Kursbewegende Meldungen in kompakter Form

An dieser Stelle bieten wir Ihnen einen Überblick über interessante Unternehmensnachrichten – vom Blue Chip bis zum Spezialwert. Boersengefluester.de fasst den Inhalt kompakt zusammen und gibt eine kurze Einschätzung.

Kurznachrichten


Kurznachrichten 2016: Mai  ·  April  · März  ·  Februar  · Januar   |   Kurznachrichten-Archiv [ Link ]


 

21. Juni, 2017

Auf der Frühjahrskonferenz der DVFA im Mai gab Stefan Langefeld, der neue Chief Operating Officer (COO) von Pantaleon Entertainment, bereits einen kurzen Einstand vor den Investoren – damals noch an der Seite von CEO Dan Maag. Auf der Prior-Kapitalmarktkonferenz am 20. Juni 2017 präsentierte der ehemalige Apple-Manager allein und mindestens genau so eloquent wie Dan Maag (der natürlich CEO bleibt). Kein Wunder jedoch, dass sich in dem Vortrag von Langefeld alles um die Filmplattform Pantaflix drehte – den großen Hoffnungsträger des Medienunternehmens. „Das ist eine revolutionäre Technik“, sagt Langefeld. Konkrete Zahlen – etwa zur Höhe der bereits registrierten Nutzer – wollte der COO mit Blick auf die Konkurrenz freilich nicht verraten. Und so müssen sich Investoren mit den üblichen Formulierungen („Wir werden überschüttet mit Filminhalten“) begnügen. Einer der Treiber ist dabei die Kooperation mit dem chinesischen Filmmogul Bruno Wu, mit dem Pantaleon kürzlich ein umfangreiches Joint Venture unterzeichnete. Offenbar wird mit Hochdruck daran gearbeitet, diese Kooperation mit Inhalten zu füllen. Nach der Prior-Präsentation in Frankfurt ging es für das Team von Pantaleon direkt weiter Richtung China. Unser Eindruck: Der Aufbau der Mediathek scheint derzeit nicht der Engpass zu sein. Herausfordernder dürfte es werden, auch tatsächlich genügend Kunden auf Pantaflix zu lotsen. COO Langefeld setzt hier stark auf intelligente Google-Werbung. Ob diese Form der Werbepower ausreichend ist, bleibt abzuwarten. Zunächst einmal steht am 19. Juli 2017 die Hauptversammlung in München an. Dort soll unter anderem die Umbenennung in Pantaflix AG beschlossen werden. Auch das ein unmissverständliches Signal. Kapitalisiert ist die Gesellschaft zurzeit mit 145,5 Mio. Euro. Wenn Pantaflix die erhofften Ergebnisse liefert, ist der Börsenwert mit Sicherheit noch nicht zu hoch. Die Analysten vom Bankhaus Metzler siedeln das Kursziel bei 145 Euro an. Aktuelle Notiz: 126 Euro. Klar sollte aber auch sein: Sollten die Filmfans dem Portal jedoch die kalte Schulter zeigen, drohen der im Scale gelisteten Aktie empfindliche Rückschläge.


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19. Juni, 2017

Gerade einmal vier Wochen nach der Präsentation des Geschäftsberichts 2016/17 mit dem Ausblick für das laufende Geschäftsjahr, hebt der Biosprithersteller CropEnergies die Messlatte für 2017/18 (28. Februar)  ein Stück höher. Demnach stellt CEO Joachim Lutz Erlöse zwischen 850 und 900 Mio. Euro (bislang: 800 bis 875 Mio. Euro) sowie ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von 50 bis 90 Mio. Euro (bislang: 40 bis 80 Mio. Euro) in Aussicht. „Maßgeblich für den Ergebnisanstieg war die hohe Auslastung aller Produktionsanlagen“, betont die mehrheitlich zum MDAX-Konzern Südzucker gehörende Gesellschaft. Außerdem entwickelte sich sich der Bioethanolpreis positiver als vermutet. Der Aktienkurs von CropEnergies reagierte prompt auf die guten Nachrichten und näherte sich dem bisherigen All-Time-High (25. Mai 2017) von 10,72 Euro an. Eine komplette Neubewertung des Small Caps ist freilich nicht zu erwarten. Die meisten Investoren gingen ohnehin davon aus, dass der Vorstand im Jahresverlauf bei den Prognosen nachlegen wird. Die eigentliche Überraschung ist demnach der frühe Zeitpunkt. Nächster wichtiger Termin für Anleger ist die Hauptversammlung (HV) am 18. Juli 2017. Immerhin steht eine von 0,15 auf 0,30 Euro je Aktie verdoppelte Dividende auf der Agenda. Diese Ausschüttung sorgt für eine Rendite von noch knapp drei Prozent. Eine Woche vor der HV wird CropEnergies den kompletten Zwischenbericht für das Auftaktquartal vorlegen. Nach der starken Performance der CropEnergies-Aktie sollten Anleger den zuletzt zurückgebliebenen Anteilschein von Verbio nicht aus den Augen verlieren. Während beide Aktien beim Buchwert auf Augenhöhe notieren, hat Verbio in Sachen KGV die Nase sogar vorn.



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14. Juni, 2017

Extrem viel in Bewegung ist zurzeit bei der German Startups Group: Nach dem schwierigen Jahr 2016 mit der Pleite von Auctionata versucht die Beteiligungsgesellschaft neue Geschäftsfelder aufzusetzen – etwa eine Plattform für Startup-Anteile oder die Ausgabe von Genussrechten auf die Entwicklung einzelner Unternehmen aus dem Portfolio. Zudem hat CEO Christoph Gerlinger angekündigt, dass sich die Gesellschaft für Partnerschaften mit anderen Investoren öffnen will. Ein wichtigen Beitrag leisten auch die Maßnahmen zur Kostensenkung. Entscheidend aus Investorensicht bleiben freilich erfolgreiche Exits, und auch hier gibt es Neuigkeiten. Dem Vernehmen nach hat die German Startups Group (GSG) eine für sie wesentliche Beteiligung – davon gibt es insgesamt 25 – mit einem Gewinn von rund 2,5 Mio. Euro verkauft, was rund 20 Cent je GSG-Aktie entspricht. „Der Anteilsverkauf sorgt so nach mehreren gemeldeten Anteilsveräußerungen und Höherbewertungen in 2017 für einen weiterhin sehr positiven Verlauf des Jahres“, heißt es offiziell. Um welches Portfoliomitglied es sich handelt, hat Gerlinger freilich noch nicht verraten. Klar ist lediglich, dass es weder Delivery Hero noch der Social-Trading-Spezialist ayondo ist. Dabei gelten beide Firmen wegen der angekündigten Börsengänge als natürliche Exit-Kandidaten und werden das Ergebnis der Berliner wohl nochmals befeuern. Erst kürzlich hatte die German Startups Group angekündigt, dass mit den Erlösen aus den Transaktionen die Finanzverbindlichkeiten von zurzeit 6,5 Mio. Euro zurückgeführt werden sollen. Perspektivisch sind sogar Aktienrückkäufe eine Option, zumindest solange die eigene Aktie unter ihrem Substanzwert notiert. So richtig gezündet haben die jüngsten Erfolge bei dem im neuen Börsensegment Scale gelisteten Titel allerdings noch nicht, wenngleich das Überschreiten der Marke von 2 Euro zumindest ein erster Erfolg ist. Zur Einordnung: Der Emissionskurs im November 2015 lag bei 2,50 Euro. In der Spitze erreichte das Papier wenige Tage nach dem IPO 4,10 Euro. Den Tiefpunkt markierten Mitte Februar Kurse von 1,67 Euro. Für risikobereite Investoren bietet der Wert unserer Meinung nach eine gute Chance-Risiko-Kombination.


Mit Elan hat der Kurs der Nexus-Aktie nun auch die Marke von 25 Euro genommen und ist bis auf ein All-Time-High von 27 Euro vorgeprescht. Damit bringt der Softwareanbieter für Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen und Altenheime nun beinahe 425 Mio. Euro Börsenwert auf die Waagschale. Das entspricht fast dem Vierfachen des 2016 erzieltes Umsatzes von 107 Mio. Euro. Und selbst unter Berücksichtigung der Netto-Finanzguthaben von gut 34 Mio. Euro übersteigt der Unternehmenswert das im Vorjahr erzielte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beinahe um den Faktor 19. Das normale KGV, berechnet auf Basis der 2018er-Gewinnschätzungen von boersengefluester.de, liegt bei sportlichen 35. Keine Frage: Nexus wächst seit Jahren mit zweistelligen Raten, hat trotz der umfangreichen Investitionen in die neue Softwaregeneration eine piekfeine Bilanz und zählt zu den Gewinnern der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Doch allmählich wird auch für die Nexus-Aktie die Luft bedenklich dünn. Eine Konsolidierung auf dem erreichten Niveau wäre also nur gesund.




