LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 12,11%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 10,52%
EVT
Evotec OAI
Anteil der Short-Position: 9,52%
GBF
Bilfinger Berger
Anteil der Short-Position: 6,00%
ZO1
ZOOPLUS
Anteil der Short-Position: 6,00%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 5,63%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 5,38%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 5,21%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 5,04%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,14%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,93%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,88%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 3,81%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 3,52%
ZIL2
ElringKlinger
Anteil der Short-Position: 3,46%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 3,34%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,17%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 2,98%
PSM
PROSIEBENSAT.1
Anteil der Short-Position: 2,60%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,06%
OSR
OSRAM LICHT
Anteil der Short-Position: 0,98%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 0,65%
DAI
Daimler
Anteil der Short-Position: 0,52%

Aktuell zu Ihren Aktien: Berentzen, co.don, Datron, Eurokai

An dieser Stelle kommentieren wir aktuelle Firmenmeldungen und weisen auf interessante Kursentwicklungen, Gerüchte oder Daten für den Gesamtmarkt hin. Dazu gibt es Tipps von Analysten zu Aktien aus dem Small-Cap-Sektor.

Auf der Small Cap Conference (SCC 2016) der DVFA drückte sich Frank Schübel, der Vorstandsvorsitzende von Berentzen, noch in bestem Diplomatendeutsch aus, als es um das weitere Engagement der ehemaligen Mehrheitsaktionärs Aurelius Equity Opportunities ging. „Wir sind in einem kontrollierten Abschmelzungsprozess.” Dabei ist es wohl nur eine Frage der Zeit und des Preises, bis die Münchner ihr Engagement auf Null heruntergefahren haben. „Aurelius ist kein klassischer Minderheitsaktionär“, weiß auch Schübel. Kaum waren die Worte gesprochen, hat Aurelius ein weiteres Zeichen gesetzt: Laut einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung, hat das Unternehmen seinen Anteil bei dem Getränkekonzern auf mittlerweile 14,22 Prozent reduziert. In der Präsentation von Schübel am 31. August in den Räumen der DVFA wurde der Aurelius-Anteil bereits mit 15,8 Prozent beziffert. Davor galt eine Beteiligungshöhe von 18,75 Prozent als offizielle Maßeinheit. Ursprünglich waren die Münchner mit 60 Prozent bei Berentzen engagiert und hielten ihre Stücke über viele Jahre – fast schon untypisch für Aurelius. Im März 2016 reduzierte de Gesellschaft in einem ersten Schritt dann auf gut 29 Prozent. Ende April platzierte Aurelius dann weiteres Paket von 10,4 Prozent bei der niederländische Investmentgesellschaft Monolith.

Mit den neuen Anteilseignern kommt CEO Schübel gut zurecht. Im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de betonte der Manager kürzlich, dass die Investoren sich schließlich mit dem Wissen um die Strategie und den handelnden Personen bei Berentzen eingekauft haben. Mit Blick auf den 50-Millionen-Euro-Bond redete Schübel in Frankfurt auf der SCC jetzt auch noch einmal Klartext: „Wir werden die Anleihe souverän bedienen und 2017 zurückzahlen.“ Eine Neuauflage kommt für Berentzen nicht in Frage, vielmehr will sich das Unternehmen über Schuldscheindarlehen oder normale Bankenfinanzierungen refinanzieren. Den positiven Effekt auf das Zinsergebnis bezifferte Schübel auf mindestens 2 Mio. Euro pro Jahr. Boersengefluester.de bleibt sehr zuversichtlich für den Small Cap gestimmt. Schübel macht einen super Job bei der ehemals von den dauernden Strategiewechseln geschwächt gewesenen Gesellschaft. Mittlerweile steht Berentzen ganz solide dar und hat eine knackige Wachstumsstory vorzuweisen. Weitere Informationen finden Sie HIER in dem kürzlich von uns erschienenen Artikel zu den Halbjahreszahlen von Berentzen.

