Euro auf 14,15 Euro seit Anfang Februar 2015 ist diese Nachricht ein herber Rückschlag: Euromicron muss einzelne Projekte aus den Jahren 2012 und 2013 neu bewerten. Das führt zu einer bilanziellen Reduzierung des Eigenkapitals von rund 15 Mio. Euro. Genauere Angaben sind derzeit noch nicht möglich. Fest steht jedoch: Der seit 1. April 2000 an der Spitze von Euromicron stehende Vorstand Willibald Späth tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Geführt werden die Geschäfte vorerst vom neuen Alleinvorstand Thomas Hoffmann, der bereits seit 2006 dem Führungskreis des IT-Spezialisten angehört und bislang auch die Kapitalmarktkommunikation verantwortete. Angesichts der neuesten Entwicklung werden die Frankfurter die Dividende für 2014 erneut ausfallen lassen, was allerdings keine große Überraschung für boersengefluester.de ist. Zudem teilte der ehemalige TecDAX-Konzern mit, dass die Erlöse für 2014 voraussichtlich in der angekündigten Spanne zwischen 340 und 360 Mio. Euro liegen werden. Bei der EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Relation zum Umsatz) wird Euromicron vermutlich am „unteren Rand” der prognostizierten sechs bis acht Prozent liegen. Auch das wurde von den Investoren so in etwa erwartet. Der Buchwert je Aktie dürfte nach der anstehenden Korrektur des Eigenkapitals von rund 17,50 auf 15,40 Euro gesunken sein – demnach wird das Papier also mit einem spürbaren Abschlag zum Buchwert gehandelt. Doch dafür können sich Anleger kaum etwas kaufen. Angesichts der jüngsten Entwicklung schauen sich Investoren die Entwicklung besser von der Außenlinie an. Das komplette Zahlenwerk wird Euromicron nun erst Ende April vorlegen und nicht – wie eigentlich geplant – am 27. März 2015. Das knappe Timing zwischen der jetzigen Meldung und dem ursprünglichen Termin für die Bilanzvorlage zeigt bereits: Bei Euromicron muss es in den vergangenen Tagen ziemlich geknallt haben. Die Hauptversammlung wird auf Ende Juni verschoben.






 

18. März, 2015

Herrlich unaufgeregt entwickelt sich der Aktienkurs von VIB Vermögen nach oben – und das schon seit vielen Jahren. Das hat seine Gründe: Der auf gewerbliche Flächen (Logistik, Einzelhandel, Industrie) in Süddeutschland fokussierte Bestandshalter und Entwickler von Immobilien liefert beständig gute Nachrichten. Seit 2010 haben sich die Erlöse von 51,8 auf zuletzt 69,9 Mio. Euro erhöht. Im gleichen Zeitraum kletterten die Funds from Operations (FFO) – eine Art Cashflow für Immobiliengesellschaften – von 17,1 auf 28,6 Mio. Euro. Kapitalisert ist die Gesellschaft aus Neuburg an der Donau derzeit mit rund 414 Mio. Euro. Wer hätte das gedacht? Damit bringt VIB Vermögen gerade einmal 15 Prozent weniger auf die Börsenwaage als der SDAX-Wert Hamborner REIT. Die mittlerweile mit einer ähnlichen Strategie wie VIB agierende DEMIRE Deutsche Mittelstand Real Estate ist mit einer Marktkapitalisierung von 77 Mio. Euro dagegen weit entfernt. Auf den einschlägigen Immobilienkonferenzen für Börsianer genießt VIB Vermögen einen tadellosen Ruf. Finanzvorstand Holger Pilgenröther gilt als sehr überzeugender Präsentator. Keine Frage: Boersengefluester.de mag Gesellschaften wie VIB Vermögen. Aber auch hier ist die Notiz den Fundamentaldaten schon ein beträchtliches Stück vorausgeeilt. Den Substanzwert (NAV) von 15,54 Euro übersteigt der gegenwärtige Aktienkurs von 16,71 Euro bereits um 7,5 Prozent. Dunkelgrün ist die Ampelschaltung also nicht mehr, selbst wenn der Abstand zum NAV bei Hamborner REIT sogar schon auf zwölf Prozent gewachsen ist. Die jüngsten Kursziele der Analysten für die VIB-Aktie bewegen sich im Bereich um 18 Euro. Zur Hauptversammlung am 1. Juli 2015 will der Vorstand eine um 3 Cent auf 0,48 Euro je Aktie erhöhte Dividende vorschlagen. Damit käme das Papier auf eine Rendite von 2,9 Prozent, was im Branchenvergleich einem soliden Mittelfeldplatz entspricht. Für Investoren mit langfristigem Anlagehorizont sollte der Titel daher noch genügend Potenzial bieten. „Für 2015 gehen wir von weiter steigenden Erträgen und einer höheren Profitabilität aus”, sagt Pilgenröther. Demnach rechnet er – vor Bewertungseffekten –  mit einem Gewinn vor Steuern zwischen  von 33 bis 35 Mio. Mio. Euro. Zum Vergleich: 2014 kam VIB Vermögen auf ein Bruttoergebnis von 31,2 Mio. Euro. Dem Streubesitz sind derzeit 78,5 Prozent der Anteile zuzurechnen. Größter Einzelaktionär mit 9,3 Prozent ist die Kreissparkasse Biberach, die auch bei dem SDAX-Konzern Biotest und dem Kunststoffproduzenten Simona maßgeblich engagiert ist. Fazit: Ein Qualitätswert aus dem Bereich Gewerbeimmobilien, der allerdings nicht mehr ganz günstig ist. Aber das ist bei hochwertigen Titeln ohnehin nur ganz selten der Fall.