13. Juni, 2017

„Unser Ziel ist es, das Unternehmen bekannter zu machen“, sagte Heiner Luntz, CFO von RNTS Media im Mai auf der DVFA-Frühjahrskonferenz. Diese Botschaft – wenn auch alles andere als dynamisch rübergebracht – richtete sich klar an die Gruppe der Investoren, denn in der digitalen Werbebranche ist die Gesellschaft sehr wohl ein Begriff, insbesondere durch die 2014 übernommene Fyber. Kerngeschäft der Berliner Fyber – ursprünglich unter dem Namen SponsorPay im Gamebereich aktiv – sind Tools zur Optimierung von Werbeeinnahmen in mobilen Apps. Hört sich alles hip an, allerdings hat RNTS – maßgeblich geprägt durch das stark negative Zinsergebnis – unterm Strich tiefrote Zahlen geschrieben. Dementsprechend stand RNTS Media an der Börse unter Druck und verlor allein in den vergangenen neun Monaten rund die Hälfte an Börsenwert. Gleichwohl bringt die im Prime Standard gelistete Gesellschaft noch immer rund 176 Mio. Euro auf die Waagschale – ist also alles andere als ein Micro Cap. Möglicherweise entfacht sich die Fantasie der Börsianer künftig neu, denn bei RNTS stehen – wie jetzt auf dem außerordentlichen Bondholder-Meeting beschlossen – jede Menge Veränderungen an: Äußerlich am sichtbarsten ist die Umfirmierung in Fyber. Zudem wird so ziemlich das komplette Management ausgetauscht. Neuer CFO wird Yaron Zaltsman, der bis Mitte 2016 Finanzvorstand bei dem Berliner Immobilienunternehmen ADO Properties war – seit Herbst 2015 immerhin ein SDAX-Unternehmen. Neuer Vorstandsvorsitzender ist Ziv Elul, der als Mitgründer des von RNTS 2016 übernommenen Werbemarktplatzes Innercative aus Tel Aviv zu RNTS kam und dort zuletzt die Rolle des Chief Operating Officer innehatte. Ziel für 2017 ist es, das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) in die Pluszone zu hieven. Die Analysten von Edison halten – bei Erlösen von 285 Mio. Euro – ein EBITDA von knapp 4 Mio. Euro für möglich. Boersengefluester.de ist gespannt, ob die Aktie tatsächlich frischen Wind bekommt. Ein super heißes Eisen! Noch ein Tipp: Wenn Sie wissen wollen, welche Gesellschaften in den vergangenen Jahren ebenfalls ihre Namen gewechselt haben, klicken Sie doch einfach auf unser interaktives Tool Umfirmierungen.


Wenn die Muttergesellschaft MBB via Umplatzierung von Aktien die Wegstrecke Richtung SDAX ein wenig abkürzt und auch die Schwester Aumann als Kandidat für einen Auswahlindex gilt, hat es die wesentlich kleinere Delignit – das dritte börsennotierte Unternehmen aus dem MBB-Verbund – naturgemäß schwerer, für Aufmerksamkeit zu sorgen. Trotzdem: Verstecken muss sich der Anbieter von Holzwerkstoffen, die vorwiegend in den Bereichen Nutz- und Schienenfahrzeuge eingesetzt werden, keinesfalls. Ein Ausrufezeichen hat Delignit bereits Ende Mai mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2016 gesetzt – die wesentlichen Kennzahlen gab es allerdings schon Anfang Februar vorab – und einem, für CEO Markus Büscher, doch recht offensiven Ausblick. Demnach soll der Umsatz 2017 von zuletzt knapp 48,57 Mio. Euro um 10 bis 15 Prozent wachsen. Die EBITDA-Marge grenzt Büscher auf eine Bandbreite zwischen 7,5 und 8,3 Prozent ein. Mit anderen Worten: Die operative Rendite soll mindestens den Vorjahreswert erreichen. Demnach liegt das für 2017 zu erwartende Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in einer Range von 4,0 bis 4,6 Mio. Euro. Mit Blick auf den Unternehmenswert (Marktkapitalisierung plus Netto-Finanzschulden) von gut 50 Mio. Euro, würde der Small Cap also mit dem 11,4fachen des 2017er-EBITDA gehandelt. Übermäßig günstig ist das, verglichen mit anderen Autozulieferern, allerdings nicht. Die Spekulation geht also dahin, dass das im neuen Börsensegment Scale gelistete Unternehmen 2017 – und vor allen Dingen 2018 – einen Zacken besser abschließt als offiziell kommuniziert. Anlass zur Zuversicht geben die jüngsten Großaufträge aus dem Bahnbereich und dem Transportersektor. Namen von Kunden nennt Delignit traditionell nicht, bei den Nutzfahrzeugaufträgen soll es sich aber um einen großen deutschen Automobilkonzern und den heimischen Ableger eines asiatischen Anbieters handeln. Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass Delignit ein Büro in den Vereinigten Staaten eröffnen will. Ziel ist es, das Geschäft im Bereich leichter Nutzfahrzeuge anzukurbeln. Unterm Strich dominieren bei Delignit zurzeit also die positiven Aspekte. Boersengefluester.de traut dem Titel daher weiteres Potenzial zu. Zur Hauptversammlung am 20. Juni 2017 steht erneut eine Dividende von 0,03 Euro je Aktie auf der Agenda. Damit bringt es der Titel aber gerade mal auf eine Rendite von gut 0,5 Prozent. Langfristiges Kursziel ist der im September 2007 geforderte Ausgabepreis von 8 Euro, den der Titel allerdings nie wieder gesehen hat – eine Folge des sich damals aufbauenden Finanztsunamis.


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08. Juni, 2017

Fürchterlich viele positive Neuigkeiten gab es in den vergangenen Jahren über Agrarius nicht zu berichten – zumindest wenn man die ursprünglichen Wachstumspläne als Maßstab heranzieht. Immerhin: Das auf Ackerbau in Rumänien spezialisierte Unternehmen mit formalem Sitz in der Nähe von Bad Homburg scheint endlich seinen Weg gefunden zu haben. Nach vorläufigen Berechnungen kam Agrarius 2016 auf ein Umsatzplus von fast 43 Prozent auf 7,0 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zog von 452.000 Euro auf rund 1,3 Mio. Euro an – avisiert hatte Vorstand Ottmar Lotz zuletzt ein EBITDA von mindestens 1 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) drehte von minus 78.000 Euro auf plus 816.000 Euro. Die Analysten von SMC Research hatten hier in ihrer jüngsten Studie mit einer Größenordnung von rund 500.000 Euro kalkuliert. Bereits seit einiger Zeit live ist zudem die Webseite ackerlust.com, mit der Agrarius die Wertschöpfungskette ausweiten will. Bislang gibt es hier freilich erst Kürbiskernöl zu kaufen. Dafür hat Agrarius die Kapitalmarktpäsenz wieder ausgebaut und den zwischenzeitlich eingestellten Xetra-Handel revitalisiert. Um einen zumindest halbwegs liquiden Börsenhandel zu gewährleisten, wurde Equinet als Designated Sponsor verpflichtet. Ende 2016 hat Agrarius zudem eine Wandelanleihe im Volumen von 425.000 Euro platziert. Zuvor hab es eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 10 zu 1. Mit einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 5,45 Mio. Euro gehört Agrarius zu den kleinsten der regelmäßig von boersengefluester.de betrachteten Unternehmen. Keine Frage: Solche MicroCaps sind nicht jedermanns Sache. Hinweisen möchten wir auf die operativen Fortschritte aber dennoch, schließlich ist boersengefluester.de eine Plattform für alle Spezialwerte. Das neue Kursziel von SMC beträgt 11,80 Euro.



06. Juni, 2017

Manche Kapitalerhöhungen kommen quasi mit Ansage. So hatte Softing-CEO Wolfgang Trier zuletzt auf Präsentationen oder in Interviews immer wieder darauf hingewiesen, dass eine dosierte Stärkung des Eigenkapitals eine realistische Option sei. Mit den frischen Mitteln will der Messtechnikspezialist zum einen seine Feuerkraft für – schon seit längerer Zeit diskutierte – Übernahmen stärken. Zum anderen ist Softing die Entwicklung neuer Produkte für die Automobilbranche viel teurer gekommen als gedacht. Dafür braucht es einen Ausgleich. Nun also Vollzug: Demnach hat Softing knapp 696.000 Aktien – das entspricht zehn Prozent des bisherigen Grundkapitals – zu je 11,30 Euro platziert. Damit fließen der Gesellschaft brutto annähernd 8 Mio. Euro zu. Dem Vernehmen nach war die Kapitalmaßnahmen um mehr als das Vierfache überzeichnet, wobei sich Großaktionär Trier allerdings auch im „substantiellen Umfang“ selbst beteiligt hat. Das wiederum ist keine Überraschung, immerhin hatte der Manager dies so angekündigt. Insgesamt gibt es nun 7.655.381 Softing-Aktien, so dass sich der Börsenwert bei einem aktuellen Kurs von 11,74 Euro auf 89,9 Mio. Euro türmt. Dem steht ein für 2017 erwarteter Umsatz von circa 85 Mio. Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) etwa 6 Mio. Euro gegenüber. Das sieht jetzt noch nicht zwingend nach einer krassen Unterbewertung aus, doch die Nachrichtenlage dürfte in den kommenden Monaten kontinuierlich besser werden. Für 2018 müssten die Zahlen sogar spürbar zulegen. Wer den Titel im Depot hat, sollte engagiert bleiben.


