AIXA
Aixtron
Anteil der Short-Position: 14,61%
CCAP
CORESTATE CAPITAL...
Anteil der Short-Position: 9,54%
TKA
ThyssenKrupp
Anteil der Short-Position: 8,75%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 8,32%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 6,58%
CAP
ENCAVIS
Anteil der Short-Position: 6,42%
SKB
Koenig & Bauer
Anteil der Short-Position: 6,11%
NDA
Aurubis
Anteil der Short-Position: 5,83%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 5,06%
DUE
Dürr
Anteil der Short-Position: 4,63%
DBK
Deutsche Bank
Anteil der Short-Position: 4,11%
SZG
Salzgitter
Anteil der Short-Position: 3,87%
SANT
S+T (Z.REG.MK.Z.)...
Anteil der Short-Position: 3,69%
RIB
RIB SOFTWARE
Anteil der Short-Position: 3,43%
AR4
AURELIUS EQ.OPP.
Anteil der Short-Position: 3,26%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 3,17%
TEG
TAG Immobilien
Anteil der Short-Position: 2,57%
B4B
METRO ST
Anteil der Short-Position: 1,79%
LHA
Lufthansa
Anteil der Short-Position: 1,70%
BOSS
HUGO BOSS
Anteil der Short-Position: 1,57%
WAC
Wacker Neuson
Anteil der Short-Position: 0,76%
QSC
QSC
Anteil der Short-Position: 0,68%
HOT
Hochtief
Anteil der Short-Position: 0,60%

2G Energy: Wachstum in geordneten Bahnen

Mathematisch laufen längst die schlechten Monate des Jahres für die Aktie von 2G Energy. So ist insbesondere im August, im September und auch im Dezember in den seltensten Fällen ein Blumentopf mit dem Anteilschein des Herstellers von Blockheizkraftwerken zu gewinnen. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer monatsweisen Performanceberechung von Januar 2010 bis heute, die boersengefluester.de durchgeführt hat. Auf die Idee für diese Auswertung sind wir gekommen, weil die Notiz von 2G Energy (Kürzel: 2GB) in diesem Jahr ziemlich genau zur Jahresmitte, am 27. Juni 2019, mit 43,60 Euro ein Rekordhoch erreicht hat und es seit dem per saldo leicht abwärts geht. Das wiederum überrascht uns insofern, weil das im Freiverkehrssegment Scale gelistete Unternehmen kürzlich starke Halbjahreszahlen vorgelegt hat und die bereits Ende Juli auf den oberen Bereich der Spanne von 210 bis 230 Mio. Euro gehievte Umsatzprognose nun als valide erreichbar einzuschätzen ist. Immerhin kamen die Münsterländer zum Halbjahr auf Erlöse von 95,81 Mio. Euro, wobei das zweite Halbjahr – anders als bei der Aktie – regelmäßig die deutlich wichtigere Periode für 2G Energy ist.

 

 

Die für 2019 zu erwartende EBIT-Marge liegt weiterhin in einer Bandbreite von 5,5 bis 7,0 Prozent, womit im besten Szenario ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von rund 16 Mio. Euro herausspringen kann. Allerdings sollten Investoren ihre Erwartungen nicht unbedingt an diesen Idealfall ausrichten. Die Schätzungen der Analysten bewegen sich im Schnitt bei etwas mehr als 15 Mio. Euro. Im Hintergrundgespräch mit boersengefluester.de erklärt Finanzvorstand Friedrich Pehle die trotz der zuversichtlichen Umsatzprognose unverändert gelassene Einschätzung zur operativen Rendite mit der wachsenden Bedeutung des Auslandsgeschäfts. Hier lassen sich im Einzelfall eben nicht so attraktive Renditen erzielen wie mit einer Biogasanlage in Deutschland. „Mit zunehmender Internationalisierung werden die Margen künftig ein Stück volatiler werden“, sagt Pehle. Dabei sieht er 2G Energy strategisch sehr gut aufgestellt: Die drei Leitprojekte Verbesserung der Produktionsprozesse, Internationalisierung und Digitalisierung zeigen jedenfalls zunehmend Wirkung, auch wenn das Unternehmen hier längst noch nicht am Ziel ist.