Zugegeben: Zu einem Renditehit wird die Aktie von Secunet Security Networks auch nach der überraschend deutlichen Dividendenerhöhung von 0,15 auf 0,27 Euro pro Anteilschein nicht. Schließlich ergibt sich beim aktuellen Kurs von 20,99 Euro daraus gerade mal eine Rendite von knapp 1,3 Prozent. Dennoch ist der Schritt für den mehrheitlich im Besitz von Giesecke & Devrient (78,96 Prozent) befindlichen IT-Security-Experten bemerkenswert. Schließlich hat das bereits seit 1999 an der Börse gelistete Unternehmen die Dividendenzahlung für 2013 überhaupt erst aufgenommen. Die 2014er-Eckdaten zu Umsatz und EBIT haben die Essener bereits Ende Januar kommuniziert. So gesehen war das Überraschungspotenzial des nun vorgelegten Geschäftsberichts limitiert. Bei Erlösen von 82,21 Mio. Euro kamen die Essener auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 6,55 Mio. Euro. „Das sind die besten jemals in der  Unternehmensgeschichte erreichten Ergebnisse”, sagt der Vorstandsvorsitzende Rainer Baumgart. Das Ergebnis je Aktie kam unerwartet deutlich von 0,37 auf 0,68 Euro voran. Allerdings betont Baumgart, dass er mit der Entwicklung der Geschäfte mit Unternehmen aus der privaten Wirtschaft weniger zufrieden sei. Hier waren die Umsätze mit 13,3 Mio. Euro sogar leicht rückläufig. Kräftig zulegt hat Secunet dafür mit den  Kunden aus dem behördlichen Sektor. Das Konzern-EBIT wurde 2014 – auch aufgrund von Nachholeffekten – zu 93 Prozent aus diesem Bereich gespeist. Für das laufende Jahr rechnet Baumgart mit einer Normalisierung und stellt für Umsatz und EBIT Werte „etwa auf dem Niveau des Vorjahres” in Aussicht. Der langfristigen Attraktivität des Small Caps schadet diese Zurückhaltung aber kaum, zumal eine derartige Entwicklung bei Secunet in der Vergangenheit schon häufiger zu beobachten war – das zeigt der Blick auf die Umsatzentwicklung seit 1997 sehr deutlich. Bewertungsmäßig hat sich mit Vorlage des Geschäftsberichts wenig geändert. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von zurzeit 3,9 sieht auf den ersten Blick relativ hoch aus. Auch unter KGV-Aspekten kann Secunet nicht direkt punkten. Dafür hat das Unternehmen eine sehr solide Bilanz: Bankkredite gibt es nicht, alle Investitionen werden aus den liquiden Mitteln bestritten. Selbst unter Berücksichtigung der Pensionsverpflichtungen ergibt sich ein Netto-Cashbestand von 5,37 Euro pro Anteilschein. Knackpunkt bleibt der niedrige Streubesitz von 10,38 Prozent.