Was wurde nicht schon alles über die Bewertung und den nahenden Börsengang von Delivery Hero geschrieben? Nun präsentiert der Lieferdienst endlich Fakten: Demnach soll „in den kommenden Monaten“ das IPO im Frankfurter Börsensegment Prime Standard durchgeführt werden. Via Kapitalerhöhung – also neuen Aktien – dürften dem Unternehmen dabei rund 450 Mio. Euro zufließen. Angaben zur Höhe des Streubesitzes nach der Kapitalerhöhung macht Delivery Hero noch nicht. Und auch sonst fehlen die maßgeblichen Parameter, um sich bereits jetzt ein vernünftiges Bild über die Aktie machen zu können. Getuschelt wird aber über eine angestrebte Bewertung zwischen 3,0 und 3,5 Mrd. Euro. Nun: Bei einem Listing dieser Größenordnung werden die Anleger auf möglichst aktuelle Informationen bestehen. Variante 1 wäre, dass jetzt alles sehr schnell geht und der Prospekt auf Basis der Q1-Zahlen 2017 aufgestellt wird. Oder aber: Es dauert wirklich noch zwei/drei Monate und Delivery Hero geht mit dem Halbjahresabschluss auf Roadshow. Boersengefluester.de hält die zweite Version für realistischer. Zu den direkten Profiteuren der Kapitalmarktpläne gehören Rocket Internet mit einem Anteil von gegenwärtig rund 35 Prozent sowie der südafrikanische Investor Naspers mit etwa 10 Prozent. Mit von der Partie ist – wenn auch „nur“ mit 0,06 Prozent – darüber hinaus die German Startups Group. Das hört sich zunächst einmal wenig an, für die Berliner Beteiligungsgesellschaft gehört Delivery Hero jedoch zu den wichtigsten Engagements und könnte – je nach tatsächlicher Marktkapitalisierung – zwischen 1,5 und 2,0 Mio. Euro an Wert besitzen. Zum Vergleich: Der aktuelle Börsenwert der German Startups Group (GSG) beträgt 22,4 Mio. Euro. Nachdem der Aktienkurs seit Monaten zwischen 1,75 und 2,00 Euro pendelt, könnte das nahende IPO von Delivery Hero der Auslöser für einen Ausbruch nach oben sein. Bleibt für das GSG-Team um CEO Christoph Gerlinger zu hoffen, dass die Marktstimmung nicht kippt und Delivery Hero seine – sicherlich sehr ambitionierten – Preisvorstellungen nicht durchsetzen kann. Für Gesprächsstoff ist auf der am 8. Juni 2017 stattfindenden Hauptversammlung der German Startups Group jedenfalls gesorgt. Auf den ersten Blick überraschend und vielleicht sogar kurios ist derweil die Meldung, dass die German Startups Group die Auktionssoftware von Auctionata aus der Insolvenzmasse gekauft hat. Immerhin war die VC-Gesellschaft bei Auctionta beteiligt und musste im Zuge der Pleite eine Menge Prügel für dieses Fehlinvestment beziehen. „Wir glauben stark an den Wert einer führenden Software-Technologie für Online-Livestream-Auktionen. Sie stellt die Basis für die Digitalisierung des Auktionsgeschäfts dar“, sagt Gerlinger, ohne konkrete Pläne zu verraten. Wie boersengefluester.de hört, soll der Kaufpreis für die Software bei rund 80.000 Euro gelegen haben – ein überschaubares Investment für die German Startups Group also.



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05. Juni, 2017

Steil nach oben auf ein neues Jahreshoch ging es zuletzt mit dem Aktienkurs von secunet Security Networks. Wirklich relevante Nachrichten für das Plus gab es allerdings nicht: Die Hauptversammlung ging gewohnt glatt über die Bühne, die Q1-Zahlen sind längst bekannt, auf Roadshow war der Vorstand nicht – und der Halbjahresbericht wird erst Anfang August veröffentlicht. Am ehesten für Aufmerksamkeit dürfte daher eine positive Erwähnung im Anlegermagazin DER AKTIONÄR mit Kursziel 90 Euro gesorgt haben. Regelmäßige Leser von boersengefluester.de wissen, dass der Spezialist für hochwertige IT-Sicherheitsausstattung ein Profiteur der allgemeinen Sicherheitsdebatte ist und die Geschäfte kaum besser laufen könnten.  Allerdings haben die Essener selbst darauf hingewiesen, dass im Zuge der nahenden Bundestagswahl größere Anschaffungsprojekte von den Behörden erst einmal auf Eis gelegt werden können. Losgelöst davon: secunet gehört zwar in den Kreis der Langzeitfavoriten von boersengefluester.de. Die Bäume wachsen aber auch hier nicht in den Himmel. Die aktuelle Bewertung ist mit einem KGV von fast 50 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund elf jedenfalls jedenfalls schon mächtig sportlich.


Am Aktienkurs von Takkt ist der allgemeine Kursaufschwung zuletzt eher vorbeigegangen. Dabei hat der Versandhändler für Büro- und Geschäftsausstattungen  mit seinen jüngsten Zahlen die Erwartungen regelmäßig erfüllt. Freilich muss auch Takkt kräftig in die Digitalisierung investieren, um die Marktposition langfristig zu stärken. Doch hier sind die Stuttgarter umtriebig unterwegs.  Die Analysten von Hauck & Aufhäuser haben die Einschätzung für den SDAX-Wert kürzlich von Halten auf Kaufen heraufgesetzt und mit einem um 2 auf 25 Euro erhöhten Kursziel versehen. Boersengefluester.de bleibt dabei: Die Takkt-Aktie ist eine günstige Gelegenheit mit erklecklicher Dividendenrendite von rund 2,5 Prozent und erheblichem Nachholpotenzial. Die Ausschüttung für 2016 fand freilich bereits nach der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 statt. Die Halbjahreszahlen sind für den 27. Juli angesetzt. Die jüngste Präsentation vor Investoren fand am 30. Mai 2017 auf der 8. Süddeutschen Kapitalmarktkonferenz in Stuttgart statt.




01. Juni, 2017

Kurz vor der Hauptversammlung am 2. Juni 2017 in München kommt der Aktienkurs von windeln.de in Schwung. Damit hatte die Empfehlung von boersengefluester.de von Mitte Mai (HIER) bislang ein prima Timing. Auslöser für das neu entflammte Interesse an dem Onlinehändler für Baby- und Kleinkinderartikel gibt es mehrere: Zunächst einmal zeigen die kürzlich vorgelegten Q1-Zahlen, dass das internationale Geschäft anständig wächst und der chinesische Markt nach dem regulatorischen Rücksetzer wieder deutlich aufholt. Gleichzeitig wirkt das Fitnessprogramm des Unternehmens. Zudem hat ein Fonds der Deutschen Bank seinen Anteil zuletzt ein wenig aufgestockt. Das stärkste Argument bleibt für boersengefluester.de aber, dass die Aktie – verglichen mit anderen E-Commerce-Titeln wie Zooplus oder auch Zalando – super günstig bewertet ist. Keine Frage: Noch sind die Münchner den Beweis schuldig geblieben, dass sie in der Lage sind, nachhaltig schwarze Zahlen zu schreiben. Hier ist die Peer Group wesentlich weiter. Aber einen Aufschlag von gerade einmal 30 Prozent auf den Buchwert halten wir definitiv für eine Gelegenheit. Die Analysten von Montega aus Hamburg setzen das Kursziel bei 4 Euro. Diese Marke rückt nun zwar bereits in die Nähe, das Ende der Aufwärtsbewegung sollte sie jedoch nicht zwingend markieren. Zudem sind wir zuversichtlich, dass die Marke von 100 Mio. Euro Börsenwert für zusätzliche Aufmerksamkeit bei institutionellen Investoren sorgen wird.


Wenn die Analysten von Hauck & Aufhäuser von einer „einzigartigen Gelegenheit“ und einem „Game Changer“ sprechen, ist Achtung angesagt. Hier könnte sich eine gute Gelegenheit auftun. Konkret geht es um MS Industrie. Das Unternehmen galt in der Spezialwerteszene lange Zeit als piekfeines Investment, doch im Zuge der US-Marktschwäche für schwere Lastkraftwagen musste der Hersteller für Antriebstechnologien (Powertrain) seine Prognosen mehrfach kürzen. Entsprechend ging es mit dem Kurs zurück. Mittlerweile scheint MS Industrie hier jedoch wieder in die Spur zu kommen. Beinahe noch wichtiger für die Experten von Hauck & Aufhäuser ist jedoch, dass MS Industrie viel mehr ist als ein reiner Automobilzulieferer. Vor allen Dingen der Bereich Ultraschall (Ultrasonic) hat es in sich. Die Spezialmaschinen kommen in immer mehr Branchen zum Einsatz und werden dort zum Schneiden, Stanzen oder Schweißen verwendet. Nach Auffassung von Hauck & Aufhäuser müsste allein dieses Geschäftsfeld einen Wert von 3,40 Euro je MS-Aktie haben. Insgesamt setzten die Nebenwerteexperten das Kursziel bei 4,40 Euro an – gegenwärtig kostet die Aktie knapp 3,10 Euro. Das wäre ein erkleckliches Potenzial von mehr als 40 Prozent. MS Industrie selbst stellt für 2017 leicht steigende Konzernumsätze sowie ein deutlich verbessertes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Aussicht. Der Überschuss dürfte aufgrund einer höheren Steuerquote dagegen vermutlich auf dem 2016er-Niveau von rund 4,4 Mio. Euro verharren. Kapitalisiert ist die im General Standard gelistete Gesellschaft mit 93 Mio. Euro. Nachdem im Small-Cap-Bereich so viele Aktien schon extrem gut gelaufen sind, könnte sich hier in der Tat eine schöne Story entwickeln.


