AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 14,65%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 12,00%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 9,54%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,68%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 8,14%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 6,70%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,42%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 5,97%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 5,83%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 5,17%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,87%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 3,43%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 3,30%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,26%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,08%
DHER
DELIVERY HERO
Anteil der Short-Position: 2,77%
WDI
WireCard
Anteil der Short-Position: 2,25%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,70%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,53%
DAI
Daimler
Anteil der Short-Position: 1,14%
ADL
ADLER REAL ESTATE
Anteil der Short-Position: 1,02%
G1A
GEA Group
Anteil der Short-Position: 0,99%
JUN3
Jungheinrich Vz.
Anteil der Short-Position: 0,51%

3W Power: Aktionäre werden ausgebootet

Überhaupt not amused reagierten die Anleger auf die Neuigkeiten zur Sanierung von 3W Power. Von den ohnehin schon mickrigen Höchstkursen des laufenden Jahres bei 0,41 Euro hat sich die Notiz des Anbieters von Leistungselektroniksystemen mittlerweile um mehr als ein Drittel gen Süden entfernt und steht bei nur noch 0,25 Euro. Dreh- und Angelpunkt des Rettungsplans ist die noch immer offene Anleihe (WKN: A1A29T) im Volumen von 100 Mio. Euro. Hinzu kommt eine Kapitalerhöhung über 4 Mio. Euro mit Bezugsrecht für die bisherigen Aktionäre. Die Zeit drängt. „Ohne eine finanzielle Restrukturierung besteht die Gefahr, dass der Gesellschaft die erforderlichen Betriebsmittel im Laufe dieses Jahres ausgehen“, räumt 3W Power unumwunden ein. Abgesegnet werden soll der Plan zunächst auf einer für den 9. April 2014 angesetzten Gläubigerversammlung – erneut in Frankfurt, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wieder am Flughafen. Dem Vernehmen nach haben wesentliche Bondinvestoren dem Plan bereits zugestimmt.

 

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Auf die größte Verwässerung müssen sich dabei die Aktionäre einstellen. Anleger, die ihr Bezugsrecht für die Barkapitalerhöhung im Volumen von 4 Mio. Euro nicht wahrnehmen, dürften am Ende auf nur noch rund acht Prozent ihres bisherigen Stimmanteils absinken. Wer der Sanierung traut und frisches Geld in die Firma schießen will, könnte seine Verwässerung vermutlich auf etwa 34 Prozent begrenzen. Beinahe in der Komfortzone bewegen sich dagegen die Anleihengläubiger – erst Recht, wenn sie nicht von Anfang an dabei sind, sondern erst im Winter 2013 eingestiegen sind. Im Tief stürzte der Bond auf weniger als zehn Prozent des Nennwerts von 1000 Euro. Absehbar war die scharfe Erholung der Bondnotiz freilich nicht. Angeboten wird den Anleiheinhabern, 50 Prozent des Nennwerts in Aktien zu tauschen. Die andere Hälfte des bisherigen Anleihevolumens soll dann gegen einen neuen 50-Millionen-Euro-Bond mit Laufzeit bis 2019 gewechselt werden. Die bisherige Anleihe wäre bereits 2015 fällig geworden. Zusätzliche Aktien dürften darüber hinaus durch ein Anreizprogramm für das Management entstehen. Details nannte 3W Power noch nicht, boersengefluester.de geht jedoch davon aus, dass sich die Stückzahl nochmals um bis zu zehn Prozent erhöhen könnte.

Nach der trügerischen Ruhe der vergangenen Wochen geht es nun also um das Überleben der Gesellschaft. Großartige Wahlmöglichkeiten haben Aktionäre und Bondinhaber – nach den Erfahrungen vergleichbarer Sanierungen wie zum Beispiel Solarworld – kaum. Als Perspektive stellt Vorstandschef Dirk Wolfertz für 2014 einen Umsatz von 219 Mio. Euro und ein negatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 24 Mio. Euro in Aussicht. Für 2015 rechnet er dann bei leicht höheren Erlösen mit einem EBITDA von plus 17 Mio. Euro. Dem dürfte ein Börsenwert von, umgerechnet auf die künftige Aktienstückzahl, 150 bis 160 Mio. Euro gegenüberstehen. Wirklich günstig ist diese Relation nicht, zumal dem Wachstum und der Entwicklung neuer Produkte enge finanzielle Grenzen gesetzt sind. Den Kassenbestand per Ende 2014 taxiert das Unternehmen auf gerade einmal 20 Mio. Euro. In der 3W-Aktie bewegen sich nur noch extrem risikobereite Anleger, die hartnäckig an die Story glauben.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
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KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
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KBV KCV KUV EV/EBITDA
0,00 0,00 0,00 0,000
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
    

 

Foto: 3W Power Solutions



Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.