ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 13,38%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 4,31%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,15%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 4,06%
DWNI
Deutsche Wohnen
Anteil der Short-Position: 3,18%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 3,16%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 2,95%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 2,92%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 2,21%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,81%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 1,75%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 1,61%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 1,52%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 1,45%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,39%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 1,08%
RAA
Rational
Anteil der Short-Position: 0,78%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 0,70%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 0,68%
VBK
VERBIO
Anteil der Short-Position: 0,59%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,58%
F3C
SFC Energy
Anteil der Short-Position: 0,52%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,50%

Alphaform: “Wir haben zu stark gespart”

Anfang 2013 galt die Alphaform-Aktie noch als heißer Tipp in der Szene. 3D-Druck hieß das Zauberwort, welches die Anleger elektrisierte. Tatsächlich entwickelte sich 2013 für die Gesellschaft aus Feldkirchen bei München zur Zerreißprobe. Immerhin vier Gewinnwarnungen musste Vorstand Thomas Vetter für das abgelaufene Jahr verschicken. Mittlerweile rechnet er bei Erlösen von 26 Mio. Euro mit einem Verlust von 2,5 Mio. Euro. Zu erwartende Firmenwertabschreibungen auf die Implantats-Tochter MediMet sind in dieser Zahl noch gar nicht enthalten. „Das ist absolut unbefriedigend, für das, was der Kapitalmarkt erwartet hat“, sagte Vetter auf der extra einberufenen Telefonkonferenz. Ins Jahr gestartet war Alphaform mit einer Umsatzprognose von 27 bis 29 Mio. Euro und einem erwarteten Gewinn von 0,8 Mio. Euro.

Besonders bitter: Neben dem Sorgenkind Medizintechnik, scheint auch der Bereich 3D-Druck alles andere als fit zu sein. „Technologisch haben wir in den vergangenen zwei/drei Jahren zu stark gespart“, räumt Vetter ein. Nun hat die Gesellschaft ein Kostenproblem, denn auf den alten Anlagen lässt sich offenbar nicht mehr wirtschaftlich produzieren. Das nötige Investitionsvolumen beziffert der Manager auf rund 10 Mio. Euro. Ohne Kapitalerhöhung dürfte das Programm kaum zu schultern sein. Doch hier beißt sich die Katze in den Schwanz: Alphaform hat in der Vergangenheit zu häufig enttäuscht und viel Kredit bei den Börsianern eingebüßt. Dementsprechend schwierig dürfte es werden, neue Aktien zu platzieren. Auch Vettel glaubt nicht daran, dass so eine Maßnahme derzeit gut käme – schließt sie für „später 2014“ aber keinesfalls aus.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Enttäuscht werden auch Anleger, die darauf spekulieren, dass alle schlechten Nachrichten bereits im Abschluss 2013 verarbeitet werden und im laufenden Jahr der Turnaround kommt. „Ich rechne nicht damit, dass wir 2014 schwarze Zahlen schreiben“, sagt Vetter. „Die Lage ist ernst und angespannt“, gibt er offen zu. Zur Unterstützung hat sich der bislang als Alleinvorstand agierende Manager daher zwei erfahrene Sanierer an Bord geholt. Ziel ist es, dass sich Alphaform künftig konsequent auf den Bereich 3D-Druck konzentriert. Doch das Wettbewerbsumfeld ist herausfordernd. Ein glücklicher Ausgang keinesfalls gewiss. Letztlich stehen die kleineren Anbieter vor der großen Aufgabe, ihre bislang eher in der Einzelanfertigung verwendete 3D-Technologie nun auch für die Serienherstellung kompatibel zu machen.

Thomas Vetter, CEO Alphaform
Thomas Vetter, CEO Alphaform

Der Börsenwert von Alphaform beträgt 13,4 Mio. Euro. KGV-Betrachtungen greifen zurzeit nicht wirklich. Selbst der Blick auf das Eigenkapital hilft nur bedingt, da für 2013 mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Goodwillabschreibungen auf den Buchwert drücken. Zum Ende des dritten Quartals standen noch 11,5 Mio. Euro Eigenkapital in der Bilanz. Mit der Vorlage des Geschäftsberichts sollte dieser Betrag wohl deutlich unter die Marke von 10 Mio. Euro sinken. Als heimische „3D-Wette“ aus dem Small-Cap-Bereich dürfte Alphaform vermutlich auch künftig immer mal wieder „gespielt“ werden. Vorsichtige Investoren machen aber besser einen Bogen um den Titel und warten ab, wie sich die Restrukturierung entwickelt. Bis die ersten positiven Nachrichten bei den Börsianern eintreffen, wird es vermutlich noch einige Quartale dauern.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
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WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
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KGV 2022e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
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KBV KCV KUV EV/EBITDA
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Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '20e
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Hauptversammlung
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Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
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Foto: Shutterstock



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.

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