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30. Mai, 2017

Eingestimmt waren die Aktionäre von Turbon ja bereits auf schwache Zahlen für das erste Quartal 2017 (siehe dazu den Bericht auf boersengefluester.de HIER). Nun hat der Tonerspezialist mit einem Einbruch des Gewinns vor Steuern von 75 Prozent auf 383.000 Euro die entsprechenden Fakten geliefert. Wer den gesamten Zwischenbericht aufmerksam liest, bekommt jedoch den Eindruck, dass die Hattinger bei ihrer strategischen Neuausrichtung, hin zu einem breiter aufgestellten Unternehmen, gut vorankommen. In den USA und Mexiko greift Turbon hart durch – schließt Produktionsstätten und ordnet den Vertrieb neu. Dabei muss auch ein extrem kostenbewusstes Unternehmen wie Turbon die Erfahrung machen, dass Restrukturierungsmaßnahmen erst einmal Geld kosten. Die Gesellschaft selbst spricht in diesem Zusammenhang von einem „Wermutstropfen“, der Q1 mit rund 1,6 Mio. Euro belastete. Für das laufende Quartal ist abermals mit negativen Auswirkungen zu rechnen, jedoch auf „niedrigerem Niveau“, wie der Vorstand betont. Ab der zweiten Jahreshälfte will Turbon jedoch bereits wieder in „gewohnte Ergebnisregionen“ zurückkehren. Das wären dann operative Margen zwischen sieben und acht Prozent. Recht dynamisch, wenn auch noch auf niedrigem Niveau, entwickelt sich derweil das neue Geschäftsfeld Cabling Technologies, wo es um Spezialverbindungen für den Einsatz in ganz verschiedenen Branchen geht – von der Medizintechnik bis hin zu Spezialfahrzeugen. Ein Update gibt Turbon auch zu den angekündigten Übernahmeaktivitäten. Demnach könnte die Gesellschaft im Lauf des dritten Quartals Vollzug melden. Mit dem Zukauf will sich das Unternehmen sowohl neue Produktgruppen als auch regionale Märkte erschließen. Entsprechend gespannt ist boersengefluester.de auf den Kandidaten. Die Jahresziele für 2017 – sie sehen bei Erlösen von 115 bis 120 Mio. Euro einen Gewinn vor Steuern von 6,5 Mio. Euro vor – bleiben bestehen. Noch keine Aussage gibt es hingegen zum Abstimmungsverhalten von Großaktionär Holger Brückmann-Turbon, der über das Vehikel HBT 70,97 Prozent der Aktien besitzt. „Mr. Turbon“ will seine Entscheidung von den bis zur HV erreichten Fortschritten bei der Umstrukturierung abhängig machen. Im positiven Fall dürfte er sich dem offiziellen Vorschlag von 0,60 Euro je Aktie anschließen. Aussagen zu Plan B gibt es noch nicht. Die Hauptversammlung findet am 22. Juni 2017 statt.  Für Spannung ist also gesorgt, zumal der Small Cap selbst bei der auf 0,60 Euro gekürzten Dividende eine prima Rendite von 3,8 Prozent bietet. Insgesamt wertet boersengefluester.de die jüngste Entwicklung und den Ausblick positiv und stuft den ansonsten wenig beachteten Spezialwert von Halten auf Kaufen herauf.


Eigentlich müsste das Management von Basler ein sehr feines Gefühl für die Einschätzung der eigenen Aktie haben. Umso krasser liest sich aus heutiger Sicht der Hinweis im Halbjahresbericht 2015, wonach der Hersteller von Spezialkameras für den industriellen Einsatz, die „zwischenzeitlich sehr hohe Bewertung am Kapitalmarkt“ genutzt hat, um den Bestand an eigenen Aktien weiter zu reduzieren. Damals ging es um Kurse von gut 57 Euro – entsprechend einem Börsenwert von rund 199 Mio. Euro. Zum Vergleich: Aktuell kostet der Anteilschein 129 Euro, womit die Ahrensburger auf eine Marktkapitalisierung von 452 Mio. Euro kommen. Haben sich die operativen Rahmenbedingungen also dermaßen geändert oder schießt die Börse mittlerweile so weit über das Ziel hinaus? Fakt ist zunächst einmal, dass sich die Geschäfte deutlich besser entwickelt haben als es zu vermuten war. Mittlerweile kalkuliert der Vorstand für 2017 mit Umsätzen zwischen 120 und 130 Mio. Euro – bei einer Rendite vor Steuern von 13 bis 15 Prozent. In der optimistischen Variante könnte Basler demnach auf einen Gewinn vor Steuern von 19,5 Mio. Euro zusteuern. Die Analysten sind freilich noch ein gutes Stück zuversichtlicher und halten ein Niveau von mehr als 22 Mio. Euro für machbar – wohlwissend, dass Basler regelmäßig sehr konservativ prognostiziert. Bei einer Steuerquote von rund 30 Prozent könnte am Jahresende also ein Überschuss von circa 13,5 Mio. Euro stehen, was wiederum auf ein beachtliches KGV von 33,5 hinauslaufen würde. Zum Vergleich: Der Zehn-Jahres-Durchschnittswert liegt bei knapp 17, was auch schon beachtlich ist. Da drängt sich schon der Eindruck auf, dass die Kurse an Bodenhaftung verlieren. Mit anderen Worten: Auf diesem Niveau würde boersengefluester.de keine Neuengagements mehr riskieren – und es würde uns auch nicht wundern, wenn Basler das aktuelle Bewertungsniveau nutzen würde, um den Bestand von gut 295.000 eigenen Aktien mal wieder zu reduzieren.




24. Mai, 2017

Der Sensorikspezialist m-u-t bleibt seiner Linie treu und passt seinen regelmäßig deutlich zu konservativ angesetzten Ausblick für das Gesamtjahr erst dann nach oben an, wenn es sich beinahe nicht mehr verhindern lässt. Neuestes Beispiel: So kommt m-u-t nach Ablauf des ersten Quartals bereits auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,9 Mio. Euro, was einer beeindruckenden operativen Marge von 18 Prozent gleichkommt. Die EBIT-Vorschau für das Gesamtjahr bleibt vorerst jedoch bei 7,3 Mio. Euro. „Aus Gründen der Prognosesicherheit hat sich der Vorstand dennoch entschlossen, auch in diesem Jahr eine eventuelle Anhebung der Ganzjahresprognose erst zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen“, heißt es offiziell. Boersengefluester.de hat den im neuen Segment Scale gelisteten Titel bereits mehrfach empfohlen. Allerdings geht uns die Performance der Aktie momentan dann doch etwas zu schnell, so dass wir Neuengagements zurückstellen würden. Das zuletzt von Oddo Seydler genannte Kursziel von 11 Euro ist längst überschritten. Das muss jetzt kein Ko-Kriterium sein, da die Analysten bei m-u-t in der Regel hinterherhecheln. Uneingeschränkt günstig ist die Aktie bei einer Marktkapitalisierung von mittlerweile  71,6 Mio. Euro aber auch nicht mehr. Der Titel ist für uns jetzt eine Halten-Position.


Mit der Veröffentlichung der Einladung zur Hauptversammlung am 11. Juli 2017 ist es amtlich: Die Eifelhöhen-Klinik AG schüttet für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 0,41 Euro je Aktie aus und rückt damit in die Top-5-Positionen der von boersengefluester.de ermittelten Renditehits für den Juli auf (zu der Übersicht kommen Sie HIER). Beim aktuellen Aktienkurs von 5,40 Euro ergibt sich eine Rendite von immerhin 7,6 Prozent. Aber Vorsicht: Zwar weist der Klinikbetreiber für 2017 ein Ergebnis je Aktie von 1,49 Euro – beziehungsweise insgesamt 4,71 Mio. Euro – aus. Allerdings resultiert die stattliche Gewinnsumme nicht aus dem operativen Geschäft, sondern aus dem Verkauf der Kaiser-Karl-Klinik in Bonn mit einem Buchgewinn von 5,4 Mio. Euro. Dementsprechend wird der Abschluss 2017 ein ganz anderes Bild zeigen. Immerhin stellt das Unternehmen für das kommende Jahr jedoch ein positives operatives Ergebnis in Aussicht. Mittlerweile mehr als 20 Prozent der Eifelhöhen-Aktien hält der Unternehmer Bruno Fortmeier, den Spezialwertefans vermutlich auch durch sein Engagement bei der mittlerweile delisteten Synaxon (ehemals PC-Spezialist) kennen. Eifelhöhen-Klinik bringt es auf eine Marktkapitalisierung von nicht einmal 17 Mio. Euro. Dementsprechend wenig Beachtung findet das Papier an der Börse. Zudem laufen die IR-Aktivitäten seit jeher auf Sparflamme. Gut möglich aber, dass die anstehende Dividende in den kommenden Wochen ein paar zusätzliche Investoren anzieht.


