NEON Trading: Mobiles Börsenspiel für Einsteiger

Aufgepasst liebe Studenten, jetzt könnt Ihr zeigen, was Ihr in Sachen Geldanlage so drauf habt. Vom 25. April bis 15. Juli 2016 läuft das Börsenspiel von NEON Trading. Vermutlich werden die wenigsten bislang von dem Münchner FinTech-Startup gehört haben. Dabei hat das Team um die beiden Geschäftsführer Christian Hecker und Thomas Pischke bereits einiges auf die Beine gestellt. Mit ihrem Produkt CocktailTrade – einer Suchmaschine für Aktien-Baskets – gehörten sie nämlich zu den Siegern des Förderprogramms der comdirect bank. In den vergangenen Monaten haben die Jungunternehmer als Teil des Acceleratorprogramms der comdirect bank viel getüftelt und ihren Markteintritt vorbereitet. Jetzt steht NEON Trading als App zum Download bereit. Boersengefluester.de sprach mit Christian Hecker und Thomas Pischke über das Börsenspiel und welche weiteren Zielsetzungen NEON Trading hat. Ach ja: Mitmachen können bei dem komplett mobilen Performancewettkampf natürlich auch Nicht-Studenten.


Worum geht es bei NEON Trading?

Unsere Absicht ist es, einen mobilen Broker für das Smart Phone zu bauen, der es den Leuten verständlicher macht, am Kapitalmarkt anzulegen. Wir wollen Hemmschwellen senken und unnötige Barrieren nehmen. Vermeintlich komplexe Themen des Kapitalmarkts lassen sich im Normalfall nämlich auch einfacher erklären. Dabei sind unsere Zielgruppe eher junge Leute.

Die quasi alles über das Mobiltelefon erledigen…

Ganz genau. Auch das Bankkonto läuft bei den meisten über das Smartphone. Das ist heutzutage relativ normal. Allerdings: Wenn man ein Depot eröffnen will und Aktien kaufen möchte, dann muss man das in der Regel am PC tun. Und wir haben uns gefragt: Lässt sich das nicht einfacher machen – via Smart Phone? Dabei wollten wir die komplexen Funktionen einer Brokerage-Seite auf die wesentlichen Grundfunktionen in einer App reduzieren.

 

NEON Trading

Was hat es nun mit dem Börsenspiel auf sich? Ist das der Weg, um Ihr Produkt bekannt zu machen und dann später auch im Echtgeld-Modus zu launchen?

Ja. Das Börsenspiel ist für uns eine tolle Möglichkeit, Studenten und Berufseinsteiger zu erreichen. Da bekommen wir einen guten Zugriff über die Börsenclubs und wir sehen es natürlich auch als Test um zu sehen, was an unserer App funktioniert und wo wir eventuell noch nachbessern müssen. Unser Ziel ist es, dass ein junger Nutzer am Ende sagt: Das ist ein gutes Produkt für mich, um damit am Kapitalmarkt zu investieren.

Mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie bei dem Spiel und wie machen Sie es bekannt?

Das ist schwierig zu sagen. Wir hoffen aber, auf mehr als 900 Teilnehmer zu kommen. Bekannt machen wir das Spiel über mehrere Wege: Ein wesentlicher Eckpfeiler ist die Kooperation mit dem Bundesverband der Börsenvereine an deutschen Hochschulen. Außerdem setzen wir auf soziale Netzwerke wie YouTube oder Facebook. Und natürlich unterstützt uns auch die comdirect bank. Überhaupt ist es eine super Chance für uns, mit einem der größten Broker Deutschlands das Produkt weiter zu entwickeln. Zudem tritt die comdirect auch als Sponsor für das Börsenspiel auf.

Wann fällt der Startschuss?

Das Spiel läuft ab dem 25. April und ist für jeden offen – nicht nur für Studenten. Die App ist seit dem 19. April downloadbar, damit man schon mal ausreichend Zeit zum Testen hat. Natürlich kann man aber auch nach dem offiziellen Start noch einsteigen. Ebenfalls wichtig: Studenten können an einem von neun Hochschulwettbewerben teilnehmen und Sachpreise im Wert von 11.000 Euro gewinnen.

Zum Spiel: Wie werden die Regeln sein?

Das ist ein Punkt, den wir ganz lange diskutiert haben. Natürlich will man eigentlich nicht, dass die Teilnehmer mit extrem spekulativen Strategien an die Sache rangehen. Letztlich ist es aber so, dass man Leute, die Lust haben, komplexe Strategien zu fahren, nicht ausgrenzen kann/und will. Am Ende sollte jeder für sich entscheiden, was für ihn der richtige Weg ist. Und irgendwie ist dann doch die Rendite das entscheidende Kriterium. Und so hat das Spiel gewonnen, wer zum Handelsschluss am 15. Juli den höchsten Gewinn erzielt hat. Für den ersten Platz gibt es 5.000 Euro. Der Zweitplatzierte erhält 3.000 Euro. Rang drei wird mit 1.000 Euro belohnt.

Wie sieht der weitere Fahrplan nach dem 15. Juli – also nach dem Ende des Spiels – aus?

Bestimmte Funktionen, wie die Verwaltung von Musterdepots, werden auf jeden Fall weiter verfügbar sein. Auch Favoriten etc. werden nutzbar sein. Im Prinzip soll es möglich sein, über die App weiter einen Blick auf die Märkte haben zu können. Wir arbeiten gerade an sehr spannenden Übergangsmöglichkeiten. Unser Ziel ist es, im ersten Quartal 2017 eine Version auf den Markt zu bringen, bei der man auch ganz normal – also mit echtem Geld – Aktien und andere Wertpapiere wie ETFs oder Fonds mobil handeln kann.

 

Fotos: NEON Trading


 

Boersengefluester.de testet die App für das Börsenspiel bereits seit einigen Tagen. Ein prima Produkt, dass die Jungs von NEON Trading da entwickelt haben, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. „Wir werden die App stetig weiterentwickeln“, versprechen uns jedoch die Macher von NEON Trading. Weitere Infos und den Weg zum kostenlosen Download der App gibt es auf im Web unter neontrading.com. Sollten Sie auf jeden Fall mal ausprobieren. Und wer weiß: Vielleicht landen Sie bei dem Börsenspiel ja ganz vorn.


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse

Gereon Kruse gründete im Mai 2013 die auf Datenjournalismus fokussierte Seite boersengefluester.de. Zuvor war er 19 Jahre bei dem Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. 2016 gewann Gereon Kruse mit boersengefluester.de beim viel beachteten finanzblog award der comdirect bank den Publikumspreis und belegte gleichzeitig noch den 3. Platz in der Jurywertung.