   DataSelect-Heatmaps – Visualisierung von Finanzinformationen
     
Dividendenrendite 52-Wochen-Performance Marktkapitalisierung

 

17. März, 2015

Beteiligungsgesellschaften gibt es eine Menge auf dem heimischen Kurszettel. Die vermutlich ungewöhnlichste ist Porsche. Das Unternehmen hält 50,7 Prozent der Stammaktien des DAX-Konzerns Volkswagen. Dieser Anteil hat bei einem gegenwärtigen Kurs der VW-Stämme von  247,65 Euro einen Gegenwert von rund 37,051 Mrd. Euro. Heruntergerechnet auf die einzelne Porsche-Aktie entspricht das einem Betrag von knapp 121 Euro. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über eine Nettoliquidität von 2,267 Mrd. Euro – entsprechend 7,40 Euro je Porsche-Aktie. On top kommt ein Anteil von etwa zehn Prozent an INRIX – einem Spezialisten für Echtzeitverkehrsinformationen aus den Vereinigten Staaten, den Porsche im September 2014 für umgerechnet rund 41 Mio. Euro erworben hat. Weitere Investments in den automobilnahen Bereich sollten eigentlich folgen. Bislang fährt der Anlageausschuss von Porsche aber eher Schritttempo. Dennoch ist der Titel ein interessantes Investment, immerhin kostet die Porsche-Aktie zurzeit „nur” 89,30 Euro. Gemessen am Wert der VW-Beteiligung und dem üppigen Cash gibt es das Papier also mit einem satten Discount.

Wo ist der Haken?  Ganz einfach: Noch immer sind etliche juristische Gefechte aus der Zeit der geplanten Übernahme von VW durch Porsche unter der Ägide von Wendelin Wiedeking anhängig. Bislang wurden die Schadensersatzklagen von Hedgefonds und anderen Investoren zwar regelmäßig von den Gerichten abgelehnt. Die Gefahr ist damit aber nicht vom Tisch.  Möglicherweise ist das Klagerisiko mit zurzeit rund 39 Euro pro Aktie aber zu hoch angesetzt. Seriös zu beantworten ist dieser Punkt allerdings kaum. Zudem wird sich die Nettoliquidität wegen noch zu leistender Steuernachzahlungen im laufenden Jahr zwischen 1,7 und 2,3 Mrd. Euro bewegen – in Summe vermutlich also rückläufig sein. Dennoch: Für Anleger, die an die Performance der VW-Aktie glauben und nach einer cleveren Alternative suchen, führt kaum ein Weg an der Porsche-Aktie vorbei. Zur Hauptversammlung (HV) am 13. Mai 2015 wird erneut eine Dividende von 2,01 Euro je Vorzugsaktie vorgeschlagen. Das entspricht einer Rendite von 2,25 Prozent. Für Porsche wiederum ist nach der HV von Volkswagen am 5. Mai 2015 Zahltag. Dann überweisen die Wolfsburger brutto 718,13 Mio. Euro an Dividenden für die VW-Stämme Richtung Porsche. Nach Abzug der Steuern bleiben 528,7 Mio. Euro übrig. Das entspricht knapp 1,73 Euro je Porsche-Aktie. Vor diesem Hintergrund ist auch die Dividende der Porsche-Aktie zu sehen, auch wenn sie manch Anleger wohl gern noch etwas höher hätte.






 

15. März, 2015

Mit einem Umsatz von 501,7 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 15,3 Mio. Euro hat der Online-Reifenhändler Delticom 2014 gerade einmal das untere Ende seiner Prognosen erreicht. Die sahen Erlöse zwischen 500 und 520 Mio. Euro sowie ein EBITDA in einer Bandbreite von 15 bis 20 Mio. Euro vor. Deutlich unter den Erwartungen der Analysten hat das SDAX-Unternehmen jedoch beim Nettoergebnis abgeschnitten. Lediglich 2,9 Mio. Euro blieben unterm Strich hängen – nach 11,6 Mio. Euro im Jahr 2013. Kalkuliert hatten die Finanzexperten mit einem Überschuss von mindestens 4,5 Mio. Euro. Keine Frage: Verglichen mit den Resultaten früherer Jahre ist das Zahlenwerk komplett zum Abhaken. Gegen das erneut ungünstige – weil zu warme – Winterwetter kann Delticom nichts machen. Auf die eigene Kappe muss der SDAX-Konzern jedoch die schlechte Performance des Zukaufs Tirendo nehmen. Hier steuern die Hannoveraner aber längst gegen. 2015 und 2016 kann also fast nur besser werden. Woran genau das lausige Nettoergebnis für 2014 gelegen hat, werden Anleger am 19. März erfahren. Dann legt Delticom den Geschäftsbericht mit allen Detailinfos vor. Interessant wird insbesondere der Blick auf den Firmenwert von Tirendo. Bereits jetzt geklärt ist die Höhe der Dividende: Delticom hat mitgeteilt, dass die Ausschüttung für 2014 von 0,50 auf 0,25 Euro pro Anteilschein halbiert wird. Immerhin: Boersengefluester.de hatte mit einer Nullrunde gerechnet. Dennoch gibt es nichts daran zu rütteln, dass die vorläufigen Daten von Delticom eine Enttäuschung sind. Umso wichtiger wird der Ausblick. Auf 52-Wochen-Sicht zählt die Delticom-Aktie zu den schwächsten SDAX-Werten und selbst der Turbostart der Börsen ins laufende Jahr ging an Delticom vorbei. Im historischen Vergleich ist der Titel relativ moderat bewertet. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis erreicht momentan gut fünf. 2010 und 2011 lag das KBV deutlich über zehn. Der Zehn-Jahres-Mittelwert ist bei 6,2 anzusiedeln. Kurzfristig spricht das Sentiment zwar gegen die Delticom-Aktie. Mittel- bis langfristig traut boersengefluester.de dem Papier aber weiterhin eine überdurchschnittliche Kursentwicklung zu. Daher unsere Einschätzung: Kaufen.