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23. Mai, 2017

Bei Trendthemen wie Elektromobilität bekommen die Börsianer zurzeit spitze Ohren. Und so verwundert es nicht, dass Günther Kneidinger, Vertriebsvorstand von InTiCa Systems, den Anbieter von induktiven Komponenten und analoger Schaltungstechnik entsprechend positioniert: „Erfreulich ist, dass wir im Gegensatz zu vielen Unternehmen die Elektromobilität nicht nur zur Strategie erheben, sondern dass wir bereits ganz konkret mehrere Entwicklungsaufträge wie auch Serienaufträge ausweisen können.“ Das kommt an am Kapitalmarkt. Jedenfalls ist der Aktienkurs des Anbieters von induktiven Komponenten und analoger Schaltungstechnik aus seiner monatelangen Lethargie erwacht und zur Präsentation des Q1-Berichts mit Schwung über die Marke von 5,50 Euro gesprungen. Das entspricht einem Zugewinn an Marktkapitalisierung von 3,65 Mio. Euro auf rund 24 Mio. Euro. Offenbar hatte kaum jemand aus der Small-Cap-Szene InTiCa Systems als Profiteur der Elektromobilität auf dem Radar. Tatsächlich entfallen schon mehr als 82 Prozent der Erlöse auf den Automobilbereich, den Rest steuern industrielle Kunden zu. Knackpunkt bei dem Unternehmen aus Passau sind allerdings die regelmäßig sehr überschaubaren Margen. Daran wird sich aus 2017 noch nicht signifikant etwas ändern, da InTiCa Systems rund 4,5 Mio. Euro für das neue Werk in Mexiko sowie die Modernisierung von Produktionsanlagen investiert. Insgesamt kalkuliert Vorstandssprecher Gregor Wasle für das laufende Jahr mit Erlösen zwischen 47 und 50 Mio. Euro sowie einer EBIT-Marge von rund drei Prozent. Das könnte dann auf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von gut 1,5 Mio. Euro hinauslaufen. SMC Research geht davon aus, dass das Betriebsergebnis bis 2019 auf 2,6 Mio. Euro zulegen könnte. Gemessen daran sähe die aktuelle Marktkapitalisierung in der Tat eher moderat aus. Allerdings stehen in der Bilanz auch noch Netto-Finanzverbindlichkeiten von rund 20 Mio. Euro, die es bei der Unternehmensbewertung zu berücksichtigen gilt. Unterm Strich stehen die Chancen ganz gut, dass die InTiCa-Aktie in den kommenden Monaten mehr Aufmerksamkeit bekommt. Die Zahlen zum Auftaktviertel und der Rekordauftragsbestand von 47,9 Mio. Euro sind jedenfalls gute Signale.


Guter Jahresauftakt für Geratherm Medical: Knapp 6,20 Mio. Euro Umsatz im ersten Quartal. Das gab es zuvor noch nicht. Ebenfalls erfreulich, dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 1,00 Mio. Euro den entsprechenden Vorjahreswert von 0,44 Mio. Euro signifikant übertraf. Die jüngsten Investitionen in zusätzliche Kapazitäten Mitarbeiter scheinen also zu fruchten. Im Stammgeschäft Healthcare Diagnostic (insbesondere Fieberthermometer) erzielt Geratherm solide Zuwächse, genau wie im Bereich Respiratory (Geräte zur Messung der Lungenfunktion).  Erneut schwach schneidet zurzeit dagegen die Sparte Wärmesystem ab. Hier führt Geratherm neue gesetzliche Regelungen, die Produktauslieferungen verhindern, als Ursache an. Immerhin 388.000 Euro Umsatz steuerte Q1 der Hoffnungsträger Cardio/Stroke (Diagnose von Vorhofflimmern). zu den Konzernerlösen bei. „Wir sind zuversichtlich, das in einem überschaubaren Zeitrahmen die apoplex-Technologie in mehr als 100 Kliniken in Deutschland im Einsatz ist“, betont das Unternehmen. Zur Einordnung: Ende 2016 waren 80 Kliniken angeschlossen. Interessant ist zudem, dass die Baseler Eckenstein-Geigy-Stiftung Mitte April via Kapitalerhöhung für 2 Mio. Euro 9,1 Prozent der Anteile an apoplex medical technologies übernommen hat. Auf Basis dieser Finanzierungsrunde wäre die Gesellschaft aus Pirmasens – sie hat einen Algorithmus für die Auswertung von EKG-Aufzeichnungen entwickelt – mit rund 22 Mio. Euro bewertet. Auf der Hauptversammlung von Geratherm am 6. Juni 2017 in Frankfurt wird das Engagement der Schweizer sicher ein Thema sein. Zuletzt lag die apoplex-Beteiligungsquote von Geratherm bei 58,76 Prozent. Auch nach dem Einstieg von Eckenstein-Geigy würde Geratherm als Mehrheitsgesellschafter bleiben. Einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr 2017 blieb CEO Gert Frank im Zwischenbericht schuldig. Es heißt lediglich, dass die Gesellschaft das Ertragsniveau des ersten Quartals in den kommenden Monaten halten soll. Das ist insofern bemerkenswert, weil die aktuelle EBIT-Marge von 16,2 Prozent sehr deutlich über der eigentlichen Zielmarke von zehn Prozent liegt. Insgesamt sind die neuesten Zahlen von Geratherm also positiv zu sehen, was nach den per saldo enttäuschenden Ergebnissen für 2016 auch nötig ist. Mit knapp 69 Mio. Euro Börsenwert ist Geratherm – trotz einer Nettoliquidität von rund 10 Mio. Euro – schließlich nicht ganz günstig. Zur Einordnung: Für 2017 kalkuliert boersengefluester.de zurzeit mit einem EBIT von 3,1 Mio. Euro. Eine gute Halten-Position ist der Titel aber allemal, schon allein weil die Dividendenrendite von 3,6 Prozent überzeugende Argumente liefert.


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22. Mai, 2017

Seit Mitte März hat sich der Aktienkurs von Scherzer & Co. bei knapp unter 2,40 Euro – dem zuletzt veröffentlichten NAV – festgefahren. Dabei dürfte die Beteiligungsgesellschaft demnächst ein positive Update geben, immerhin entwickeln sich die Kurse von wesentlichen Portfoliomitgliedern wie GK Software, Freenet, Wüstenrot & Württembergische (kurz: W&W), K+S oder auch Pfeiffer Vacuum teils rasant nach oben. Am 29. Mai 2017 findet die Hauptversammlung von Scherzer & Co. statt. Auf der Agenda steht die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 0,05 Euro je Aktie, was den Titel auf eine Rendite von 2,1 Prozent hievt. Werbung in eigener Sache macht derweil Scherzer-Vorstand Georg Issels – und zwar in Form von Insiderkäufen. Clevere Investoren machen es ihm nach und setzen ebenfalls auf die im neuen Börsensegment Scale gelistete Scherzer-Aktie.


Mit zwischenzeitlich 6,30 Euro ist der Aktienkurs von Borussia Dortmund nach dem Saison-Finale mit Platz 3 auf den höchsten Stand seit Februar 2002 gestiegen. Damals befand sich der Titel allerdings – genau wie alle anderen Aktien – im freien Fall. Das All-Time-High von 10,31 Euro datiert von Tag der Erstnotiz am 31. Oktober 2000. Wer als Anleger glaubt, dass mit dem 34. Spieltag der Liga nun auch eine eher ruhige Phase für die BVB-Aktie beginnt, täuscht sich übrigens. Meist ist die Performance in der spieltagsfreien Zeit sogar überdurchschnittlich gut, zumal hier wichtige Transfer unter Dach und Fach gebracht werden. Bei den Schwarz-Gelben dreht sich diesmal freilich alles um einem möglichen Transfer von Aubameyang. Zudem steht auch noch das DFB-Pokalfinale an, dessen Einfluss auf den Aktienkurs aber nicht überschätzt werden sollte. Interessanter ist möglicherweise schon die für Anfang Juni angesetzte Roadshow mit Edison in Zürich. Für boersengefluester.de bleibt die BVB-Aktie damit ein überdurchschnittlich attraktives Investment.



