AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 15,89%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 15,49%
WAF
SILTRONIC
Anteil der Short-Position: 7,54%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 5,65%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 5,41%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 5,31%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,30%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 5,28%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 4,66%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 4,60%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,52%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,52%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,33%
COK
Cancom IT Systeme
Anteil der Short-Position: 3,15%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 2,78%
CEC
Metro
Anteil der Short-Position: 2,60%
DLG
Dialog Semiconductor
Anteil der Short-Position: 2,08%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,85%
GLJ
GRENKE
Anteil der Short-Position: 1,79%
TTI
TOM TAILOR HLDG
Anteil der Short-Position: 0,78%
TC1
TELE COLUMBUS
Anteil der Short-Position: 0,60%
AT1
AROUNDTOWN EO-,01
Anteil der Short-Position: 0,59%
O2D
TELEFONICA DTLD HLDG
Anteil der Short-Position: 0,15%

Allgeier: Verstärkte Offensive

Gemessen an der Marktkapitalisierung ist die Hackordnung der großen deutschen börsennotierten IT-Systemhäuser eigentlich klar: Bechtle rangiert mit einem Börsenwert von 1,44 Mrd. Euro klar vor der Münchner Cancom, die auf 590 Mio. Euro kommt. Dahinter folgt mit gebührendem Abstand Allgeier. Die ebenfalls in München angesiedelte Gesellschaft bringt rund 162 Mio. Euro auf die Waagschale. Mit Blick auf die Kursdynamik verschieben sich die Platzierungen dann allerdings ebenso deutlich – zumindest an der Spitze: Die Cancom-Aktie gewann in den vergangenen fünf Jahren um bemerkenswerte 595 Prozent an Wert, bei Bechtle beläuft sich das Plus auf 175 Prozent. Allgeier-Aktionäre mussten sich dagegen mit einem Kurszuwachs von „nur” 94 Prozent begnügen. Nun ist Allgeier gewiss kein schlechtes Unternehmen. Doch für die meisten Börsianer ist der Titel extrem schwer zu greifen. Kaum ein Jahr ohne Sonderfaktoren. Vermutlich nur Insider behalten in dem Wust aus Divisionen, Segmenten, fortzuführenden Geschäften und aufgegebenen Bereichen den Überblick. Zudem umfasst das Geschäft so unterschiedliche Bereiche wie Standard-IT-Lösungen, Personaldienstleistungen und individuelle Softwareentwicklungen.

 

  Kurs: 0,000 €

 

Um der vergleichsweise schwachen Aktienperformance auf die Sprünge zu helfen, geht das Management von Allgeier nun in die Offensive. Dem Vernehmen nach haben in den vergangen Monaten „verschiedene Interessenten gegenüber der Gesellschaft ein grundsätzliches Interesse am Erwerb verschiedener einzelner Beteiligungen oder einzelner Geschäftssegmente des Portfolios geäußert”. Das klingt zwar noch etwas hölzern. Doch für Allgeier ist es Anlass genug, die ihrer Meinung nach fairen Preise für die einzelnen Segmente nun auch dem Kapitalmarkt mitzuteilen – und so auf die Differenz zum gegenwärtigen Börsenwert aufmerksam zu machen. Insgesamt kommen die Münchner auf Basis von EBITDA-Analysen (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) für 2015 zu einem Gesamtwert der einzelnen Segmente von 330 bis 400 Mio. Euro. Die Softwareentwicklung (Projects) trägt dazu 150 bis 185 Mio. Euro bei, der klassische IT-Sektor (Solutions) wird mit 50 bis 65 Mio. Euro angesetzt. Die Vermittlung von IT-Fachkräften (Experts) fließt mit 130 bis 150 Mio. Euro in die Kalkulation ein. Zudem berücksichtigt Allgeier die Nettoverschuldung auf Konzernebene von zurzeit knapp 30 Mio. Euro sowie die Preise für geplante Firmenkäufe in Höhe von 5 Mio. Euro. Summa summarum würde sich daraus ein Enterprise Value in einer Range von 365 bis 435 Mio. Euro ergeben. Das wäre die Bandbreite, die nach Auffassung des Allgeier-Managements ein Investor theoretisch auf den Tisch legen müsste, wollte er alle drei Segmente frei von Schulden erwerben. Tatsächlich beträgt der Enterprise Value (Börsenwert plus Nettofinanzschulden) des Allgeier-Konzerns an der Börse aber nur knapp 200 Mio. Euro.