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12. März, 2015

Brillante Zahlen liefert Renk: Der Hersteller von Getrieben, Gleitlagern und Kupplungen – das Einsatzgebiet reicht vom Kettenfahrzeug bis zur Windkraftanlage – kam 2014 auf Erlöse von 480 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis von 72 Mio. Euro. Zur Einordnung: Ins Jahr gestartet war das Unternehmen mit einer Gewinnprognose von rund 60 Mio. Euro. Zum Halbjahr senkte der Vorstand die Vorschau auf eine Spanne von 50 bis 60 Mio. Euro. Nach neun Monaten hieß es dann plötzlich, dass das operative Ergebnis die Marke von 60 Mio. Euro übersteigen wird. Für Renk-Verhältnisse eine kuriose Dramaturgie. Unterm Strich blieb 2014 ein von 49 auf 43 Mio. Euro verbesserter Überschuss stehen. Das Ergebnis je Aktie kam von 6,39 Euro auf 7,17 Euro voran. Zur Hauptversammlung am 18. Juni 2015 wird Renk eine um 20 Cent auf 2,20 Euro erhöhte Dividende vorschlagen. Selbst auf dem aktuellen Rekordniveau von 95 Euro bringt es der Titel damit auf eine passable Rendite von 2,3 Prozent. Für das laufende Jahr kündigt der Vorstand ein operatives Ergebnis von 60 Mio. Euro an. Als Gründe für den Rückgang nennen die Augsburger den verschärften Wettbewerb und einen geänderten Produktmix. Das klingt zunächst einmal enttäuschend. Boersengefluester.de geht jedoch davon aus, dass die Prognose erneut tief gestapelt ist. Bewertungstechnisch sehen wir noch immer deutliches Potenzial für die Aktie des zu 76 Prozent im Besitz von MAN befindlichen Unternehmens. Gemessen am aktuellen Eigenkapital von 327 Mio. Euro wird der Titel etwa mit dem 2,1fachen des Buchwerts gehandelt. Das ist komplett im grünen Bereich. Beim Ergebnis je Aktie je kalkulieren wir derzeit für 2015 und 2016 mit 6,10 bzw. 6,50 Euro. Demnach sollte das 2016er-KGV bei etwa 14,6 liegen. Zieht man die Nettoliquidität von fast 22,70 Euro (zum dritten Quartal 2014) vom Kurs ab, reduziert sich das KGV sogar auf gut elf. Vor der runden 100er-Marke müssen Anleger also nicht bange sein. Zudem ist die Langfristfantasie auf eine Abfindung im Zuge einer möglichen Umstrukturierung durch den MAN-Großaktionär Volkswagen noch immer intakt. Boersengefluester.de bleibt daher bei seiner Einschätzung: Renk ist eine prima Aktie für langfristig orientierte Investoren, die damit leben können, dass der Wert mitunter monatelange „Kunstpausen” einlegt – um dann allerdings loszulegen wie die Feuerwehr.