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19. Mai, 2017

Wer als Anleger Überraschungen mag, ist bei IFA Hotel & Touristik genau richtig. Jedenfalls kommt ganz schön was zusammen, wenn man die Highlights der vergangenen Jahre addiert: Kapitalerhöhung, Dividendenwirrwarr, Zukäufe, Verkäufe, Terminverschiebungen, eine undurchsichtige Aktionärsstruktur, die Suche nach einem neuen Wirtschaftsprüfer – alles ist dabei. Entschädigt für die ganzen Strapazen wurden die Investoren freilich durch eine prima Kursentwicklung. Allein in den vergangenen zwölf Monaten ging es von 6 auf mehr als 9 Euro Richtung Norden. Zudem gab die Gesellschaft jetzt einen ersten Vorgeschmack auf die jetzt für den 22. Mai angesetzten Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr: Demnach kam der in Spanien, Deutschland, Österreich sowie der Dominikanischen Republik tätige Hotelbetreiber 2016 auf ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 40,8 Mio. Euro – nach 30,0 Mio. Euro im Jahr zuvor. Bereinigt um den Ergebniseffekt von 7,4 Mio. Euro aus dem Verkauf der Creativ Hotel Catarina auf Gran Canaria, bleibt ein EBITDA von 33,4 Mio. Euro stehen. Avisiert hatte der Vorstand zuletzt eine EBITDA-Spanne von 33 bis 35 Mio. Euro. Die Dividende will das mehrheitlich im Eigentum der spanischen Lopesan Touristik befindliche Unternehmen von 0,10 auf 0,13 Euro je Aktie erhöhen. Die Hauptversammlung findet am 18. Juli 2017 statt. Eine Renditehit ist der Titel trotz der höheren Ausschüttung allerdings nicht. Dafür bleibt das Papier nach Auffassung von boersengefluester.de ein – gemessen an Substanz – noch immer zu günstiger Spezialwert. Gespannt sind wir jedenfalls schon jetzt auf das komplette Zahlenwerk der Duisburger.


Nach dem – bedingt durch eine Werksverlagerung – eher mauen ersten Quartal (siehe dazu auch den Beitrag von boersengefluester.de HIER) – kommt Dr. Hönle allmählich wieder in Fahrt. Zum Ende des ersten Halbjahres der Abrechnungsperiode 2016/17 (30. September) kam der UV-Spezialist auf ein Betriebsergebnis von 5,62 Mio. Euro, was den entsprechendes Vorjahreswert um knapp 5,2 Prozent übersteigt. Dennoch: In den beiden kommenden Quartalen müssen die Gräfelfinger auf die Tube drücken, immerhin liegt der für das Gesamtjahr prognostizierte operative Gewinn von 14 bis 16 Mio. Euro noch ein gutes Stück entfernt. Hoffnungsträger sind Großaufträge im Bereich Klebstoffe, die sich vor allen Dingen im vierten Quartal positiv auswirken sollen. Zudem das Management erneut, dass Unternehmenszukäufe von Bedeutung seien. Insgesamt läuft bei dem Small Cap also alles in die gewünschte Richtung. Allerdings schränkt der kontinuierliche Kursaufschwung das weitere Potenzial doch zunehmend ein. Immerhin nähert sich die Börsenwert nun allmählich der Marke von 200 Mio. Euro. Zurzeit bleiben wir aber noch bei unserer Einschätzung „Kaufen“. Schließlich gehört Dr. Hönle schon seit Jahren zum erweiterten Favoritenkreis von boersengefluester.de. Und in der Vergangenheit hat sich meist als falsch erwiesen, bei derart trendstarken Aktien vorzeitig den Rückzug anzutreten.


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17. Mai, 2017

Die seit 12. Mai 2017 nun endlich im neuen Börsensegment Scale gelistete Vorzugsaktie von Ökoworld hat sich aus dem Seitwärtstrend verabschiedet und zieht mit Elan nach oben. Zusätzlichen Schwung sollte der Anteilschein des auf ethische Grundsätze ausgerichteten Finanzdienstleisters von dem jetzt veröffentlichten Dividendenvorschlag bekommen: Mit einer um 6 Cent auf 0,51 Euro je Vorzugsaktie erhöhten Gewinnbeteiligung schüttet das Unternehmen nämlich noch ein Stück mehr aus als von boersengefluester.de vermutet (siehe dazu auch unseren Beitrag HIER). Die Hauptversammlung findet voraussichtlich am 14. Juli 2017 statt. Beim gegenwärtigen Kurs von 12,48 Euro bringt es der Titel auf eine Rendite von weit überdurchschnittlichen 4,1 Prozent. Den vollständigen Jahresbericht wird Ökoworld am 31. Mai publizieren. Dem Vernehmen nach zog der Jahresüberschuss der Hildener 2016 jedoch von 3,42 auf mehr als 4,60 Mio. Euro in die Höhe. „Insbesondere die positive Entwicklung der Fondsvolumina der hauseigenen und bankenunabhängigen Kapitalanlagegesellschaft Ökoworld LUX S.A. hat das Unternehmen 2016 nach vorne gebracht“, heißt es. Wer den Titel im Depot hat, sollte auf engagiert bleiben.


Den Performancewettlauf gegen die Aktie von Verbio hat der Anteilschein von CropEnergies in den vergangenen Monaten klar für sich entschieden. Dabei haben beide Biokraftstoffhersteller zuletzt regelmäßig beeindruckenden Zahlen vorgelegt. Die Mitte Februar abermals erhöhte Prognose für das Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende Februar) hat CropEnergies souverän erreicht, ohne jedoch nochmal positiv zu überraschen. Demnach kam die mehrheitlich zum MDAX-Konzern Südzucker gehörende Gesellschaft auf Erlöse von 801,74 Mio. Euro sowie einen operativen Gewinn (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen) von 97,56 Mio. Euro. „Seit Juli 2016 laufen alle unsere Werke mit hoher Auslastung“, betont der Vorstandsvorsitzende Joachim Lutz. Das hohe Ergebnisniveau von 134,76 Mio. Euro (bezogen auf das EBITDA) wird CropEnergies in der laufenden Abrechnungsperiode erwartungsgemäß aber kaum halten können. „Die Entwicklung des Bioethanolmarkts wird uns auch in Zukunft vor Herausforderungen stellen“, räumt Lutz ein und kalkuliert für 2017/18 weiterhin mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in einer Bandbreite von 80 bis 120 Mio. Euro. Eine derart große Spanne lässt freilich viel Interpretationsspielraum zu. Fakt ist jedoch, dass die Investoren momentan eher mit dem oberen Ende der Spanne kalkulieren. Ein gutes Argument für die CropEnergies-Aktie ist die auf 0,30 Euro je Anteilschein verdoppelte Dividende, die den Titel bei Kursen um 9,50 Euro auf eine Rendite von 3,2 knapp Prozent hievt. Verglichen mit den langjährigen Durchschnittswerten für die wesentlichen anderen Bewertungskennzahlen ist ebenfalls noch alles im Lot. Wenn überhaupt, ist nur das aktuelle KBV von annähernd 2,1 eher hoch. Insgesamt befindet sich der Titel jedoch in einem derart intakten Aufwärtstrend, so dass wir bei dieser Aktie noch weiteres Potenzial vermuten. Die Hauptversammlung ist für den 18. Juli 2017 angesetzt.


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15. Mai, 2017

Mit einer knackigen Kurszielerhöhung von 86 auf 120 Euro sorgt Hauck & Aufhäuser für gute Laune bei den Aktionären von MBB. Die Rechnung von Analyst Torben Teichler: Allein der noch verbliebene Anteil an dem Spezialmaschinenbauer Aumann hat einen Wert von rund 76 Euro je MBB-Aktie. On top kommen 27 Euro Cash je Aktie sowie das auf 17 Euro pro Anteilschein veranschlagte restliche Portfolio – bestehend aus dem ebenfalls börsennotierten Autozulieferer Delignit, dem IT-Dienstleister DTS IT, dem Papierhersteller Hanke Tissue, dem Formbauspezialisten OBO-Werke sowie dem Matratzenhersteller CT Formpolster. Sogar unberücksichtigt ist bei dieser Rechnung das Potenzial aus der Weiterentwicklung des Portfolios – quasi der Goodwill der Berliner. MBB-Vorstand Gerrit Karalus sprach bei seiner Präsentation auf der MKK in München zuletzt von “20 Jahren exzellenter Investitionsqualität und mehr als 300 Mio. Euro trockenes Pulver”. Insgesamt macht Hauck & Aufhäuser eine Rechnung auf, die unmittelbar nach dem Aumann-IPO so recht niemand hören wollte – die aber von boersengefluster.de regelmäßig veröffentlicht wurde (HIER). Größtes Risiko bei dieser Form der Herangehensweise bleibt freilich die Marktkapitalisierung von Aumann. Zurzeit herrscht an der Börse Eitel Sonnenschein, sollten die Investoren jedoch Zweifel bekommen, ob ein Multiple von rund 24 auf das für 2018 zu erwartende EBIT wirklich gerechtfertigt ist, würde sich das Blatt schnell wenden. Bei einer Bewertung mit dem Faktor 15 auf die – in diesem Fall als konstant angenommene EBIT-Prognose – hätte das Aumann-Paket „nur“ noch einen Wert von 48 Euro je MBB-Aktie. Nun: So lange die Aumann-Aktie en vogue bleibt, ist MBB beinahe ein Selbstläufer und dürfte zügig in den SDAX-Aufrücken, während Aumann ein Fall für den TecDAX ist. Allerdings: Ein klassischer Value-Titel mit attraktiver Dividendenrendite und überschaubarem Abstand zum Buchwert ist MBB schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Dafür hat Aumann die bisherigen Kennzahlendimensionen einfach zu sehr aufgemischt. Sei es drum: Für clevere Rechner – und möglicherweise sogar Trader – ist die MBB-Aktie mit dem Aumann-IPO fast noch besser greifbar geworden.