Was also tun, um die Börsianer für die Unterbewertung zu sensibilisieren? „Neben der laufenden Akquisitionstätigkeit prüft die Gesellschaft auch den Verkauf oder die Verselbständigung von Teilen des Portfolios am Kapitalmarkt”, heißt es offiziell. Entsprechende Gespräche mit Investmentbanken laufen offenbar bereits. Für boersengefluester.de scheint beispielsweise ein Spin-off des Bereichs „Experts” eine interessante Option zu sein. Mit Amadeus Fire gibt es ein auf dem Börsenparkett bereits seit vielen Jahren sehr geschätztes Vorbild. Dabei hat sich der SDAX-Konzern als Personaldienstleister auf die kaufmännischen Berufe sowie den IT-Sektor fokussiert. Zurzeit werden die Frankfurter auf Basis Enterprise Value zu EBITDA für 2014 etwa mit dem Faktor 13 gehandelt. Zur Einordnung: Der Bereich „Experts” von Allgeier kam 2014 auf ein EBITDA von 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,3 Mio. Euro) und wird in der eigenen Analyse mit einem Wert zwischen 130 und 150 Mio. Euro angesetzt. Damit bewegt sich „Experts” auf dem knackigen Amadeus-Fire-Niveau.

Summa summarum sehen wir den Vorstoß von Allgeier sehr positiv und gehen davon aus, dass er nachhaltige Wirkung am Finanzmarkt entfaltet. Die erste Reaktion war bereits ermutigend. Risikobereite Investoren wagen also ein Engagement. Nicht sonderlich überraschend, aber trotzdem erwähnenswert ist, dass Allgeier auch für 2014 eine Dividende von 0,50 Euro ausschütten wird. Die Hauptversammlung findet am 23. Juni 2015 in München statt. Auf dem gegenwärtigen Niveau entspricht das einer Rendite von immerhin 2,7 Prozent. Das ist auch nicht ganz verkehrt, zumal Bechtle (1,8 Prozent) und Cancom (1,3 Prozent) hier deutlich weniger zu bieten haben.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
0,000 0,00
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
0,00 0,00 0,000 0,00
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,000
Dividende '17 in € Dividende '18 in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Bechtle
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
515870 92,950 Verkaufen 3.903,90
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
21,87 17,89 1,365 42,34
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,47 27,78 0,90 17,382
Dividende '17 in € Dividende '18 in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,90 1,00 1,08 28.05.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
10.05.2019 09.08.2019 13.11.2019 15.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-0,48% 13,98% 36,99% 28,47%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Cancom
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
541910 42,820 Kaufen 1.500,57
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
23,79 21,36 1,119 47,89
KBV KCV KUV EV/EBITDA
4,05 35,19 1,09 13,641
Dividende '17 in € Dividende '18 in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
0,50 0,50 1,17 26.06.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
15.05.2019 14.08.2019 14.11.2019 28.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-0,45% 14,96% 49,41% -8,31%
    

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Amadeus Fire
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
509310 118,600 Kaufen 616,51
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
25,23 18,00 1,415 37,82
KBV KCV KUV EV/EBITDA
23,73 23,40 3,00 15,437
Dividende '17 in € Dividende '18 in € Div.-Rendite '18
in %
Hauptversammlung
3,96 4,66 3,93 23.05.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
25.04.2019 25.07.2019 24.10.2019 27.03.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
4,39% 19,34% 45,52% 26,98%
    

 

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Beitrag gefallen hat und hilfreich für Ihre Anlageentscheidungen ist. Bislang sind alle Artikel auf boersengefluester.de gratis. Doch qualitativ hochwertige Inhalte haben ihren Preis, auch im Internet. Wenn Sie wollen, dass boersengefluester.de Ihnen auch künftig frei zugängliche Analysen und Tools zur Verfügung stellt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Einfach auf „Donate“   klicken und via Paypal einen Ihrer Meinung nach fairen Betrag überweisen. Sie helfen uns auf jeden Fall.
Herzlichen Dank dafür



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.