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09. März, 2015

Anleger, die sich für Nebenwerte interessieren, aber das Risiko von Einzelinvestments scheuen, sind bei der Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. bestens aufgehoben. Im Depot der Kölner befinden sich Titel wie MAN (Stämme und Vorzüge), die Württembergische Lebensversicherung, Biotest ST, GK Software, Allerthal-Werke, InVision,
 Mobotix, Fair Value REIT, Highlight Communications, Data Modul oder auch Sky Deutschland. Die meisten dieser Titel werden regelmäßig von boersengefluester.de beschrieben. Nun gibt es einen weiteren Grund, um in den Anteilschein von Scherzer & Co. zu investieren. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wollen die Kölner nämlich eine Dividende von 0,05 Euro pro Anteilschein auskehren. Das wäre die erste Ausschüttung in der Firmenhistorie als Beteiligungsunternehmen. Beim gegenwärtigen Kurs von 1,62 Euro ergibt sich eine Dividendenrendite von immerhin 3,1 Prozent. Per Ende Februar hatten die Portfoliopositionen einen Gegenwert von 1,90 Euro je Scherzer-Aktie. Auch unter diesem Blickwinkel ist der Titel also moderat bewertet. Die Analysten der Solventis Wertpapierhandelsbank haben den Titel daher auf ihrer Kaufliste. Dieser Einschätzung kann boersengefluester.de sich nur anschließen.


Mit seinen Zahlen für 2014 hat der Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage die selbst genannte Prognose für Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Ergebnis vor Steuern sicher getoppt. Lediglich beim Umsatz blieben die Hamburger mit 77,8 Mio. Euro leicht unter der Zielmarke von 80 Mio. Euro. Dafür lag das EBIT mit 46,4 Mio. Euro umso deutlicher über den in Aussicht gestellten 40 Mio. Euro. Nach der steilen Kursrally der vergangenen Monate – seit November 2014 preschte der SDAX-Titel um fast 45 Prozent gen Norden – sind die Bewertungsrelationen allerdings spürbar anspruchsvoller geworden. Auf Basis des Aktienkurses zur 2014er-Hauptversammlung brachte es die Aktie auf eine Dividendenrendite von immerhin 2,7 Prozent. Um im laufenden Jahr auf eine ähnliche Rendite zu kommen, müsste Capital Stage die Dividende schon von 0,10 auf 0,14 Euro je Aktie erhöhen. Derart zuversichtlich ist bislang aber kein Analyst. Das komplette Zahlenwerk und den Dividendenvorschlag wird Capital Stage allerdings erst Ende März veröffentlichen. Die Hauptversammlung findet am 23. Juni 2015 statt. Losgelöst von der Ausschüttung: Capital Stage befindet sich – vor allem dank der üppig ausgestatteten Kooperation mit der Gothaer Versicherung – auf einem strammen Expansionskurs. Innerhalb des Sektors bleibt der Titel für die meisten Investoren damit wohl erste Wahl. Nebenwertekenner haben darüber hinaus (zumindest in Teilbereichen) vergleichbare Unternehmen wie Energiekontor oder 7C Solarparken auf dem Schirm.






 

05. März, 2015

Mit den vorläufigen Zahlen für 2014 hat Vita 34 die bereits vor einiger Zeit reduzierten Erwartungen erfüllt – mehr aber auch nicht. Bei leicht höheren Erlösen von 13,8 Mio. Euro kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 2,7 auf 2,8 Mio. Euro. Demnach ist dem Spezialisten für die Einlagerung von Nabelschnurblut und –gewebe die angekündigte Gewinnsteigerung gelungen. Das ursprüngliche EBITDA-Ziel von 3,3 Mio. Euro ist aber doch ein ganzes Stück entfernt. Nicht gerade forsch hört sich derweil der Ausblick an. So rechnet Vorstandschef André Gerth für 2015 gerade einmal mit einem EBITDA auf Vorjahresniveau. Erwartet hatten die Börsianer hier mindestens eine „3“ vor dem Komma. Dennoch betont Gerth: „Wir haben im Geschäftsjahr 2014 entscheidende Weichen gestellt und sehen uns auf einem guten Weg.“ Wachstumstreiber bleiben Übernahmen wie die zum Jahresbeginn 2015 wirksame Übernahme der Geschäfte des insolventen österreichischen Anbieters Vivocell sowie weitere Kooperationen – vorzugsweise im europäischen Raum. Nach einer ansehnlichen Kursrally in den vergangenen sechs Monaten sind die Erwartungen der Investoren an das Expansionstempo und die Ertragskraft allerdings anspruchsvoller geworden. Kurzfristig befürchten wir daher eher eine Kurskorrektur. Am 26. März legen die Leipziger legen die Leipziger den Geschäftsbericht mit allen Detailinformationen vor. Bis dahin raten wir nicht mehr zu Neuengagements.