11. Mai, 2017

Nach drei Monaten mit einer seitwärts gerichteten Kursentwicklung gibt die Notiz von Pantaleon Entertainment wieder Speed. Offenbar hat CEO Dan Maag mit seiner Präsentation auf der Frühjahrskonferenz der DVFA den Nerv der Investoren getroffen. „Wir werden Ende des Jahres 40.000 Filme bei Pantaflix haben. Und das ist erst der Anfang der Reise“, verspricht Maag. Bis 2019 sollen rund 220.000 Streifen in der kürzlich gelaunchten Video-on-Demand-Plattform geladen sein. Die grobe Kalkulation dabei: Jeder der 220.000 Filme könnte pro Tag vier Abrufe haben. Bei einem Einzelpreis von brutto 3,99 Euro – 25 Prozent davon gehen an Pantaflix – würde das im Jahr auf einen Betrag von 320 Mio. Euro hinauslaufen. Als Margenziel scheinen 15 bis 20 Prozent realistisch, so dass am Ende womöglich 40 bis 50 Mio. Euro übrig bleiben könnten. Sollte sich dieses Szenario als realistisch erweisen, wäre der aktuelle Börsenwert von 109 Mio. Euro in der Tat nicht zu hoch angesetzt, zumal in der Ergebniskalkulation auch nur Pantaflix berücksichtigt ist und nicht das bisherige Stammgeschäft Filmproduktion. Noch handelt es sich jedoch um Wunschdenken, die Gegenwart sieht weniger prickelnd aus: 2016 wird Pantaflix einen Verlust vor Steuern von vermutlich 1,6 Mio. Euro ausweisen. Grund ist eine „Phasenverschiebung“, weil das wichtige Filmprojekt Hot Dog mit Til Schweiger und Matthias Schweighöfer zwar bereits zum Großteil 2016 gedreht wurde, aber erst mit seiner Fertigstellung im laufenden Jahr umsatzwirksam wird und für die entsprechenden Erträge sorgt. Langjährigen Börsianern wird es bei dem Begriff „Phasenverschiebung“ vermutlich kalt den Rücken herunterlaufen. Schließlich waren es ausgerechnet die Brüder Haffa von EM.TV & Merchandising, die im Jahr 2000 erstmals von einer Phasenverschiebung sprachen. Der Rest ist Geschichte – und die muss sich natürlich nicht wiederholen. Das komplette Zahlenwerk wird die im neuen Börsensegment Scale gelistete Pantaleon im Juni 2017 veröffentlichen. Fazit boersengefluester.de: Die Gesellschaft macht rasante Fortschritte, das gilt allerdings auch für den Börsenwert. Ein deutlich besseres Gefühl hätten wir, wenn sich der Zugewinn an Marktkapitalisierung allmählich auch in den Zahlen widerspiegelt. Zu viel Hoffnung ist auf Dauer schließlich auch nicht gut.


Mit 11,04 Mio. Euro hat Datron im ersten Quartal 2017 soviel wie nie zuvor in einem Auftaktviertel umgesetzt – bei einer EBIT-Marge von 1,89 Prozent, was einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 209.000 Euro entspricht. Für das Gesamtjahr bleibt der Hersteller von CNC-Fräsmaschinen und Dentalfräsmaschinen bei seiner Prognose, wonach mit Erlösen von mindestens 50 Mio. Euro sowie einem EBIT von rund 4 Mio. Euro zu rechnen ist. Zumindest beim Betriebsergebnis muss die Gesellschaft also noch deutlich zulegen, was allerdings so auch zu erwarten ist. Normalerweise sind die drei Folgequartale deutlich renditestärker als die ersten drei Monate eines Jahres. „Wir sind mit den Ergebnissen des ersten Quartals und darüber hinaus mit der Entwicklung in den letzten Wochen voll im Plan“, sagt daher auch Finanzvorstand Michael Daniel. Der parallel zu den Q1-Zahlen vorgelegte Geschäftsbericht für 2016 hält indes keine großen Überraschungen mehr parat, die wesentlichen Eckdaten hatte Datron bereits Anfang März vorgelegt. Zur Hauptversammlung am 30. Juni 2017 steht erneut eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie auf der Agenda, was – zumindest unter Renditeaspekten – aber keinen sonderlichen Einfluss auf den Kurs haben sollte. Vielmehr spricht für den Titel, dass Anleger hier noch Wachstum zu einem akzeptablen Preis bekommen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (auf Basis unserer Schätzungen für 2018) liegt bei unter 15. Vermutlich ab 2019 will das südlich von Darmstadt in Mühltal ansässige Unternehmen auf Umsatzgrößen kommen, die eine zweistellige operative Rendite zulassen. Dabei hat sich Datron eine organische Expansion von im Mittel zehn Prozent auf die Fahnen geschrieben. Folgerichtig liegt die EBIT-Zielgröße für 2019 bei mindestens 6 Mio. Euro – bei einem Börsenwert von zurzeit etwa 44 Mio. Euro. Datron gehört zu den vergleichsweise still kommunizierenden Gesellschaften und ist auch eher selektiv auf den einschlägigen Investorenkonferenzen vertreten. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb): Bei boersengefluester.de steht das Unternehmen hoch im Kurs. Die Aktie eignet sich in erster für langfristig orientierten Anleger. Für eine Tradingposition ist der Handelsumsatz sowieso viel zu gering.



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08. Mai, 2017

 

Beharrlich hatte boersengefluester.de darauf hingewiesen, dass die Aktie von IBU-tec advanced materials nach dem Börsenstart zu 16,50 Euro zu Unrecht von den Anlegern links liegen gelassen wurde. Mittlerweile hat der Aktienkurs Fahrt aufgenommen und sogar die Marke von 20 Euro überschritten. Auf diesem Niveau beträgt die Marktkapitalisierung des Spezialchemie-Unternehmens mit E-Mobility-Fantasie gut 80 Mio. Euro. Zum Vergleich: Für 2017 stellt CEO Ulrich Weitz Erlöse von 18,5 Mio. Euro sowie ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,7 Mio. Euro in Aussicht. Der Gewinn vor Steuern soll nur geringfügig darunter liegen. Unberücksichtigt sind jedoch die Kosten für den Börsengang im neuen Segment Scale. „Mit den Mitteln aus dem IPO wollen wir unser künftiges Wachstum nun nachhaltig weiter vorantreiben“, sagt Weitz. Am 10. Mai präsentiert der Manager auf der DVFA-Konferenz in Frankfurt. Boersengefluester.de wird vor Ort sein und anschließend ein Update geben. Vorerst bleiben wir bei unserer positiven Einschätzung für die Aktie von IBU-tec.


„Wir müssen wachsen“, lautete eine der zentralen Botschaften von mutares-CEO Axel Geuer bei seiner jüngsten Präsentation auf der MKK in München. Konkret: Bis Ende 2018 soll der Umsatz auf 1,8 Mrd. Euro wachsen – nach 648 Mio. Euro für 2016. Dabei will die Beteiligungsgesellschaft insbesondere sogenannte „Add-on Akquisitionen“ forcieren. Das sind Zukäufe, die bestehende Portfoliounternehmen stärken, so wie etwa im Automotivebereich geschehen. Kursmäßig hat sich die Aktie zuletzt zwar relativ stabil gehalten. Verglichen mit Titeln wie MBB, Indus Holding oder Blue Cap hängt mutares jedoch zurück. Einen guten Eindruck hinterlassen derweil die Zahlen zum Auftaktquartal 2017: Bei einem Erlösplus um 36 Prozent auf 208,2 Mio. Euro kam das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 4,2 auf 21,5 Mio. Euro voran. Maßgeblich beeinflusst ist dieser Zuwachs freilich durch den Verkauf von EUPEC Deutschland (siehe dazu den Beitrag von boersengefluester.de HIER). Der Substanzwert (NAV) des mutares-Konzerns stieg seit Jahresbeginn um 9,3 auf 317,2 Mio. Euro. Das entspricht einem NAV je Aktie von annähernd 20,50 Euro. Bezogen auf den aktuellen Kurs von 14 Euro ergibt sich also ein stattlicher Discount, den es zu verringern gilt. Die Analysten von Baader haben derweil ihre Kaufen-Empfehlung mit Kursziel 20 Euro bestätigt. Für Axel Geuer wird die mutares-Aktie ohnehin unter Wert gehandelt: „Ich sehe noch wesentlich mehr Potenzial als es derzeit der Markt reflektiert.“ Allein die zum Portfolio gehörende STS-Gruppe bildet nach Auffassung von Geuer die aktuelle Marktkapitalisierung ab. Für risikobereite Anleger bleibt der Titel eine Wette wert.