 

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Sehr viel positive Resonanz gab es Mitte Juli für den 25-Prozent-Einstieg des Familienunternehmens Bauerfeind bei der co.don AG aus Teltow. Schließlich bietet das auf Bandagen, orthopädischen Einlagen oder Kompressionsstrümpfen fokussierte Familienunternehmen für die börsennotierte co.don erhebliches Wachstumspotenzial. Nachhaltig in steigenden Aktienkursen hat sich das Engagement von Bauerfeind bei dem Spezialisten für Knorpelzelltransplantationen bislang zwar noch nicht ausgewirkt. Noch ist es für ein Fazit aber sowieso zu früh. Schließlich beginnen beide Unternehmen gerade erst damit, die Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Die Schnittmengen sind jedoch enorm. Und wie zu hören ist, soll die Chemie zwischen Bauernfeind und co.don definitiv zu stimmen. Derweil spiegeln die Halbjahreszahlen mit einem Verlust von 1,23 Mio. Euro noch die Anstrengungen zur Erlangung der EU-weiten Zulassung des Präparats co.don chondrosphere, die damit einhergehende Formierung eines schlagkräftigen Vertriebs sowie die Aufwendungen für den Aufbau eines Verwaltungsstandorts in Berlin wider. Letztlich geht es für co.don-Vorstand Dirk Hessel um nichts weniger, als dem lange Zeit eher forschend tätigen Unternehmen die Strukturen eines Spezialpharma-Unternehmens über zu stülpen. Das machte der Manager auf der Telefonkonferenz nochmals deutlich: „co.don wird alle notwendigen Ressourcen bereitstellen, um den Unternehmens- und Marktwert zu maximieren.“

Perspektivisch wird es aber auch für co.don zur Pflichtaufgabe, die eigene Expansion nicht ausschließlich auf die Füße von co.don chondrosphere zu stellen. Dem Vernehmen nach werden mögliche Zusatzprodukte auch bereits identifiziert. Derweil ist die Auslastung der Zellzüchtungsanlagen im brandenburgischen Teltow schon jetzt recht gut, so dass mit Blick auf die EU-weite Zulassung über Erweiterungsmöglichkeiten diskutiert wird. Noch ist allerdings offen, ob co.don hierfür einen zusätzlichen Standort in Europa aufbauen wird oder ob möglicherweise sogar eine Fremdzulieferung in Frage kommt. Losgelöst davon: Boersengefluester.de ist weiterhin der festen Überzeugung, dass bei co.don derzeit sehr viel in die richtige Richtung läuft und das Unternehmen mit Sicht auf drei bis vier Jahre in eine ganz andere Größenordnung wächst. Für risikobereite Investoren bietet der Titel also eine knackige Chance.

 

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Voll auf das zweite Halbjahr müssen Anleger bei Datron setzen. Trotz einer deutlichen Verbesserung der Ertragskennzahlen im zweiten Quartal, knabbert der Fräsmaschinenhersteller mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von gerade einmal 20.449 Euro per Ende Juni nämlich gerade einmal an der Nulllinie. Die Erlöse von 19,767 Mio. Euro liegen um 3,26 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Bemerkenswert dabei ist, dass die Auftragseingänge im gleichen Zeitraum um 14 Prozent auf 23,35 Mio. Euro vorankamen. Vor diesem Hintergrund zeigt sich Finanzvorstand Michael Daniel weiterhin zuversichtlich: „Wir erwarten weiterhin einen signifikanten Umsatzsprung für das zweite Halbjahr 2016. Dieser wird dann plangemäß auch zu deutlich besseren Ergebniskennzahlen für das Gesamtjahr 2016 führen.” Kleine Abstriche macht die Gesellschaft aus Mühltal trotzdem, denn die neue Umsatzprognose für 2016 reicht nur noch von 46 bis 48 Mio. Euro. Bislang lag die avisierte Spanne zwischen 47 und 49 Mio. Euro. Konkretisiert hat Datron nun auch das zu erwartende EBIT. Es soll – je nach Umsatzhöhe – zwischen 3 und 4 Mio. Euro liegen. Als „Zugpferd“ stuft die Gesellschaft weiterhin den Bereich CNC-Fräsmaschinen ein, der umsatzmäßig zum Halbjahr zwar ebenfalls noch zurück liegt, dafür aber einen starkes Auftragsplus von 20 Prozent vorzuweisen hat.