 

2G Energy  Kurs: 43,900 €

 

Und auch von regulatorischer Seite läuft es grundsätzlich in die richtige Richtung, selbst wenn Schwankungen aus einzelnen Förderprogrammen/Gesetzesanpassungen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) wohl auch künftig zum Business gehören. So läuft gegenwärtig etwa die durch eine unklare Regelung zum starren Flexdeckel bei 1,35 GW ausgelöste Sonderkonjunktur allmählich aus. „Der Auftragseingang kühlt sich etwas ab, aber von einem Zustand der Überhitzung“, sagt Pehle und spricht nun von einem „Wachstum in geordneten Bahnen“. Jedenfalls reicht der Auftragseingang aus, um die Kapazitäten im Zwei-Schichtbetrieb bis mindestens in den Sommer 2020 zu füllen. Das ist für 2G Energy zwar keine gänzlich neue Erfahrung, gibt jedoch zusätzliche Planungssicherheit. Noch wichtiger für Investoren sind derweil die jüngsten Aussagen aus dem Eckpunktepapier des Klimakabinetts vom September 2019. Demnach heißt es auf Seite 18 des Dokuments (Download HIER):

„Die Kraft-Wärme-Kopplung wird kompatibel zum Ausbau der erneuerbaren Energien auf der Strom-und der Wärmeseite gefördert. Moderne KWK-Systeme ersetzen perspektivisch Kohle-KWK-Kraftwerke, sichern die Strom-und Wärmeversorgung ab und unterstützen durch eine flexible und systemdienliche Fahrweise die Integration erneuerbarer Energien. Die KWK-Förderung auch in der öffentlichen Versorgung wird weiterentwickelt und bis 2030 verlängert.“

Wesentliche Wettbewerber von 2G Energy sind – neben einigen internationalen Großkonzernen – insbesondere Rolls-Royce, AB Energy aus Italien oder die tschechische Tedom. Übernahmeaktivitäten sind auf absehbare Zeit freilich nicht zu erwarten. Beachtlich findet boersengefluester.de derweil die langfristigen Ziele von 2G Energy, wonach die Gesellschaft bis 2024 rein organisch auf Erlöse von 300 Mio. Euro kommen will – bei einer EBIT-Marge von 10 Prozent, was etwa dem Renditeniveau von 2010 entspricht. Schließlich würde der Börsenwert von zurzeit 162 Mio. Euro bei einem Betriebsergebnis von 30 Mio. Euro alles andere als überzogen aussehen. Zum Vergleich: Die aktuellen Kursziele der Analysten von rund 39 Euro liegen doch recht dicht an der aktuellen Notiz von 36,60 Euro. Davon lässt sich CFO Pehle freilich nicht abschrecken, der zuletzt immer wieder mal seinen Bestand an 2G-Aktien aufstockte. Schließlich muss die Saisonalität der Vergangenheit ja nicht zwingend auch für Monate bis Jahresende 2019 gelten. Geeignet ist das Papier trotzdem in erster Linie für langfristig orientierte Anleger. Die Dividendenrendite ist dabei mit etwas mehr als 1 Prozent allerdings eher zu vernachlässigen.

 

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
2G Energy
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
A0HL8N 43,900 Kaufen 194,48
KGV 2020e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
17,22 19,01 0,906 29,35
KBV KCV KUV EV/EBITDA
3,37 39,89 0,93 13,125
Dividende '19 in € Dividende '20e in € Div.-Rendite '19e
in %
Hauptversammlung
0,45 0,48 1,03 23.06.2020
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
28.05.2020 17.09.2020 25.11.2019 08.05.2020
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
18,23% 22,66% 100,46% 107,08%
    
Wirtschaftsprüfer BGFL-Scoring Coverage PricewaterhouseCoopers 0,000

 

Die wichtigsten Finanzdaten auf einen Blick
  2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019e
Umsatzerlöse1 146,48 126,13 186,61 152,88 174,30 189,40 209,78 225,00
EBITDA1,2 18,36 5,52 14,03 8,07 9,24 11,12 15,37 18,10
EBITDA-Marge3 12,53 4,38 7,52 5,28 5,30 5,87 7,33 8,04
EBIT1,4 16,50 3,12 11,29 4,77 5,65 7,33 11,45 14,30
EBIT-Marge5 11,26 2,47 6,05 3,12 3,24 3,87 5,46 6,36
Jahresüberschuss1 11,33 1,03 6,88 2,60 1,78 4,92 7,61 9,40
Netto-Marge6 7,73 0,82 3,69 1,70 1,02 2,60 3,63 4,18
Cashflow1,7 -8,86 4,13 8,18 2,06 6,38 12,85 4,88 7,50
Ergebnis je Aktie8 2,56 0,23 1,55 0.590 0,40 1,11 1,72 2,05
Dividende8 0,37 0,37 0,37 0,37 0,40 0,42 0,45 0,45
Quelle: boersengefluester.de und Firmenangaben

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1 in Mio. Euro; 2 EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; 3 EBITDA in Relation zum Umsatz; 4 EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern; 5 EBIT in Relation zum Umsatz; 6 Jahresüberschuss (-fehlbetrag) in Relation zum Umsatz; 7 Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; 8 in Euro; Quelle: boersengefluester.de

Wirtschaftsprüfer: PricewaterhouseCoopers

 

 

 

Foto: 2G Energy AG


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Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.