ECV
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 13,84%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 7,10%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 4,55%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 4,47%
H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 3,72%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 3,71%
KCO
Klöckner &
Anteil der Short-Position: 2,61%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 2,53%
TMV
TEAMVIEWER INH
Anteil der Short-Position: 2,12%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,02%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 1,93%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 1,62%
ARL
Aareal Bank
Anteil der Short-Position: 1,49%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 1,33%
EVK
EVONIK INDUSTRIES
Anteil der Short-Position: 1,21%
VAR1
Varta
Anteil der Short-Position: 1,19%
VQT
VA-Q-TEC
Anteil der Short-Position: 1,17%
WEW
WESTWING GR.
Anteil der Short-Position: 1,00%
SY1
Symrise
Anteil der Short-Position: 0,69%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 0,61%
SHA
SCHAEFFLER VZO
Anteil der Short-Position: 0,55%
DEZ
Deutz
Anteil der Short-Position: 0,54%
BVB
Borussia Dortmund
Anteil der Short-Position: 0,51%

A.S. Création: Kurs taucht immer tiefer ab

Mit Blick auf das starke Engagement in Russland steht die Aktie des Tapetenherstellers A.S. Creátion bei den Börsianern ohnehin unter verschärfter Beobachtung. Hinzu kamen hohe Rückstellungen für ein schon länger zurückliegendes Kartellverfahren, wo es um illegale Preisabsprachen ging. Bittere Folge: Seit Februar 2014 hat es die Notiz der Gummersbacher um rund 33 Prozent zerlegt. Und schon droht neues Ungemach für A.S. Creátion, denn die Halbjahreszahlen sehen nicht gerade aufmunternd aus. Bei einem Erlösrückgang um 5,0 Prozent auf 99,50 Mio. Euro fiel der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 9,50 auf 6,52 Mio. Euro zurück. „Insbesondere die Auswirkungen der Ukraine-Krise haben in den Konzernumsätzen deutliche Spuren hinterlassen“, betont A.S. Creátion. Beinahe schon erwartungsgemäß muss das Unternehmen daher seine Ziele für 2014 tiefer hängen. Demnach rechnet Vorstandschef Jörn Kämper jetzt mit Erlösen zwischen 180 und 190 Mio. Euro. Die bisherige Messlatte lag bei 205 bis 215 Mio. Euro.

 

A.S. Création  Kurs: 24,800 €

 

Vorsorglich weist der Manager darauf hin, dass selbst diese Prognose „mit großen Unsicherheiten behaftet ist“. Immerhin: Beim Ergebnis macht Kämper noch keinen Rückzieher und rechnet weiterhin mit einem „deutlich besseren Jahresüberschuss“ als 2013. Allerdings war das Vorjahr durch massive außerordentliche Effekte wie die bereits erwähnte Kartellstrafe, Anlaufkosten für das russische Werk sowie Währungsverluste des Rubel verzerrt. Der für 2013 ausgewiesene Überschuss von 1,32 Mio. Euro lag um 82 Prozent unterhalb des Vorjahreswerts. Zur Einordnung: Nach sechs Monaten 2014 kommt A.S. Creátion auf einen Nettogewinn von 2,66 Mio. Euro. Zumindest der Blick auf das zu erwartende Ergebnis lässt damit jede Menge Interpretationsspielraum. Auf der Habenseite steht für den Spezialwert hingegen die günstige Bewertung mit Blick auf das Eigenkapital. Mittlerweile wird der Titel sogar mit einem deutlichen Abschlag auf den Buchwert von 31,39 Euro gehandelt. Die Nettofinanzverbindlichkeiten betragen zum Halbjahr 18,5 Mio. Euro – oder 6,18 Euro je Aktie. Insgesamt also eine moderate Verschuldungssituation.

Riskant könnte es hingegen sein, auf A.S. Creátion unter Dividendenaspekten zu setzen. Im Vorjahr kappte das Unternehmen die Gewinnbeteiligung von 120 auf 0,25 Euro je Anteilschein. Ob das Unternehmen vor dem Eindruck der Russland-Krise hier bereits wieder deutlich draufsattelt bleibt abzuwarten. Bislang ging boersengefluester.de von einer Verdopplung der Dividende auf 0,50 Euro pro Anteilschein aus. Aber selbst das würde nur auf eine Rendite von 1,8 Prozent hinauslaufen. Die Analysten von Warburg Research veranschlagten die Dividende für 2014 zuletzt auf 0,60 Euro je Anteilschein und rieten mit Kursziel 45 Euro zum Kauf. Allerdings stammt die Analyse von Mitte Mai 2014 – seit dem hat sich die Rahmenlage deutlich geändert. Kaum vorstellbar, dass es hier nicht zu einer spürbaren Anpassung der Aktienexperten aus Hamburg kommt. Momentan beträgt der Börsenwert des Unternehmens 80 Mio. Euro. Das ist so wenig wie zuletzt vor rund zwei Jahren. Zurzeit läuft es einfach nicht rund bei A.S. Creátion, dabei genießt der Small Cap unter Value-Anlegern durchaus einen guten Ruf. Es bleibt jedoch dabei: Noch könnte sich ein Einstieg beim gegenwärtigen Kurs 26,80 Euro von als verfrüht erweisen. Auf die Beobachtungsliste gehört das Papier aber auf jeden Fall.

 

Foto: A.S. Creátion AG



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.