Pessimistischere Töne schlägt Datron dagegen beim langjährigen Hoffnungsträger Dental-CAM Fräs-/Schleifmaschinen. Hier gingen die Erlöse um 42 Prozent zurück. Insbesondere das 2015 eingeführte Tischmaschinenkonzept (Datron D1) für einfache Anwendungen konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz will sich Datron im Dentalbereich daher künftig auf High-End-Geräte fokussieren. Konsequenz: Innerhalb des Datron-Konzerns werden Dentalfräsmaschinen „auch über das zweite Halbjahr 2016 hinaus“ eine abnehmende Bedeutung haben, wie das Unternehmen eingesteht. Abzuwarten bleibt, wie der Aktienkurs nachhaltig auf diese veränderte Sachlage reagiert. Beim Kurs von 8,62 Euro beträgt die Marktkapitalisierung circa 34,5 Mio. Euro. Datron hat keine Bankverbindlichkeiten, dafür aber gut 5 Mio. Euro an liquiden Mitteln. Auf dem Mittelwert der EBIT-Vorschau für 2016 wird der Titel also mit dem rund 8,6fachen des Unternehmenswerts (Marktkapitalisierung minus Netto-Finanzguthaben) gehandelt. Dagegen  ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Angesichts der unserer Meinung nach zurzeit doch eher enttäuschenden Nachrichten, stufen wir das Papier auf Halten zurück.

 

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Mit deutlich besser als erwarteten Halbjahreszahlen macht Eurokai auf sich aufmerksam. So kam der Container-Terminalbetreiber bei Erlösen von 166,38 Mio. Euro (+ 2,2 Prozent) auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 40,21 Mio. Euro (+32,4 Prozent). Unterm Strich blieb ein Überschuss von knapp 31,04 Mio. Euro stehen – nach 21,95 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Hauptgründe für die markante Ergebnisverbesserungen waren die gute Entwicklung bei der Contship Italia-Gruppe (Anteil: 83,3 Prozent) sowie dem Eurogate-Konzern (50 Prozent hält Eurokai, 50 Prozent gehören der BLG Logistics Group AG & Co. KG). Für das Gesamtjahr gibt sich der Vorstand gewohnt hanseatisch kühl. Immerhin betont Eurokai, „durch seine diversifizierte europäische Aufstellung relativ unabhängig und im Wettbewerbsumfeld weiterhin hervorragend positioniert“ zu sein. Daher bleibt es dabei, dass für 2016 mit einem steigenden Überschuss zu rechnen sei. Die jüngsten Resultate von Eurokai sind allein schon deshalb bemerkenswert, weil die Containerreedereien allgemein noch immer unter einem enormen Wettbewerbsdruck leiden. Für boersengefluester.de bleibt die Vorzugsaktie von Eurokai daher erste Wahl aus dem maritimen Sektor. Insbesondere der Chart des im SDAX gelisteten Hamburger Hafenbetreibers HHLA macht einen weit weniger konstruktiven Eindruck. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser hatten das Kursziel für die Eurokai-Aktie (kurz vor Präsentation der Halbjahreszahlen) mit 42 Euro angesetzt – udn anschließend bestätigt. Dieses Niveau sollte wohl die Untergrenze für das Potenzial der Eurokai-Aktie darstellen. Gegenwärtig kostet der Anteilschein knapp 35 Euro.

 

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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.