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04. Mai, 2017

Performancetechnisch braucht sich die Aktie der Merkur Bank (auch) im laufenden Jahr nicht hinter der Entwicklung anderer Finanztitel zu verstecken. Ledig die Anteilscheine der Deutschen Pfandbriefbank und der Commerzbank haben sich zuletzt besser entwickelt. Derweil läuft es auch operativ bei dem in München angesiedelten Institut rund. Zum Ende des ersten Quartals lag die Merkur Bank beim Gewinn nach Steuern mit 1,1 Mio. Euro um 7,6 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Damit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben die Erwartungen übertroffen. Tätig ist die Merkur Bank in der Bauträgerzwischenfinanzierung, im Leasingbereich sowie als Hausbank für mittelständische Unternehmen. Zudem bietet die Gesellschaft Produkte zur Vermögensanlage an. Eigengeschäft tätigt die Merkur Bank hier jedoch nicht, mit entsprechend weniger Risiko sind sämtliche Aktivitäten verbunden. Das Depotvolumen stieg im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Schlussstand 2016 um 6, 6 Prozent auf 264,2 Mio. Euro. Absolut gesehen ist diese Größenordnung für eine börsennotierte Bank natürlich eher überschaubar. Aber Dr. Marcus Lingel, der persönlich haftende Gesellschafter der Merkur Bank, sieht die Gesellschaft – auch dank personeller Verstärkungen – gut aufgestellt: „Diese abermalige deutliche Steigerung zeigt das große Potenzial, das in diesem Geschäftsfeld unverändert liegt.“ Pluspunkt aus Anlegersicht bleibt derweil die ansprechende Dividende von 0,26 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,22 Euro). Die Hauptversammlung findet am 22. Juni 2017 statt. Bezogen auf den gegenwärtigen Kurs von 7,70 Euro beträgt die Rendite knapp 3,4 Prozent. Den vollständigen Geschäftsbericht für 2016 will die Merkur Bank noch im Mai vorlegen. Die Marktkapitalisierung des im Münchner Spezialsegment m:access gelisteten Unternehmens beträgt knapp 44 Mio. Euro. Geeignet ist der Small Cap vor allem für langfristig orientierte Investoren.



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03. Mai, 2017

Einen Tag vor der Hauptversammlung (HV) am 4. Mai 2017 hat secunet Security Networks die Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt – und die können sich einmal mehr sehen lassen: Die Erlöse von 24,70 Mio. Euro übertreffen den Wert des entsprechenden Vorjahresquartals um mehr als 27 Prozent. Das ist insofern bemerkenswert, weil Q1 normalerweise ein eher schwächeres Quartal für secunet ist, die Vergleichsbasis von 2016 aber bereits relativ ambitioniert war. „Die Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungen bleibt hoch“, sagt Rainer Baumgart, CEO des Anbieters von hochwertiger IT-Sicherheitstechnik. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kam aufgrund der höheren Produktumsätze von 0,2 auf 0,9 Mio. Euro voran. Auch das ist ein Rekordniveau zum Jahresstart. Normalerweise hätte die Gesellschaft also schon jetzt einen Grund, die Prognosen für 2017 ein wenig anzupassen. Doch mit Blick auf die nahende Bundestagswahl und die damit einhergehende Haushaltssperre für Neuanschaffungen bleibt secunet bei seiner bisherigen Einschätzung und kalkuliert für Umsatz und EBIT mit Werten leicht unter Vorjahr. Demnach liegt die Messlatte bei Erlösen von knapp 116 Mio. Euro und einem Betriebsergebnis von circa 13,7 Mio. Euro. Positiv stimmt der stattliche Auftragsbestand von 70,5 Mio. Euro – verglichen 42,8 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Aktienkurs der Essener hat sich zuletzt  stabilisiert und pendelt zwischen grob 45 und 55 Euro – was freilich immer noch ein sehr gutes Niveau ist. Vor zwölf Monaten kostete der Anteilschein noch weniger als die Hälfte. Keine Frage: Mit einem Börsenwert von gut 356 Mio. Euro ist secunet – trotz der komfortablen Bilanzrelationen – eher sportlich bewertet. Dafür bekommen Anleger aber auch eine sehr nachhaltige Wachstumsaktie. Thema Dividende: Auf der HV-Agenda steht eine von 0,34 auf 0,58 Euro je Aktie erhöhte Ausschüttung. Damit bringt es der im Prime Standard gelistete Titel allerdings auch “nur” auf eine Rendite 1,05 Prozent – bezogen auf den aktuellen Kurs. Für boersengefluester.de bleibt secunet ein attraktives Investment mit guten Perspektiven. Warburg Research hat das Kursziel zuletzt bei 62 Euro angesetzt.


Operativ gibt es bei Steico ein klares saisonales Muster: Q1 und Q2 steuern deutlich weniger zum Umsatz und zum EBIT bei als das zweite und dritte Quartal. Das verwundert nicht, immerhin ist der Dämmstoffspezialist stark wetterabhängig. Und bei frostigen Temperaturen geht auf den meisten Baustellen nun mal deutlich weniger als in den wärmeren Monaten. Umso erstaunlicher eigentlich, dass sich dieses Muster so überhaupt nicht im Chart widerspiegelt. Aber auch hierfür gibt es eine plausible Erklärung. Zum einen hat das Unternehmen aus Feldkirchen in den vergangenen Jahren seine Prognosen für das Gesamtjahr in der Regel sicher eingelöst. Noch wichtiger dürfte jedoch sein, dass übergeordnete Themen – insbesondere die enormen Investitionen in neue Produktionsanlagen – den Trend vorgegeben haben. Und hier hat sich zuletzt gezeigt, dass der Vorstand mit seinem finanziellen Wagnis richtig gelegen hat. Auch mit den neuerlichen Bauarbeiten kommt Steico gut voran. „Sämtliche Aktivitäten bewegen sich im Rahmen des Zeit- und Kostenplans“, heißt es im jetzt vorgelegten Zwischenbericht. Sehen lassen können sich auch die anderen Daten. Der Umsatz erreichte mit 54,2 Mio. Euro beinahe das Nivea aus dem zweiten Quartal 2016. Und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,6 Mio. Euro hat die Gesellschaft auch noch nie in einem Auftaktviertel erreicht. Folgerichtig hat der Vorstand die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigt. Demnach ist bei einem Umsatzplus im oberen einstelligen Prozentbereich mit einem etwas überproportionalen EBIT-Zuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu rechnen. Boersengefluester.de kalkuliert zurzeit mit einem EBIT von rund 21 Mio. Euro für 2017. Dem steht eine Marktkapitalisierung von zurzeit knapp 218 Mio. Euro entgegen. Alles im grünen Bereich also. Wir bleiben bei der positiven Einschätzung für den Anteilschein des Bauzulieferers.


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02. Mai, 2017

Unnötig weit lehnt sich Mühlbauer in Sachen Ausblick eigentlich nie aus dem Fenster. Doch mit dem für 2017 in Aussicht gestellten Rückgang von Umsatz und Betriebsergebnis hatten Anleger nicht gerechnet. Der wesentliche Grund für die vorsichtige Einschätzung ist die Zurückhaltung der Kunden aus dem Industriebereich. Und da die Projekte mit den Regierungen sich nur selten in das Quartalsschema der Börsen pressen lassen, lässt Mühlbauer Vorsicht walten. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass der Spezialist für Anlagen zur Produktion von Reisepässen, ID-Karten, Halbleiterprodukten oder auch RFID-Anwendungen mit seinen Zahlen für 2016 deutlich besser abgeschnitten hat als gedacht. Immerhin kam das Ergebnis je Aktie von 2,54 auf 2,71 Euro voran. Das Betriebsergebnis kletterte von 42,73 auf 48,06 Mio. Euro. Ursprüngliches Ziel war es, die hohen Vorjahreswerte in etwa zu halten. Die Dividende lässt das Unternehmen aus Roding erwartungsgemäß bei 1,50 Euro pro Anteilschein. Bezogen auf den aktuellen Kurs von 43,40 Euro entspricht das einer Rendite von immerhin fast 3,5 Prozent. Die Hauptversammlung findet allerdings erst am 10. August 2017 statt. Insgesamt hat die Notiz von dem Januar-Hoch bei 58 Euro nun um rund ein Viertel an Wert eingebüßt und die 200-Tage-Durchschnittslinie mit Schwung von oben nach unten durchstoßen. Normalerweise ist das kein gutes Zeichen. Andererseits ist es noch gar nicht ausgemachte Sache, dass Mühlbauer tatsächlich vor einem spürbaren Ergebnisrückgang steht. Zudem ist die Bewertung des schuldenfreien Unternehmens fern einer Übertreibung nach oben. Unter Berücksichtigung des Netto-Finanzguthabens wird das Unternehmen mit dem gut Zwölffachen des von boersengefluester.de für 2017 erwarteten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) bewertet. Unterm Strich sehen wir in der aktuellen Schwächephase eher eine gute Nachkaufgelegenheit. Immerhin fällt Mühlbauer bei uns in die Kategorie „klassisches Langfristinvestment“.



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