AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 14,83%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 11,87%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 10,72%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 9,28%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 7,88%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 6,53%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 5,90%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 5,71%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 5,30%
DEQ
Deutsche EuroShop
Anteil der Short-Position: 4,77%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 3,71%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,59%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,54%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,35%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 2,76%
ZAL
ZALANDO
Anteil der Short-Position: 2,60%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 2,41%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 2,35%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 2,33%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,40%
DAI
Daimler
Anteil der Short-Position: 1,02%
CON
Continental
Anteil der Short-Position: 0,70%
BEI
Beiersdorf
Anteil der Short-Position: 0,50%

Aktuell zu Ihren Aktien: WCM, Sekt Wachenheim, IFA Hotel & Touristik

An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Unternehmensmeldungen und weisen auf interessante Kursentwicklungen oder Daten für den Gesamtmarkt hin. Dazu gibt es Einschätzungen von Analysten zu Einzelaktien. Die Auswahl erfolgt rein subjektiv und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Zu einem feinen Spezialwert mit toller Performance hat sich seit Ende 2011 die Aktie der Sektkellerei Schloss Wachenheim gemausert. Gelegentliche Kursrutsche, wie zuletzt Ende Juli, hat das Papier in der Regel schnell wieder wett gemacht. Sehen lassen können sich auch die von dem Schaumweinhersteller präsentierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2013/14 (per 30. Juni): Demnach erzielte die Gesellschaft bei einem Umsatzanstieg von 2,4 Prozent auf 314,24 Mio. Euro einen Überschuss von 16,39 Mio. Euro. Das entspricht einem stattlichen Plus von 36,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Das Ergebnis je Aktie zog von 1,23 auf 1,58 Euro an. Das sieht auf den ersten Blick beeindruckend aus, allerdings hängt der enorme Zuwachs zu einem wesentlichen Teil an einem steuerlichen Sondereffekt von 3,7 Mio. Euro. Hintergrund sind Abschreibungen auf Markenrechte in Ostmitteleuropa, die die Finanzgerichte nun doch steuerlich anerkannt haben. Im laufenden Jahr fällt dieser Faktor weg, so dass unterm Strich – obwohl der Vorstand ein operatives Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau erwartet – mit einem Gewinnrückgang zu rechnen ist. Boersengefluester.de kalkuliert derzeit mit einem Ergebnis je Aktie für 2014/15 von 1,16 Euro. Kurzfristig dürften sich die Investoren aber eher mit dem Thema Dividende befassen. Für das vergangene Jahr legt Wachenheim 4 Cent drauf und schüttet 0,34 Euro je Aktie aus. Damit kommt das Papier auf eine Rendite von 2,4 Prozent. Das ist ok, aber auch nicht gerade hitverdächtig. Die Hauptversammlung findet am 27. November statt. Punkten kann der Titel schon eher mit dem KGV von rund elf und einem Abschlag von elf Prozent zu dem auf Basis der Methode von boersengefluester.de berechneten Buchwert. Insgesamt bleibt die Getränke-Aktie damit für uns ein klarer Kauf, auch wenn der Titel relativ markteng ist. Schade, dass attraktive Aktien wie die Sektkellerei Schloss Wachenheim derzeit so wenig Aufmerksamkeit bekommen und sich die Finanzmeute stattdessen fast komplett auf gehypte Internetgeschäftsmodelle stürzt.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Schloss Wachenheim
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
722900 15,800 Kaufen 125,14
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
10,39 10,10 1,032 11,30
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,77 4,63 0,37 5,162
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,50 0,52 3,16 21.11.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
13.11.2019 24.02.2020 13.05.2020 19.09.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-5,33% -5,56% -2,17% -7,60%
    

 


 