Im Trubel der vielen Bilanzvorlagen sind die Zahlen von SQS Software Quality Systems wieder einmal fast vollständig untergegangen. Dabei hat das auch an der Londoner Alternativbörse AIM gelistete Unternehmen aus Köln eine starke Performance hingelegt. Bei einem Umsatzanstieg von knapp 19 Prozent auf 268,48 Mio. Euro kam der Nettogewinn um annähernd ein Drittel auf 6,86 Mio. Euro voran. Das Ergebnis je Aktie des Spezialisten für Softwaretests – Kernbranchen sind der Finanzsektor sowie der Handel – kletterte von 0,18 auf 0,25 Euro. Die Dividende soll von 0,09 auf 0,13 Euro erhöht werden. Auf dem aktuellen Niveau von rund 8 Euro bringt es die Gesellschaft damit auf eine Rendite von etwa 1,6 Prozent. Bemerkenswert ist, dass SQS mittlerweile auf eine Netto-Cashposition von 9,8 Mio. Euro kommt. Die gesamte Marktkapitalisierung beträgt 244,5 Mio. Euro. Für das laufende Jahr zeigt sich der Vorstand „vorsichtig optimistisch“, ohne jedoch konkrete Zahlen nennen. Für langjährige Kenner von SQS ist diese Zurückhaltung jedoch der Normalfall. Für eine Flut an Meldungen ist die Gesellschaft wahrlich nicht bekannt. SQS berichtet im Halbjahresrhythmus, dafür aber mit verlässlich guten Zahlen. Nachdem der Titel ein paar Monate zwischen 7 und 8 Euro konsolidiert hat, scheinen die Zeichen nun auf Ausbruch nach oben zu stehen. Boersengefluester.de bekräftigt die Kaufempfehlung für diesen unserer Meinung nach deutlich unterschätzten Nebenwert.


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03. März, 2015

Ende Januar hatten wir – bei Kursen um 3 Euro – auf die Turnaroundspekulation bei Realtech hingewiesen (zu dem Beitrag kommen Sie HIER). Außer Spesen nichts gewesen, lautet das bisherige Fazit. Sogar eine Enttäuschung sind die nun vorgelegten vorläufigen Zahlen für 2014. Bei Erlösen von 35,9 Mio. Euro kam der IT-und Softwarespezialist aus dem SAP-Umfeld auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 1,3 Mio. Euro. In Aussicht gestellt hatte Realtech ein EBIT zwischen minus 1 und 0,0 Mio. Euro. Hauptgrund für die roten Zahlen war die schlechte Entwicklung in Deutschland. Sämtliche ausländischen Gesellschaften schrieben dem Vernehmen nach dagegen Gewinne. Verglichen mit dem 2013er-Verlust von 6,5 Mio. Euro hat sich die Lage bei den Walldorfern zwar bereits merklich verbessert. Das Management selbst bezeichnet die bisherigen Ergebnisse aber immer noch als „völlig unzureichend”. Für das laufende Jahr kündigt Finanzvorstand Volker Hensel zwar ein positives EBIT an. Um in den kommenden Jahren mit Software und Consulting auf ein vorzeigbares Niveau zu kommen, braucht es allerdings Unterstützung von allen Seiten:  „Hierzu ist es zwingend erforderlich, den Umsatz in beiden Segmenten mittel- und langfristig signifikant zu steigern, die Kosten zu senken und weitere strukturelle Maßnahmen zu ergreifen.” Eindringlicher kann man es wohl kaum formulieren. Die Marktkapitalisierung von Realtech beträgt zurzeit 16,2 Mio. Euro. Auf der Habenseite steht zudem eine Nettoliquidität von 4,9 Mio. Euro. Unterm Strich bleibt das Investmentszenario intakt. Die Analysten von Dr. Kalliwoda Research rechnen für 2015 und 2016 mit einer Trendwende beim EBIT auf 0,8 Mio. Euro beziehungsweise 1,4 Mio. Euro. Hoch bewertet ist der Small Cap also nicht. Aber liefern muss Realtech nun endlich.