Vier Jahre nach der Entlassung aus der Insolvenz wird der Börsenmantel von WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-Aktiengesellschaft wieder mit Leben gefüllt. Wie könnte es anders sein, wenn der Hamburger Kaufmann und WCM-Recke Karl Ehlerding im Aufsichtsrat sitzt: Es geht um das Thema Immobilien. Demnach hat WCM vier Gewerbeobjekte in Berlin, Bonn, Düsseldorf und Frankfurt zu einem Kaufpreis von rund 107 Mio. Euro gesichert. Eine weitere Immobilie in Bremerhaven soll via Sacheinlage in den Konsolidierungskreis einbezogen werden. Allerdings: Zum Halbjahr standen in der Bilanz nur gut 500.000 Euro an liquiden Mitteln zur Verfügung. Das reicht nicht für einen Deal dieser Größenordnung. Daher will WCM 19 Mio. Euro über eine Barkapitalerhöhung einspielen. Der Rest soll über Banken finanziert werden. Ebenfalls klar:  Wenn Schlitzohren wie Ehlerding mit von der Partie sind, geht es meist auch um Verlustvorträge. Und hier kann WCM aus dem Vollen schöpfen. Sie belaufen sich auf rund 271 Mio. Euro Körperschaftsteuer sowie 250 Mio. Euro Gewerbesteuer. Das steuerliche Einlagekonto hat sogar ein Volumen von 1 Mrd. Euro. Sollte WCM tatsächlich einmal wieder Dividenden auskehren, wären sie also zunächst „steuerfrei“. An der Börse hat sich der Neustart von WCM erst ganz zaghaft herumgesprochen. Das könnte sich schon bald ändern. Am Montag, 29. September, wird das Unternehmen auf einer Pressekonferenz in Frankfurt über die weiteren Aktivitäten informieren. Offiziell heißt es: „Neue Strategie der WCM ist der Erwerb, Wertschöpfung durch aktives Asset Management und Handel von Core Plus und Value Add-Immobilien in A- und attraktiven B-Städten.“ Unter „Core Plus“ versteht man in der Regel bestehende und vermietete Immobilien mit kurzen Mietvertragslaufzeiten, um bei Neuvermietungen auf eine höhere Wertschöpfung zu kommen. Unter dem Oberbegriff „Value-Add“ werden Investitionen in spürbar unterbewerte Objekte mit dem Ziel der Renovierung verstanden. Insgesamt hält sich WCM damit viele Optionen offen. Nach dem jüngsten Kapitalschnitt im Verhältnis 1:20 befinden sich derzeit 14.441.269 Aktien im Umlauf. Demnach beträgt der Börsenwert des von 1998 bis 2005 sogar im MDAX gelisteten Unternehmens momentan rund 28 Mio. Euro. Boersengefluester.de nimmt die lange Zeit ausgesetzte Coverage der WCM ab sofort wieder auf. Doch Vorsicht: Es handelt sich bei dem Titel um eine ganz heiße Kiste.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WCM
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A1X3X3 5,020 Kaufen 686,75
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
15,21 16,70 0,915 34,25
KBV KCV KUV EV/EBITDA
2,05 32,57 14,48 23,335
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,11 0,11 2,19 24.06.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
13.08.2019 01.04.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
3,80% 5,93% 0,60% 10,33%
    

 

 

Mehrfach haben wir auf boersengefluester.de über IFA Hotel & Touristik sowie die im Raum stehende Kapitalerhöhung berichtet. Nun stehen die Konditionen endlich fest: Demnach will die Gesellschaft mit Sitz in Duisburg ihre jungen Aktien zu 4,72 Euro je Stück anbieten. Spekuliert wurde seit Wochen über eine Preisfindung, die nicht allzu weit vom Nennwert 2,60 Euro entfernt ist. Die aktuelle Notiz beträgt 7,40 Euro. Ganz abwegig war das Getuschel also nicht. Ende Mai 2014, als der Vorstand erstmals die Pläne zur Kapitalerhöhung lancierte, kostete der Anteilschein sogar noch mehr als 9 Euro. Am Bezugsrechtsverhältnis hat sich nichts geändert. IFA will das derzeit in 6.600.000 Aktien eingeteilte Kapital um bis zu 13.200.000 Papiere aufstocken, um damit Hotelneubauten zu finanzieren. Insgesamt könnten brutto bis zu 62,3 Mio. Euro zusammenkommen. Auf Basis der aktuellen Preise ergibt sich ein Wert des Bezugsrechts von 1,85 Euro. Offen ist, ob die Möglichkeit eines Überbezugs besteht. Insgesamt ist die Finanzierungsrunde ein ambitioniertes Vorhaben, mit dem scheinbar auch nicht alle Investorengruppen einverstanden sind. Auf der jüngsten Hauptversammlung  am 17. Juli 2014 bekamen die Kapitalerhöhungspläne zwar die Stimmen des spanischen Mehrheitsgesellschafters Lopesan. Der zweite Großaktionär, bei dem noch immer offen ist, um wen es sich eigentlich handelt, stimmte jedoch gegen die Maßnahme. 65,28 Prozent Ja-Stimmen vs 34,72 Prozent Nein-Stimmen lautete das offizielle Votum – bei einer Präsenz von 94,01 des gesamten Kapitals. Über die Bühne gehen soll die Kapitalerhöhung voraussichtlich vom 27. Oktober bis zum 9. November 2014. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es allerdings noch jede Menge Fragen: Ziehen alle Beteiligten mit oder kann Lopesan seine Beteiligungsquote indirekt massiv erhöhen? Und wer ist eigentlich der zweite Großaktionär? Für Privatanleger ist natürlich interessant, wie sich hier die Verhältnisse verschieben und ob der Small Cap dauerhaft gelistet bleibt. Offiziell befinden sich gerade einmal rund fünf Prozent der Anteile im Streubesitz. Boersengefluester.de rät dazu, an der Kapitalerhöhung teilzunehmen und sich nicht billig abspeisen zu lassen. Die frühzeitige Ankündigung der Maßnahme ohne konkrete Fakten zu nennen, hat den Kurs bereits genug in Mitleidenschaft gezogen. Auf Basis der bisherigen Aktienstückzahl beträgt der Buchwert je Aktie 12,31 Euro. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis bewegt sich klar im einstelligen Bereich.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
IFA Hotel & Touristik
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
613120 6,550 Kaufen 324,23
KGV 2021e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
11,29 20,67 0,538 15,63
KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,70 - 3,97 5,467
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,12 0,15 1,83 18.07.2019
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
30.06.2019 30.09.2019 Nov. 2019 30.04.2019
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
2,58% -3,56% 0,00% -12,06%
    

 



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.