Nach der verkorksten Kommunikation um den Dividendenausfall im Vorjahr, setzt Eyemaxx die Prioritäten nun anders. Zentrale Aussage zur Veröffentlichung des Berichts für das Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende Oktober): Zur Hauptversammlung im Juni (ein konkreter Termin steht noch nicht fest) will der Entwickler von Fachmarktzentren – und neuerdings auch Pflegeheimen und Wohnimmobilien – eine Dividende von 0,20 Euro pro Aktie zahlen. Beim aktuellen Kurs von 5,72 Euro ergibt das eine Rendite von rund 3,5 Prozent. Rund 70 Prozent der Ausschüttungssumme von 0,638 Mio. Euro fließen an Vorstandschef und Großaktionär Michael Müller. Bereits Mitte Februar hatten die Österreicher die wesentlichen Eckdaten für 2013/14 vorgelegt. Großes Überraschungspotenzial bietet das nun komplettierte Zahlenwerk also nicht mehr. Allerdings zeigt sich einmal mehr, dass der wesentliche Ergebnistreiber von Eyemaxx Bewertungsänderungen von Immobilien sind. Zu dem ausgewiesenen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 7,40 Mio. Euro steuerte diese Position immerhin 3,68 Mio. Euro zu. Der operative Cashflow blieb mit minus 3 Mio. Euro deutlich negativ. Nicht von Pappe ist auch die Nettofinanzverschuldung von 53,5 Mio. Euro – bei liquiden Mitteln von gerade einmal noch 0,65 Mio. Euro zum Bilanzstichtag. Hintergrund: Eyemaxx hat vier Mittelstandsanleihen mit Kupons von 7,5 von 8,0 Prozent im Umlauf. Für das laufende Jahr kündigt die Gesellschaft eine leichte Steigerung des Gewinns nach Steuern an. „Die positive Geschäftsentwicklung sollte sich im darauffolgenden Jahr fortsetzen”, sagt Firmenlenker Müller. An der Börse will die Investmentstory von Eyemaxx indes nicht nachhaltig zünden. Ein zu geringer Streubesitz, die stattliche Verschuldung (aktuelles Creditreform-Rating: „BB–”) und die vielen Bewertungseffekte gelten als Hemmnis. Der übergeordnete Kurstrend der vergangenen zwei Jahre zeigt Richtung Süden. Immerhin: Bei knapp 5 Euro hat die Notiz des Small Caps bereits mehrfach wieder nach oben gedreht. Der Februar war sogar ein vergleichsweise guter Börsenmonat für Eyemaxx. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt 18,3 Mio. Euro. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von gerade einmal sieben sieht zunächst wie eine Einladung zum Kauf aus. Genau von dieser Kennzahl sollten sich Anleger bei einem Entwickler wie Eyemaxx aber nicht beeindrucken lassen. Per saldo ist der Titel für uns nur eine Halten-Position


Verglichen mit anderen Halbleiterherstellern wie Infineon oder Elmos Semiconductor gab es für die Aktionäre von Micronas in den vergangenen Jahren wenig Grund zur Freude. Kein Wunder: Die Ertragskurve des in Zürich ansässigen Unternehmens mit Fertigung in Freiburg sieht alles andere als reizend aus. Neben den Aufwendungen für die Anläufe neuer Produktserien, schlugen zuletzt auch noch negative Währungseffekte aus der Umrechnung von Euro in Schweizer Franken ins Kontor. Ein Effekt, der sich auch im laufenden Jahr fortsetzen wird. Dennoch hat sich der Aktienkurs des überwiegend für die Automobilindustrie tätigen Sensorspezialisten zuletzt fester gezeigt und reibt sich zurzeit an der Hürde bei 6 Euro. Zum Jahreswechsel kostete der im Frankfurter Freiverkehr gehandelte Anteilschein noch etwa 4,75 Euro. Bewertungstechnisch kann der Titel durchaus überzeugen. Der Börsenwert von 177,5 Mio. Euro entspricht etwa dem Doppelten des zuletzt ausgewiesenen Eigenkapitals. Zudem verfügt Micronas über üppige Liquiditätsreserven. Wirkung zeigen könnte auch das nun gestartete Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 20 Mio. Schweizer Franken – umgerechnet etwa 18,7 Mio. Euro. Wer den Titel im Depot hat, sollte engagiert bleiben.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
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WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,00 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 




 

02. März, 2015

Was ist denn bloß mit der Aktie von Ludwig Beck los? Zwei Jahre verharrte der Anteilschein des Münchner Kaufhauses in einer engen Bandbreite zwischen rund 27 und 30 Euro – und plötzlich schießt die Notiz steil nach oben. Seit Jahresbeginn 2015 steht nun bereits ein Plus von rund 23 Prozent zu Buche. Die Umsatzzahlen für das abgelaufene Jahr waren mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 102,7 Mio. Euro ganz in Ordnung – aber eben auch keine Sensation. Angaben zum Ergebnis wird das Unternehmen vermutlich erst auf der Jahreskonferenz am 30. März machen. Analyst Peter Thilo Hasler von Sphene Capital geht davon aus, dass der Gewinn vor Steuern für 2014 mit 10,5 Mio. Euro leicht rückläufig sein wird. Ludwig Beck hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass insbesondere die reiche Kundschaft aus Russland nicht mehr so zahlreich wie in früheren Jahren die Filiale am Marienplatz ansteuert. Dafür macht der Einzelhändler im Online-Geschäft Boden gut. Wichtigster Aktionär von Ludwig Beck ist Hans Rudolf Wöhrl, der über die INTRO Verwaltungs GmbH und die Hans Rudolf Wöhrl Verwaltungs GmbH 74,9 Prozent der Stimmen kontrolliert. Dem Streubesitz sind 20,1 Prozent zuzurechnen. Die Handelsumsätze in der Ludwig-Beck-Aktie sind – abgesehen von einzelnen Tagen – zwar nicht schwungvoll in die Höhe geschossen. Dennoch deutet der Kursverlauf darauf, dass hier was im Busch ist. Plausibelste Spekulation ist, dass Wöhrl seinen Anteil weiter aufstockt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
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Ludwig Beck
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
519990 26,400 Halten 97,55
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
19,56 22,11 0,85 26,01
KBV KCV KUV EV/EBITDA
1,58 12,39 1,22 15,80
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 17.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
22.04.2021 22.07.2021 22.10.2020 24.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
7,36% 3,44% 7,32% -6,38%
    

 

Der Onlinewerbevermarkter ad pepper hat im wichtigen Schlussquartal das Ruder für 2014 nicht mehr entscheidend rumreißen können. Bei Erlösen von 47,28  Mio. Euro kam das Unternehmen auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 3,94 Mio. Euro. Verglichen mit dem um die Effekte von Beteiligungsverkäufen bereinigten Vorjahreswert von minus 3,96 Mio. Euro tritt ad pepper damit auf der Stelle. Immerhin: Im laufenden Jahr sollen die Kosten nochmals um 2 Mio. Euro gesenkt werden. Dennoch stoßen die Zahlen auf wenig Gegenliebe bei den Investoren. Auch boersengefluester.de hatte mit einem weit weniger verlustreichen Ergebnis gerechnet. Einmal mehr bleibt bei ad pepper nur der Blick auf die Bewertung. Die Marktkapitalisierung von 17,75 Mio. Euro wird im Wesentlichen vom Nettofinanzguthaben abgedeckt. Die liquiden Mittel beziffert die Gesellschaft zum Jahresende auf 19,63 Mio. Euro. Nach Endedes dritten Quartals standen zudem Finanzverbindlichkeiten von 2,27 Mio. Euro in der Bilanz. Das Eigenkapital ist mittlerweile auf knapp 16,3 Mio. Euro abgerutscht. Gemessen an der Bilanzsumme entspricht das einer Quote von annähernd 54 Prozent. Davon können viele Unternehmen aus dem Sektor zwar nur träumen. Allerdings kam ad pepper Ende September noch auf eine Eigenkapitalquote fast 68 Prozent. Ebenfalls alarmierend: In den vergangenen fünf Jahren ist das Eigenkapital nun um deutlich mehr als ein Drittel geschrumpft. Das sieht alles nicht sonderlich erbaulich aus. Andererseits: Eine Aktie, die komplett durch Cash abgedeckt ist, muss man wohl nicht unbedingt zum Verkauf stellen. Selbst wenn die aktuellen Zahlen keine Offenbarung sind.

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2015 2016 2017 2018 2019 2020e 2021e
Umsatzerlöse1 56,01 61,16 18,72 20,27 21,79 25,00 0,00
EBITDA1,2 0,54 1,75 2,21 1,35 3,51 6,20 0,00
EBITDA-Marge3 0,96 2,86 11,81 6,66 16,11 24,80 0,00
EBIT1,4 0,24 1,61 1,82 1,03 2,52 5,10 0,00
EBIT-Marge5 0,43 2,63 9,72 5,08 11,57 20,40 0,00
Jahresüberschuss1 0,14 1,10 1,14 0,54 1,92 3,80 0,00
Netto-Marge6 0,25 1,80 6,09 2,66 8,81 15,20 0,00
Cashflow1,7 1,63 0,02 3,10 -1,52 6,48 7,60 0,00
Ergebnis je Aktie8 0,01 0,03 0,03 0,01 0,06 0,14 0,16
Dividende8 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de
Wirtschaftsprüfer: Ernst & Young

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
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ad pepper media
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
940883 5,100 Kaufen 109,65
KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
25,50 29,89 0,87 168,33
KBV KCV KUV EV/EBITDA
5,55 16,92 5,03 14,02
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 18.05.2021
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
26.05.2020 20.08.2020 17.11.2020 25.03.2021
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
8,93% 37,55% 4,51% 78,95%